Alex,

    alles, was Du nun tust, ist in ihren Augen falsch... außer Du kriechst wieder zu Kreuze.


    Das wäre aber nur eine neue Runde die Du ebenfalls nicht gewinnen kannst.


    Isa hat völlig Recht: Funkstille ist alles, was Dir jetzt gut tun kann.


    Wen Du Dich meldest, wird sie immer die Kurve bekommen und Dir einen weiteren schwarzen Peter zuschieben.


    Und das kannst Du grade jetzt überhaupt nicht gebrauchen, denk ich.


    *:)

    Neuer Tag!

    Danke für die Beiträge...hab erstaunlich gut geschlafen, was ich gar nicht gedacht hätte. Es ist heute so: sie fehlt mir...aber was mir nicht fehlt, ist dieser Zustand der Vorwürfe und des Niedergemachtwerdens. Ich war eigentlich ganz froh (hört sich komisch an), dass über Nacht keine SMS von ihr kam, als ich morgens auf mein Hany schaute. Zur Zeit überwiegt einfach die Angst vor neuem Negativen, das sie mir an den Kopf ballert. Ich hab auch nicht vor, mich bei ihr zu melden...und ich hoffe ich halte das auch die nächste Zeit durch.


    Ich hab nun auch eingesehen (aus diesem Telefonat), dass sie wirklich alles zurechtdreht, alles was ich sage dreht sie um und wendet es gegen mich oder versteht es schlicht falsch. Richtigstellen kann man es dann gar nicht mehr, weil sie einem nicht mehr zuhört. Dazu noch diese Machtspielchen mit dem Auflegen. Es fielen auch so Sätze, wie...dass sie dieses angebliche "Nicht für Sie da sein" in letzter Zeit schon länger ankotzte, sie nur abwartetete um mir die Chance zu geben, mein Verhalten zu ändern. Saublödes Spielchen nenn ich das. Aber ich kenne sie gut genug...wenn sie was aufregt, merkt man das sofort, sie würde es nicht mal einen Tag durchhalten, da nichts zu zu sagen oder nicht sauer zu sein. Sagen hätte sie nichts wollen, weil sie wüßte dass ich dann sofort regiert hätte und sie wolle ja keinen Roboter. Nun ja, für mich ist das alles schwer nachvollziehbar. Bin jedenfalls erstmal ein wenig erleichtert (für heute), dass dieses Gespräch vorbei ist, denn sowas führt zu nichts...außer, dass ich völlig demontiert werde und niedergemacht werde. Logik, Verständnis und all das, was ein gutes bzw. normales Gespräch oder diskutieren über eine Sache ausmacht, fehlte in diesem Gespräch. Sie hat mir sogar gesagt, sie würde mich deshalb so fertig machen, damit ich endlich kapiere, dass es aus ist. Paar Minuten später wollte sie das dann nicht gesagt haben...hm, mal so mal so.


    Isa: ja, Dein Tip ist sicher goldrichtig. Hab das sogar schon in dem Tele gemacht. Einfach gesagt: ok, wird schon so sein, wenn Du es so siehst. Hab es dann leider nicht weiter durchgehalten, sie war natürlich sofort auf 180.


    Dass sich jemand so verhält, der bereits abgeschlossen hat, glaube ich auch nicht. Wenn ich mit jemandem Schluss gemacht hatte, dann konnte ich total ruhig mit der Person reden...da waren nur wenig Emotionen im Spiel. Und es lag mir auch nichts daran, den anderen fertig zu machen. Hätte ich gar nichts von gehabt. Hab dann eher immer ruhig die Gründe erklärt, solange der andere sie eben hören wollte. Aber emotional kam da nicht wirklich viel an sie ran.


    Kommt mir so vor, als würde sie gerne abschließen, provoziert deshalb, bis es so knallt, dass sie dermaßen sauer auf mich wird dass es ihr hilft, mich nicht mehr sehen zu wollen. Frustrierend.


