Ich weiß nicht wo das hinführen soll

    Hallo Leute,


    ich weiß nicht mehr weiter. Ich bin fast 30 habe noch nichts erreicht außer lächerliche Berufserfahrung in insignifikanten Bereichen. Keine Ausbildung. Zwei abgebrochene Studiengänge mit keiner bestanden Prüfung (weil ich beim ersten Studiengang keine Prüfungen mitgeschrieben habe) und immer noch keine Aussicht. Darüber hinaus keine Freunde und keine Familie gegründet oder Erfahrungen in diesem Bereich. Es wird sogar immer schlimmer. Ich interessiere mich noch nicht mal mehr für meine Hobbies oder sonst etwas. Es fällt mir schwierig mich für irgendwas zu begeistern oder faszinieren. Das war früher anders. Ich weiß einfach nicht mehr was ich machen soll. Ich hab mein Leben verhauen und es ist zu spät. Ich sehe einfach kein Licht mehr, weiß nicht wo das hinführen soll...

  • 39 Antworten

    Hast du mal Richtung Depressionen gedacht? Seit wann hat sich dein Verhalten geändert? Gab es einen Auslöser? Was waren die Gründe für die Studienabbrüche.

    Du kannst immernoch studieren oder eine Ausbildung machen. Allerdings solltest du vorher herausfinden ob du "gesund" bist.

    Zu spät ist es meiner Meinung nach nie und schon gar nicht mit 30 :)

    Wenn du dich beruflich verändern möchtest hast du auf jeden Fall noch genügend Zeit.


    Ich interessiere mich noch nicht mal mehr für meine Hobbies oder sonst etwas. Es fällt mir schwierig mich für irgendwas zu begeistern oder faszinieren. Das war früher anders. Ich weiß einfach nicht mehr was ich machen soll. Ich hab mein Leben verhauen und es ist zu spät. Ich sehe einfach kein Licht mehr, weiß nicht wo das hinführen soll...


    Es hört sich für mich wie eine Depression an, ich kann das aber schlecht beurteilen. Hast du mal mit einem Arzt darüber gesprochen?


    Weil wenn du mehr Antrieb und Interesse für Hobbies hast, lernt man da ja auch Leute kennen evtl. enstehen Freundschaften.

    Hi B738,

    Es ist nie zu spät- es gibt viele Leute die erst spät ihre Nische entdecken. Wie alt bist Du? Was hast du studiert? Woran bist du gescheitert? Welche Dinge machen dir Spaß? Bei welchen Aufgaben entwickelst du am ehesten Ehrgeiz / erzielst du die besten Ergebnisse?

    Warum hast du kaum Sozialkontakte? Fällt es dir schwer auf Menschen zuzugehen? Hast du den Wohnort gewechselt und nicht Anschluss gefunden? Beschreib die Situation doch mal ein wenig genauer...

    Aber vor allem- hör auf dir einzureden, dass du dir das Leben versaut hast. Du hast ganz sicher noch viele Optionen.

    Möchte hier gar nicht zu sehr ins Detail gehen, da ich nicht möchte das man auf meine Person in der Realität schließen kann. Depression sind sehr wahrscheinlich in den letzten 3/4 Jahren hat sich viel an mir verändert. Es mag mit dem Tod meines Großvaters zusammenhängen, aber auch, dass wir in einem Nachbarschaftsstreit waren (das ziemlich im Mobbing endende, obwohl wir richterlich im recht waren). Das endete im Wegzug aus diesem Ort. Außerdem kommt wohl noch eine soziale Phobie hinzu die ich seit meiner Kindheit habe.


    Ich habe mit meinem Arzt darüber gesprochen und wir haben uns darauf verständigt, dass ich einen Termin beim Psychologen nehme. Muss das noch machen. Allerdings bin ich zum studieren in einem anderen Land und, wenn das Semester jetzt zu Ende ist, sehe ich keinen Grund mehr hier zu bleiben. Auch wenn ich noch einen Job hier habe. Deshalb weiß ich nicht ob ich den Termin machen soll. Bin vielleicht dann nur noch 1-2 Monate hier.


    Ich wollte immer in einen bestimmten Bereich. Dieser Bereich hat aber den Nachteil, dass man die Umwelt ziemlich stark belastet. Das möchte ich nicht. Allerdings war das immer mein Ziel, mein großer Traum. Das, weshalb ich überhaupt mein Abi gemacht habe. Jetzt dadurch, dass ich diesen Bereich (eigentlich) noch immer interessant finde, dort aber nicht arbeiten, fehlt jetzt die Alternative. Es ist halt schwierig, wenn man immer ein Ziel hatte und plötzlich nicht mehr, obwohl es halt immer noch ein Ziel ist, aber...keine Ahnung, irgendwie ist die Luft raus. Außerdem ist es schwierig dahin zu kommen, aber selbst wenn es einfach wäre, würde das nichts am Umweltproblem ändern.


    Den ersten Studiengang habe ich aus Verlegenheit gewählt, obwohl im vornherein klar war, dass ich das nicht durchziehen werde. Den zweiten, weil ich dachte ich damit vielleicht etwas verändern kann. Allerdings bin ich durch die Prüfungen gefallen, weil ich nicht ausreichend gelernt habe. Da hatte ich oft keinen Kopf für.


