Und da ist sie wieder, die gute alte Schutzmauer. Ich zitier dich einmal (und mich darunter), vielleicht kannst du sehen was ich meine. Wenn nicht, dann nicht, aber so möchte ich das nicht stehen lassen.

    Zitat

    und das ich eine narzisstische Persönlichkeitsstörung habe, ist dem gar nicht aufgefallen

    Wo habe ich die unterstellt? Ich habe geschrieben, dass es sich um meine "ganz unmedizinischen" Worte für das handelt, was "ich bei mir benennen musste". Nirgendwo unterstelle ich dir eine narzisstische Persönlichkeitsstörung. Bitte, hier zum Nachlesen:

    Zitat

    Ich nenne das, ganz unmedizinisch, allein aus persönlicher Erfahrung und weil mir ein Wort für meine damalige Haltung fehlte, "negativer Narzissmus".

    Du darfst deinen Sarkasmus also gerne behalten.

    Zitat

    wenn sich jemand hinstellt und mir meine Krankheitssymptome vorhält, als würde ich das absichtlich machen um damit Leute aus dem Internet zu ärgern.

    Auch das habe ich nirgendwo behauptet. Ich habe nur geschrieben, dass wenn du da eine Selbstmordandrohung in den Raum stellst, du nichts anderes tust als die andere die eine Selbstmordandrohung in den Raum stellt, dich am Ende aber ärgerst wenn sie mit ihrer Art mehr Erfolg bei Aufmerksamkeit generieren hat. Das kann ja durchaus auch Teil deiner Symptomlage sein, also Anerkennung dafür zu fordern wie schlecht es dir geht, Leistung im "am Arsch sein" anerkannt bekommen.

    Zitat

    Aber das hört man ja jeden Tag, dass man einfach nur "zu dumm und zu stur" ist sich da selbst rauszumanövrieren. Schließlich bin ich auch selbst Schuld, wenn ich psychisch erkrankt bin. Da muss man dann auch mal den Mumm haben und sich zusammenreißen.

    Bitte zitiere wo ich etwas geschrieben habe, dass diese Botschaft enthält. Derzeit finde ich es reichlich unfair mir diesen Text zu unterstellen, den man wahrlich oft genug hört, von mir aber sicherlich nicht.


    Verbitterungsstörung hab ich gerade nur bei wikipedia gelesen und was ich mir dazu denke behalte ich ganz spontan lieber für mich. %:|

    Und nebenbei, so wie du über den persönlichen Anteil meines Beitrags gebrettert bist und mir meine Offenheit bezüglich mir selbst mit Angriffen, Sarkasmus und Herabsetzung gedankt hast, würde ich das nicht als besonderes Zeichen von Empathie werten. Eigentlich nicht mal als besonders sorgfältige Beobachtung anderer. Das war ein Paradebeispiel für selektives Lesen hin auf Reizworte, auf die du dann deine üblichen Tiraden abgespuhlt hast.


    Ich bin zum Glück nicht (mehr) sonderlich empfindlich auf dem Gebiet, aber wenn du anderen psychisch Erkrankten grundsätzlich so auftrittst, dann liegt deine Einsamkeit deutlich eher dadrinne begründet, als in deiner Einzigartigkeit.

    Wenn man ein ganz klein wenig von Psychologie versteht, weiß man eigentlich, dass man jemanden nie raten soll, "was er alles tun oder was er lassen sollte - in Form du solltest, müsstest, könntest ...". Das steht in jedem 0815-Ratgeber, weil sowas absolut kontraproduktiv ist. Diese Argumentation verstärkt nämlich das Gefühl beim Erkrankten, dass er selbst Schuld an seiner Lage ist und es für andere scheinbar kein Problem ist sowas zu bewältigen - nur er kann das nicht. Ganz schlechte Voraussetzung.


    Ich kann da relativ objektiv mit umgehen, aber solche Ratschläge zeigen mir, dass sich jemand mit dem Thema einfach nicht auskennt. Das mag für andere dann absolut plausibel klingen, aus fachlicher Sicht finde ich es aber bedenklich. Wenn man in "Form einer Standpauke" nur fordernd daher kommt, braucht man sich nicht wundern, wenn der andere abblockt und zumacht. So arbeitet ja auch kein Psychologe. Das mag ja gut gemeint sein, ist aber nicht gut gemacht.


    Und ich hoffe inständig, dass du mit dieser Art Argumentation nie auf jemanden triffst, der akut suizidal ist. Im Zweifelsfall ist der dann verärgert und gekränkt und hat noch einen zusätzlichen Grund sich etwas anzutun.

    Zitat

    wenn ich da überhaupt wieder rauskomme. Eigentlich will ich ja gar nicht - dann müsste ich Menschen vergeben, die mir das Leben versaut haben. Das kann ich nicht!

    Na, das ist doch ne klare Ansage.


    Dann täglich Bäder in lauwarmen Rachegefühlen nehmen, und auf jeden Fall Psychotherapie schleunigst aufgeben, es gibt ja viele Menschen, die gesund werden möchten und bei deinem Empathievermögen wirst du denen sicherlich auf jeden Fall den Vortritt lassen. X- :-X

    Ich werde die Stunden noch aufbrauchen und dann ist gut. Da hast Du absolut Recht. Ich muss tatsächlich keinen Platz blockieren. Irgendwo ist ja auch meine persönliche Entscheidung. Wenn man das ganze Leben aufgrund seiner Gutmütigkeit ausgenommen wurde (Achtung: Opferrolle), macht es vielleicht auch mal Sinn die Seiten zu wechseln.


