Ich heule immer sofort los! Hilfe

    Moin moin,


    wenn ich mich ungerecht behandelt fühle, kommen mir sofort die Tränen.

    Dies betrifft leider auch den beruflichen Kontext. Ich bin da einfach Extremist sensibel. Habe aber einen Job in dem man viel verhandeln muss.


    Nun ist es mir schon passiert, dass ich in wichtigen Verhandlungen saß... Meine Vorgesetzten, Kunden etc. Es ging um ein Großprojekt und sehr viel Geld. Und wir diskutieren und ich heule vor versammelter Mannschaft los.


    Ich bekomme das nicht in den Griff. Selbst wenn ich zwischendurch raus gehe und versuche mich zu sammeln klappt es nicht.


    Jetzt gerade heule ich nach einem Telefonat. Ich habe mit einem Kunden ein Gespräch bzgl. einer Bestellung geführt. Ich hatte eine Rückfrage die ich mir auch hätte selbst beantworten können, wenn ich die Unterlagen richtig gelesen hätte. Es ging um eine kleine Frage die in einem Anhangdokument beantwortet wird, was ich aber übersehen habe. Das ist natürlich mein Fehler, meiner Meinung nach aber ziemlich undramatisch. Ich denke man hätte es mit "Wir hätten gerne xy, steht aber auch im Anhang" beantworten können. Stattdessen wurde der Kunde lauter, sagte ich solle meine Arbeit machen und Lesen lernen und er hätte keinen Bock auf so einen Scheiß und wenn wir nicht in der Lage wären zu Lesen, dann bräuchten wir auch den Auftrag nicht und er würde sich dann eine andere Firma suchen und ich könnte mal meine Arbeit machen gehen und wenn ich was will eine Email schreiben. Er hat mich nicht wirklich zu Wort kommen lassen und dann das Gespräch beendet.


    Ich habe dann losgeheult. Also im Büro. Weil ich es unfair finde. Grundsätzlich ist das Quatsch. Das Heulen hilft mir nicht. Doofe Kunden kommen vor, da muss man mit leben. Vielleicht hatte der auch nen schlechten Tag.


    Naja, auf jeden Fall muss ich mir das Heulen abgewöhnen, wenn ich beruflich weiter kommen möchte.

    Aber wie?

    Gibts da Tricks? Übungen? Training? Ich wäre bereit damit zum Psychologen zu gehen und mich trainieren zu lassen, wenn sonst nichts mehr hilft. Ist aber teuer und damit gerade nicht so drin.


    Tipps?


    Danke

  • 10 Antworten
    klein_schlumpfine schrieb:

    Ich wäre bereit damit zum Psychologen zu gehen

    :)^

    Das ist gut.

    Du kannst zusammen mit dem Psychologen das mal besprechen. Der Psychologe kann dir helfen damit umzugehen, das du dich nicht selbst verurteilst das du nah am Wasser gebaut bist. Weiter kann der Psychologe dir helfen das du lernst Abstand zu Ereignissen die dich traurig machen hälst und dein Selbstwertgefühl steigern.


    Schau das du einen Termin ausmachst.

    Zitat

    . Ist aber teuer und damit gerade nicht so drin.

    ist nur teuer, wenn der psychologe keinen gescheiten bericht an die kasse schreibt. wenn der den bericht so schreibt, daß er es als notwendigkeit sieht, daß du ne thera brauchst, kost das auch nix. also erstmal termin machen und das dann auch gleich mit ansprechen. die ersten 4 termine sind sowieso kostenfrei

    klein_schlumpfine schrieb:

    Doofe Kunden kommen vor, da muss man mit leben.

    Ja, es kommt immer wieder vor, dass Kunden emotional werden und wenn man mit Kunden zu tun hat, dann hat man früher oder später eine Schulung, wie man damit professionell umgeht. Das ist das 1x1 des Handwerks. Hattest du schon solche Schulungen?


    klein_schlumpfine schrieb:

    Naja, auf jeden Fall muss ich mir das Heulen abgewöhnen, wenn ich beruflich weiter kommen möchte.

