• Ich bin meinen Eltern egal

    warum verlieren manche eltern das interesse an ihren kindern? ist das normal? redet niemand darüber, weil das das bild von der glücklichen bilderbuchfamilie zerstören würde? meine mum hat seit jahren keine zeit mehr für mich, wenigstens ist sie nett zu mir und brüllt mich nicht permanent an, wie mein vater es tut. der hasst mich seit ich 14 war, weil…
  • 177 Antworten
    unpolar schrieb:

    seitdem legt er mir wo es geht steine in den weg und behandelt mich sonst wie luft...

    Wo legt er dir denn bspw. Steine in den Weg? Ist den Eltern im Erwachsenenalter doch in den meisten Lebensbereichen gar nicht möglich.
    Offenbar hast du schon mehrere Threads, die habe ich aber nicht alle gelesen. Daher nur "unter Vorbehalt":
    Mir scheint, bei euch kommen sehr gegensätzliche Charaktere aufeinander, das multipliziert sich regelrecht. Deine Eltern eher kühl und auch mal barsch, du umso empfindlicher. Beides ist per se erstmal nicht schlimm, in Kombi aber Sprengstoff. Schritt 1 wäre, sich das zu vergegenwärtigen, nicht nur zu fühlen sondern auch ein bisschen Ratio walten zu lassen und dadurch nicht jeden Tonfall auf sich beziehen. Sie sind so. Sie sind nicht so mit dem Ziel "der soll sich wertlos fühlen, weil wir ihn wertlos finden". Das ist Interpretation, die zwar naheliegt, aber nicht alles naheliegende ist auch so.

    mnef schrieb:
    unpolar schrieb:

    seitdem legt er mir wo es geht steine in den weg und behandelt mich sonst wie luft...

    Wo legt er dir denn bspw. Steine in den Weg? Ist den Eltern im Erwachsenenalter doch in den meisten Lebensbereichen gar nicht möglich.
    Offenbar hast du schon mehrere Threads, die habe ich aber nicht alle gelesen. Daher nur "unter Vorbehalt":
    Mir scheint, bei euch kommen sehr gegensätzliche Charaktere aufeinander, das multipliziert sich regelrecht. Deine Eltern eher kühl und auch mal barsch, du umso empfindlicher. Beides ist per se erstmal nicht schlimm, in Kombi aber Sprengstoff. Schritt 1 wäre, sich das zu vergegenwärtigen, nicht nur zu fühlen sondern auch ein bisschen Ratio walten zu lassen und dadurch nicht jeden Tonfall auf sich beziehen. Sie sind so. Sie sind nicht so mit dem Ziel "der soll sich wertlos fühlen, weil wir ihn wertlos finden". Das ist Interpretation, die zwar naheliegt, aber nicht alles naheliegende ist auch so.

    sie haben mir nie irgendwas bezahlt und mich nur kritisiert oder angeschrien wenn ich was nicht 100% perfekt hinbekommen habe. ein minimum an geld braucht man ODER halt zumindest selbstbewusstsein und cleverness um sich zu behaupten und irgendwie durchzukommen. ich hab weder das eine noch das andere und es wird nicht besser wenn mir alles aussichtslos und sinnlos vorkommt. warum ich nicht einfach eine ausbildung mache, wie mein vater es will? ganz einfach weil ich so inkompetent bin dass ich am vorstellungsgespräch schon scheitern würde. studieren würde mir viel mehr liegen und ich könnte in einem sozusagen sicheren rahmen soziale kompetenzen, Soft skills etc. erstmal lernen.

    unpolar schrieb:
    mnef schrieb:
    unpolar schrieb:

    seitdem legt er mir wo es geht steine in den weg und behandelt mich sonst wie luft...

