Ich finde auch nicht, dass Du ein "Weichei" bist. Bezüglich der Bewertung des Sachverhaltes schließe ich mich anderen an. Es kommt nicht darauf an, ob X, Y oder Z sagen: Ja, das war Mißbrauch bzw. nein, das war keiner, sondern darauf, ob Du es als übergriffig empfunden hast und inwieweit es Dein jetziges Leben beeinflusst. Das Du Dich nach so vielen Jahren immer noch mit diesem Thema beschäftigst, zeigt doch nur, dass Du nicht damit abgeschlossen hast. Ich habe allerdings auch den Eindruck, dass Du der Frage, ob eine Therapie für Dich sinnvoll sein könnte, ein wenig ausweichst. Das andere Menschen eine Therapie viel nötiger brauchen, sollte ebenso wenig ein Beurteilungskriterium sein, wie die Länge einer Warteliste. Maßgeblich ist doch nur inwieweit Dich das Erlebte jetzt beeinträchtigt.


    Am Suizidversuch Deines Vaters damals bist Du sicherlich auch nicht schuld. Natürlich ist es dramatisch, wenn ein Kind neben seinem Vater steht, während er versucht, sich umzubringen. Das kann eine sog. Traumafolgestörung auslösen und die würde den "Flashback" erklären. Natürlich ist es schwer, sich einem fremden Menschen anzuvertrauen und vor ihm sein Leben auszubreiten, aber wenn er einen guten Job macht, kann es hilfreich sein, darüber zu sprechen und mit sich selbst wieder "ins Reine" zu kommen. Die Sympathie für den Therapeuten oder die Therapeutin ist sicherlich eine wichtige Voraussetzung. Ich würde jedenfalls nicht mit jemandem sprechen, der mir gänzlich unsympatisch wäre, aber ich habe auch schon Profis getroffen, bei denen ich dachte, das sie mir zwar sympathisch sind, aber selbst zu sehr betroffen scheinen.


    Hast Du denn jemals mit Deinem Vater darüber gesprochen, was das Erlebnis in Dir auslöste? Hast Du noch Kontakt zu der damaligen Freundin? Ich vermute nicht. Aber gerade dann ist es ja schwer, die Erlebnisse zu verarbeiten und Du hängst in einer Art "Gedankenschleife" fest. Ich rate Dir nicht, mit den Personen darüber zu sprechen, solange Du nicht dazu bereit bist, aber eine Therapie könnte schon hilfreich sein. Die Angebote das z. B. online zu machen, werden immer vielfältiger

    Ich habe damals auch keine Therapie aufgrund der Magersucht gemacht. Ich war drei Tage im Krankenhaus und habe mich dann selbst "geheilt". Heute weiß ich, wie ich reagieren muss, wenn ich mal wieder von ES getriggert werde, was aber wirklich selten vorkommt. :-)


    Ich dachte eben auch, dass ich meine Eltern in der Zeit, in der mein Vater rund 6 Jahre depressiv war (kaum redete, wir trauten uns kaum zu lachen, also meine Schwester und ich) und in verschiedenen Kliniken (helfen konnte ihm letztlich nur er selbst in Zusammenhang mit einer wirklich guten Psychologin, die gibt es aber selten!), enttäuscht habe. Ich war nicht sonderlich gut in der Schule, was auch etwas mit dem Mobbing zusammenhing. Das wollte ich ihnen aber nicht sagen, auch wenn sie merkten, dass ich keine Freundinnen und Freunde mehr habe. Ich wurde gern mal getreten oder es wurde mir angedroht, mir die Zähne auszuschlagen. Ich wollte niemand enttäuschen und habe es oft, weil ich auch manchmal zu Hause aggressiv wurde allen gegenüber.


    Mit meinem Vater habe ich nie darüber gesprochen. Er hat mir damals aber einen Brief geschrieben. Er wusste ja nicht, dass ich daneben stand oder erst, nachdem es zu spät war.


    Zu der Freudin von damals habe ich keinen Kontakt mehr, wie gesagt, das sind 20 Jahre her. Sie zogen dann auch weg.


    Wegen einer Therepie muss ich mir das noch genau überlegen. Online oder so kann ich mir das noch eher vorstellen.

    Mein Freund damals mit Anfang 20, hat mich auch zu Dingen gezwungen, die ich nicht wollte. So wollte er zum Beispiel, dass ich bestimmte Posen einnehme, das wollte ich nicht und machte es, damit es keinen Streit gibt. Danach war ich total sauer insgeheim auf ihn und mich.

    Ich hatte eine ähnliche Story. Wurde als Kind mal von dem Bruder eines Chorfreundes bedrängt. Und so richtig lässt es mich nicht frei. Also ist immer so präsent. Mein Freund denkt ich soll in Therapie.

    Ich denke, Du solltest dafür ein eigenes Thema erstellen.

