Ich falle und kein Netz das mich auffängt...

    Ich falle und kein Netz das mich auffängt...


    Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll.

    Ich hatte ein gutes Helfernetz...und jetzt habe ich nichts mehr. Betreuungswechsel, weil meine Bezugsbetreuerin gekündigt hatte. Mit der neuen Bezugsbetreuerin komme ich nicht klar und triggert, Vertrauen fällt sowieso extrem schwer. Therapie habe ich auch erst mal nicht. Vorher jede zweite Woche und nun keine weiteren Stunden mehr, der Gutachter hat den Antrag ohne wenn und aber zurückgeschickt, reine Zeitverschwendung, Stunde sind aufgebraucht. Ich hatte um die 80 Stunden Verhaltenstherapie, die hälfte ging schon dafür drauf, Vertrauen aufzubauen. Jetzt gehts über den Fonds Sexueller Missbrauch, dauert aber mindestens ein halbes Jahr bis der Fonds die Therapie zahlt, wenn überhaupt.


    Ich stecke schon seit langem in einer starken Krise, aus verschiedenen Gründen. Nur zum Verständnis ich habe viele Diagnosen, unter anderem KPTBS und DIS. Es ist nicht einfach, da man eben nicht als einzelner entscheidet, sondern eine Gruppe von Leuten (Anteilen) entscheidet. Jeder hat Bedürfnisse, Meinungen und Gefühle. Es ist eben doch komplizierter als jemand ohne DIS. Bzw. jemand der niemand in sich hat der einen ständig manipuliert, sabotiert und dazwischenfunkt.

    Ich blockiere mich schon seit ich denken kann selbst, früher wusste ich nicht was mit mir los ist, jetzt weiß ich es.


    Trotzdem ist es noch immer schwierig damit klar zu kommen und nun habe ich kein Helfernetzt mehr. Bei Wildwasser sind wir auch angebunden, aber die bieten gerade nur Telefongespräche an, das bringt uns nicht so viel weiter. Und auch da war ein ständiger Beraterwechsel, was für uns schwierig war. Daher muss das Vertrauen wieder erneut aufgebaut werden. Gerade existiert keine vertraute Helferperson. Ich fühle mich so verdammt alleine und verloren. Suizidgedanken sind gerade so stark, Selbstverletzungen kommen wieder zu oft vor. Was für mich ein Rückschritt bedeutet. Ich komme damit nicht klar.


    Es ist in letzter Zeit so viel passiert, ich komme gerade nicht hinterher und weiß nicht wohin ich mich wenden kann zum Reden. Ich fresse alles in mich hinein, der Druck und die Suizidgedanken steigen und ich verletze mich andauernd um irgendwie halbwegs klar zu kommen. Was auch nicht gut und richtig ist. Das weiß ich, ich weiß nur nicht mehr was ich noch tun soll. :-/


    Liebe Grüße

  • 25 Antworten
    Zitat

    Suizidgedanken sind gerade so stark, Selbstverletzungen kommen wieder zu oft vor

    das ist wirklich bitter. leider verschwinden deine dunklen gedanken, nicht mal eben so


    hast du einen psychiater, kkh, notaufnahme bei denen du dich wohl fühlst? da solltest du dringend vorstellig werden.


    verlier bitte keine zeit, was du schreibst ist alarmierend.

    Bitte, lass dich einweisen und versuche es, ob dir das helfen kann. Für mich klingt es nach akuter Suizidalität und die steht erstmal, vor allen anderen auf der Behandlungsliste, damit du wieder nach vorne schauen kannst.


    Alles Gute @:)

    ich schließe mich an. Wenn du es kannst, dann gehe in eine Klinik.


    Das hört sich nicht gut an und da benötigst du professionelle Hilfe.


    Ich werde mein Leben lang nicht verstehen, wieso nach einem Zeitpunkt psychische Therapie verweigert wird. Einen Rollerfahrer sagt man ja auch nicht, nun musst du nach 80 Stunden Therapie ohne klar kommen.

    Bzgl. Therapie:

    Es wäre immerhin ein Termin im Monat drin, über die sog. Gesprächsziffer (konkret: 15x10 Minuten im Quartal). Da bekommt der Therapeut deutlich weniger Geld für als für eine reguläre Therapie, aber Du solltest mit Deiner Therapeutin über die Option sprechen.

    Zudem gibt es seit April die Möglichkeit, 200 Minuten im Quartal als Telefonsprechstunde durchzuführen. Das sind nochmals 3 Sitzungen (wenn auch per Telefon, aber immerhin mit der vertrauten Therapeutin).

    Würde insgesamt 7 Kontakte à 50 Minuten machen. Das wäre ungefähr so viel, wie Du in letzter Zeit auch hattest.


    Frag nach!

    Es tut mir leid, dass ich mich länger nicht gemeldet hatte. Ich hatte/hab viel zu erledigen, da jetzt die Erwerbsminderungsrente durch ist. Muss vieles jetzt erledigen und bin völlig überfordert, keine Kraft für nichts.