    Halte es auch für möglich, dass das jetzt das nötige Fünkchen für sie war, um mich endgültig als den letzten Dreck zu sehen. Ich weiß es nicht.


    itsme: Ich hab immer noch keinen Ausdruck dafür, wie ich deine Zeilen finde. Es ist so unglaublich, dass Du da soviel wiedererkennst und das alles einordnen und nachvollziehen, sogar erklären kannst. Hab noch ne Verständnisfrage: der Freund, der mir so ähnlich ist war aber nicht der, der an Sylvester mit Dir Schluß machte, oder? Hab das nicht richtig kapiert.


    Und war tatsächlich genau das der Moment, wo Dir all das erst klar wurde...oder hast Du schon vorher Teile davon gesehen. Ich meine, wie hast Du das damals in den konkreten Situationen gesehen, bevor Dir all das klar wurde. Denn Du hattest da ja sicher auch Deine Gründe, wieso Du Dich so oder so verhalten hast.


    Da ist auch noch etwas, was ich bei meiner Ex nie verstanden habe. Ich hatte manchmal in Streits oder auch so, wenn sie irgendwas ankotzte, den Eindruck gehabt, sie ist da irgendwie gesteuert von ihren Emotionen. Kann nichts tun, was eigentlich gemeinhin normal wäre. Sie sagte oft: Ich hätte jetzt gerne Gute Laune oder Ich würde jetzt gerne Lust haben, Dich zu sehen. Ich kann aber nichts dagegen machen, dass es nicht so ist. Ihr Resume war dann, dass sie auch nichts dafür könne, es nicht an ihr liege...es wäre halt einfach so. Und diese hm...nenne es mal Fremdbestimmtheit konnte ich nicht nachvollziehen. Als sei sie Sklave ihrer Gefühle oder so. Ich selber bin auch mal schlecht drauf, aber ich hab schon den Eindruck, dass ich da was gegen tun kann, sei es durch drüber reden, oder sonst was. Ich hab Einfluss auf mich. Und sie wollte immer, dass ich sie dann aufheitere, wenn sie total mies drauf war. Sie verlangte das sogar in manchen Situationen, und es gab n riesen Ärger, wenn es nicht klappte. Das hab ich dann klar erst hinterher erfahren. Auch da war dann nie sie verantwortlich, sondern Ich...ihr eigentlicher Ärger oder ihre schlechte Laune war dann plötzlich unwichtig, es wurde umgedreht und ging nur noch darum, dass ich sie nicht aufgeheitert hätte. So wie sie mal verlangte, dass ich sie zu Sachen überrede, mehr meinen Willen durchsetze. Am Bsp. Weggehen...es war abstrus...denn wenn immer ich irgendwo hinwollte, wurde das so sehr niedergemacht, trotz mehrmaligem Nachhaken meinerseits...die Idee sei Scheiße, das könnte ich alleine machen. Wenn ich dann (verständlicherweise) mich auf etwas einigte, was sie auch wollte...Kompromiss halt...dann gab´s (zumindest kam das schon vor) n Anschiss, ich hätte sie gefälligst überreden sollen. Und immer im Unterton schwang mit, dass sie dann evtl. asbichtlich sehr stur gewesen ist, um mich zu testen oder so. Als ich dann sauer wurde, weil ich nicht auf so Spielchen stehe, dann war´s natürlich nie so gewesen...sie hätte das ja nicht absichtlich gemacht...ihr "Kopf" würde das einfach nur tun. Und da war wieder diese Fremdbestimmtheit. Naja, vielleicht kannst Du mir das besser erklären...ich hatte da echt immer meine Probleme mit, weil ich halt denke, danz allein für mein Leben und in gewisser Weise auch für meine Stimmung verantwortlich zu sein. So widersprüchlich ist sie zur Zeit. Jahrelang scheut sie sich, so viel Zeit mit mir zu verbringen, wie ich das gerne getan hätte...stand häufig in der Öffentlichkeit nicht zu mir...wollte sich immer ein kleines Stückchen Freiheit und Unabhängigkeit bewahren und bloß nicht zu eng mit mir zusammenleben. Heute krieg ich den Vorwurf, ich hätte das genau so gewollt und sie hätte es gerne anders gehabt...ich hätte einfach hartnäckiger sein sollen und sie überzeugen. Bis hin zu...ich hätte nie Zukunftspläne mit ihr gehabt, Stichwort: Katze!! Dabei liebe ich diese Frau seit Ewigkeiten und hätte mir nichts mehr gewünscht, als mein Leben mit ihr zu teilen, mit allem was dazugehört.