    Aber wie?

    Ich stelle mir das auch auf privater Ebene nicht lustig vor, wenn jemand jedesmal zu heulen anfängt. Da schaltet man ja nicht einfach mal einen Knopf um. Persönlichkeit bleibt Persönlichkeit, egal wo.


    klein_schlumpfine schrieb:

    Gibts da Tricks? Übungen? Training?

    Das gibts alles, aber die Einstellung muss auch passen. Ob eine Therapie notwendig ist oder nur ein paar Coachingstunden, das müsstest du an Ort und Stelle besprechen. Hast du denn selbst mal versucht herauszufinden, was in dir abläuft und womit du diese Heulattacke auslöst? Hast du versucht es zu ändern?

    Danke für die zahlreichen Antworten.


    Zitat

    Du kannst zusammen mit dem Psychologen das mal besprechen. Der Psychologe kann dir helfen damit umzugehen, das du dich nicht selbst verurteilst das du nah am Wasser gebaut bist. Weiter kann der Psychologe dir helfen das du lernst Abstand zu Ereignissen die dich traurig machen hälst und dein Selbstwertgefühl steigern.


    Ich verurteile mich nicht selbst und habe auch kein Problem mit meinem Selbstwert. Ich finde es nur unfair und fühle mich machtlos.


    Zitat

    ist nur teuer, wenn der psychologe keinen gescheiten bericht an die kasse schreibt. wenn der den bericht so schreibt, daß er es als notwendigkeit sieht, daß du ne thera brauchst, kost das auch nix. also erstmal termin machen und das dann auch gleich mit ansprechen. die ersten 4 termine sind sowieso kostenfrei


    Okay, und wie kommt man an einen Termin? Über den Hausarzt?


    Zitat

    Hattest du schon solche Schulungen?

    Wir bekommen insgesamt kaum Schulungen. Ich hätte auch ganz gerne mal Schulungen zum Thema Mitarbeiterführung und Motivation aber wir werden nur fachlich geschult. Ich habe das schon angesprochen und darum gebeten. Mal sehen, ob sich etwas ändert.


    Zitat

    Ich stelle mir das auch auf privater Ebene nicht lustig vor, wenn jemand jedesmal zu heulen anfängt. Da schaltet man ja nicht einfach mal einen Knopf um. Persönlichkeit bleibt Persönlichkeit, egal wo.

    Ich finde eine Beziehung ist etwas völlig anderes als eine Partnerschaft. Ich habe nicht den Anspruch in einer Beziehung oder einer Freundschaft professionell zu sein. Außerdem sind meine engeren Freunde alle sehr nette und wertschätzende Menschen und es ist schon länger her, dass ich tatsächlich mal geheult habe. Wenn es in einer Beziehung mal vorkommt, empfinde ich das als nervig, weil es unter Tränen immer etwas mühsamer ist seinen Sachstand sauber zu argumentieren aber nicht weiter dramatisch. Ich breche ja nun nicht tränenaufgelöst zusammen und bin gesprächsunfähig.


    Zitat

    Hast du denn selbst mal versucht herauszufinden, was in dir abläuft und womit du diese Heulattacke auslöst? Hast du versucht es zu ändern?

    Naja, Wut und Hilflosigkeit. Ob ich versucht habe es zu ändern ist irgendwie eine komische Frage. Wenn ich Kontrolle über die Tränen hätte, dann würde ich hier ja nicht fragen.

    Ich versuche in Verhandlungen mir vorher zu sagen, dass es nicht mein Geld ist, dass es nicht persönlich ist, dass es der Job des Gegenübers ist mich herunter zu handeln...

    Ab einem bestimmten Grad an Unfairness regt es mich dann aber einfach so sehr auf, dass ich quasi überlaufe. Wie das sprichwörtliche Fass.

    Ich kenne die Situationen mit meinen Freunden übrigens auch von deren Seite. Gibt ja viele Frauen die nah am Wasser gebaut sind. Die wählen meistens die Variante des Gesprächabbruchs bevor man weinen muss. Das geht bei mir halt nicht.

