Wie kann man nur so selbstmitleidig sein? Mit Selbstmitleid hat noch keiner seine Probleme gelöst. Durch Tränen ändert sich die Welt nicht, man kann sich Veränderungen nicht so ertrotzen.


    Deine Situation ist ungewöhnlich, aber bei weitem nicht ausweglos - insofern Du bereit bist, an Dir zu arbeiten. Es ist nicht der durchschnittliche Weg, aber das wusstest Du vorher, Du bist vor der OP darauf vorbereitet worden.


    Ich finde es auch nicht schön, wenn jemand, der mal eine andere Meinung schreibt, gleich als transphob bezeichnet wird. Das ist ungefähr so, als wenn jemand, der die Außenpolitik von Israel kritisiert, einfach eben mal Nazi genannt wird.


    Ich bin keine Expertin, aber für mich ist Transsexualität schon eine Form von Störung (nicht "abartig" sondern eine Geschlechtsidentifikationsstörung), und die Betroffenen haben es wirklich auch schwer. Aber es gibt viele Männer und Frauen, die sich in ihre neue Geschlechterrolle eingearbeitet haben und damit ein erfülltes Leben führen. Perfekt ist es sicherlich nicht, aber ich persönlich kenne niemanden, der ein perfektes Leben hat.


    Also, pack die Sache an. Ein erster Schritt wäre, Dich davon frei zu machen dass frau-sein sich auf rein körperliche Merkmale beschränkt. Frau-sein ist mehr als Brüste, Vagina, lange Haare, lackierte Fingernägel und Make-up. Frau braucht nicht mal typisch weibliche Kleidung (z.B. (Mini-)Rock, hochhackige Schuhe, figurbetontes Oberteil, tonnenweise Schmuck etc pp), um sich als Frau zu fühlen. Das Frausein kommt von innen und das strahlt man aus. Da Transsexuelle nun sagen, dass sie sich als Frau fühlen, dann bestärke diese Gefühl in Dir und mach Dich nicht an den Dingen fest, die Dir nicht hübsch genug erscheinen. Wenn sich jede Frau ob ihrer körperlichen Unzulänglichkeiten zum Chirurgen gegeben würde.... Frauen jammern zwar gerne über dieses oder jenes, was ihnen an sich nicht gefällt, aber es steht ihrem Frausein letztendlich nicht wirklich im Wege. Vielleicht schaffst Du es ja auch eines Tages, diesen Punkt zu erreichen. Aber bis dahin musst Du kopfmäßig noch einiges bewältigen, und dafür würde ich mir an Deiner Stelle professionelle Hilfe suchen.

    Zitat

    Naja, Essenz dieser Unterhaltung ist halt für mich, dass ich mich zu dämlich anstelle. Das blieb jetzt mal so in der Summe hängen.


    caira78

    jaja und die anderen sind im Zweifel transphob oder sonstwie nicht fähig dich zu verstehen und somit auch zu blöd ;-D. Alle dämlich^^. Auf die sonstigen Pauschal-Abwertungen gegenüber deinen Mitmenschen gehe ich gar nicht erst ein; wäre Zeitverschwendung.


    Wenn das alles ist, was du aus diesem Thread gezogen hast als Fazit, und du dich generell regelrecht an deine Sicht klammerst und sie aggressiv gegen alles verteidigst, was daran kratzen könnte, dann wirst du wohl weiterleiden müssen. Ich will dich dabei nicht weiter stören. Wir werden uns nicht mehr begegnen.

    Hallo Caira,


    Du könntest doch mal einer Selbsthilfegruppe beitreten, oder dir einen Interessenszweig aussuchen, wo du nette Menschen kennenlernst, vielleicht lernst du dort jemand netten kennen. Am besten wäre es jedoch, sich von einer Psychologin beraten zu lassen, oder mit einem Arzt zu sprechen. Es gibt im Internet bestimmt auch viele Partnerportale, in denen du nette Menschen kennenlernen kannst. Es gibt auch so Reise/Urlaubsgruppen, das ist denke ich so ähnlich wie eine Klassenfahrt, da lernt man sicher auch nette Menschen kennen. Ich hoffe dir geht es bald wieder besser.