@ Elisada

    Wo soll eine "Diskussion" die mit einem beleidigenden Schlag anfängt, denn hinführen?


    Wo ist der Sinn?


    Jemand fängt einen thread an mit einer "Frage" die einen guten Teil der hier mitschreibenden user diffamiert und du hoffst auf Freundlichkeit und Sachlichkeit.


    Abgesehen von offensichtlichen Provokationen ist an der Idee dieser Diskussion etwas falsch. Natürlich sollte eun Gedankenaustausch über viele Themen möglich sein, aber ein Faden, der mit einer beleidigenden Unterstellung anfängt? ???


    Sorry, ich bin enttäuscht.


    Nun denn, lasset die Spiele beginnen, wird bestimmt spannend, hier mitzulesen.

    Naja... das stimmt., shojo. Ich finde seine Postings auch total daneben. Wenigstens aber schreibt er das , was viele denken. Gott sei dank nicht mehr so viele wie vor einem Jahrzehnt. Aber doch sehr viel Menschen.


    Den Titel finde ich auch total daneben.

    Zitat

    Wie denkt Ihr denn darüber?

    Elisada


    Ich bin mit Sicherheit eine Userin, die nicht auf Stunk aus ist. Nur das hier geht mir entschieden zu weit. Damit stehe ich auch nicht alleine da und die TE hat Antworten auf ihre Frage erhalten. Auch das ist ein Austausch, selbst wenn hier einige Meinungen deutlicher ausfallen - zu Recht. Sonst sind wir mMn auf Facebook Niveau.


    Wenn die TE ernsthaft an einer eigenen Meinung interessiert ist, kann man/ich auch meinen Ton wieder ändern. Sie sollte sich dann aber diesem Thema auch stellen, wenn es ihr nicht nur darum geht, wie wir/einige darüber denken.


    tatua hat es auf den Punkt gebracht und ich stimme ihr voll zu. Man/ich denke nur, wie sich wohl der/die nächste Betroffene fühlt, wenn nach Hilfe ersucht wird und direkt dieser Titel ins Auge springt.


    Sorry, aber für derartige Threads unter Psychologie habe und kann ich kein Verständnis aufbringen.

    Zitat

    Das mag schon sehr subjektiv sein, aber in dem Alter hätte es mir schlichtweg an Lebenszeit gefehlt, um "richtig" depressiv zu werden oder gar suizidal. Das sind ja oft Prozesse, die über viele Jahre gären und teils von schweren Schicksalen begleitet werden. Es kommt ja niemand auf die Welt und ist von Grund auf depressiv oder lebensmüde.

    Das ist doch wirklich albern.


    Es ist ein weit verbreitetes Missverständnis, dass es schwere Schicksalsschläge braucht, um depressiv zu werden. Manchmal reicht auch schon die genetisch bedingte Hirnchemie. Man kann sich vielmehr auch andersrum fragen, was ein Mensch eigentlich alles braucht, um einigermaßen gesund erwachsen zu werden - und dann wird man sich vielleicht wundern, wie wenige Menschen tatsächlich depressiv werden. Übrigens gibt es auch heutzutage noch genug, die sich eine psychische Erkrankung nie eingestehen würden oder erst dann, wenn sie komplett nicht mehr ihren Alltag hinkriegen. Aber die haben von der Mode wahrschenlich nur noch keinen Wind bekommen ...

    Und ja, die Existenz von social-media-affinen Gothics (oder heute bzw. schon wieder gestern? Emos) heißt noch lange nicht, dass sich andere Jugendliche nicht selbst umbringen, wobei dann ebenfalls eine Vielzahl von Angehörigen danach beim Psycho-Onkel vorspricht.

    Ich habe schon mehrere Teenager gesehen, mit Suizidversuche hinter sich - und zwar ernsthafte Versuche und nicht Hilferufen.


    Ich hatte auch einige Erwachsene in den Zustand.


    Nein, das ist definitiv nicht Mode, sondern ein ernsthaftes Problem und hat nichts mit Goths oder Emos zu tun. Die meisten davon schreiben nur schlechte Gedichte und hören furchtbares Musik.

    Wenn ich sowas lese, geht mir echt die Hutschnur hoch. Ich bin 18 und habe eine generalisierte Angststörung, eine Panikstörung und eine rezidivierende depressive Störung. Nein, das habe ich nicht selbst diagnostiziert. Ja, ich gehe zum Psychologen. Ich war 14, als das Ganze angefangen hat und wer glaubt, in dem Alter habe man noch nicht genug erlebt, um wirklich depressiv zu sein, der lasse sich gesagt sein: Wenn man bspw. im falschen Elternhaus aufwächst oder physische Krankheiten hat, die die Entstehung einer Depression begünstigen, dann kann das schon vorkommen. Das allgemeine Chaos, das man in der Pubertät durchlebt, macht es dann nicht gerade besser.