    Hallo Schlumpfine, *:)


    einige Menschen reagieren emotionaler und andere weniger. Ich bin auch eher nahe am Wasser gebaut, besonders bei Konflikten. Aber man kann an der emotionalen Entwicklung arbeiten. Du bist nicht alleine: Auch mir ist so eine ähnliche Situation mit einem Kunden passiert. Man kann aber daraus wachsen: Ich habe im Nachhinein herausgefunden, dass der Kunde ein eigenes Problem hatte und nicht mit mir. Aber irgendwo seine Wut raus gelassen hat.

    Man darf es nicht persönlich nehmen: Du behandelst womöglich andere Personen nicht so, wie der Kunde dich behandelt hat. Deshalb fandest Du es ungerecht und dann hast Du es auf persönlicher Ebene aufgenommen.Tipp: Lerne Grenzen zu setzen z.B. wenn Du merkst Du wirst emotional dann gehe aus der Situation raus. Ziehe Dich zurück und nehme Dir eine Auszeit! Sammel Dich in Ruhe, analysiere die Situation, bespreche mit Dir selbst die nächsten Schritte.

    Auf einem Seminar habe ich einen psychologischen Erste-Hilfe- Trick gelernt: Sag Dir in solchen Situationen zu dir selbst in Gedanken: "Jetzt weine doch vor allen". Komischerweise stoppt das Bedürfnis zu Weinen.

    Emotionale Menschen müssen auch am Selbstwert arbeiten um sich besser in den Griff zu bekommen. So eine Heulattacke vor allen Kollegen kann auch ein Karrierekiller sein. Wer seine Emotionen nicht im Griff hat, erzeugt den Eindruck, dass er auch in anderen Situationen nicht die nötige Stabilität und das erforderliche Durchhaltevermögen mitbringt. Oder sogar als Überfordert eingestuft wird.

    Ein Termin bei einem Psychologen wurde bereits von anderen Mitgliedern vorgeschlagen. Seminare, Meditation und Selbstbewusstein stärken haben mir persönlich absolut weiter geholfen. Wenn ich vorab bereits weiß, dass ich in eine unangenehme Besprechung muss, dann spiele ich alle Szenarien vorher im Kopf ab. Dann ist man besser "vorbereit" im Geiste. Man kann es in den Griff bekommen @:) Alles Gute dabei!

    Zitat

    Wir bekommen insgesamt kaum Schulungen. Ich hätte auch ganz gerne mal Schulungen zum Thema Mitarbeiterführung und Motivation aber wir werden nur fachlich geschult. Ich habe das schon angesprochen und darum gebeten. Mal sehen, ob sich etwas ändert.

    Suche Dir selbst eine Fortbildung, die Du gerne machen würdest und leg diese Deinem Chef vor.


    Ansonsten: Ich hatte das gleiche Problem. Wenn ich das Gefühl hatte, ungerecht behandelt zu werden und kein Gehör zu finden, musste ich stark mit den Tränen kämpfen und verlor diesen Kampf meistens. Ich bin zu einem Hypnose-Coach gegangen. Ich wollte eine schnelle Lösung, die gab es. Ich bekam das Bild, eine gläserne Glocke über mich "zu stülpen", die meine Emotionen bei mir belässt und die des Gegenübers nicht zu mir durchdringen lässt. Nach zwei Sitzungen war das Thema Tränen gegessen. Ich hab mich dann aber noch zu einer ursachenorientieren Hypnosetherapie entschieden bei einem Psychotherapeuten. In Ausnahmesituationen kann ich mir mit meiner gläsernen Glocke heute noch prima behelfen.