    Wo legt er dir denn bspw. Steine in den Weg? Ist den Eltern im Erwachsenenalter doch in den meisten Lebensbereichen gar nicht möglich.
    Offenbar hast du schon mehrere Threads, die habe ich aber nicht alle gelesen. Daher nur "unter Vorbehalt":
    Mir scheint, bei euch kommen sehr gegensätzliche Charaktere aufeinander, das multipliziert sich regelrecht. Deine Eltern eher kühl und auch mal barsch, du umso empfindlicher. Beides ist per se erstmal nicht schlimm, in Kombi aber Sprengstoff. Schritt 1 wäre, sich das zu vergegenwärtigen, nicht nur zu fühlen sondern auch ein bisschen Ratio walten zu lassen und dadurch nicht jeden Tonfall auf sich beziehen. Sie sind so. Sie sind nicht so mit dem Ziel "der soll sich wertlos fühlen, weil wir ihn wertlos finden". Das ist Interpretation, die zwar naheliegt, aber nicht alles naheliegende ist auch so.

    sie haben mir nie irgendwas bezahlt und mich nur kritisiert oder angeschrien wenn ich was nicht 100% perfekt hinbekommen habe. ein minimum an geld braucht man ODER halt zumindest selbstbewusstsein und cleverness um sich zu behaupten und irgendwie durchzukommen. ich hab weder das eine noch das andere und es wird nicht besser wenn mir alles aussichtslos und sinnlos vorkommt. warum ich nicht einfach eine ausbildung mache, wie mein vater es will? ganz einfach weil ich so inkompetent bin dass ich am vorstellungsgespräch schon scheitern würde. studieren würde mir viel mehr liegen und ich könnte in einem sozusagen sicheren rahmen soziale kompetenzen, Soft skills etc. erstmal lernen.

    "Nie was bezahlt" stimmt ja nun nicht. Vielleicht gab's kein Taschengeld, aber sie haben dich ernährt und großgezogen. Das kostet ordentlich. Durftest du nicht jobben?

    Wieso tust du das jetzt nicht?
    Wenn du keine Ausbildung machen willst, dann halt dich ran mit Studienplatz. Dann ziehst du aus, bekommst Unterhalt (da geht es nicht um "wollen" der Eltern, sofern sie zahlen können, müssen sie das auch. Wenn sie nicht KÖNNEN, wären deine Vorwürfe unfair) und den Rest bezahlst du von Bafög, Nebenkob, Studienkredit oder wie auch immer. Das schaffen auch andere.
    Ich will deine Eltern-Situation nicht wegreden, aber letztlich kennen wir hier nur deine Seite und können das Verhalten deiner Eltern nicht beurteilen. Muss auch gar nicht, denn alles, was mit LÖSUNG zu tun hat, betrifft dich, deine nächsten Schritte und nicht mehr im geringsten deine Eltern.

    PS: "Studieren weil Vorstellungsgespräch unschaffbar scheint" klingt mir nicht nach einem guten Grund, zu studieren. Ich mein - mach ruhig. Aber da sollte dir schon etwas besonders liegen. Wenn es nur die Entscheidung ist, um sich nirgends in einem Bewerbungsgespräch behaupten zu müssen, wirst du evtl. ordentlich auf die Nase fallen. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben, auch Studium verschafft dir nicht mehr Soft Skills als Ausbildung.

    Es ist eindeutig klar, dass du irgendwie "blockiert" bist darin, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen.


    Das ist aber nötig. Es mag sein, das andere Eltern mehr ubernehmen, organisieren - aber bei dir ist es nicht so, bei mir war es das auch nicht. (und bei mir lag es einfach nur daran, das ich Halbwaise war, und meine Mutter noch viek selbstunsicherer als ich es je war. Sobald mein Vater tot war, war sie haltlos und konnte zwischenzeitlich nicht mehr. )


    Soll heißen - ich musste fruh erwachsen werden und mich um allles ausserhausige (Arzttermine, Schulkram, Anmeldungen und so weiter) schon fruh selbst kummern. Mit 18 war das schon vollig selbstverstandlich geworden.


    Um es hart auszudrucken: du bist jetzt tatsachlich verantwortlich fur Dinge wie Bewerbungen, Ameldungen usw.


    Nicht deine Eltern. Und zwar auch dann wenn es dir schwer fallt. Auch wenn es fur dich blod ist. Auch wenn es anders schoner ware.


    Und glaube mal nicht, dass du durch ein Studium automatisch weniger Bewerbungsgesprache haben wirst...


