Introvertiert und noch Probleme

    Ich bin introvertiert und komplett mit meinen Gedanken fast immer in einer anderen Welt.


    Die meisten Menschen die was ich kenne sagen mir das ich mich endern soll und so weiter aber irgendwie möchte ich es nicht.


    Ja okay ich bin die meiste zeit allein und so aber wenn ich mit anderen unterwegs bin reden sie mir die ganze zeit etwas ein und so z.b meine Familie.


    Ich bin halt so wie ich bin aber alle haben was zu sagen, und das macht mich fertig und es hört nicht auf.


    Deswegen habe ich auch eine leichte Depression bekommen was aber niemand weiß.


    Weil sie mich nicht verstehen und mich die ganze zeit nieder machen, ja ein wenig bin ich auch schuld aber ich kann nicht mit Menschen gut reden und wenn etwas ist sage ich nichts.


    Noch dazu bin ich so Antriebs los weiß nie was machen soll.


    Was soll ich tun denn es wird immer schlimmer ich bekomme keine Luft mehr und reden hilft nichts den und das ist schlimm mir glaubt niemand nichts.

  • 16 Antworten

    Ging mir ähnlich. Bin auch extrem introvertiert und einige behandeln mich wie ein Alien. Insbesondere meine Familie, da ich die Einzige bin, die "so komisch" ist.


    Es nagte oft an mir, wollte was ändern. Bin jetzt aber in Therapie und diese hilft mir ganz gut. Wäre das eventuell eine Option für dich?!

    Zitat

    Die meisten Menschen die was ich kenne sagen mir das ich mich endern soll

    Warum? Hast du sie das mal gefragt?

    Zitat

    aber irgendwie möchte ich es nicht.

    Dann lass es. Verändern solltest du dich nur, wenn du es auch wirklich willst und nicht, weil es andere wollen!

    Ja das ich mich endern soll und unter die Leute gehen soll und sie sagen mir an dauernd wo ich versagt habe oder sie sagen all meine Fehler auf.


    Und das die ganze zeit und niemand interessiert sich wie ich mich fühle sie sagen auch schlimmere dinge zu mir.

    Da gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder, du brichst den Kontakt zu den Leuten ab, die dir nicht gut tun oder du lernst Grenzen zu setzen, damit sie merken, dass man mit dir nicht so umgehen kann.

    Ja ich kann nichts tun ich kann sie nicht weg schicken und ich kann auch keine Grenzen ziehen denn ich hebe es versucht aber es hat nichts gebracht wenn die noch weg gehen dann bin ich alleine und das ganz.


    Deswegen ist es schwer denn es belastet mich und es wird immer schlimmer.

    Zitat

    ich kann auch keine Grenzen ziehen denn ich hebe es versucht aber es hat nichts gebracht

    Was sagst du ihnen denn? Beschreibe doch mal anhand ein paar Beispielen, wie ein Gespräch mit deinem Gegenüber verläuft.

    Nimm es mir nicht übel Marax, aber wir kommen hier nicht weiter, wenn man dir hier jedes Wort einzeln aus der Nase ziehen muss.


    Du schreibst zu allgemein. Wenn man dir helfen soll, dann werde etwas genauer. Sonst treten wir nur auf der Stelle und dann können wir es auch gleich sein lassen.

    Ok ich habe in meinem leben nicht viel erreicht oder bei denn meisten Sachen gescheitert z.b schule und so.


    2. Ich habe niemanden den ich trauen kann


    3. Meine Familie glaubt ich bin ein Versager und macht mich jeden Tag fertig deswegen.


    4. Ich habe keine Freunde die mir helfen oder so.


    5. Ich kann nicht gut mit Menschen reden.


    6 ich kann meine Emotionen nicht gut zeigen.


    7. Ich sage nichts wenn Leute auf mich einreden.


    8.ich kann mit niemandem reden.


    9.ich bin auch noch introvertiert und das hilft nicht mit anderen um zu gehen.


    10. Ich fresse alles in mich rein deswegen werde ich oft wütend oder hasse andere.


    11.Alle glauben ich bin kalt und gefühllos weil ich sie nicht zeigen kann oder es mir schwer Feld.


