Essen: Wenn man Traumatherapie macht (also speziell in einer Traumaklinik), wird das normalerweise auch nicht mit anderen Themen kombiniert. Zumindest von dem, was ich gehört habe. Da würde man also am Trauma arbeiten (oder zuerst der Stabilisierung) und nicht nebenher noch am Essen oder sonstigen Baustellen.


    Wie gesagt, ich hätte da eher Bedenken, dass du in einer Klinik zwar bzgl. Essen Fortschritte machst, es hinterher vielleicht zu Hause sogar schaffst, normal (ausreichend/"richtiges" Essen) zu essen, es dann aber zu anderen Problemen kommt, die eine Traumatherapie verhindern und um die du dich dann zwangsläufig zuerst kümmern musst.


    Ich sehe das ein bisschen so: Stell dir einen Baum vor. Die Wurzeln sind die Kindheit. Wenn dort Traumata stattgefunden haben, sind die Wurzeln nicht so fest im Boden verankert, wie sie sein sollten, vielleicht sind sie auch krank. Der Baum wächst nun also zu normaler Grösse heran, aber wird immer wieder krank und je nach Wetter gerät er gar in Schieflage. Man schneidet an den Ästen rum (Behandlung der Symptome wie Essstörung etc.), das sieht dann zwar vorübergehend besser/gesünder aus, aber mit krankem Fundament ist es schwierig, gesund zu bleiben.


    Was spricht denn dagegen, sich mal eine Klinik anzuschauen (unverbindlich)? Allenfalls mit deinem Betreuer zusammen? Da kannst du dann auch konkret nachfragen, wie das mit dem Essen gehandhabt wird.


    Mit Anteilen meine ich Persönlichkeitsanteile (nicht Persönlichkeiten im Sinne einer dissoziativen Identitätsstörung, sondern nur Anteile). Da gibts verschiedene Modelle dazu. Ich weiss nicht, wie ich das sinnvoll erklären sollen. |-o

    Kliniken würde ich mir schon anschauen, nur sind die alle so weit weg... Ich bezweifle, dass mein Betreuer das mit mir machen würde...


    Gutes Beispiel mit dem Baum! :)^


    Haben in der Kunstthera mal was mit nem Baum gemacht, das erinnert mich gerade daran!


    So... War mit meinem Betreuer unterwegs, der hat mir nen ganzen Karton (!!!) Fresubin besorgt. Jetzt muss ich es nur noch trinken... :-/

    "Ich werde abwarten"... "vielleicht"... "mal schauen was Person XYZ sagt"... Das ist AKTIV für DEINE Zukunft kämpfen?


    Und auch wenn ich jetzt ggf. böse angefeindet werde: Es wäre sehr sinnvoll, den Boden für diese negative Verstärkung zu entziehen. Hier würde wohl jeder Mitschreibende Hilfe bieten, wenn sich bei Dir Veränderungsschritte abzeichnen würden und Du damit kämpfen würdest. Was Du machst, ist einfach nur Schilderungen Deines schlechten Befindens in en Raum zu werfen und bei jeglichem Vorschlag abzuwiegeln und zu relativieren.


    Es liegt nur noch an Dir. Aber wenn Du was änderst, entfällt ja die negative Aufmerksamkeit für 1-Satz-Mirgehtesschlecht-Postings. Sorry, aber das ist einfach nur kontraproduktiv. Und wird bspw. in realen Behandlungen auch gezielt unterbunden.


    Auf entsprechende Kritik bin ich eingestellt.


    Und getrennte Behandlung ist nur begrenzt möglich. Man kann bei der Essstörung Traumathemen vermutlich nicht voll ausklammern. Und niemand wird eine Traumatherapie machen, wenn der Patient die Arbeit durch Hungern boykottiert.


    Auffällig sind letztlich die extremen Symptomschwankungen... vor ganz kurzer Ziet noch mit Freunden Pizza essen und wenigstens Minimalernährung in Form von Sojamilch und Haerflocken. Jetzt schlagartig nichts mehr und die Klinik hat's doch eher schlimmer statt besser gemacht (dort war Fresubin böse, jetzt wird es als DIE Lösung gesehen. Also noch ein bisschen weniger Normalität... statt normalem Essen erst Haferflocken und jetzt sind wir bei Fresubin.)

