Jetzt muß ich mich auch mal hier melden. :)z


    Ich lese hier von Anfang an mit und kann nur mit dem Kopf schütteln liebe Juley.Ich schliese mich den Worten von SinaSoundso an da gibt es nichts hinzufügen.Auch möchte ich die Beiträge von mellimaus die sie geschrieben hat hervorheben,ich fand sie am Anfang ein bischen hart aber liebe mellimaus du hast vollkommen Recht hier.Sie schreibt ja auch nichts mehr dazu weil man hier glaube nicht helfen kann und wer sich nicht helfen lassen will muß leider so weiterleben. Eigentlich schade Juley denn du bist ein junger Mensch auch für dich könnte das Leben schön sein wenn man Hilfe will und die auch mal endlich ordentlich annehmen würde.

    So, jetzt schreibe ich dir dochmal was in diesem Faden. Ich habe nämlich auch so meine Zweifel, ob dir der Faden hilft. Ich mein, du bekommst hier Tipps und Anregungen... Dann schreibst du wie schlecht es dir geht und "dokumentierst" hier dein SVV und dein Nichtessen bzw. Wenigessen ":/


    Schwierig. Ich kann übrigens einiges nachvollziehen, bin selber betroffen. Ich weiß, dass es manchmal schwierig bis unmöglich ist, etwas zu tun, wenn man ganz unten ist. Und auch den SVV Druck kenne ich leider sehr gut. Ich habe aber die Befürchtung, dass das ganze Geschreibe hier eher kontraproduktiv für dich ist. Ich denke ebenso wie einige andere, dass dir zur Zeit nur ein vernünftiger Klinikaufenthalt helfen kann. Egal ob du da Lust drauf hast oder nicht. Wenn du möchtest, dass es dir besser geht, dann muss du AKTIV etwas tun. Siehe auch:

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    Die Rundumbetreuung hatte ich lange genug, und was hat es mir gebracht? Nicht viel. Ich wollte nur eins: weg aus den Einrichtungen. Eigentlich müsste es mir jetzt besser gehen, hab mein Ziel erreicht: endlich wieder ein selbstbestimmtes Leben.


    Und was mache ich draus? Nichts, ich baue nur Mist. Ich bin doch so ein Idiot >:( :°(

    Du möchtest sicher nicht wieder monatelang in einer geschlossenen Einrichtung sein oder? Dann nimm besser jetzt in Angriff, freiwillig in die Klink und mit ganzer Kraft an dir arbeiten. Vermutlich wird es dir auch nur "ein wenig" helfen, die Erkrankung ist nunmal schwer - aber immernoch besser als nichts tun und sich in schädlichen Gedanken / Verhalten usw. zu suhlen und das dann auch noch auszuleben und es dann noch im Forum zu schreiben um Aufmerksamkeit zu bekommen. Es wird ein ewiger Kampf sein, aber bessern kann sich nur etwas, wenn du selbst DU SELBST auch etwas tust. Du kannst zu wer weiß wievielen Therapeuten, Ärzten, Betreuern gehen, die alle können dir nur helfen, wenn du selbst dazu bereit bist. Und nachdem ich hier so ziemlich den ganzen Faden gelesen habe, habe ich irgendwie das Gefühl, dass bei dir noch nicht genug Bereitschaft dazu besteht. Was mir auch aufgefallen ist: du hast ein ziemliches Netz um dich herum gespannt, alles Menschen die dir helfen möchten: Betreuer, Ärztin, Krisennotdienst, Klinik, Essberatung, auch der Faden hier im Forum. Viele Erkrankte können das garnicht.. Das ist also schonmal gut, aber viel wichtiger ist es jetzt, die angebotene Hilfe auch anzunehmen und die Menschen nicht nur "um dich rum tanzen zu lassen".


    Hast du mal darüber nachgedacht, welchen Gewinn du aus der Krankheit ziehst? Diese Frage hat mir mal eine Therapeutin gestellt - und: wer wäre ich ohne die Erkrankung? Ich bin ganz schön ins Grübeln gekommen, was aber gut war....