    @ veggieShari:

    Wichtig ist glaube ich, dass Du an Deinem Selbstwertgefühl arbeitest und lernst, nein zu sagen. Mach den ersten Schritt und bleib dann am Ball :)^

    Zitat

    Und wenn Du mich fragst und es Dir hilft: Ja, das war ganz klar Missbrauch.

    sehe ich auch so, denke daß es mißbrauch war.


    am besten hilft bei allem leid was man im leben erlebt, wenn man jemanden zum reden hat, wenn du so ein Person nicht hast daß schreib es hier im Forum auf wir hören dir zu.


    alles rausreden sozusagen daß hilft um schreckliche Erlebnisse besser verarbeiten zu können


    dazu könntest du einen Psychologen aufsuchen und einen seelensorger und ähnliches, ich selber hab bei meinen ganzen traumasachen die ich erlebt habe, keinen Psychologen aufgesucht sondern es mit mir alleine verarbeitet und alles meiner mutter erzählt immer wieder damit ich die wut nicht in meiner seele drin bleibt, auch einen lieben Hausarzt den ich mal hatte, hab ich vieles anvertraut, leider ist er jetzt in rente.


    wenn du dich wegen dieser Sache schlecht fühlst mit dem Oralsex, daß warscheinlich deswegen weil du es nicht freiwillig gemacht hast, du hast aber nicht nein gesagt weil du ein Kind warst.


    es gibt kinder die nein sagen können und abhauen aber es gibt halt kinder die das nicht können und schon garnicht in der Situation in der du warst, du warst ja in einem zimmer sozusagen fast also aussichtslosen Situation, wohin hättest du als 9 jähriges Kind schon mitten in der nacht flüchten sollen?


    sie hat dich also genötigt oder wie man es nennt, Oralsex bei ihr zu machen, wie man es gesetzlich nun nennt weiß ich auch nicht, aber mißbrauch ist das schon sehe es wie ironman77


    du warst einfach zu klein, hattest keine Chance, hattest keine Ahnung was normal ist und was nicht normal ist usw.und/oder wußtest nichtmal was du da genau machst usw. ich selber hab sogar erst mit ca. 15jahren erfahren was sex ist von einer Zeitschrift vorher hatte ich null Ahnung, hätte ich also mit 9 jahren so ein 14 j. Mädel oder 14 j. jungen getroffen der von mir verlangt daß ich den oral befriedige keine Ahnung wie ich da reagiert hätte, evtl. hätte ich es auch sogar gemacht daß ich garnicht gewußt hätte was das sein soll usw., evtl. hätte ich aber auch nein gesagt, keine Ahnung


    was ich damit sagen will: du hast aufjedenfall keinerlei schuld! du konntest wohl nicht nein sagen weil du keineahnung hattest was das ist usw.duwarst einfach zu klein.


    nun gilt: versuche es irgendwie zu verarbeiten damit es dir seelisch nicht weiter schadet diese beiden Oralsexerlebnisse.


    lg sofi :)_ :°_

    Zitat

    Mein Freund damals mit Anfang 20, hat mich auch zu Dingen gezwungen, die ich nicht wollte. So wollte er zum Beispiel, dass ich bestimmte Posen einnehme, das wollte ich nicht und machte es, damit es keinen Streit gibt. Danach war ich total sauer insgeheim auf ihn und mich.

    das würde ich in Zukunft an deiner stelle ändern


    mache nur die posen, bzw. sexpraktiken die du magst und dir angenehm sind, was was du schon vom bauchgefühl her nicht magst lehnst du ab, ich selber sollte auch was machen was ich nicht mochte, z.b. mit ca.25 jahren hatte ich einen freund der sich Oralsex wünschte, hab ich aber sofort abgelehnt, als junge frau fand ich alleine den Gedanken an Oralsex eklig und sagte deutlich: "nein"


    du hast das recht alles abzulehnen was du nicht magst und wenn es jemand nichtakzeptiert suchst du dir halt eine neue Beziehung mit jemand anders der dich nicht zu sexpraktiken zwingt oder nötigt die du nicht magst.


    und zum streit muß es auch nicht kommen!


    du sagst einfachdas wort nein und fertig, lasse dich auf keinen streit oder Diskussionen ein.


    :)D :)_

    Es ging um Posen für Fotos, er wollte das als Vertrauensbeweis oder als Beweis meiner Liebe. Wenn ich "nein" sagte bei ihm, war das gleichgesetzt mit "ich liebe dich nicht mehr". Ich wollte eben diesen Streit vermeiden.


    Danke für Eure Worte. @:)

    Zitat

    Danke für Eure Worte.

    gerne @:)


    acho posen für Fotos


    na ja dann hat er dich emotional erpresst


    würde ich mich an deiner stelle in Zukunft auch nicht lassen


    wenn du für Fotos nicht posen willst dann willst du nicht und fertig


    und wenn er glaubt daß du ihn nicht liebst dein nächster beziehungsfreund dann ist es sein problem :-/


    woher deine Depressionen kommen weiiß ich allerdings nicht


    :°_