    Abschließend habe ich den Eindruck, sie ist aus ihrer Sicht für gar nichts verantwortlich...wenn sie mal einen Fehler eingesehen hat die letzte Zeit, dann kam nicht...ok, da machen wir was, das kriegen wir so und so hin (und es wären wirklich Kleinigkeiten gewesen)...es kam stattdessen: siehst Du, man passt nicht zueinander...ich bin so und es gibt keinen Grund, was an mir zu ändern. Da bleibe ich lieber allein.


    Versteht mich richtig, es geht hier nicht um riesen Dinger, sondern um Kleinigkeiten wie: hättest Du nicht mal dirketer und ehrlicher über Deine Probleme mit mir sprechen können. So Sachen halt. Aber für sie ist alles, was sie gemacht hat bestens, die Fehler liegen alleine bei mir...sie behält ihre Sicht bei und scheißt mich dann an, ich hätte ja nichts neues dazu gesagt...ich hätte sie ja davon überzeugen können, dass ihr Eindruck von mir nicht stimmt. Wo ich das hier so aufschreibe, wird mir erst die "Krassheit" der ganzen Sache bzw. ihres Verhaltens bewußt. Unglaublich.


    Itsme, wie geht es Dir eigntlich selber, immerhin scheinst Du gerade in einer schwierigen Phase der Erkenntnis (sorry, hab da keinen besseren Begriff für) zu sein...kurz gesagt: wie geht´s Dir?


    Würde mich bei den anderen Schreibern hier übrigens auch interessieren;-)


    Und Che: danke auch Dir...kann mich erinnern, dass Du auch schon seit den ersten tagen dieses Beitrages dabei waren. Klasse, was von Dir zu hören...und ich stimme Dir in Deinen Worten auch zu.


    Ich weiß zur Zeit selber nicht, was ich will, denke ich...meine Gefühle sagen Ja, mein Kopf spricht da etwas sehr dagegen. Ich weiß aber auch, dass (speziell abends) wieder sehr viel Emotionen hochkommen werden und ich sie natürlich furchtbar vermisse.

    hi alex.. also ich habe nur kurz quer gelesen.. hmm ich gehe mal davon aus dass du sie wirklich liebst.. hmm ich gehe davon aus dass du dir gut wieder vorstellen kannst mit ihr zusammen zu kommen..


    ... dann nütze diese chance aber stürz dich nicht zurück.. hmmm tiefe liebe sollte auch einen längeren break überleben .. falls sie fragt sag ihr aber dass du sie liebst und sie die einzige für dich ist.. aber dass es im moment alles zuviel ist für dich und du dein leben ordnen musst.. und dann als zweiten schritt.. hmmm versuch hier im faden möglichst viel erkenntise zu erlangen.. und hmmm ich weiss ja nicht.. und dann denke ich musst du dir klar werden was du möchtest.. und dann wirst du nicht drum rum kommen mit ihr über deine ganzen erkenntnise zu sprechen.. wie du dies machen solltest .. uiui bin ich grad mal überfragt aber hier gibts ja ein paar leute die da viele gute ideen haben. ..

    puuh alex, du kannst einen mehr fordern als ein therapet ;-)


    Ivch werd in mehrern absaetzen antworten, muss ja auch arbeiten :-p

    Zitat

    Hab noch ne Verständnisfrage: der Freund, der mir so ähnlich ist war aber nicht der, der an Sylvester mit Dir Schluß machte, oder? Hab das nicht richtig kapiert.


    Und war tatsächlich genau das der Moment, wo Dir all das erst klar wurde... oder hast Du schon vorher Teile davon gesehen. Ich meine, wie hast Du das damals in den konkreten Situationen gesehen, bevor Dir all das klar wurde. Denn Du hattest da ja sicher auch Deine Gründe, wieso Du Dich so oder so verhalten hast.