    Du musst selbst Verantwortung ubernehmen.


    In deinem Zimmer zu sitzen und traurig ins Forum schreiben wird dir nicht zu mehr Unabhängigkeit und zu mehr Geld verhelfen. Und ich wünsche dir sehr, dass du den Dreh kriegst und nicht darauf wartest, dass deine Eltern endlich alles ubernehmen.


    Was das finanzielle angeht hast du gute Ratschlage bekommen. Grundlage davon ist aber immer - werde selbst aktiv. Warte nicht auf andere, die das übernehmen.

    Nachtrag: Du möchtest doch eine Lösung haben - die liegt aber nicht darin, deine Eltern zu einem fur dich schoneren Verhalten zu bekommen.


    Wobei ich denke, es könnte dir schon gut tun wenn du merkst dass du gar nicht sooo abhangig bist, wie du glaubst - wenn du aktiv bist.

    Also wenn dich ein Vorstellungsgespräch für einen Ausbildungsplatz überfordert, wie willst du dann mündliche Prüfungen an der Uni ablegen? ":/

    Zitat

    sie haben mir nie irgendwas bezahlt und mich nur kritisiert oder angeschrien wenn ich was nicht 100% perfekt hinbekommen habe.

    Was hält dich jetzt noch dort?

    Zitat

    ein minimum an geld braucht man ODER halt zumindest selbstbewusstsein und cleverness um sich zu behaupten und irgendwie durchzukommen. ich hab weder das eine noch das andere und es wird nicht besser wenn mir alles aussichtslos und sinnlos vorkommt.

    Stimmt. Aber 70 € Taschengeld finde ich schon recht viel. Und das du davon für dich selbst was bezahlen musstest, ist auch in Ordnung. Da muss man dann halt rechnen, damit eventuell was übrig bleibt.

    Selbstbewusstsein lernt man Stück für Stück im sozialen Umgang. Das wird so oder so ein längerer Weg. Cleverness ist bei dir vorhanden. Immerhin hast du das Abi geschafft.

    Zitat

    warum ich nicht einfach eine ausbildung mache, wie mein vater es will? ganz einfach weil ich so inkompetent bin dass ich am vorstellungsgespräch schon scheitern würde. studieren würde mir viel mehr liegen und ich könnte in einem sozusagen sicheren rahmen soziale kompetenzen, Soft skills etc. erstmal lernen.

    Das ist der Witz des Jahrhunderts. Glaubst du ernsthaft, dass jeder, der einen Ausbildungsplatz bekommt mega selbstbewusst und hochintelligent ist?

    Ich gehe nicht davon aus, dass du Versicherungsvertreter werden willst, der gut reden können muss.

    Und soziale Kompetenzen kann man auch in einem Nebenjob erwerben. Und da findet nicht unbedingt ein riesen Vorstellungsgespräch statt.

    Und ein Studium bietet keinen sicheren Rahmen. Bei einer Ausbildung hast du einen Ausbildungsplatz mit den immer gleichen Kollegen. Ansonsten sitzt du in der Berufsschule. Das ist eben Schule. Hast du 12 Jahre lang schon mitgemacht.

    Beim Studium musst du dich selber organisieren können. Da läuft dir keiner hinterher. Da kriegst du auch nicht alles vorgesetzt. Gerade da ist die Fähigkeit mit anderen zu netzwerken unheimlich wichtig. Da kannst du nicht erst anfangen soziale Fähigkeiten zu erlernen. Von dem ganzen organisatorischen Kram drumherum mal ganz zu schweigen. Wo du da den sicheren Rahmen siehst, erschließt sich mir nicht.

    Wenn du meinst, dass du bei einem Studium herumtrödeln kannst, dann wird dir dein Vater wahrscheinlich auf die Sprünge helfen, aber nicht so, wie du dir das vorstellst.

