Was würde passieren, wenn du NICHT hingehst?


    Du musst dich unbedingt schützen, du kannst dich in deinem jetzigen Zustand nicht in eine Situation begeben, wo du auf einen Täter triffst.


    Nichts könnte schlimmer sein.

    Meine Familie würde es nicht verstehen. Die meisten wissen nichts davon, was da passiert ist. Alle anderen Feste mit IHM konnte ich absagen, aber das demnächst kann ich eben nicht absagen. Der einzige Ausweg wäre Klinik.


    Naja, sind ja noch über 2 Monate bis dahin... %:|


    Ich weine eindeutig zu viel zur Zeit %:| Und ich glaube ich habe mal wieder nen kleinen Nervenzusammenbruch.


    Die Vertretungsfrau beim Frauennotruf will auch, dass ich in die Klinik gehe, obwohl sie sonst eher gegen Klinik ist. Ich soll heute in der Klinik anrufen und morgen, nachdem meine Küche da ist, reingehen. Aber ich kann nicht. Ich will aus diesem Kreislauf ausbrechen. Aber auch das kann ich nicht. Nicht alleine. Alles dreht sich. Mal wieder.

    Dir ist eine weitere Traumatisierung lieber als dass dich deine Familie nicht versteht?


    So wirst du nie eine Verbesserung deines Zustandes erreichen, das ist dir doch klar, oder?


    Für deinen jetzigen Zustand - will die Frau vom Frauennotruf, dass du den 1wöchigen Akutaufenthalt machst?

    Zitat

    Für deinen jetzigen Zustand - will die Frau vom Frauennotruf, dass du den 1wöchigen Akutaufenthalt machst?

    Ja. Das wollen sie alle.


    Und zur Retraumatisierung... Ich werde es irgendwie schaffen. Werde mir vorher Strategien überlegen und wenn es nicht mehr geht, werde ich gehen. Oder so. Werde es noch besprechen. Mit wem auch immer.

    Und wenn du "krank" wirst, das werden sie doch hoffentlich verstehen, dass man mit 40 Grad Fieber (oder sonstigen einschränkenden Symptomen, vielleicht auch noch ansteckend für alle anderen) im Bett bleiben muss? Prüfen wird das ja wohl keiner, nehme ich an. Ich halte ??Täterkontakt?? grundsätzlich für eine schlechte Idee, selbst bei Personen, die stabil sind.


    Es geht um dich, nicht um deine Familie. Gib auf dich acht! :)* @:) "Es irgendwie schaffen"...mag sein, fragt sich aber, in welchem Zustand du hinterher bist.


    Zudem dürfte es doch deutlich schwieriger sein, frühzeitig zu gehen, als gar nicht hinzugehen? Dann muss man jemandem Bescheid geben und kann sich dann "Aber wieso denn? Bleib doch noch!" anhören.

    Zitat

    Meine Familie würde es nicht verstehen. Die meisten wissen nichts davon, was da passiert ist. Alle anderen Feste mit IHM konnte ich absagen, aber das demnächst kann ich eben nicht absagen.

    Doch das kannst und vor allem das darfst du und es geht sogar niemanden etwas an, warum du fern bleibst!


    Hast du bisher mit noch keinem Therapeuten über solche Situationen gesprochen, hat dir noch keiner der Therapeuten je gesagt, dass du zu solchen Anlässen selbstverständlich nicht erscheinen musst?


    Das war das Erste in meiner Therapie überhaupt, dass mir meine Therapeutin klar gemacht hat, dass ich fern bleiben darf, dass mich niemand mehr zu irgendwas zwingen kann und dass ICH entscheide! Seitdem (März 2000) war ich auf keiner Familienfeier mehr (wenn größer, mit allen, gefeiert wurde) und natürlich gab's von denen, die es nicht wussten Getratsche und Gerede "wie kann sie nur nicht kommen?" etc., aber soll ich dir was sagen? Das war mir so sch***egal! Und die Aussagen derer, die ganz genau wussten, weshalb ich nicht komme, waren mir erst recht egal. Was interessiert mich die Meinung von Leuten, die mir nicht glauben (obwohl sie es ganz genau wissen!!) und die mich nie in meinem ganzen Leben verstehen werden, denen ich nämlich egal bin, so wie sie sich verhalten?!


    Juley, du musst versuchen, Grenzen zu ziehen, egal, was wer dazu auch sagen wird. DU entscheidest, nur du allein, niemand sonst! Bitte versuch dich selbst zu schützen! Niemand wird das für dich übernehmen, du musst es selbst tun!

    Juley, ich wollte es eben schon schreiben ...


    Ich war sogar auf keiner Beerdigung innerhalb der Familie mehr, wenn ich wusste, dass er auch da sein würde, obwohl mir das besonders bei der Beerdigung meiner Oma schwergefallen ist, aber man kann auch anders Abschied nehmen! Mein Onkel redet seitdem kein Wort mehr mit mir. Er kennt den wahren Grund zwar nicht, weshalb ich nicht hin kam, aber er kennt mich mein Leben lang und deshalb sollte man meinen, er würde mich so gut kennen, dass er wissen müsste, dass ich niemals aus Nichtigkeiten fern bleiben würde. Daher ist mir auch das, was er denkt, sich zusammenreimt egal.


    Ich denke, das ist mit das Wichtigste, dass dir egal wird, was andere denken, was andere sagen! Dass DU dir selbst das Wichtigste wirst! :)*

    Dann pack es jetzt mal weg, so gut es geht - bis Mai ist noch Zeit, Zeit, um mit anderen (Beratungsstelle, Betreuer...) darüber zu sprechen. Du brauchst ja nicht jetzt - in diesem Augenblick - eine Entscheidung zu treffen. @:)

    Ich kann auch ohne diese Entscheidung nicht mehr. Bräuchte jetzt jemanden, der entscheidet, dass ich in die Klinik muss. Bin so leer, so kraftlos, war eben in der Dusche und habe nicht mal gespürt, dass ich nass werde. Alles weg. Und morgen muss ich heile Welt spielen, wenn meine Eltern kommen. Ich weiß nicht, wo ich die Kraft dafür hernehmen soll.