    Nein, ein anderer freund, sozusagen mein bester...


    kenn ihn schon ewig, war 2x mit ihm zusammen, er war haeufig seelentroester... bla bla... und er hat mich NIE haengen lassen...


    kurzfassung von silvester:


    Wir bekamen streit weil er um 0:00 mit seiner schwester telefoniert hatte. der fehler: ich war selbst nicht da und war schon dabei mich zu entschuldigen als er mir zu vor kam...


    Ich fing an zu heulen, bat ihn mich sallein zu lassen.


    es gab dann einen streit in dem ich ihm voreewarf dass seine kleine schwester die ihn tag ein tag aus sieht in unserer Beziehung eine groessere rolle spielt als meine Mutter, die bettlaegerig im 3000 km entfernten zu hause liegt.


    Hmm, ist ja schon komisch.


    So, eskaliert ist das ganze dann auf dem weg nach hause, wo es darum ging ein taxi zu kriegen.


    Bin ausgetickt und dann rueckwaerts ueber die fahrbahn gelaufen und er hat panik gekriegt...


    wollte mich selbst verletzten, hatte nix, hab geschrien und getan und ihn irgendwann hass erfuellt gebeten mich zu schlagen und sonst was... nun ja.


    spaeter sassen wir zuhause, ich mit klingen in der hand, wir haben geredet und geredet und dann schiens auch gut zu ssein.


    Am naechsten morgen sass ihm der schock dann doch zu tief und er beschloss mich zu verlassen, weil er mir nicht stand halten konnte. Sonntag schlich er sich davon.


    Samstag meinte ich noch wenn er schmollt ist dass aber nicht grade ein erfolgserlebnis nicht zu schneiden.


    was wirklich passierte, war dass ich ihn verantworlich machte dass ich bin wo ich bin, in Irland, dass ich mit meinen schuldgefuehlen meiner Mutter gegenueber nicht klar komme etc...


    das mit dem schlagen, das war die bitte nach der einzig moeglichen reaktion die ich kannte (noch aus zeiten wo ich klein war) und es haette mich womoeglich tatsaechlich "zurueck" geholt


    seine reaktion am naechsten tag war nach vollziehbar und anstele von mir undmeiner these des erfolgserlebnisses waer es besser wenn ich einfaqch das so abschreckend faende, dass ich das nie wieder soweit kommen lassen will.


    Und das hat er nun geschafft :-/


    die sache ist nicht nur seinetwegen soonder dass es das erste mal zu mir duurchsickert...


    wenn ich merke ich rutsche ab, dann ist das in eine art "abwesenheit" - dissoziativer zustand, ich stehe regelrecht neben mir.


    Oft ist mir paralel klar, wie sehr ich leide, und auch unangeneh, dennoch ist es vertraut, und weniger beaengstigend als das ankaempfen... wenn du angst vorm zahnarzt hast willst dui nur dass es so schnell wie moeglich vorbei ist, und das ist das gleiche, ich weiss was in dem zustand auf mich zu kommt, weiss dass es unangenehm, scheisse ist., finde aber nichts was denn kampf wert ist, also gebe ich mich dem hin, hoffe das es vorueber geht... ich kenne quasi meinen feind


    In dem zusammenhang ist es mir gradezu egal was andere dann denken, denn ich bin viel zu beschaeftigt mein inneres chaos aus zu kaempfen, quasi wieder "in mich rein zu kommen" die kontrolle zurueck zu gewinnen...

    Zitat

    ihr "Kopf" würde das einfach nur tun. Und da war wieder diese Fremdbestimmtheit. Naja, vielleicht kannst Du mir das besser erklären... ich hatte da echt immer meine Probleme mit, weil ich halt denke, danz allein für mein Leben und in gewisser Weise auch für meine Stimmung verantwortlich zu sein.

    prinzipiel JA


    logisch sind wir fuer uns selbst verantwortlich.