    Zitat

    Also wenn dich ein Vorstellungsgespräch für einen Ausbildungsplatz überfordert, wie willst du dann mündliche Prüfungen an der Uni ablegen? s41.gif

    Zumal er drüben im anderen Faden gepostet hat, was er studieren möchte. 8-(

    Meiner Meinung nach ist die Ausbildung ein geschützter Rahmen, um sich weiterzuentwickeln. Man hat immer mit den selben Leuten zu tun. Es gibt weniger „Überflieger“, denen alles in den Schoß fällt und die dazu führen, dass man sich klein und unfähig fühlt


    Ich hab vor meinem Studium (Bachelor und Master) eine Berufsausbildung absolviert und diese hat mir wirklich sehr gut getan. Ich bin durch die Ausbildungserfahrung mit viel mehr Selbstbewusstsein und Selbstständigkeit ins Studium reingegangen. Letztendlich half mir die Berufserfahrung aus der Ausbildung auch bei der Suche nach Praktika.

    70 Euro entsprechen übrigens sogar exakt der Taschengeldempfehlung fur die Höhe des Taschengeldes fur wirtschaftlich abhangige Volljahrige (18jahrige).


    Kein Jugendamt der Welt würde da sagen, es sei "zu wenig"

    Noch etwas: mein Eindruck ist, dass du mit deinem Vater Krach hast nicht weil der dich nicht mag, sondern weil er von dir jetzt erwartet, selbst aktiv zu werden. Könnte das vielleicht sein?


    Das es in den letzten corona-eingeschrankten Monaten verstarkt Streit gab ist gut möglich aber es liegt mit Sicherheit einfach auch daran, dass dein Vater von dir jetzt mehr erwartet als "zur Schule gehen" erwartet. So mein Verdacht.


    Studieren bedeutet eben nicht gemutlich weiter zur Schule gehen sondern dass man sich auch um Vieles selbst kummern muss.


    Mein Eindruck: Du musst anfangen dich vom Schulkind zum Erwachsenen zu entwickeln.

    Was ich hier vor allem sehe, unabhängig von der konkreten Alltagssituation:

    Studium heißt Selbststudium, du musst dich um alles selber kümmern ab dem ersten Tag, um einen Studienplatz, um Lernmaterial, um Vorlesungen, um Skripte, um Prüfungen, um einen Lehrplan, praktisch um alles was Studieren nunmal bedeutet. Da wird dir nichts vorgegeben oder vorgekaut. In der Schule wirst du "beschult". Da setzt du dich hin und dir wird was beigebracht. In einem Studium setzt du dich auch hin, nur ist den meisten Profs scheißegal ob du was lernst oder ob du überhaupt anwesend bist. Die beten ihr Zeug runter und ob du davon was mitbekommst oder verstehst, ist dein Problem.

    Wenn du mit der Ausrede "zu unfähig ein Vorstellungsgespräch zu führen" studieren willst, wirst du mit Sicherheit sehr schnell auf die Nase fallen, wenn es darum geht sich durch ein Studium durchzubeißen. Da werden dir keine Skills beigebracht, es wird von Anfang an vorausgesetzt das du solche Skills schon mitbringst.

    Ein Studium schafft man nicht weil man intelligent genug ist, ein Studium schafft man wenn man sich täglich dazu selber motivieren kann.

    Bei mir ging das so:

    1. Semester, Fach "Mathematik 1": Erste Vorlesung, Schulstoff Klasse 11. Zweite Vorlesung, Schulstoff Klasse 12. Dritte Vorlesung, Schulstoff Klasse 13, ab der vierten Vorlesung, nach zwei Wochen Studium, kommt Panik auf, weil du nur noch Bahnhof verstehst...

    Ob du dich für eine Prüfung anmeldest: Dein Problem. Ob du an Skripte, alte Klausuren, Lernmaterial usw. ran kommst: Dein Problem. Ob du was lernst: Dein Problem.

    :)z


    Und es hilft dann wirklich nichts mehr zu sagen "das ist alles so, weil meine Eltern so gemein sind"


    Selbst wenn - sich anstrengen muss man da schon selbst und auch in der Ausbildung ist es nicht so, das Papa samtliche unangenehmen Gesprache fuhrt. Zumal du ja kein 15jahriger bist der sehr fruh Abi gemacht hat (kenne ich auch jemanden) sondern tatsächlich ein Volljahriger.