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    also ich liebe meinen freund, und beim sex denke ich auch an ihn bzw an gar nix und genieße einfach (ist mir vielleicht ein oder zwei mal passiert das meine gedanken abgeglitten sind, einfach weil ich zb ganz arg stress hatte oder so).


    an andere typen denke ich nicht während ich mit ihm schlaf, dafür ist zu anderen zeitpunkten auch noch zeit ]:D ;-D ;-D

    Sex. Neigung wegen starker Unsicherheit, und wie werde ich sie los?

    [Dieser Beitrag war ursprünglich der Beginn eines eigenständigen Fadens]


    Hallo!


    eine sexuelle neigung belastet mich leider sehr und ich sehe einen Grund für diese Neigung. Darum würde ich mich freuen wenn ihr schrieben könntet was ihr von meiner Theorie über die Neigung haltet und ob ihr die Möglichkeit seht das ich die neigung schwächer werden lassen könnte.


    mich erregen erniedrigende und demütigende vorstellungen und situationen. schon vor der pubertät merkte ich das bei kinderspielen und märchenfilmen. später in der pubertät war es mir dann ganz klar. doch schon damals (und auch heute) ging es mir dabei nie um körperlichen schmerz sondern immer nur um demütigung und erniedrigung. es geht mir also nicht um schmerzen oder bondage (fesseln). es war immer die psychische schiene die in meinem kopf erregung verursacht. also reine D/S-Fantasien und machtspielchen. allerdings erregen mich auch normale pornos und "normaler" sex. ich war also nie 100% sm. ich habe auch eine "normale" beziehung zu meiner freundin die von dem auch alles nix weiß.


    nun denke ich das diese devote neigung einen bestimmten Grund hat. Den möchte ich gerne kurz erklären. Da es meiner meinung eine usache hat hoffe ich eben auch das meine neigung weggehen oder schwächer werden könnte...


    Die devote sexuelle Neigung und mein geringes Selbstbild gehen bei mir seit der Kindheit Hand in Hand. Ich habe kein gutes Selbstbewusstsein, habe Angst vor Dreck und Krankheiten. Aber auch Angst vor Misserfolg, dass Leute schlecht über mich reden und mißerfolg. Ich hinterfrage mich selber sehr sehr kritisch und verwende oft viel Zeit um zu überlegen, was ich in Situationen anders machen hätte sollen, was andere von mir denken und wie hoch die Chance ist, dass ich krank werden kann.


    Das alles ist jetzt nicht so schlimm, dass ich kein geregeltes Leben führen kann oder es mich überaus belastet, aber es ist schon eine kleine Belastung. Meine devote Neigung besteht darin, dass mich erniedrigende und demütigende Fantasie bzw. Situationen erregen. Und nur das. Dies bedeutet, dass mir normale sm-Filme, in denen es um Schmerz geht, wenig geben. Auch Bondage-Filme, in denen die Fesselung im Mittelpunkt steht erregen mich kaum. Mir geht es nur um die Machtspiele und die Erniedrigung eines Sklaven (oder sklavin).


    Eine Verbindung sehe ich ganz klar in Gegensätzen, die ich zwischen meinem Selbstbild/Ängsten und der Neigung bestehen. Nur ein paar Beispiele:


    Angst vor Dreck < – > als Sklave ist man ja "weniger wert als Dreck". Man leckt Schuhe und Füße und kriecht auf dem dreckigen Boden. Man "suhlt" sich quasi im Dreck.


    Angst das Leute schlecht über einen Reden < – – > als Sklave ist man "nichts wert" (ist der ruf erst ruiniert, lebt es sich...). Man wird beleidigt und kann nicht tiefer sinken, weil man bereits ganz unten ist. Es ist eine gewissen Wohltat, diese "Sicherheit" zu haben nicht in einer Hierarchie fallen zu können.


    Angst vor falschen Entscheidungen < – > als Sklave kann man nichts falsch machen, da man keine falschen Entscheidungen treffen kann. Denn als Sklave hat man keinen freien willen. Man gehorcht befehlen, die "Qual" der Entscheidung wird einem abgenommen. Außerdem bestrafe ich mich durch die demütigende Fantasien selber für falsche Entscheidungen.


    Mit diesen Beispiele möchte ich zeigen, dass diese devote Neigung eine Art Kompensation für mich ist. Das zeigt sich auch, dass diese devoten Fantasien, immer besonders stark sind, wenn ich in stressigen und belastenden Lebensphasen bin. Früher in Prüfungsphasen oder bei viel Unsicherheit und Stress im Beruf sind sie ganz stark. Im Urlaub oder wenn ich mich glücklich fühle sind sie kaum da. Darum denke ich, dass sie eine Art Ventil für mich sind. Werden meiner Psyche die Ängste zu viel, suhlt sich meine Libido im Dreck und entlastet sich so etwas. Das wäre ja alleine nicht schlimm, es ist ja besser so ein Ventil zu haben als keins. Doch mein Problem ist: diese devote Neigung ist für mich keine sexuelle Präferenz, die mir einfach vergnügen bereitet: sie ist eine Kompensation für meine generelle ängstliche und unsichere Art, denke ich. Ich will nicht Erregung daran finden erniedrigt zu werden und ekelige Dinge zu tun, weil ich scheinbar real genau davor angst habe. Ich möchte keinen Druck mehr aufbauen, damit dieses ventil überhaupt genutzt werden muss.


    sehr ihr theoretisch die Aussicht, dass meine devote Neigung schwächer werden könnte (oder sogar weggehen könnte, auch wenn sie schon lange da ist), wenn ich ein besseres Selbstbild hätte und weniger ängstlich? Das das angehen meiner Ängste und meines geringen Selbstbildes den "Nährboden" für die devoten Fantasien weg nehmen könnte?


    Danke!!!

    Ob es "normal" ist, weiß ich nicht, den Antworten nach zu urteilen scheinbar schon, also viele tun es, aber ich persönlich finde es nicht gut. Ich habe beim Sex noch nie an andere Personen gedacht. An andere Situationen schon, aber gemeinsam mit meinem Partner, also unsere gemeinsamen Fantasien betreffend. Wir haben auch keine geheimen Fantasien, ich möchte mit meinem Partner über alles reden und alles mit ihm teilen können. Will nichts von mir verleugnen müssen.

    Ich war nur ehrlich, darum hatte er doch gebeten. Ein schlechtes Gewissen wollte ich ihm nicht einreden, eher dazu ermutigen, zu seinen Fantasien zu stehen. Ich finde es halt nicht gut, wenn man einen Teil von sich vor dem Partner verstecken muss, weil das doch immer irgendwie mit Angst behaftet ist. Ich meine, hier geht es ja um keine Kleinigkeit, er nennt sich sogar Swensub, es ist wesentlicher Teil seiner Identität. Geht meiner Erfahrung nach nicht gut, wenn man so eine grundsätzliche Neigung verleugnet.