    In die Klinik kann ich nicht. Da geht es mir nur schlechter als das es hilft. Ich habe schon damals viele schlechte Erfahrungen machen müssen, gerade auf geschlossenen Stationen. Auch meine Therapeutin, Psychiaterin und die Betreuerinnen im ABW sind der Meinung das geschlossene Akutstationen eher kontraproduktiv sind und meinen Zustand nur noch mehr verschlimmern.

    Die Suizidgedanken sind immer noch da, auch der Schneidedruck. Mein Zustand hat sich nicht gebessert, aber auch nicht verschlimmert. Ich frage mich wie lange ich noch so weiter machen kann bis der große Absturz kommt.


    Danke Sunflower, ich hatte doch 100 Stunden Therapie gehabt. Ich brauche sowieso gerade eine Therapiepause, ich schaffe es gerade nicht an mir zu arbeiten, bin zu instabil und hab eine völlige Sprechblockade. Daher schau ich mal das ich bei Wildwasser ab und zu Gespräche bekomme. Die Betreuer hier wollen unbedingt das wir zu Vielseits gehen, aber täglich dahin fahren bis mittags/nachmittags ist einfach zu viel. Und Vorrausetzung wäre auch eine amb. Therapeutin. Aber irgendwie versteht meine Bezugsbetreuerin nicht das ich das nicht packe, schon das bisschen Haushalt, einkaufen gehen oder zu Terminen ist schon zu viel und überfordert mich gerade sehr.

    Die letzten Tage überlege ich wirklich ob eine Klinik nicht doch besser wäre, aber keine geschlossene, sondern eine offene Akutklinik/Station oder Psychosomatische Klinik. Ich komme schon seit mindestens ein Jahr kein Stück weiter in der amb. Therapie. Und merke das eine amb. Therapie nicht ausreicht. Ob die Therapiepause jetzt auch so förderlich ist, da bin ich auch am Zweifeln, aber mit in der amb. Therapie schaffe ich es auch nicht an mir richtig zu arbeiten, weil mich die Depressionen zu sehr einnehmen. Ich kann mich darauf nicht konzentrieren. In der Therapie sitze eine Hülle, keine Emotionen vorhanden, ich höre zu, aber es rauscht alles an mir vorbei. Daher macht es wohl keinen Unterschied ob ich nun Therapie hab oder nicht.


    Die Frage ist nur, welche Klinik gut wäre und sich mit meinem Krankheitsbild auskennt. Ich habe schon oft nach einer Klinik gesucht, aber noch keine geeignete gefunden. Vielleicht habt ihr Tipps? Eine Klinik die sich mit KPTBS und DIS auskennt? Ich wohne in Baden-Württemberg. Die Klinik kann auch etwas weiter weg sein, Hauptsache sie ist gut.

    Keine Antwort mehr...naja auch egal. Keine Hilfe, so wie im wahren Leben eben auch. Danke trotzdem für die ersten Antworten.

    Nach, manchmal kommt wirklich nicht eine Antwort, vor allem, wenn nachts geschrieben wird.


    Die Idee mit der Klinik ist gut. Ich war in der schönklinik bad Arolsen . Die finde ich gut. Ob sie deinem Krankheitsbild gerecht wird, sollte sich kundig machen. Alles Gute

    Alias 973085 schrieb:

    Keine Antwort mehr...naja auch egal. Keine Hilfe, so wie im wahren Leben eben auch.

    Was erwartest Du ? Die allermeisten Menschen hier haben ein Leben außerhalb des Internets, so manch einer muss sogar arbeiten... um seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Und die allermeisten Menschen schlafen nachts und warten nicht darauf, dass jemand um 01:30 Probleme wälzen möchte.


    Außerdem hattest Du selber ja auch genug zutun, wie Du selber schreibst, erwartest aber, dass das Gegenüber an Tasten und Bildschirm auf Dein Fingerschnipsen warten - Los, helfen, jetzt, egal zu welcher Uhrzeit !!


    Wenn es Dir so schlecht geht, die Suizidgedanken kommen und der Selbstverletzungsdruck so stark sind, kannst Du Dir einen RTW holen, Dich an psychiatrische Notfallambulanz wenden, den bundesweit einheitlichen Arztruf wählen oder in eine Notaufnahme eines Krankenhauses gehen. Auf dem Sofa sitzen und warten, dass vielleicht zufällig einer helfen kommt, klappt nicht. Das ist aber immer und überall so.. weil keiner Deine Gedanken lesen kann und der telepathische Notruf noch nicht erfunden wurde.


    Aber sich hier hinsetzen und schmollen, weil keiner NUR auf DICH wartet, das funktioniert nicht.

    Peddi schrieb:

    Die Idee mit der Klinik ist gut. Ich war in der schönklinik bad Arolsen . Die finde ich gut. Ob sie deinem Krankheitsbild gerecht wird, sollte sich kundig machen. Alles Gute

    Danke dir, ich schau mir die Homepage der Klinik mal an.