    Bist du denn immer gleich nah am Wasser gebaut? Ich frage deshalb, weil es bei mir da definitiv zyklusabhängige Schwankungen gibt. Während der ersten Zyklushälfte bin ich ziemlich robust, während der zweiten bin ich leicht irritierbar und schnell geknickt. Dass ich wirklich Weinen muss, ist bei mir aber in Summe sehr selten. Dass ich mich schnell verletzt gefühlt habe und sehr empfindlich war, war bei mir, als ich noch die Pille genommen habe, deutlich schlimmer, als jetzt.

    klein_schlumpfine schrieb:

    Wir bekommen insgesamt kaum Schulungen. Ich hätte auch ganz gerne mal Schulungen zum Thema Mitarbeiterführung und Motivation aber wir werden nur fachlich geschult. Ich habe das schon angesprochen und darum gebeten. Mal sehen, ob sich etwas ändert.

    Ich habe jetzt and die Gesprächsführung mit den Kunden gedacht, obwohl das ja nicht nur bei einem Kunden vorkommen kann, dass er aufgebracht, emotional oder auch beleidigend wird. Mitarbeiterführung ist sicher auch spannend, aber wer wird sich von jemandem führen lassen, der bei Verhandlungen oder mit Kunden einfach anfängt zu heulen, weil es nicht so läuft, wie er sich das vorstellt. Man lässt sich von Menschen führen, die ein Vorbild sind.

    klein_schlumpfine schrieb:

    Wenn es in einer Beziehung mal vorkommt, empfinde ich das als nervig, weil es unter Tränen immer etwas mühsamer ist seinen Sachstand sauber zu argumentieren aber nicht weiter dramatisch. Ich breche ja nun nicht tränenaufgelöst zusammen und bin gesprächsunfähig.

    Das Ziel kannst du ja dann in der Therapie festlegen, wo du hinwillst.

    klein_schlumpfine schrieb:

    Ich finde eine Beziehung ist etwas völlig anderes als eine Partnerschaft. Ich habe nicht den Anspruch in einer Beziehung oder einer Freundschaft professionell zu sein.

    Ich stelle mir das eher schwieriger vor, seine Gefühle und Gedanken anders auszudrücken bzw. auch im privaten andere Gefühle auszulösen als im beruflichen. Professionel heißt ja nicht keine Emotionen zu haben oder sie zu zeigen, sondern mit ihnen umgehen zu können und auch den von anderen. In der Regel lernt man das ja schon bevor man selbständig wird und arbeiten geht. Ich habe so Heulszenen auch nur 2-3x erlebt und das von Anfängerinnen. Du hast ja Recht. Da gibt eher selten ein berufliches Weiterkommen. Sensibel und emotional ist ja nicht das Problem. Im Gegenteil. Soft Skills sind genauso wichtig wie hard skills, aber das ist ja weit entfernt davon, was ich im normalen Arbeitsleben erlebt habe. Eben mit den paar Ausnahmen und die waren schnell wieder weg. Aber ich habe auch wert auf einem wertschätzendes und respektvolles Arbeitsumfeld gelegt und es ist nicht wertschätzend, wenn man sich in den Mittelpunkt drängt und die Tränen (nicht nur, gibts ja noch einige andere Verhaltensweisen) tun ja nichts anderes, als alle Augen auf mich, weil ich nun wichtiger bin als alle anderen. Dadurch verliert sich einfach die Gleichwertigkeit. Es haben doch alle ihre Aufgaben und Herausforderungen und sie sind dafür da, um diese zu lösen.

    klein_schlumpfine schrieb:

    Ich breche ja nun nicht tränenaufgelöst zusammen und bin gesprächsunfähig.

    Das hast du ja nicht beschrieben, aber jemand, die, denn in der REgel sinds ja frauen, bei oder nach einem Kundengespräch oder auch im Team heult, mit dem kann man halt schwer über das Thema reden und der wird dann auch nicht sehr ernst genommen, es sei denn natürlich, das ganze Team ist so. Wird es sicher auch geben. Normalerweise nervts einfach, wenn es öfter vorkommt und öfter ist mehr als 2-3x.

    klein_schlumpfine schrieb:

    Naja, Wut und Hilflosigkeit. Ob ich versucht habe es zu ändern ist irgendwie eine komische Frage. Wenn ich Kontrolle über die Tränen hätte, dann würde ich hier ja nicht fragen.

