ja das gefühl habe ich. was dagegen ? ich sage die meisten und nicht alle. und wie gesagt ich habe viele erfahrungen in der richtung gemacht ich denke ich rede nicht von etwas von dem ich keine ahnung habe

    Zitat

    haha begonnen mit mir ? uhhh schon mies du hast mich wie es aussieht nicht verstanden.

    Ach, eleonora, ich hatte befürchtet, dass Du Dir da auf den Schlips getreten fühlen wirst, das war aber nicht meine Absicht, ich wusste nur nicht, wo ich geschickt entsprechenden Smiley setzen soll, um das rüber zu bringen. ;-)


    Es geht doch hier um Stereotype, Millieus und Assoziationen, die man hat und ab wann das umschwenkt in Rassismus bzw. ob dies allgemein als Rasissmus gewertet werden kann. (Und Du hast selbst ein ebensolches Bild gezeichnet, um anschließend aber mit dem Finger auf die bösen anderen zu zeigen, auf nichts anderes wollte ich Dich aufmerksam machen).


    Ich versuche nach langen Überlegungen beispielsweise gar nicht mehr, meine "Vorurteile" zu verdrängen, zu bekämpfen oder zu verleugnen. Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass es auch nicht zielführend ist, solche Zusammenhänge zu verleugnen. Beispiel Südländer: in den meisten Fällen entstammen sie einer Kultur, der ich nichts abgewinnen kann, oftmals leben sie wiederum in Millieus, in denen Ansichten und Verhaltensweisen an den Tag gelegt werden, mit denen ich mich ebenfalls nicht identifizieren kann. Mir ist aber völlig klar, dass das nichts genetisches ist, sondern eben kulturell bedingt. Daher steht das für mich in keinem Widerspruch damit, meinem iranischen Arzt zu vertrauen oder mit einem libanesischem Kommilitonen zu lernen oder mit nem türkischen Kumpel was essen zu gehen.


    Auch sollte man die Augen nicht davor verschließen, dass beispielsweise die problematischen, jugendlichen Flüchtlinge ohne Vormund aus den aktuellen Kriegsgebieten traumatisiert sind, für uns eine völlig nicht fassbare Sozialisation durchleben mussten und aufgrund ihres Ausländer-Status hier noch zusätzlich vor sprachliche und kulturelle Probleme gestellt werden. Da finde ich es sehr wichtig, die Augen nicht davor zu verschließen, dass es "Ausländer" sind, da die damit verknüpften Problemquellen (s.o.) einer besonderen Aufmerksamkeit bedürfen.

    Eleonora

    Zitat

    ja das gefühl habe ich. was dagegen ?

    Du warst diejenige, die etwas dagegen hat. Das mit dem Kopf waschen war ja auch ein Zitat von dir ;-) . Ich habe dir sozusagen deine eigene Medizin angeboten :-) .

    Zitat

    ich sage die meisten und nicht alle.

    Auf "einige" oder "zu viele" können wir uns einigen. Nicht auf "die meisten". Es ist immer noch der Normalfall und nicht die Ausnahme, NICHT so zu denken.

    Zitat

    und wie gesagt ich habe viele erfahrungen in der richtung gemacht ich denke ich rede nicht von etwas von dem ich keine ahnung habe

    Klar, so entsteht ja auch das Gefühl. Die Sache mit den "vielen Erfahrungen" ist trickreich und ein in der kognitiven Psychologie gut untersuchtes Phänomen. Wenn man z.B. ein neues Auto kaufen will oder gekauft hat, etwa einen VW Multivan, sieht man plötzlich wie viele davon auf der Straße rumfahren. Ist einem vorher gar nicht aufgefallen. Die Aufmerksamkeit ist ein sehr wirkmächtiger Filter. Man muss sich also hüten, auf der Basis der Erfahrungen, die der Filter durchgelassen hat, auf die Grundgesamtheit zu schließen. Natürlich bleibt es dabei, dass die meisten Autos keine Multivans sind. Rückschlüsse von den eigenen Erfahrungen auf die Allgemeinheit sind das, was man Vorurteil nennt. Vorurteile sind beileibe nicht nur ausgedacht, sie beruhen auf Erfahrung. Das macht sie so hartnäckig.