    Ich weiß, dass es viele Teenager gibt, die sich selbst solche Krankheiten diagnostizieren oder mit pseudoverzweifelten Facebookposts um Aufmerksamkeit betteln. Insofern kann ich dem Titel dieses Threads nicht mal widersprechen. Aber: Diejenigen, die psychische Krankheiten zum Trend machen, sind nicht wirklich betroffen und wissen nicht, wie schlimm es wirklich ist, sowas zu haben! Ich als Betroffene kann sowas wirklich gar nicht ab, aber bitte, ignoriert diese Menschen doch einfach und schließt nicht von ihnen auf wirklich Kranke. Es ist verdammt verletzend, sowas zu lesen oder generell mit Depressionen etc. nicht ernst genommen zu werden, nur weil andere nichts Besseres zu tun haben, als sich selbst schlimme Krankheiten anzuhängen. Egal, in welchem Alter.


    Ich würde echt alles drum geben, hätte ich nicht meine Jugend an meine Depression verschwendet.

    Zitat

    Da möchte man doch gern den Dieter Nuhr zitieren... wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fresse halten.


    Für ernsthaft psychisch erkrankte Menschen ist schon die Formulierung des Threads ein Schlag ins Gesicht.

    Ich würde nicht per se ausschließen, dass die TE selbst psychisch krank sein könnte und durchaus ihre persönliche Ahnung von der Thematik hat. Auch unter Betroffenen sind nicht alle verständnisvoll und empathisch. Die Annahme "Die Person leidet selbst daraunter, sie weiß wie das ist und versteht deshalb andere besser" - kann man vergessen, so ist das sehr oft nicht. Es gibt auch Leute mit schweren Depressionen und vergangenen Suizidversuchen, die fortan andere depressive Menschen in dieser Lage als "Lappen, die sich mal zusammenreißen sollen!" hinstellen.


    Auch unter Betroffenen gibt es Leute (und nicht nur Einzelfälle), die nach dem Motto "ICH bin wirklich krank, du nur n bisschen!" denken.


    Btw.:

    Zitat

    Für ernsthaft psychisch erkrankte Menschen ist schon die Formulierung des Threads ein Schlag ins Gesicht.

    So weit ist diese Aussage davon auch nicht entfernt. Ab wann ist man "ernsthaft" psychisch erkrankt, wann nur mittel oder geringfügig? Dürfen nur "ernsthaft" psychisch Erkrankte das als Schlag ins Gesicht empfinden?

    Ich bin nicht psychisch krank aber ich finde auch der Title etwas grenzwertig.


    Ich sehe sehr viel Leid in meinem Beruf. Psychische Kranke sind genauso krank wie jede mit organische Erkrankungen. Viele psychische kranke leiden aber sogar wesentlich mehr. Ich hatte mal neurologische, neurochirurgische und psychiatrische Patienten. Gewisse Vergleichsmöglichkeit.


    Falls jemand psychische Kranke nicht ernst nehmen sollte - hospitiere mal eine Woche auf der Psychiatrie. Dürfte euch die Augen öffnen.

    Zitat

    Aber: Diejenigen, die psychische Krankheiten zum Trend machen, sind nicht wirklich betroffen und wissen nicht, wie schlimm es wirklich ist, sowas zu haben! Ich als Betroffene kann sowas wirklich gar nicht ab, aber bitte, ignoriert diese Menschen doch einfach und schließt nicht von ihnen auf wirklich Kranke.

    Dem stimme ich voll und ganz zu.


    Mir hat mal eine ehemalige Arbeitskollegin gesagt (habe sie getroffen, da war ich schon einige Monate krankgeschrieben, diverse Klinikaufenthalte hinter mir und kurz vom Rentenantrag): ach, ich glaub ich krieg auch mal Depressionen, dann hab ich auch mal ganz lange frei.


    Ich bin immer noch fassungslos, wenn ich daran zurück denke :°( Wir hatten an dem Abend noch Nummern getauscht und wollten wieder in Kontakt kommen. Ich hab sie direkt wieder gelöscht.

    @ mnef

    Zitat

    ernsthaft" psychisch erkrankt, wann nur mittel oder geringfügig? Dürfen nur "ernsthaft" psychisch Erkrankte das als Schlag ins Gesicht empfinden?

    Oh, entschuldige, das habe ich vielleicht unsauber formuliert.


    Ich meinte ernsthaft erkrankt als Gegenteil zu den erwähnten Teenagern auf facebook, die auch mal depri sind, weil es gerade schick ist. Mir fällt allerdings kein besseres Wort ein. |-o

    Was in den Staaten schon länger zum guten Ton gehört, schwappt halt auch langsam zu uns rüber: man bespricht seine Seelenqualen mit einem Profi. So ganz unsinnig finde ich persönlich dies auch nicht – immerhin fressen damit weniger Menschen Dinge in sich rein und nehmen sich im schlimmsten Fall das Leben ...

    Zitat

    Ich meinte ernsthaft erkrankt als Gegenteil zu den erwähnten Teenagern auf facebook, die auch mal depri sind, weil es gerade schick ist. Mir fällt allerdings kein besseres Wort ein. |-o

    Jetzt kapier ich es noch weniger ;-D War das jetzt eine nicht-ernstgemeinte Wiedergabe der Aussagen der TE oder siehst du das auch so wie sie?