    Zitat

    und die Klinik hat's doch eher schlimmer statt besser gemacht

    Das stimmt allerdings... :-/


    Und: Fresubin ist immer noch böse. Ich sehe es nicht als DIE Lösung. Ich weiß, dass es nicht gut ist, sich davon zu ernähren. Und ganz ehrlich: es schmeckt eklig. Aber was soll ich machen, er macht Druck, weil ich irgendwas zu mir nehmen muss. Ich versuche trotzdem immer mal wieder zu essen. Hab heute schon ein kleines bisschen gegessen.


    Ich weiß ja selbst nicht, wie das so schnell jetzt wieder so weit kommen konnte. Früher hat es immer länger gedauert, bis ich so tief in die ES gerutscht bin.


    Ich rede nächste Woche auf jeden Fall mit meiner Ärztin. Wenn ich es nicht mehr aushalten sollte mache ich diese Woche noch nen Notfalltermin.

    Ich hatte solch eine vielleicht schon ähnliche Situation auch mal mit Sunflower *:) , aber ich finde, sie hat absolut recht. Hatte sie bei mir auch.


    Deshalb kam hier ja auch vor ein paar Seiten mein Vorschlag, hier ein wenig runterzufahren, eben, weil ich dies in meinem Thread jetzt schon öfter erlebt habe und es nunmal schon effektiv ist. Zumindest ich empfand es so.


    Klar, auf der einen Seite ist es ihr Thread und sie kann schreiben, was sie will, auf der anderen Seite ist es vielleicht sogar teilweise kontraproduktiv, was hier passiert.


    Natürlich ist es schwer, es fällt ein Medium weg, auf dem man sich mitteilen kann, wie es in der Realität vielleicht nicht geht, aber ja, es fällt ein Medium weg. Und vielleicht überdenkt man dann mal, was man jetzt tun soll.


    Ich kenne einfach beide Seiten. Ich verstehe auch die Argumente, dass man doch hier da sein muss usw., aber dann kommt man als TE auch gar nicht in die Position, dass man spürt, dass alles gerade so nicht weitergehen kann.


    Ich habe heute nicht so gute Worte, aber Sunflower hat das schon ziemlich gut formuliert und ich schließe mich ihren wahren, wenn auch harten Worten an :)z .


    Juley :)_ :)*

    Zitat

    Manchmal habe ich das Gefühl, ich kann lesen welche Laune der Mensch gerade hat der dir einen "Tipp" geben möchte.....,

    Finde ich nun nicht fair den Leuten gegenüber, die sich hier die Zeit nehmen, um zu schreiben, während sie auch "angenehmeres" machen könnten. :(v


    Und welche Laune soll man deiner Meinung nach haben, wenn man dabei zusehen muss, wie ein Mensch ins "Nichts" läuft?


    SÄMTLICHE Reaktionen hier zeigen nur, dass den Mitschreibern Juley nicht egal ist. Deswegen geben sie eben auch wie du sagst "Tipps" - die nunmal nicht immer nur aus dadadeididu und Kopftätscheln bestehen.

    Zitat

    deswegen, schaue welche Ideen dir helfen und verwerfe alle anderen ;-)

    Genau, such dir das bequeme raus und vergiss alle anderen, die es gut mit dir meinen. Nein, natürlich NICHT.

    Zitat

    Auf entsprechende Kritik bin ich eingestellt.

    Total daneben, da deine Ratschläge und die Kritik immer sehr angebracht sind. Deswegen von meiner Seite aus mal eine positive Kritik - und öffentlich: weiter so und danke.


    und an Juley: rein mit dem Fresubin. Sei einfach froh, dass du es hast. Ist keine Dauerlösung, aber wenn du dir mal keine Gedanken ums essen machen willst, sicher besser als gar nichts zu dir zu nehmen.

    @ äpfelchen:

    Danke!

    Zitat

    Natürlich ist es schwer, es fällt ein Medium weg, auf dem man sich mitteilen kann, wie es in der Realität vielleicht nicht geht, aber ja, es fällt ein Medium weg. Und vielleicht überdenkt man dann mal, was man jetzt tun soll.

