• Ich vermisse meine Heimatstadt

    Hi, ich komme aus Österreich (Wien) und bin Anfang des Jahres aufgrund der Liebe nach Franken (Nürnberg) gezogen. Ich bin gerade sehr unglücklich hier. Ich vermisse Wien einfach. Letztes Jahr habe ich mir gerade wieder einen Freundeskreis in Wien aufgebaut, zu meiner Familie in Wien habe ich keinen bzw. kaum Kontakt mehr. Hier in D versuche ich beruflich…
  • 137 Antworten

    anfangmitfreude : Danke für die Tipps, du hast natürlich recht, dass jammern nix bringt.

    Trotzdem frage ich mich, ob es teilweise an den Umständen, z.B. Corona liegt, dass ich bis jetzt noch nicht mit der Stadt warmgeworden bin.


    Taps : Ja, es stimmt, in deinen oder auch in den Augen manch anderer habe ich ein Luxusproblem. Ändert aber auch nix dran.

    Wir besprechen viel. Zum damaligen Zeitpunkt, bis vor einem halben Jahr, war es auf jeden Fall die richtige Idee, umzuziehen. Ob das jetzt immer noch so ist, wage ich zu bezweifeln.

    Ich gehe auch davon aus, dass wir in Wien glücklich geworden wären.

    Mein Freund hätte vermutlich auch kein Problem gehabt, beruflich unterzukommen.

    Und er hat selbst vor einigen Tagen gesagt, dass er jetzt nicht die mega Bindung zu Nürnberg hat und sich durchaus ein Leben in Wien vorstellen könnte. Er sieht dadurch auch Vorteile wie Nähe zum Ostblock etc.

    Leider wollte er bei seinem AG bleiben, obwohl das Betriebsklima schon schlecht war. Er dachte, er könne das Ruder noch rumreißen... dem war nicht der Fall.

    Die bittere Erkenntnis kommt leider ein paar Monate zu spät... :(

    Zitat

    Ich gehe auch davon aus, dass wir in Wien glücklich geworden wären.

    was spricht dagegen, erstmal in nbg glücklich zu werden, bis sich die tür nach wien wieder aufschließt? die stadt läuft euch nicht davon.


    wie schon gesagt: guck nach vorne, beschäftige dich mit dingen die dir gut tun und weniger mit destruktiven gedanken

    TimFaber schrieb:
    Zitat

    Ich gehe auch davon aus, dass wir in Wien glücklich geworden wären.

    was spricht dagegen, erstmal in nbg glücklich zu werden, bis sich die tür nach wien wieder aufschließt? die stadt läuft euch nicht davon.


    wie schon gesagt: guck nach vorne, beschäftige dich mit dingen die dir gut tun und weniger mit destruktiven gedanken

    Ja, ich weiß.

    Vielleicht sollte ich wirklich meine gesamte Denke umstellen.

    Hier das Leben soweit es geht genießen und Baustellen "abbauen" :)

    Alias 974059 schrieb:

    Schon, aber wie überbrücke ich Die Zeit, bis ich wieder in die Heimat kann?

    Ich habe solche Sehnsucht und weiß jetzt auch nicht, wie ich 3 Jahre Studium "aushalten" soll.

    Zumindest nicht, in dem du dich ausschließlich auf dein Heimweh konzentrierst. Du musst versuchen,das Beste daraus zu machen.

    Du musst dich ja irgendwann einmal zu dem Entschluss Nürnberg entschlossen haben . Keine Entscheidung muss von Dauer sein, aber im Moment wiegen ja die Vorteile (Studium, Freund) und Erfahrungen sammeln gehört zum Leben und auch Erwachsen werden dazu.

    Ich habe jetzt deinen gesamten Thread auf einmal durchgelesen und finde, dass du dich in DAS.PROBLEM. so richtig reinschraubst. Das ist kontraproduktiv, wenn man etwas schlicht nicht ändern kann.


    Du hast aus bestimmten vernünftigen Gründen dich dazu entschlossen, in Nürnberg zu studieren. Diese Gründe sind rückblickend gesehen immer noch richtig. Wenn du gerade studierst, bist du noch jung - sorry, was sind da 4 Jahre?! In den Studienrichtungen, die ich kenne, bekommt man keine Jobs mehr, wenn man nicht mindestens 1x während des Studiums länger im Ausland war. Wenn du jetzt in Nürnberg schon Wien hinterherheulst, wo du nach diesen jetzt noch 3 Jahren ja wieder hin kannst - falls ihr da beide einen Job und eine bezahlbare Wohnung findet - dann musst du dir ernsthaft Gedanken über dein Berufsleben machen, denn heutzutage ist es extrem unwahrscheinlich, dass man jahrelang am selben Ort arbeiten wird.


    Nachdem dein Freund Wien gegenüber ja auch recht aufgeschlossen ist, hast du doch eine Perspektive. Mit dem Genörgle an Nürnberg machst du dir nur die Zeit bis dahin kaputt. Beispiel - das Autothema: In Nürnberg selbst kommt man ohne Auto prima zurecht, und man kann sogar ohne Auto jede Menge Ausflüge in die Natur machen, außerdem habt ihr ja ein Auto, also wo ist nun dieses Problem? Und wenn du die Natur magst, warum schaust du nicht selber mal in eine Karte, wo es Natur rund um Nürnberg gibt?