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    Man muss auf seine Befindlichkeiten achten, 24/7, um aufkommende Anspannung schon im Ansatz zu erkennen. Das ist Schritt 1.

    Da stimme ich zu, allerdings bin ich auch der Meinung (und so habe ich es selbst in der DBT erfahren), dass man auch noch andere Dinge tun sollte, aber dabei achtsam sein, wie die Stimmung ist und Anspannung rechtzeitig erkennen. Sich bewusst beschäftigen, sich etwas vornehmen und dann auch durchzuziehen. Sei es ein Spaziergang, Sport, malen usw. Zumindest war das bei mir in der ambulanten DBT so. Da musste ich immer am Vortag aufschreiben, welche Aktivitäten ich mir für den nächsten Tag vornehme und am nächsten Abend protokollieren, was ich davon gemacht habe. Wenn man sich den ganzen Tag komplett nur auf seine Stimmung konzentriert - puh, das führt dann doch zur nächsten Krise, weil man in Grübeleien verfällt ":/

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    Ich finde, Schritt 1 klappt bei Juley doch recht gut: sie ist fähig die eigene Anspannung wahrzunehmen. Viele Borderliner wissen nicht mal, dass sie überhaupt angespannt sind.

    Das mag schon sein. Allerdings habe ich bei Juley das Gefühl, dass sie den ganzen Tag nur in sich hineinhört, wie es ihr gerade geht. Und da kommt man schnell wieder in die Anspannung. Ich zumindest.

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    An der Einsetzung von Skills kann man arbeiten - aber ich denke hier ist das Hauptproblem, dass Jules nie eine DBT durchgeziehen (konnte).

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    Borderline ist nichts, wo man mal eine Therapie und eine DBT macht und danach geht es einen dauerhaft und langfristig besser.

    Nein, das wohl leider nicht. Man muss selbst dauerhaft das Erlernte immer wieder allein umsetzen. Schaffe ich leider auch nicht immer...

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    Ja evtl. Hab neulich mit der Stationsärztin darüber gesprochen. Aber zuerst muss ich die Sache mit dem Essen in den Griff bekommen.

    Meinst du nicht, dass deine Essstörung nur ein Symptom der Borderlineerkrankung ist? Das ist ja auch in hohem Maße selbstschädigend. Ich habe zumindest auch Borderliner kennengelernt, deren Essstörung mit in die DBT eingeflossen ist. Ich glaube nicht, dass du das so trennen kannst. Ich habe eher die Befürchtung, wenn du in die Essklinik gehst und diese nicht auf Borderline spezialisiert ist bzw. die Borderlineerkrankung außen vor lässt... Naja wie soll ich sagen... Du schaffst es vielleicht dann deine Essstörung etwas besser in den Griff zu bekommen, greifst dann aber zu anderen schädigenden Methoden um dir selbst zu schaden... SVV z.B.


    Das ist aber auch nur eine Vermutung von mir.


    Und was die Medikamente betrifft... Du hast mal was von einem Cocktail aus elf verschiedenen Medikamenten geschrieben. Dass es dir damit nicht gut ging kann ich verstehen. Das war vermutlich etwas zuviel. Jetzt nimmst du nur Seroquel und das so wie ich das verstanden habe auch nicht regelmäßig. Ich möchte keine Medikamente anpreisen, aber ich bin immer noch der Meinung, vernünftig eingestellt können Medis eine gute Hilfe sein. Allerdings ist das auch wieder das Ding mit Hilfe annehmen können / wollen...

    Sorry, bin gerade ziemlich erledigt.


    Zu Waltraut: ins betreute Wohnen gehe ich nie mehr!!


    Zu Frau Erdmännchen: ich nehme auch noch Abilify, das nehme ich regelmäßig. Zum Rest kann ich gerade nix sagen. Sorry |-o


    Nur so viel: ich habe glaube ich so nen Menschen wie meinen Betreuer nicht verdient. Er hat für alles so viel Verständnis. Dachte echt, dass ich heute Ärger bekomme, wegen so vielen Dingen die ich getan bzw. nicht getan habe (hätte was lesen sollen und so) aber er ist völlig cool geblieben und hat verstanden dass mir sowas im Moment sehr schwer fällt.