    Haette ich Silvester wen in meiner rage umgebracht haette ich bestenfalls als unzurechnungsfaehig erklaert werden koennen, was ich nicht so toll faende, weil ich ja im moment schon ganz klar im kopf bin :-)


    Unsere Verantwortung ist, uns nicht mehr in diese zustaende rutschen zu lassen, bzw entsprechend daraufhin zu arbeiten das das nicht mehr passiert...


    da man aber normalerweise schlimmstenfalls eine gefahr fuer sich selbst ist kann man kaum dazu gezwungen werden...


    was ich dir auf jeden fall empfehle ist das buch "Schluss mit dem Eiertanz"


    Du wirst auf jeder seite 3x "Ja genau!!" sagen...


    *jetzt den rest weiter studieren geh*

    Alex

    Zitat

    Kommt mir so vor, als würde sie gerne abschließen, provoziert deshalb, bis es so knallt, dass sie dermaßen sauer auf mich wird dass es ihr hilft, mich nicht mehr sehen zu wollen.

    Ach, ob sie es als "Abschließen" empfindet?


    Dieses Verhalten ist ein typisches, das man am Ende den Schwarzen Peter hat... ob dies nun geschieht, um eigenes Versagen in der Beziehung zu kaschieren( und diese beenden zu wollen), um Recht zu haben in der Angst "Ich wußte es, er verläßt mich!" oder um wirklich Abstand von "zu viel Nähe" zu bekommen und deshalb zu provozieren, das ist für mich schwer zu sagen.


    Its me ist es nicht genug zu danken, daß sie sich hier so offen dazu äußert. *:)


    Im übrigen möchte ich nochmal betonen, daß BL zwar eine schlimme Diagnose ist, aber dennoch jeder Bordeliner individuell "anders" ist.


    Es gibt BL in funktionierenden Partnerschaften.


    Das sollte doch auch Mut geben.


    Aber so, wie es, gemessen an der Bevölkerungszahl nicht allzu wahrscheinlich ist, daß zwei Menschen perfekt harmonieren, ist es auch für einen Borderliner entscheidend, wen er als Partner hat, ob es gutgeht oder nicht.

    Frage zum Ausstieg aus einer solchen Beziehung

    Hallo zusammen!


    Sehr verwundert habe ich alle eure Beiträge gelesen. Soviel ist mir dabei aufgefallen, was ich selber in den letzten 2 Jahren mit meiner Freundin durchgemacht habe. Am Anfang diese Super-Beziehung und nun nur noch ein Scherbenhaufen mit permanenten Vorwürfen von ihr über Kleinigkeiten, Wesenszüge von mir etc.


    Während der letzten 2 Jahre haben meine Gefühle sich langsam aber stetig geändert: Verwunderung, Nachdenken über mich selber, Versuche es besser zu machen, der Verdacht, dass ich es ihr nicht richtig machen kann, erste Zweifel an ihr, dann wieder neue Versuche von mir das wieder hinzubiegen, kurze glückliche Phase, dann wieder neue Vorwürfe, sich steigernder Terror, Schlafentzug, Sexentzug, endlose Diskussionen über nichts, Angriffe auf alles was ich gerne tue...


    Ok, nun stehe ich da, weiss dass das nichts mehr wird, nichts werden kann. Und will nur noch raus aus dieser Beziehung. Will eine normale Beziehung mit einer ganz normalen, langweiligen (;-)), kuscheligen Frau, verdammt. Keine Emotionsduschen mehr.


    Bloß, wie komme ich da raus? Jedesmal, wenn dann tatsächlich eine Trennung im Raum steht (auch wenn sie selber alles zur Disposition stellte), knickt sie ein und wird total lieb, fällt mir im wahrsten Sinne des Wortes vor die Füße, bettelt mich an. Ich bin dann wie blockiert, kann dann die Trennung nicht mehr durchziehen, versuche es nochmal mit ihr. Obwohl es mich inzwischen nur noch nervt, obwohl ich raus will!


    Verdammt, was kann ich da nur tun? Klar, werdet ihr sagen "Bleib einfach hart und zieh das durch...!". Aber dann kauert so ein Häufchen Elend vor mir, droht sogar, sich was anzutun - und ich kann einfach nicht mehr! Inzwischen habe ich es wenigstens geschafft, dass sie wieder zu einer Therapeutin geht und wenigstens da jemand hätte, mit dem sie reden kann, wenn ich weg bin.