    12. Ich habe kein Vertrauen in mir oder in anderen.


    13. Ich lebe eine Lüge denn niemand weiß wie ich bin denn alle glauben ich bin von Mars oder so weil mich niemand versteht.

    Mir geht es auch so, fühl dich mit deinem Problem also nicht alleine.


    So wie in den obigen Punkten beschrieben, bin auch auch jemand, die wenig/kaum vertrauen zu (Mit)menschen hat. Ich selber hatte in jungen Jahren im Gegenteil jedem und allem zu sehr vertraut. Wenn man einpaar mal auf die Nase fällt, entwickelt sich daraus automatisch misstrauen.


    Damit kommt Verzweiflung/Ratlosigkeit und Verschlossenheit. Zum Teil vielleicht auch Desinteresse. Daher kann ich auch nicht mit Menschen reden. Will es zum Teil auch nicht.


    Mit der Zeit entwickelt man auch Gefühlskälte und Abwendung. Man zeigt auch nach aussen hin die kalte Schulter, baut eine Wand auf. Am wahrscheinlichsten um sich selber von weiteren Misserfolgen und Enttäuschungen zu schützen.


    Dabei bleibt man aber emotional an dem Punkt stehen, wärend alle anderen sozial agieren und weiterentwickeln. Langsam schwächt die Sozialkompetenz und Empathie ab und Mensch bewegt sich Richtung sozialer inkompetenz. Irgendwann merkt man, man spricht nicht mehr die Sprache, denkt nicht mehr so wie andere Denken, die Kommunikation ist dann voller misserfolge und gelingt nicht mehr.


    Soll aber nicht heissen, dass wir uns garnicht mehr entwickeln.


    Ich glaube solche Menschen wie wir, entwickeln ihre eigene Denkweise und Sprache. Ich würde meine Denkweise als philosophisch und psychologisch bezeichnen. Auch wenn ich mit Leuten Rede, kommen mir manche Gespräche so belanglos und teilweise oberflächlich vor, dass ich auch keinen Antrieb zu SmallTalks oder ähnlichem habe. Nur mal um Menschen zu "studieren".


    Es gibt halt die Rhetoriker, die können gut Reden und agieren. Und es gibt die stummen Denker.


    Auch ich wirke nach aussen hin häufig kalt und abweisend. Und habe auch häufiger probiert anschluss und Kontakt zu anderen zu knüpfen. Bisher nicht von Erfolg gekrönt.


    Es ist halt unsere Persönlichkeit und man kann es nicht ändern. Wir sind so wie wir sind. Du kannst zwar eine Therapie anstreben, aber ich denke dass dies nicht groß Unterschied machen wird.


    Zeig Charakterstärke und steh zu deiner Persönlichkeit. Mach den Menschen klar, dass du so bist und fühlst wie du bist. Und lass dich nicht deiner Identität berauben. Extrovertiertheit und Offenheit kann man nicht erzwingen. Du wirst dich dann in deiner Haut nicht mehr wohlfühlen.

    Guten Morgen,


    Ich kann dich gut verstehen. Ich hatte als ich 19-20 war, eine ähnliche Situation. Allerdings hatte es nur indirekt mit meiner Familie was zu tun.


    Meine damalige beste Freundin (jetzt Ex-beste Freundin) meinte zu mir, ich müsse mich ändern. Alles weil meine Wünsche und Prioritäten anders waren. Ich interessiere mich eben nicht für die typischen Mädchenthemen. Aussehen hat mich nicht wirklich interessiert. Das hat sich im laufe der 5 Jahre jetzt etwas geändert, aber Mode interessiert mich immernoch nicht. Dann war ich lieber meistens für mich. Mein Selbstbewusstsein war eher mau. Fand ich jetzt nicht schlimm.


    Jetzt wollte sie unbedingt das ich in eine Klinik gehe. Das in ner Woche wo ich eigentlich Abivorbereitung machen wollte, habe ich jeden Tag geheult, weil a) konnte ich nicht erklären warum ich so bleiben wollte wie ich bin. b) Sie hörten einfach nicht auf.


    Am Ende hab ich erfolgreich mich gewehrt. Und ich bin immernoch so wie ich von Natur aus bin, kenne Leute die so ähnlich ticken wie ich die ich in meinem Studium kennengelernt hab.