    Juley, was mich noch interessieren würde:


    Hast du irgendetwas, was du mal machst? Hier liest man nur so Sachen wie: ich lieg im Bett, ich bin am Heulen, ich sitze vorm Telefon und will den Krisendienst anrufen, ich muss morgen zum Betreuer, dann zur Ärztin... Gibt es irgendwas womit du dich sonst noch beschäftigst oder dreht sich dein Leben nur noch um deine Erkrankung?

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    Hast du irgendetwas, was du mal machst? Hier liest man nur so Sachen wie: ich lieg im Bett, ich bin am Heulen, ich sitze vorm Telefon und will den Krisendienst anrufen, ich muss morgen zum Betreuer, dann zur Ärztin... Gibt es irgendwas womit du dich sonst noch beschäftigst oder dreht sich dein Leben nur noch um deine Erkrankung?

    Klar hab ich das ;-)


    Ich unternehme einigermaßen viel mit Freunden oder beschäftige mich alleine (meist mit shoppen oder telefonieren oder lesen oder oder oder) ;-)

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    Hast du mal Bücher (Erfahrungsberichte oder Ratgeber) zu Borderline gelesen?

    Ja aber das ist lange her. War kurz nach meiner Diagnosestellung, also so 2007. Wobei, neulich las ich "Borderline - Ein Jahr mit ohne Lola".


    Das beste Buch zu dem Thema ist aber "Auf der Spur der Schattenschwester", das hat meine Mutter auch gelesen & meinte, dass sie die Geschichte sehr an mich erinnert. Momentan möchte ich aber sowas nicht lesen, weil das zu sehr triggert.

    Ich frage mich, ob du weisst, welche deiner Verhaltensweisen krankhaft sind? Und welches Verhalten dir schadet? Und vor allem, wie ernst es dir mit Hilfe holen ist? Ich glaube nämlich, dir ist noch nicht so ganz bewusst, dass du in einem Endloskreislauf hängst, den du nur durchbrechen kannst, wenn DU es WIRKLICH willst. Ansonsten schreibst du vermutlich in zehn Jahren immer noch die gleichen Dinge hier :-/


    Es haben hier schon viele geschrieben, dass sie den Eindruck haben, dass der Faden hier nicht gut für dich ist. Eben diesen Eindruck habe ich auch, es ist quasi eine Plattform, wo du deine Erkrankung mit sämtlichen Symptomen auslebst und dir Aufmerksamkeit (und Mitleid?) einholst.


    Vielleicht wäre es mal gut, wenn du deiner Ärztin einige deiner Beiträge inkl. Reaktionen der User ausdruckst?


    Wie gesagt, vielleicht magst du ja die Tage mal was zu meinem ersten Beitrag schreiben @:)

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    Vielleicht wäre es mal gut, wenn du deiner Ärztin einige deiner Beiträge inkl. Reaktionen der User ausdruckst?

    Meiner Ärztin? Die interessiert sich doch nur dafür, ob ich ne VA geschrieben habe wenn ich mich verletze und ob ich esse. Tue ich das nicht, schickt sie mich weg.


    Ja ich muss mal gucken wann ich "richtig" antworten kann... Gerade hab ich (mal wieder) ziemliche Probleme mit mir selbst. Aber keine Angst, ich hab nix angestellt und habe es (heute) auch nicht vor ;-) Sind eher körperliche Probleme.

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    Meiner Ärztin? Die interessiert sich doch nur dafür, ob ich ne VA geschrieben habe wenn ich mich verletze und ob ich esse. Tue ich das nicht, schickt sie mich weg.

    Wenn du o.g. nicht tust, fehlt ihr evtl. DEINE Motivation etwas an deiner Situation zu ändern und sie schickt dich deshalb weg? Damit du einsiehst, dass sie dir nicht helfen kann, solange du nicht mitarbeitest... Nur so ein Gedanke... @:)


    Naja, wie gesagt, besser wäre es wohl, wenn du "richtig" Therapie machen würdest, stationär oder ambulant...