    Wie war das bei euch, wie habt ihr die Trennung durchgezogen. Wie kann das hinter mich bringen. Vielleicht noch an Hintergrund: sie ist seit ca. 6 Monaten bei mir eingezogen mit einer Menge ihrer Sachen und ich kann sie deshalb nicht einfach in ca. 5 Min vor die Türe setzen mit einer Reisetasche. Zum Glück hat sie zumindest ihre eigene Wohnung noch. Aber ein Auszug bei mir braucht schon ein paar Stunden.


    Ich habe auch schon überlegt, ihre Sachen einfach in ein Lagerhaus zu bringen, ihr einen Abschiedsbrief zu schreiben, das Türschloss auszutauschen und erst mal für 4 Wochen wegzufahren. Aber das ist so feige, verdammt!


    Was ich in dieser Diskussion ein wenig aufgeschnappt habe, ist vielleicht auch noch eine Chance: Anscheinend kommt man da raus, wenn man selber offen die Beziehung zum Borderliner anzweifelt, ausdrückt, dass man seiner eigenen Gefühle nicht mehr sicher ist und auch zugibt, dass das Ende bald kommen könnte. Manchmal wird man da anscheinend abrupt vom Borderliner verlassen, der sich selber vor dieser Enttäuschung schützen will und selber die Entscheidung treffen will ohne vom Partner abgelehnt zu werden.


    Meine Gedanken drehen sich echt im Kreis...

    aussteiger.. zuerst müsstest du mal wirklich sicher sein ob und wie und was.. so wie ich dies verstanden habe ist es nicht ganz so einfach zu sagen ja du hast borderline oder nicht.. da gibts viele variationen.. nichts desto trotz.. du bist sicher in einer situation wo du das ganze überkenken sollst musst.. wenn sie am schluss ein häufchen elend ist.. denke ich geht sie bei dir immer bis an die äusserst mögliche grenze.. und wenn sie dann dort. ist macht sie noch den zusätzlichen schritt.. hmmm und erst dann kann sie sich selber sein..

    @peacefull

    Hab ich nicht so ganz verstanden, insbesondere Deinen letzten Satz.


    Ist mir auch nicht ganz so wichtig, ob das nun jetzt genau Borderline bei ihr ist oder etwas ähnliches oder "nur" Depressionen. Jedenfalls bin ich in einer Beziehung gelandet, wo ich einerseits von ihr permanent angegriffen und heruntergemacht werde, um mich wegzustoßen. Aber andererseits sie extrem starke Angst hat, von mir getrennt zu sein: auf der einen Seite stellt sie mich als das totale Monster hin, das an allen ihren Problem Schuld ist und bringt permanent Trennung mit ins Spiel. Wenn ich jedoch frustriert sage, dass das nun so keinen Sinn mehr macht und ich nicht mehr will, dann bettelt sie mich schluchzend wieder an, bei ihr zu bleiben.


    Inzwischen kann ich nur noch sagen, dass ich hier aus dieser Beziehung raus will. So schnell wie möglich und mit so wenig Schaden wie möglich. Aber ich habe einfach nicht den Nerv dazu, sie vor die Tür zu setzen. Ok, im größten Streit schon, aber sobald ich mich daran mache, hier Tatsachen zu schaffen, kommt dieser Zusammenbruch von ihr und dann kann ich es nicht mehr durchziehen. Was tun?

    zu Kreuze kriechen...

    ...hat hier jemand gesagt. Da ist was dran. Ich denke, ich kroch schon in dem Moment zu Kreuze, als ich, nachdem sie so endgültig schlußgemacht hat, sie zurückwollte und auch bereit war, über die schlimmen Verletzungen hinwegzusehen. Ich hab ihr ja immer ein Hintertürchen offengehalten, durch meine Aktionen seitdem...meine Briefe, Karten etc...kurzum durch meine Einstellung, dass ich sie wieder haben will. Ich habe ihr ja signalisiert: Mit mir kann man es machen, denke ich.