    Konstruktiv gedacht:


    Es fällt ja nicht das Medium weg. Wir sind da. Aber es geht darum, nicht seitenlang auf wenig Tips einzugehen und immer nur diese 1-Satz-Mirgehtesschlecht-Beiträge reinzuwerfen.

    @ Juley:

    Gut, dann ist das Fresubin JETZT eine wichtige Hilfe. Aber sieh' es als Zwischenziel.


    Und wie wäre es, wenn Du mal nicht "jammerst", sondern konkret schreibst, was gerade schwer ist? Also die Schuldgefühle beim Essen oder oder oder. Und Hilfe einforderst, da was gegenzusetzen. Hier hört jeder beim Klagen zu, wie schwer diese Schritte sind. Was es einem schwer macht. Dann aber Dinge angeht, Dinge versucht. Es ist ein feiner Unterschied. Du sollst nicht fallengelassen werden. Aber das Im-Kreis-Drehen muss enden. Es kostet v.a. auch DICH viel Kraft und bringt nichts. Diese Kraft kann man besser investieren.

    Zitat

    Auf entsprechende Kritik bin ich eingestellt.

    Oh je :-/. Das ist außerdem ja wahnsinnig mutig per PN. Anstatt dann wenigstens den Mumm zu haben, es öffentlich zu äußern, wenn einem was nicht passt.




    Juley, am besten auf einmal runterkippen, dann ist es fix überstanden. :)*


    Wenn dich das Zeug allerdings sehr anekelt, wäre es dann nicht vielleicht doch einen Versuch wert, mal wieder was Richtiges zu probieren!? Du könntest doch mit einer Suppe anfangen, die rutscht doch auch ganz gut, eine, die du grundsätzlich magst. Nur so eine Idee ... :)*

    @ mori.

    Zitat

    Juley, am besten auf einmal runterkippen, dann ist es fix überstanden.

    Man soll das langsam trinken... Steht sogar auf der Packung :-/

    @ Sunflower

    Naja, ich fühle mich so schmutzig wenn ich esse. Wenn es irgendwie möglich ist, gehe ich danach duschen. Dann fühle ich mich besser. Klingt komisch, ich weiß... |-o


    Und ich fühle mich fett. Und mir ist übel, ständig. Damit fing die Misere ja diesmal an. Mit der permanenten Übelkeit. :-X ??aber keine Angst, ich übergebe mich nicht. Da hab ich Angst vor??

    Fresubin, ich mochte in der Klinik am Liebsten Schoko und Cappuccino ;-D .

    Zitat

    Und ich fühle mich fett. Und mir ist übel, ständig. Damit fing die Misere ja diesmal an. Mit der permanenten Übelkeit.

    Ist Dir wirklich schlecht oder meinst du, das kommt von der Psyche?


    Ich z.B. hatte jetzt über lange Zeit ziemlich starke Magenprobleme, ständig Sodbrennen und darf einfach so viel nicht mehr essen bzw. das dann auch nach besonderen Regeln ??irgendwie eigenartig, wenn der Arzt eine Essgestörte auf Diät setzt?? :=o und das wird jetzt alles genauer abgeklärt mit Magenspiegelung, Medikamenten.


    Vielleicht ist es körperlich, vielleicht aber auch psychisch, dann stände ich auch wieder am Anfang ;-D .


    Hat man das bei Dir mal geklärt? Wie lange ist Dir denn schon so schlecht?

    Schoko ist ok, Cappuccino hab ich auch hier aber noch nicht probiert. Momentan trinke ich Zitrone :-X


    Mir ist seit Mitte Februar schlecht. Seit der Thrombose-Diagnose. Die ja dann doch keine war. Da hab ich die erste Zeit schon nicht mehr gegessen. Als sich herausstellte, dass es doch keine Thrombose war, wurde es kurzzeitig wieder etwas besser. Und jetzt ist es wieder schlimmer geworden. Auch die ständigen Bauchschmerzen/-krämpfe. Aber das wird wohl beides vom Hunger kommen, nehme ich an :-/

    Hm, versuch halt regelmäßig, aber nicht ganz so viel auf einmal zu essen, dann gewöhnt sich der Körper wohl wieder dran.


    Übelkeit kann auch von Durst kommen.


    Und ansonsten: Tee und Wärmflasche und durchhalten.


    Was glaubst du, was in meinem Körper abging, als ich in der Klinik war |-o ;-D .