Ich verachte meinen Körper!

    Hallo zusammen,


    ich weiß nicht so recht, wo ich anfangen soll: Ich bin Anfang 40 und habe das Gefühl nur noch mit den "Gebrechen" meines Körpers beschäftigt zu sein. Trotz großem Fokus auf eines gesunde Ernährung, viel Sport und Bewegung, gibt es mittlerweile kaum noch etwas, dass keine Beschwerden macht. Angefangen bei viele Autoimmunreaktionen, Allergien, chronischen Darmproblemen, hormonelle Gewichtsprobleme, über massive Haut- und Haarprobleme, Patella-Syndrom und jetzt ein Tinnitus ...

    In den letzten 10 Jahren hat sich da regelrecht ein Hass entwickelt. Es reicht langsam irgendwie. Ich gebe mir wirklich die größte Mühe mit allem, aber es wird einem nicht gedankt. Man sitzt dann da und heult wieder, weil alles so unfair ist. Andere tun gar nichts für sich, futtern McDonalds und sehen prima aus, haben keine Schmerzen ... klar, es gibt auch jene, die im Rollstuhl sitzen. Was sollen die sagen? Aber das hilft mir an der Stelle auch nicht oder macht meine Probleme besser.


    Es macht mich alles traurig. Ich wäre so gern auch mal gesund. :°(

  • 198 Antworten
    marblemadness schrieb:

    ein Hass entwickelt.

    Ich denke es ist sinnvoll wenn du dir da psychologische Hilfe oder Begleitung holst und zusammen mit einen Psychologen deinen Hass auf deinen Körper besprichst.

    Ich habe das lange mit einem Psychologen besprochen. Das Problem ist nicht mein Kopf, sondern eben mein Körper und die tägliche Herausforderung, die mich davon abhält irgendwie eine Art Lebensqualität aufzubauen. Daraus entwickelte sich eine chronische Anpassungs-/Belastungsstörung.


    Nur mal ein Beispiel von unendlich vielen: Ich würde gern etwas abnehmen, um mich wohler zu fühlen. Allein eine gesunde Ernährung und weniger Kalorien reichen da nicht. Ich habe deshalb letztes Jahr wieder mit täglichem Sport begonnen. Abgenommen habe ich kein Gramm, aber seit einem Jahr ein Patella-Spitzensyndrom wegen Überlastung der Sehne. Ich hatte eine Physiotherapie - ohne Erfolg.

    Egal, wie man etwas dreht, es kommen immer Sackgassen raus. Und das geht schon seit vielen Jahren so.

    marblemadness schrieb:

    Ich habe das lange mit einem Psychologen besprochen. Das Problem ist nicht mein Kopf,


    Eher dein Kopf

    Sich nicht akzeptieren wollen, Unzufrieden mit dem Körper, den Körper hassen, den perfekten Körper wollen. Immer neue Makel am Körper entdecken.

    Oder anders gesagt, Selbsthass.


    Das kann dann zu einer psychischen Störung oder Krankheit werden oder wenn man z.B. noch eine Depression drauf setzt.


    Und wenn es bei dir auch so ist, dann brauchst du dringen psychologische Hilfe entweder ambulant oder in einer Klinik.

    was hast du denn für ein BMI? körpergrösse und gewicht?


    hast du dein abnehmen wollen „auf eigene faust“ in angriff genommen oder warst du bei bei einer ernährungsberaterin?


    ich mache zur zeit 1x die woche krafttraining, 1x die woche EMS und zusätzlich eine 1800 kcal (?) diät.


    habe auch mit der methode von detlef d. soost abgenommen.


    solltest dir aber rat holen, abnehmen ist so individuell und nicht alles macht spass.


    finde du bist ganz schön „hart“ zu deinem körper.

    ich habe übergewicht, eine chronische prostatitis, einen tinnitus, etc. ich verachte meinen körper nicht, sondern versuche pfleglich(er) damit umzugehen.


    hoffe du findest einen weg für dich, nicht ständig auf deine krankheiten zu gucken, sondern mehr auf das drumherum, leben, zufriedenheit, etc. hier kann eine therapeutische begleitung sehr hilfreich sein.

    Hyperion schrieb:
    marblemadness schrieb:

    Ich habe das lange mit einem Psychologen besprochen. Das Problem ist nicht mein Kopf,


    Eher dein Kopf

    Sich nicht akzeptieren wollen, Unzufrieden mit dem Körper, den Körper hassen, den perfekten Körper wollen. Immer neue Makel am Körper entdecken.

    Oder anders gesagt, Selbsthass.

    Sorry, ich finde es echt dreist chronische Darmentzündungen und beinahe täglichen Durchfall als "Makel" zu bezeichnen und das ich gefälligst zum Psychologen soll oder wenn mir die Haare so lange ausfallen, dass ich einen Haarersatz benötige. Ich möchte keine perfekten Körper, sondern einfach auch mal irgendwo ein bisschen Lebensqualität. Ich leide quasi täglich unter irgendwas aus meiner langen Litanei - irgendwas ist immer. Entweder chronische Schmerzen, Allergien, Durchfall ...



    TimFaber schrieb:

    was hast du denn für ein BMI? körpergrösse und gewicht?