    Dann stehst du sehr am Anfang, wenn du selbst noch gar nichts reflektiert oder analysiert hast. Diese Dinge wirst du ja dann in einer Therapie oder mit jemandem anderen durcharbeiten.


    klein_schlumpfine schrieb:

    Ich kenne die Situationen mit meinen Freunden übrigens auch von deren Seite. Gibt ja viele Frauen die nah am Wasser gebaut sind. Die wählen meistens die Variante des Gesprächabbruchs bevor man weinen muss. Das geht bei mir halt nicht.

    Ja, eben. Im Arbeitsleben werden sich nicht alle um dich kümmern, nur weil dir die Wuttränen kommen und es nicht so läuft, wie du es willst.

    klein_schlumpfine schrieb:

    Ich verurteile mich nicht selbst und habe auch kein Problem mit meinem Selbstwert. Ich finde es nur unfair und fühle mich machtlos.

    Du magst dich nicht veruteilen, aber auch meiner Meinung nach liegt es am fehldenden Selbstbewusstsein und Selbstwert. Es gibt einfach Dinge, auf die du keinen Einfluss hast. Die einen reagieren mit Zuhören, herausfinden, warum der Kunde unzufrieden ist, was er noch braucht, schauen, was für Lösungsmöglichkeiten es intern noch gibt, verhandeln intern, usw. usw. Eegal ob du nun wütend bist oder heulst und bei dir ist diese Grenze offensichtleich sehr niedrig und sogar wenn du dann lösungsorientiert bist, wenn du nicht gerade in den Keller gehst zu weinen und dich andere dabei sehen, schadet es einfach deinem beruflichen Ruf, mal abgesehen davon, dass es dir selbst nicht gut dabei geht

    .

    Wenn es keine Schulungen gibt, dann halt selbst lernen. Das ist sowieso der größere Teil, wo die Leute ihr Wissen vergrößern. Ein Seminar dauert einen Tag oder sollen es drei sein, aber auch das muss noch gelernt werden, wie man das gelernte umsetzt. Also üben, üben, üben. Lieteratur gibt es genug, wie man mit Kunden umgeht, wie man zielorientiert ist und wütend zu werden, weil der Kunde oder auch Kollegen eine andere Meinung haben, erfüllt auch in der Regel kein Profil. Das habe ich noch auf keiner Aufgabenliste gesehen. Da stehen Anforderungen wie Stressresistenz, Flexibilität, Teamfähigkeit, Verhandlungsgeschick, Durchsetzungsvermögen, Selbstdisziplin, Kritikfähigkeit, Konfliktfähigkeit, Zuverlässigkeit, Vertrauenswürdigkeit, Loyalität, Lernfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit, Serviceorientierung, Zielorientierung, Reflektionsfähigkeit, usw. Mit deinen Tränen wackeln all diese soft skills, denn es wackelt das Selbstbewusstsein.

    Hallo,


    danke für eure Antworten.


    Zitat

    Lerne Grenzen zu setzen z.B. wenn Du merkst Du wirst emotional dann gehe aus der Situation raus. Ziehe Dich zurück und nehme Dir eine Auszeit! Sammel Dich in Ruhe, analysiere die Situation, bespreche mit Dir selbst die nächsten Schritte.

    Naja, wenn das geht ist ja alles easy. Das ist aber in einer Verhandlung eben nicht möglich. Bzw. hat man allerhöchstens 2 Minuten Toilettenpause dafür Zeit und in der Zeit kriege ich mich nur in 90% der Fälle gesammelt.


    Zitat

    Sag Dir in solchen Situationen zu dir selbst in Gedanken: "Jetzt weine doch vor allen".


    Das kann ich ja mal versuchen.