    GastFrau schrieb:

    Was erwartest Du ? Die allermeisten Menschen hier haben ein Leben außerhalb des Internets, so manch einer muss sogar arbeiten... um seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Und die allermeisten Menschen schlafen nachts und warten nicht darauf, dass jemand um 01:30 Probleme wälzen möchte.

    Und zu dir GastFrau...ich erwarte nicht das man mir innerhalb einer Stunde oder noch am selbem Tag zurückschreibt. Gerade nicht mitten in der Nacht. Mittlerweile ist Freitag...und klar natürlich hab ich auch mir Zeit gelassen zu antworten, weil es mir scheiße ging und ich nicht die Kraft hatte zu schreiben. Ich warte auch von niemanden der selbst völlig am arsch ist, mir zu helfen. Es wird ja hoffentlich auch noch andere User im Forum geben die ab und an Zeit haben eine Antwort zu schreiben.


    Und all diese Stellen kenne ich, wäre es so einfach mir bei diesen Stellen hilfe zu suchen oder mich einweisen zu lassen, bräuchte ich hier auch nicht schreiben. Manchmal ist es eben auch kontraproduktiv Polizei, RTW in der Wohnung zu haben. Klinik kann öfters auch mehr schaden anrichten als helfen. Aber ist ok.

    Tut mir leid für die Rechtschreibfehler, hatte etwas zur beruhigung genommen und bin noch etwas matschig im Kopf.

    Alias 973085 schrieb:

    Keine Antwort mehr...naja auch egal. Keine Hilfe, so wie im wahren Leben eben auch. Danke trotzdem für die ersten Antworten.

    Nicht immer gleich so beleidigt reagieren.

    Niemand hat vor deinen Beiträge zu ignorieren, bzw. dir nicht zu helfen.

    Es hat halt nicht jeder genug Ahnung, um dir helfen zu können,

    Bitte langsam an. Einige Menschen hier arbeiten auch; ich habe den Faden seit Tagen offen aber bin eben nicht zu einer vernünftigen Antwort gekommen.


    1. Wenn gelegentliche Gespräche bei Wildwasser helfen, warum nicht gelegentliche Gespräche bei der Therapeutin, die Dich kennt? Muss ja nicht Therapie sein, aber Stabilisierung bei jemandem, der Dich besser kennt.


    2. Klares JA bzgl. Spezialklinik. Da müsste ich die Tage mal in meine Listen schauen, habe ich gerade nicht zur Hand. Aber wenn Deine einzige Klinikerfahrung Notfall-Psychiatrie und Geschlossene Station war, dann hast Du einen wesentlichen Bestandteil einer Traumabehandlung bislang ausgelassen.

    Sollte ja nicht böse gemeint sein, war nur etwas enttäuscht.

    Sunflower_73 schrieb:

    Wenn gelegentliche Gespräche bei Wildwasser helfen, warum nicht gelegentliche Gespräche bei der Therapeutin, die Dich kennt? Muss ja nicht Therapie sein, aber Stabilisierung bei jemandem, der Dich besser kennt.

    Weil ich keine Stunden mehr übrig habe. Und ja sie könnte mir wohl eine Sitzung im Monat anbieten, aber wie du schon sagtest bekommt sie dafür weniger Geld. Und auch weil ich ja auch selbst die Therapiepause vorgeschlagen habe, weil ich momentan keine Kraft habe richtig an mir zu arbeiten und eine Sprechblockade hab. Umso weniger traue ich mich jetzt sie nach dieser Möglichkeit zu fragen. Ich überlege die nächsten Tage ihr eine Mail zu schicken.

    Sunflower_73 schrieb:

    Klares JA bzgl. Spezialklinik. Da müsste ich die Tage mal in meine Listen schauen, habe ich gerade nicht zur Hand. Aber wenn Deine einzige Klinikerfahrung Notfall-Psychiatrie und Geschlossene Station war, dann hast Du einen wesentlichen Bestandteil einer Traumabehandlung bislang ausgelassen.

    Ich war auch in Psychosomatischen Kliniken die haben mir aber entweder nicht weiter geholfen (falsches Krankheitsbild), oder meinen Zustand verschlimmert, weil da einiges während dem Aufenthalt schief gelaufen ist. Z.B. Konzeptänderung, anstatt Traumastabilisierung fand dort Traumakonfrontation, hauptsächlich in Gruppen statt. Anstatt zwei Einzeltermine, nur eine Stunde die Woche. Eine Assistenzärtzin die sich mit Trauma noch nicht so gut auskannte. Außerdem kam sie ständig zu spät und da waren noch sehr viel andere Dinge die schief gelaufen sind.


    Die Klinik war vor der Konzeptänderung super, auch die früherere Traumatherapeutin wäre super gewesen. Aber ich kam da zu spät hin.

    Ich möchte einfach diesmal sicher gehen, in einer Klinik gut aufgehoben zu sein und nicht in irgendeine zu schnell zu gehen, weil es mir schlecht geht.:-/