    Und Boshaftigkeit muss ja nicht per se immer etwas schlechtes sein. Die Dosis macht das Gift. Und Ungerechtigkeit ist ganz sicher nichts, dass man mit schönen Worten aus der Welt schafft. Wir kämpfen alle täglich auf die ein oder andere Weise und ich habe mich entschieden das nicht mehr unbewaffnet zu tun.

    Zitat

    Mein Psychologe wurde u.a. von Dr. Lindner unterrichtet, der die Forschung zur Verbitterungsstörung voranbringt.

    Linden, nicht Lindner, oder?


    Soweit ich das überblicke, ist einer der Therapieansätze, die er propagiert, die Förderung der Empathie. Daraus schließe ich ganz unbedarft, dass es mindestens eigenartig ist, zugleich eine besonders ausgeprägte Empathie zu bescheinigen und eine "Verbitterungsstörung" zu diagnostizieren.

    Zitat

    Wenn man das ganze Leben aufgrund seiner Gutmütigkeit ausgenommen wurde (...)

    Ich habe bisher echt noch nie erlebt, noch kein einziges Mal, dass die Selbst- und Fremdwahrnehmung von Leuten, die diese Klage führen, auch nur im Ansatz übereinstimmten. Vielmehr empfinde ich das als sehr typische Worte von Leuten, die nicht aus Gutmütigkeit freundlich sind, sondern in Form eines "Handels" ... oft sehr viel mehr zum eigenen Vorteil als zu dem des anderen.

    Zitat

    Wenn man das ganze Leben aufgrund seiner Gutmütigkeit ausgenommen wurde (Achtung: Opferrolle), macht es vielleicht auch mal Sinn die Seiten zu wechseln.

    Das ist nix weiter als schieres Selbstmitleid. Und außerdem entlarvt es eine ganz schöne Arschigkeit. Was können Menschen, die Dir zukünftig begegnen, dafür, dass andere Dich mal gekränkt haben? "Die Seiten wechseln", alter Schwede. Lebst Du auf einem Schachbrett?

    Zitat

    Ich habe bisher echt noch nie erlebt, noch kein einziges Mal, dass die Selbst- und Fremdwahrnehmung von Leuten, die diese Klage führen, auch nur im Ansatz übereinstimmten. Vielmehr empfinde ich das als sehr typische Worte von Leuten, die nicht aus Gutmütigkeit freundlich sind, sondern in Form eines "Handels" ... oft sehr viel mehr zum eigenen Vorteil als zu dem des anderen.


    (Shojo)

    Kann ich bestätigen.


    Sogar was mich selbst persönlich betrifft. Ich beobachte solche Verhaltensweisen auch manchmal an mir.

    "How to become an asshole" ... scheint doch zu funktionieren. Guck dir doch Putin an oder Trump ... Arschlöcher haben doch die besten Karten. Gutmütige Menschen braucht kein Mensch - dafür gibts kein Rendite. Die sitzen mit 70 und Mindestrente daheim und müssen Zeitung austragen, um sich was dazu zu verdienen. Und ob ich empathisch bin oder nicht, spielt da auch keine Rolle ...

    Zitat

    dafür gibts kein Rendite

    Jo... und solange es mit der Rendite noch nicht klappt, haust du uns deine Aufopferung um die Ohren, wie einen nassen Putzlumpen. ]:D


    Na denn noch liebe Grüße von von einem gutmütigen Menschen, die von Mindestrente leben wird und als Rollifahrerin nicht mal Zeitungen austragen kann. Vielleicht braucht mich kein Mensch, aber zumindest von Menschen, die sich solche Ziele setzen wie du, möchte ich vielleicht auch nicht gebraucht werden. %:|

    Ich finde es gerade krass, wie viele negative, sogar teilweise boshafte Reaktionen Du hier in anderen Menschen wachzurufen imstande bist, Knuffelstern, vor allem, weil ich einige dieser Leute im Normalfall eher als mitfühlend, sachlich und freundlich erlebe. Zum einen frage ich mich, woran genau das liegt, was da eigentlich für eine Dynamik wirkt. Und ich frage mich: Wenn Du andere Menschen immer so erlebst, wie man Dir hier gegenübertritt, ohne Deinen eigenen Anteil an der Sache zu sehen - wie musst Du dann wohl die Welt empfinden? Das ist ein ziemlich gespenstischer Gedanke. Ich kann mir aber nicht helfen, ich empfinde wirklich keinen Funken Sympathie für Dich, selbst wenn ich es versuche. Deshalb ziehe ich mich an dieser Stelle - zumindet was das Schreiben zu Deiner Person betrifft - aus dem Faden zurück, denn ich fürchte, dass man ohne Sympathie für den anderen sehr selten bis nahezu nie eine Hilfe ist.

    Zitat

    Wenn man ein ganz klein wenig von Psychologie versteht, weiß man eigentlich, dass man jemanden nie raten soll, "was er alles tun oder was er lassen sollte - in Form du solltest, müsstest, könntest ...". Das steht in jedem 0815-Ratgeber, weil sowas absolut kontraproduktiv ist.

    Was erwartest Du hier, in einem Laien/Betroffenen/Helfer - Forum?