    Mir macht seit den letzten Jahren gar nichts mehr Spaß und Ehrgeiz ist auch nur sporadisch da. Es ist komisch, mal bin ich total optimistisch und dann wieder pessimistisch. Das ändern sich manchmal von Stunde zu Stunde. Manchmal kann ich es für einige Tage aufrechterhalten und dann schlägt wieder der Pessimismus zu.


    Ich habe in den Jahren neue Interessen entwickelt. Allerdings ist das komische, dass mir selbst dafür die Motivation fehlt mich damit zu beschäftigen. Ich prokrastiniere sogar Dinge, die eigentlich Spaß machen (sollten) Und wenn ich nur daran denke, was ich in den letzten Jahren alles an Zeit verloren habe. Das wäre eine Ausbildung gewesen, ein Bachelor oder eine lange Weltreise. Alles Zeit die ich nicht wieder bekomme. Aber meine Denkweise hat das halt nicht zugelassen. Ich bin nur noch am hinterfragen von jedem und allem. Sorry, jetzt mache ich schluss, ist schon ziemlich lang geworden hier.

    Hast du denn noch eine Chance das Studium erfolgreich tu beenden oder könntest du auch früher, also quasi sofort zurückkehren?

    Diese Antriebslosigkeit und Stimmungslage klingt wirklich nicht gesund und da dein Arzt dir zur Psychotherapie rät, könntest du das ganze dann in deiner Wahlheimat zeitiger angehen. Wäre eine frühere Rückkehr eine Option?

    Ich müsste von null anfangen, da wie geschrieben keine Prüfung bestanden und im zweiten Semster noch nicht mal an den Prüfunfen teilgenommen (außer einer)


    Den Arzt den ich jetzt habe, ist es wirklich wichtig, dass ich voran kommen. Ist halt die Frage ob ich in Deutschland so jemanden finde. Die Ärzte die ich in Deutschland bislang hatte waren, na ja. Auch ist die Frage, ob ich es dann nicht wieder schleifen lassen. Habe ich nämlich hier auch ein halbes Jahr...

    B738 schrieb:

    Ich müsste von null anfangen, da wie geschrieben keine Prüfung bestanden und im zweiten Semster noch nicht mal an den Prüfunfen teilgenommen (außer einer)


    Den Arzt den ich jetzt habe, ist es wirklich wichtig, dass ich voran kommen. Ist halt die Frage ob ich in Deutschland so jemanden finde. Die Ärzte die ich in Deutschland bislang hatte waren, na ja. Auch ist die Frage, ob ich es dann nicht wieder schleifen lassen. Habe ich nämlich hier auch ein halbes Jahr...

    Dann fängst du halt von Null an, wenn du es wirklich willst dann gib's nicht auf.


    Manchmal muss man zu mehreren Ärzten bis man einen passenden findet. Es wäre jedenfalls sehr wichtig für dich und ich denke du willst doch selbst, dass sich etwas verändert.

    Aber die Frage ist, ob das Studium überhaupt richtig für mich ist. Oder studieren an sich. Zur Zeit traue ich mir noch nicht einmal eine Ausbildung zum Bäcker zu, ehrlich gesagt.


    Es muss sich was ändern, wenn das Leben so weitergeht wie jetzt, dann wäre es ein ziemlich trauriges Leben.

    Wenn du wirklich von vorn beginnen musst und möchtest, dann kehre doch früher zurück und kümmere dich erst um deine Gesundheit. Eine Therapie ist in der Regel nicht in 1- 2 Monaten abgeschlossen und du müsstest sie abbrechen, wenn du das Land verlässt.

    Es gibt ja Bewertungsportale für Ärzte im Internet. Da kannst du dich ein wenig orientieren und eine Vorauswahl an potentiellen Ärzten treffen.

    Hmm. Dann würde das ja bedeuten das ich ein Jahr Pause machen müsste. Theoretisch würde das gehen, weil ich bei meinen Eltern bleibe. Allerdings wäre ein Teilzeitjob dann doch angebracht, wg. Krankenversicherung etc.


    Allerdings möchte ich mir dieses Jahr auch gar nicht Leisten. Habe schon genug Zeit verschwendet. Die andere Sache, wenn ich gar nicht mit mir im reinen bin und nebenbei noch was anfange zu studieren, bin ich nächstes Jahr wieder da wo ich jetzt stehe. Eventuell würde es parallel funktionieren. Therapie+Studium/Ausbildung. Wobei eine Ausbildung jetzt noch zu finden, dürfte kniffelig werden.


    Es sind wieder schwierig Entscheidung die in einem Dilemma enden bzw. in einem weiteren verschwendeten Jahr.

    Ich fühle mich so sche**e antriebslos, was soll ich nur machen? Ich könnte vieles tun, aber ich finde einfach keine Energie. Innerlich ist irgendwas das hält mich ab. Dieses Gefühl, diese Gedanken sind erdrückend. Ich weiß nicht mehr.

    Bitte diesen Thread löschen! Hatte das ja auch schon per Mail beantragt, aber es ist noch nichts geschehen. Vermutluch liegen die Admins am See und genießen die Sonne. Jetzt kann aber wirklich gelöscht werden. Danke.

    Sie löschen keine Threads.


    Was ist passiert? Was hat alles jetzt schlimmer gemacht? Hast du es überlegt Antidepressiva zu nehmen?