    Mir hat in Laufe der Zeit geholfen, erstens:


    Zieh dein Ding durch. Du bist für dein Leben verantwortlich. Gemäß aus Ghostrider: Wenn du nicht die Entscheidung triffst, dann trifft jemand anderes (und wenns nurs Schicksal ist) die Entscheidung für dich. Wenn du aktiv Entscheidungen für dich triffst, und dahinter stehst (und wenns nur aufgrund vom Bauchgefühl ist) dann bist du Selbstsicherer deiner Familie gegenüber.


    Zweitens: Finde heraus wer du bist, und wer du sein willst. Wenn du weißt wer du bist, was du kannst oder nicht kannst. Dann verschwindet deine Antriebslosigkeit. Ach und du bist auch selbstsicherer.


    Drittens: Wenn du weißt wer du bist, und du dein Ding durchziehst. Dann wehr dich gegen deine Familie. Sei standfest wie ein Fels. Wenn du dir deiner Sache sicher bist, dann funktioniert das. Wenn du dir unsicher bist, wirst du wanken ^^


    Viertens: Wenn sie versuchen dich klein zu halten, oder die nur Energie nehmen als zu geben, nimm Abstand. Da ist es egal ob es Familie ist oder nicht.

    @ :)

    Zitat

    Ok ich habe in meinem leben nicht viel erreicht oder bei denn meisten Sachen gescheitert z.b schule und so.

    Misserfolge hat jeder mal gemacht. Sieh es mal so: Durch die Misserfolge bist du an Erfahrung reicher geworden. Lerne daraus und mache es das nächste Mal eventuell besser.

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    2. Ich habe niemanden den ich trauen kann

    Das ist traurig und würde mir auch zu denken geben, nämlich, ob ich mich nicht mit den falschen Leuten abgebe.

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    3. Meine Familie glaubt ich bin ein Versager und macht mich jeden Tag fertig deswegen.

    Sie haben wahrscheinlich zu hohe Erwartungen, wenn nicht gar Ansprüche in dich gesetzt. Da sind dann Ärger, Frust und Konflikte vorprogrammiert. Und du wiederum siehst dich in der Pflicht, die Erwartungshaltung deiner Eltern zu erfüllen und buhlst um Anerkennung. Weil du die Erwartungshaltung deiner Eltern nicht erfüllt hast und auch nicht die entsprechende Anerkennung von ihnen erhalten hast, nagt es an deinen Selbstwert.


    Was wäre die Lösung? Deine Eltern kannst du nicht ändern, aber du kannst deine Einstellung dazu verändern. Mache dich nicht von der Anerkennung Dritter abhängig. Finde zu dir selbst. Finde heraus, wer du bist und wo du hin willst. Richte dein Leben danach aus, wie es dir gefällt und nicht danach, wie es andere gerne hätten. Richtest du dein Leben immer nach den anderen, wirst du immer fremd- aber nicht selbstbestimmt durchs Leben gehen.

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    4. Ich habe keine Freunde die mir helfen oder so.

    Dann musst du dir selbst helfen.

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    5. Ich kann nicht gut mit Menschen reden.

    Ist nicht schlimm, kann ich auch nicht. Ich halte es auch nicht zwingend für wichtig mit anderen gut reden zu können. Zu Problemen könnte es aber kommen, wenn es doch mal wichtig wird, mit anderen vernünftig in Kommunikation zu treten, z.B. im Berufsleben. Da können einem dann schon mal schnell Steine in den Weg gelegt werden.

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    6 ich kann meine Emotionen nicht gut zeigen.

    Kann man lernen in einer Therapie (Verhaltenstherapie). Emotionen dienen dazu, dass andere einschätzen können, was für ein Mensch du bist. Können sie das nicht, dann sind sie verunsichert und halten lieber Abstand. Das führt wiederum zu Problemen beim schließen sozialer Kontakte und z.B. auch bei der Jobsuche. Ich weiß (leider) wovon ich rede. Die Frage ist nur, ob man damit leben kann häufig ausgegrenzt zu werden, weil man wie ein emotionsloser Roboter durchs Leben läuft, oder ob man nicht lieber lernt an sich zu arbeiten.

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    7. Ich sage nichts wenn Leute auf mich einreden.

    Unter Druck setzen lassen würde ich mich auch nicht.