    Und sogar jetzt will ich sie ja zurück...nicht weil ich auf diesen schlimmen Zustand stehe...nein, sondern um der schönen Zeiten willen. Denn so gemein sie auch jetzt ist...genauso ist sie fähig, unglaubliche Harmonie und Positives zu geben, mehr als ich das bei irgendjemand anderem je beobachtet habe. Die Kurve geht bei ihr unendlich ins Positive, kann aber genauso so tief ins negative schwanken. Manche Menschen sind ja nicht so schlimm, wenn sie schlecht drauf sind...bei denen hab ich aber auch häufig beobachtet, dass sie auch ihr Freude nicht so riesig ausdrücken. Aber naja, das sind nur Gedanken hier.


    Das sie schwierig ist, wußte ich immer...ich sah das halt immer als Gesamtbild...auch diese Macken gehörten zu ihr und das war ok für mich. Ich liebe sie so, wie sie ist...so abstrus das nach den letzten Ereignissen klingt. Ich sehe halt immer noch das Licht in ihr. Und es nervt, diese ganze Projektion und diese schlimmen (nichts mit mir zu tun habenden) Probleme, mit denen alles losging. Und der einzige Weg, darüber sauer auf mich zu sein, war wohl ihr Vorwurf, ich hätte dem keine Beachtung geschenkt, es wäre mir egal gewesen. Die Leser des kompletten Fadens wissen, wie viele Gedanken ich mir stets um sie gemacht habe, ob in Streits oder wenn alles wunderbar war. Und natürlich schmerzt der Vorwurf sehr, auch wenn ich ihn nicht annehmen kann, weil da schlichtweg zu viele Fakten dagegen sprechen. Nur spielt es stellenweise im Ergebnis keine Rolle...denn ob es wirklich so war, oder ob sie nur davon überzeugt ist...spielt im Bezug auf das Resultat keine große Rolle. Nun, das ist nur auf das resultat (also die Trennung) bezogen, klar macht es für mich nen Unterschied, ob ich ein Riesenarsch bin oder nicht.


    itsme: Ich danke Dir nochmal herzlich für Deine Zeilen...finde es total beeindruckend, dass Du das hier alles erzählst. Danke dafür.


    Ich muss jetzt auch mal noch was schaffen...bis dann

    RE: Aussteiger

    Verdammt, das ist echt eine beschissene Situation. Verstehe ich das richtig, dass Du schon aus der Beziehung raus willst. Oder ist der Gedanke nur da, wenn es wieder Vorwürfe hagelt. Gibt es denn auch noch schöne Zeiten? Fragen über Fragen, sorry.


    Kann auch gut verstehen, dass Du dann aufgrund des "Häufchens Elend" vor Dir einknickst. Da gehört enorme Stärke und Abgebrühtheit dazu, das dann durchzuziehen. Zu Deinem Weg mit dem Lagerhaus...wegfahren, Schloss auswechseln und so...ich kann den Gedanken verstehen...aber Du hast ja selbst schon gesagt, dass das feige wäre und da muss ich Dir leider Recht geben.


    Ich will gerne nochmal konkret wissen, ob Du Dir absolut sicher bist, dass die Sache für Dich beendet ist und Du schlussmachen willst. Ich hab nämlich ein wenig den Eindruck, Du hast da noch Zweifel...denn sonst hättest Du es sicher schon getan.

    Alex

    Zitat

    ich denke, ich kroch schon in dem Moment zu Kreuze, als ich, nachdem sie so endgültig schlußgemacht hat, sie zurückwollte und auch bereit war, über die schlimmen Verletzungen hinwegzusehen. Ich hab ihr ja immer ein Hintertürchen offengehalten, durch meine Aktionen seitdem...

    Nun ja.


    Wenn man mit einem Borderliner leben will, dann muß man ihm wohl durch Dick und Dünn die Gewißheit geben, daß man unbedingt zu ihm hält. Das grenzt sicher an Selbstaufgabe... doch gerade diese Gewißheit braucht der Borderliner für eine Partnerschaft - mehr noch und mit viel öfteren Bestätigungen als in jeder anderen Partnerschaft.