    Du hast ja anfangs geschrieben, dass du selber nicht genau sagen kannst, was in Wien dir so gut gefällt und in N nicht. Ich denke, das hat was mit der Mentalität zu tun. Ich glaube zB, dass ich mit der Nürnberger Mentalität besser zurechtkäme als mit der Wiener Mentalität :_D Ich "kenne" aber auch Wien und bin sicher, dass ich da auch ein paar Jahre gut zurechtkommen würde. Das ist doch eine interessante Erfahrung, die sollte man unbedingt mitnehmen.

    ich schreib drüben die Wandertipps wenn der Faden schon dafür da ist... die Links hier sind so die bekannten Sachen, kenn da auch noch nicht alles aber sicher sind sie nicht ohne Grund so bekannt und vielbeworben, was ich davon kenn ist jedenfalls alles super. Überhaupt bist du in Nbg schon richtig wenn du gern wanderst, wenn man wöllte könnte man da echt ein ganzes Leben damit verbringen die ganzen Wandergegenden rund um Nbg kennenzulernen^^

    Update: Momentan geht's mir besser, weil ich mit Arbeiten & Co. so beschäftigt bin. Habe aber Angst, dass es wieder schlimmer wird...

    Also so viel besser wird es nicht.

    Noch immer vermisse ich Wien.

    Nürnberg ist zwar schön zum Leben, aber eine Heimatstadt ist halt doch was ganz anderes vom Gefühl her.

    Heimatstadt kann ja per se nur die Stadt sein aus der man stammt. Solang du in Nürnberg was suchst, was du dort nicht finden kannst, ist die Enttäuschun vorprogrammiert ;)


    Ich such in Wien auch nicht nach dem Gefühl und der Charakteristik meiner Heimatstadt. Offen sein für das Neue!

    Zumal die Vertrautheit einer Heimatstadt, wo man Jahre/Jahrzehnte gelebt hat, wo manviele Dinge zum ersten Mal getan hat, kaum jemals in einer anderen Stadt entstehen kann.

    Ich habe 15 Jahre an meinen Studienort gelebt, vermisse ihn wirklich. Aber selbst diese "Traumstadt" kommt vom Gefühl der Vertrautheit, Erinnerungen etc. nicht an meine Heimatstadt ran. Wobei ich die jetzt nie als Traumstadt bezeichnen würde.

    Ich kann dich gut verstehen. Es ist ein Gefühl der Wehmut, daß sich abends verstärkt. Ich war schon öfters in Wien, eine Freundin von mir wohnt dort, in der Nähe der Kärntner Str.,eine schöne Stadt. Bei mir sieht die Sache etwas anders aus. Ich lebe seit Jahrzehnten in Deutschland, am Rande einer sehr schönen Großstadt. Ich bin in Rom geboren und habe dort meine Kindheit verbracht. Rom ist Rom und kein Ort ersetzt mir meine Heimatstadt. Ich habe hier in Deutschland keine Familie mehr, bis auf meine 90 jährige Mutter, die leider ein wenig an Demenz leidet. Einen Freundeskreis habe ich mir in der BRD aufgebaut, aber das ersetzt für mich nicht die Familie. Ich bin jahrzehntelang immer wieder nach Hause geflogen, mindestens einmal im Monat übers Wochenende, weil ich dort noch familiäre Bindungen habe, das letzte Mal im Januar. Es werden wieder Flüge nach Fiumencino angeboten, aber aufgrund der Corona Situation ist mir das momentan einfach zu gefährlich. Telefonate reichen nicht immer aus. Ich bin der Meinung, daß kann nur jemand verstehen, der Römer ist. Wir Römerinnen haben eine andere Mentalität, als es in Deutschland üblich ist. Ich vermisse meine Cousinen, das ganze Flair in Trastevere, abends am Trevi Brunnen zu sitzen und Santa Maria Maggiore, die Kirche wo ich getauft wurde, das einkaufen auf dem Campo dei Fiori. Du hast einen Mann an deiner Seite, den du liebst und der dich liebt, dann sieht das doch alles anders aus. Ich wünsche dir alles Gute!

    Erobere dir deine neue Heimat doch mal mit ein paar Ausflügen. Als Wienerin müsste dir doch Bamberg total gut gefallen. Und neue Freunde wirst du doch sicher im Studium kennenlernen, einige alteingesessene und einige die auch neu in der Stadt sind. Nürnberg und Umgebung sind wir halt noch nicht vertraut, es gibt keine liebgewonnenen Erinnerungen, aber die können ja noch entstehen, wenn du mit offenen Augen und dem Vorhaben es schön zu finden durch die Stadt gehst. Die vielen Touristen kommen ja nicht nach Nürnberg, weil die Stadt so wenig lebenswert ist. Trink z.B.mal einen Kaffee in den Hesperidengärten und nimm dir vor es zu genießen.

    Hi,


    ich habe die letzten Wochen hier gar nicht reingeschaut.

    Um hier anzukommen, habe ich mich mit einigen Leuten aus einer Facebook-Gruppe verabredet.

    War ganz nett, war sogar eine Österreicherin darunter ;-)


    Trotzdem und trotz allem geht mir Wien nicht aus dem Kopf.


    Ich fühle mich hier einfach nicht zuhause, nicht ernst genommen und nicht erkannt.

    Als wäre ich bloß "auf Besuch".

    Ich spüre, dass ich nicht da bin, wo ich sein möchte.



    Ich wohne in Nürnberg, aber lebe in Wien.