Ich hab lange überlegt, ob ich schreiben soll oder nicht. Irgendwas drängt mich aber dazu. Weißt du, Juley, es ist vollkommen ok, wenn du hier über deine Gedanken, Gefühle und Handlungen schreibst. Aber anderen einen Schrecken einjagen mit sowas hier:

    Zitat

    Scheiße...


    Ich weiß gerade gar nichts mehr.


    Nur, dass mein Betreuer morgen nicht wirklich begeistert sein wird... Ich hoffe er schleppt mich nicht wieder zu dieser schrecklichen Ärztin, die mich neulich mal zwangseingewiesen hat (meine Ärztin ist im Urlaub)

    und danach SVV im Grunde zu verharmlosen, finde ich nicht gut. Was bezweckst du damit?


    Nochmal zum SVV: Du hast geschrieben, dass du das momentan brauchst und es dir gut tut. Davon mal abgesehen, dass ich das nicht glauben kann, meine ich mich erinnern zu können, dass du auch geschrieben hast, dass du dir nichts Gutes tun willst? Wäre es dann nicht logisch, dass du dir das SVV verbietest? Ist nicht böse gemeint, ich will es nur verstehen können.


    Du solltest dich dringend mit dieser Therapeutin in deiner Nähe in Verbindung setzen! Und wenn du es alleine nicht schaffst, dann bitte deinen Betreuer, dafür ist der auch da.


    Dein Ziel ist es doch, ehrenamtlich Menschen zu helfen? Dafür musst du dir zuerst selbst helfen. Nur dann kannst du auch anderen helfen.


    Ich wünsche dir alles Gute :)*

    Ich hab mir jetzt den ganzen Thread durchgelesen und kann nur noch den Kopf schuetteln.


    Juley, wenn wir wirklich ehrlich sind, willst Du doch gar keine Hilfe,oder?


    Du fuehlst Dich wohl in der Rolle des Opfers, Du "geniesst" in irgendeiner Form die Aufmerksamkeit des Forums und deshalb aenderst Du nichts.


    Viele hier, ich inklusive, wissen wie es ist, sich wirklich schlecht zu fuehlen, den Lebensmut verloren zu haben und keinen Ausweg mehr zu finden.


    Und trotzdem kaempfen wir! Jeden beschissenen Tag stehe ich auf und versuche etwas an meiner Situation zu aendern. Natuerlich klappt es nicht immer, es gibt immer Rueckschlaege, aber bei Dir tut sich seit 8 Jahren gar nichts..


    Du beschaeftigst Dich scheinbar Tag und Nacht damit; so kann man nicht normal leben.


    Weisst Du: ich hasse mich momentan so sehr selbst, weil ich es einfach nicht auf die Reihe kriege, aber trotzdem gehe ich zur Uni, zur Arbeit, treffe mich mit Freunden, mache ganz viele Dinge fuer meine Familie und bin bei meinem Freund.


    Klar, ab und zu rede ich auch mal mit Freunden oder meinem Freund ueber meine Situation und schreibe dann und wann im Forum, aber das wichtigste ist, Normalitaet aufrecht zu halten. Da muss man sich auch mal ueberwinden, aber es funktioniert.


    Und das kannst Du auch! Aber solange Du Dich 24 Stunden am Tag nur mit Dir selbst und Deinen Beindlichkeiten beschaeftigst, aendert sich einfach NIE was. Egal in welcher Klinik oder mit welchem Therapeuten.


    Also bitte Juley, ueberlege Dir was Du willst, kratze Deine Kraft zusammen und tu was! Sonst ist Dein Leben nicht lebenswert, so hart es klingt..

    Aber genau das ist Ziel der DBT: sich mehr mit sich und seinen Befindlichkeiten zu beschäftigen.


    Genau dieses unachtsame "Ich mach mal hier was, mal da was und dann für den und den was" ist Ursache, dass man Anspannung erst dann bemerkt, wenn man schon im Hochspannungsbereich ist und es quasi zu spät ist.


    Man muss auf seine Befindlichkeiten achten, 24/7, um aufkommende Anspannung schon im Ansatz zu erkennen. Das ist Schritt 1.


    Schritt 2 wäre der Anspannung was entgegenzusetzen - im weiteren Verlauf der Therapie auch erfolgreich entgegenzusetzen.


    Ich finde, Schritt 1 klappt bei Juley doch recht gut: sie ist fähig die eigene Anspannung wahrzunehmen. Viele Borderliner wissen nicht mal, dass sie überhaupt angespannt sind.


    An der Einsetzung von Skills kann man arbeiten - aber ich denke hier ist das Hauptproblem, dass Jules nie eine DBT durchgeziehen (konnte).


    BPS sind sehr langwierig in der Therapie. Die meisten benötigen jahrelang Therapie, bevor sich was bessert. Meine Erfahrungen mitanderen Borderlinern zeigen: JJules liegt da durchaus im Durchschnitt.


    Borderline ist nichts, wo man mal eine Therapie und eine DBT macht und danach geht es einen dauerhaft und langfristig besser.

    Zitat

    An der Einsetzung von Skills kann man arbeiten - aber ich denke hier ist das Hauptproblem, dass Jules nie eine DBT durchgeziehen (konnte).

    Eine hab ich durchgezogen. 2010. Stationär 3 Monate.


    Meine anderen Versuche musste ich leider abbrechen.


    Ja, ich hab ne BPS. @:)