    Und das eigentlich Schlimme daran ist ja, daß er diese Vertrauenbasis immer in Frage stellt, um sie zu testen... und er wird dabei immer die Grenzen ausreizen, egal wie weit Du ihm entgegenkommst...


    Vergleichbar ist das mit der Erziehung eines Kindes, welches auch die Geduld der Eltern ausreizt (z.B. wenn es die Kaufhalle zusammenschreit, weil es die gewünschten Süßigkeiten nicht bekommt - bis es sie bekommt oder bis die Kasse passiert ist). Nur scheint ein Kind seine Erfahrungen (aus der Reaktion der mutter) eher zu verinnerlichen, zu lernen wo die Grenzen sind... und das also beim nächsten mal auszunutzen (wenn die Mutter sich erpreßbar gezeigt hat) oder sich erinnern, daß solche Aktionen nix bringen.


    Der Borderliner als nicht - lernen Könnender... ?


    Join it or leave it, you cannot change it...

    Alex *:)

    Hallo Alex!


    Es freut mich sehr von Dir zu hören, auch wenn der Grund Deiner Beiträge ganz und gar nicht erfreulich ist.


    Ich habe mir alles durchgelesen und kann Dich in der Hinsicht "beruhigen", dass Du Dir keine Vorwürfe machen brauchst. Klar, das mit dem Tagebuch war nicht grad der Hit, aber das war ja schon NACH Ihrer plötzlichen und unerwarteten Entscheidung. Du hast alles versucht, was ein normal denkender Mensch versuchen kann, um so eine Situation zum Guten zu wenden. Ich hätte haargenau so und kein Stückchen anders gehandelt!


    Ich bin auch der Meinung, dass sie Dich keineswegs aufgegeben, sondern eher einen "Schutzwall" um sich gebaut hat.


    Meine Theorie: Sie hat sich aus ihren Problemen nicht mehr herausgesehen und konnte nicht mal mehr klar denken. Aus ihrer Sicht warst Du - für den Moment - dann auch keine große Hilfe und so wurdest Du kurzerhand beiseite gestoßen, aus dem Weg geräumt - "ein Problem weniger".


    Sie hat momentan keine Lust und auch keine Kraft, ernsthaft und realistisch über die Beziehung nachzudenken, weil sie genau weiß, dass hier einiges im Argen liegt und sie daran keinesfalls unschuldig ist. Glaube mir - sie weiß das!


    Sie versucht die Probleme irgendwie anzugehen, weiß nicht genau wie und schafft durch diese Vorwürfe und Gemeinheiten an Dich etwas Bestätigung für sich, um wieder etwas Selbstbewusstsein zu erlangen und ein kleines bisschen Macht/Kontrolle zu spüren.


    Wenn sie wieder etwas Luft hat und/oder zu der Einsicht kommt, dass sie die Probleme mit Dir an Ihrer Seite angehen sollte, kommt sie wieder auf Dich zu. Dessen bin ich mir sicher!


    Ich mag mich ja täuschen, aber durch die Ähnlichkeit mit meiner Beziehung sind mir ihre "Spielzüge" irgendwie bekannt und deshalb denke ich so darüber.


    Mach es so, wie Isa gesagt hat: Funkstille! Lass sie auf Dich zukommen! NICHT zu Kreuze kriechen, sondern standhaft bleiben. Sonst geht der "Kampf" wirklich nur in eine neue Runde, die Du wieder verlieren wirst. Es ist Zeit, Grenzen aufzuzeigen.


    Ganz doll viel Glück dabei!!


    Bei mir hat sich seit unserem letzten Kontakt auch einiges getan. Vielleicht hast Du ja mal Zeit und Lust, Dir meinen Thread anzusehen: "Schluß machen trotz Liebe". Da steht alles drin, was im letzten Jahr gravierendes passiert ist...


    Ich hoffe, noch öfter von Dir zu hören. Würde mich freuen.


    Machs gut und viele Grüße - ich trinke jetzt ein kleines Bierchen auf Dich. :-)