    Zitat

    Ein Termin bei einem Psychologen wurde bereits von anderen Mitgliedern vorgeschlagen. Seminare, Meditation und Selbstbewusstein stärken haben mir persönlich absolut weiter geholfen. Wenn ich vorab bereits weiß, dass ich in eine unangenehme Besprechung muss, dann spiele ich alle Szenarien vorher im Kopf ab. Dann ist man besser "vorbereit" im Geiste. Man kann es in den Griff bekommen @:) Alles Gute dabei!

    Dankeschön. Wie bist du an die Termine gekommen? Ist es sinnvoll den Hausarzt anzusprechen?


    Zitat

    Ich wollte eine schnelle Lösung, die gab es. Ich bekam das Bild, eine gläserne Glocke über mich "zu stülpen", die meine Emotionen bei mir belässt und die des Gegenübers nicht zu mir durchdringen lässt.

    Dolores, das klingt ja interessant. War das etwas spezielles oder eine normale Hypnose?


    Graograman, ich bin in der zweiten Zyklushälfte deutlich empfindlicher. Der Unterschied ist wirklich ganz extrem. Ich nehme aber keine Pille und habe daher da wenig Möglichkeiten da etwas zu ändern. In der ersten Zyklushälfte ärgert es mich häufig nur leicht und in der zweiten macht es mich echt wahnsinnig.


    Melete, ich danke dir für die Mühe des ganzen Textes. Ich kann mich darin aber wenig wieder finden.

    Auch die Aussage, dass man als Führungsposition nie weinen darf kann ich nicht unbedingt bestätigen.

    Ich fühle mich von den mir unterstellten Mitarbeitern durchaus respektiert. Sicherlich gibt es immer einige Mitarbeiter die schwierig zu führen sind, jedoch sehe ich da insgesamt wenig Probleme bei mir. Das in einen Topf zu werfen empfinde ich als nicht richtig.

    Mehr Souveränität schadet aber sicher nie.

    Zitat

    Dann stehst du sehr am Anfang, wenn du selbst noch gar nichts reflektiert oder analysiert hast. Diese Dinge wirst du ja dann in einer Therapie oder mit jemandem anderen durcharbeiten.

    Das verstehe ich irgendwie nicht. Ich bin grundsätzlich sehr reflektiert und kann auch nicht bestätigen, dass ich die Dinge nicht analysiert habe. Ich habe ja bereits konkret die Situationen benannt in denen ich dann weine.

    Es betrifft in der Hauptsache das Gefühl der Machtlosigkeit.


    Zitat

    Die einen reagieren mit Zuhören, herausfinden, warum der Kunde unzufrieden ist, was er noch braucht, schauen, was für Lösungsmöglichkeiten es intern noch gibt, verhandeln intern, usw.

    Natürlich tut man das. Das ist Teil des Jobs, sonst hätte ich keine Führungsposition bekommen. Ich halte das auch für eine meiner Stärken und bin damit auch ziemlich erfolgreich.


    Es gibt jedoch immer auch Projekte bei denen man mit seinem Latein am Ende ist. Das geht jedem so. Ich sehe das ja nun auch bei Kollegen. Es gibt dann aber unterschiedliche Wege damit umzugehen.

    Ich habe Kollegen die werden dann laut und aggressiv. Welche die beharren stur auf ihrem Standpunkt. Welche die komplett nachgeben.

    Ich habe einen Kollegen der wird etwas lauter, beherrscht sich jedoch und schafft es sehr sehr klar und deutlich mitzuteilen, dass er sauer ist, ohne dabei emotional zu werden. Das wäre so die Variante wo ich hinkommen möchte.


    Ich versuche dann auch Szenarien zu konstruieren und mir dann Strategien zu basteln.


    In dem oben geschilderten Fall zum Beispiel fällt mir gar nicht so richtig ein, wie ich gerne reagiert hätte. In diesem Fall hat meine Tränen ja keiner mitbekommen. Aber da hätte ich gerne das Gespräch selbst frühzeitig abgebrochen. Ich kam ja aber nicht wirklich zu Wort und einfach auflegen finde ich auch unproffessionell.


    In diesem Fall hatte ich auch kein schwieriges Telefonat erwartet.