    Ich bin 1,71m und wiege um die 74kg. Kalorienaufnahme um die 1500kcal am Tag + mind. 10km Radfahren, Laufen, Wandern - am Wochenende fahre ich Touren um 30-40km.

    also 1 tag sport + 1 tag pause, damit sich dein körper regenerieren kann, sind ok. mehr als 3x die woche sport würde ich nicht machen.


    dein programm gleicht ja eher einem leistungssportler.


    ok, dein BMI ist im grünen bereich.


    ich habe mich ähnlich wie Hyperion ausgedrückt, dein fokus sollte weg von dieser selbstgeisselung, hin zu angenehmeren sachen im leben

    Ja, und wieso nehme ich dann nicht ab? Letztes Jahr wog ich noch weniger ... wie kann das denn sein bitte? Und das ist ja nur ein Teilproblem. Das sagte ich doch.


    Ich habe eine Sebatose. Im Prinzip müsste ich meine Haare 2x waschen, weil ich extrem viele Schuppen habe. Ich stehe nach jeder Haarwäsche 30min im Bad und popel mir Schuppen aus den Haaren, damit ich auf die Straße kann. Das plus andere Dingen addieren sich täglich zu einem Paket, wo ich oft sage "Komm, bleib einfach liegen. Bringt nichts". Mich kotzt es einfach an den ganzen Tag mit meinem scheiß Körper zu tun zu haben. :°(

    hast du mal deine fettmasse bestimmt? es kann sein, dass du abnimmst, dafür muskeln aufbaust, dann trittst du gefühlt auf der stelle.


    geh doch mal zu einem „sportphysiologen“ und lass dich beraten.

    Mein Freund meinte auch sowas. Ich meine, ich habe lange Leistungssport gemacht und ich kenne mich da bisschen aus. Leider bekomme ich jetzt auch Antiandrogene, die einen effektiven Muskelaufbau und Fettverbrennung behindern. Weder mein Endokrinologe, noch mein Sportmediziner konnten mir dazu genaueres sagen.

    Vielleicht mal noch als Ergänzung: Aufgrund einer OP konnte ich 3 Jahre kaum sitzen und laufen und musste den Sport einstellen. Da nahm ich dann auch deutlich zu, vor allem nach Gabe der Antiandrogene. Trotz der Schmerzen hatte ich mich 2018 entschieden wieder Sport zu machen und konnte diese damit auch reduzieren. Allerdings half es nicht bei der Reduzierung des Körpergewichtes.

    marblemadness schrieb:

    Hallo zusammen,


    ich weiß nicht so recht, wo ich anfangen soll: Ich bin Anfang 40 und habe das Gefühl nur noch mit den "Gebrechen" meines Körpers beschäftigt zu sein. Trotz großem Fokus auf eines gesunde Ernährung, viel Sport und Bewegung, gibt es mittlerweile kaum noch etwas, dass keine Beschwerden macht. Angefangen bei viele Autoimmunreaktionen, Allergien, chronischen Darmproblemen, hormonelle Gewichtsprobleme, über massive Haut- und Haarprobleme, Patella-Syndrom und jetzt ein Tinnitus ...

    In den letzten 10 Jahren hat sich da regelrecht ein Hass entwickelt. Es reicht langsam irgendwie. Ich gebe mir wirklich die größte Mühe mit allem, aber es wird einem nicht gedankt. Man sitzt dann da und heult wieder, weil alles so unfair ist. Andere tun gar nichts für sich, futtern McDonalds und sehen prima aus, haben keine Schmerzen ... klar, es gibt auch jene, die im Rollstuhl sitzen. Was sollen die sagen? Aber das hilft mir an der Stelle auch nicht oder macht meine Probleme besser.


    Es macht mich alles traurig. Ich wäre so gern auch mal gesund. :°(

    Also ich bin zwar um die Hälfte jünger als du aber auch ich kann dir nur ans Herz legen dass dein Problem öffentlich richtig krass im Kopf liegt, ich rede hier nicht von denk positiv und bla bla, aber dein Problem in deinem Kopf wirkt sich öffentlich auch auf deinem Körper aus, du tust alles aber kannst nicht abnehmen, KOPF! Ein Arzt meinte mal zu mir im Kopf nimmt man als erstes ab, die Psyche ist damit gemeint, wie gut kennst du dich über Nahrungsergänzungsmittel aus? Ich denk ich kann dir schon gute Ratschläge geben, weinen sollst du sowieso nicht du bist doch eine Erwachsene und erfahrene Frau

    marblemadness schrieb:

    Vielleicht mal noch als Ergänzung: Aufgrund einer OP konnte ich 3 Jahre kaum sitzen und laufen und musste den Sport einstellen. Da nahm ich dann auch deutlich zu, vor allem nach Gabe der Antiandrogene. Trotz der Schmerzen hatte ich mich 2018 entschieden wieder Sport zu machen und konnte diese damit auch reduzieren. Allerdings half es nicht bei der Reduzierung des Körpergewichtes.

    Okay.. Es gibt mehrere Varianten abzunehmen aber nicht jede kann ich jedem Menschen als Ratschlag geben, die erste ist eben krass wirksam aber dass ist sicherlich nichts für dich.. Amphitamine, 10kg in 6 wochen kriegst du damit locker weg, macht aber abhängig und ist eben eine droge, die findet man in Yohimbim aber dass gibt's glaub ich net mehr in der Apotheke.

    Wie wärs wenn du anfängst 2x die Woche in die Sauna zu gehen?

    Ich soll Drogen nehmen? Aha ... und in der Sauna schwitzt man das Fett runter, klar. Ich sagte doch, dass ich Radsport mache. Und was ist mit meinen Darmproblemen oder mit der Haut? Macht das der Psychologe auch weg?


    Ich merke schon, das tut mir hier auch nicht gut und würde daher keine weiteren Antworten erbitten.