Entspannung und Co. helfen bei mir meistens auch nur bedingt. Wenn alles nichts bringt, hilft da bei mir eher die Auseinandersetzung mit dem was dahintersteht. Wie ist das Gefühl entstanden, welches Bedürfnis steht hinter dem Drang nach SSV? Was kann ich selber tun, um damit gut umzugehen, bzw. kann ich vielleicht etwas tun, um es zu erfüllen? Klingt einfach, ist es aber natürlich nicht und mit viel Anstrengung und Schmerz verbunden, aber bei mir ist es nachhaltiger. (Ich habe aber kein Borderline, deswegen weiß ich nicht, ob das für dich irgendwie brauchbar ist, weil ich mich damit überhaupt nicht auskenne).


    Als es bei mir schlimmer wurde half aber sowieso nur die Flucht nach vorne, d.h. Auseinandersetzung mit den Themen und nicht nur mit den Symptomen. Ich glaube, ich musste irgendwann den Schritt in den Schmerz hineingehen und in der echten Auseinandersetzung damit dann den gesünderen Umgang mit Emotionen lernen. Solange ich Angst vor meinen Gefühlen und Schmerz habe, solange muss ich ihnen durch SVV und ähnlichem entfliehen. Keine Ahnung, ob dir das hilft. Aber die Angst vor den eigenen Emotionen lese ich bei dir auch in vielen Beiträgen heraus.


    Deswegen schließe ich mich hier mal an: Geh es an, viel Glück bei der Therapeutensuche!

    Danke blue heron! @:)


    Ja, das mit den Gefühlen stimmt. Mein Betreuer hat mir schon einiges zum lesen gegeben zu diesem Thema. In meinen ersten DBT-Modulen ging es auch fast nur um Umgang mit Gefühlen (vor allem Wut & Traurigkeit). Ja, damit werd ich mich wohl in nächster Zeit auseinandersetzen müssen. :-/

    Wieso wollen alle dass ich in die Klinik gehe? %:|


    Ich hab schon viel schlimmere Situationen zuhause gemeistert... Und Klinik, obwohl ich nicht möchte, ist nicht sehr sinnvoll, denn das bringt mir dann nichts, weil ich mich nicht auf die Therapien einlassen kann und jemand anderem den Platz wegnehme.

    Zitat

    Ich hab schon viel schlimmere Situationen zuhause gemeistert...

    Du steuerst halt gerade mit Vollgas auf "viel schlimmere Situationen" zu - das merkst du doch hoffentlich selbst?

    Zitat

    Und Klinik, obwohl ich nicht möchte, ist nicht sehr sinnvoll, denn das bringt mir dann nichts

    Das stimmt. Das haben ja auch schon so viele hier geschrieben, dass du wohl noch nicht bereit bist, etwas an deiner Situation zu ändern.


    Der Wille muss von dir kommen. Ich befürchte mittlerweile auch, dass du den Dreh nicht mehr kriegst. Sehr traurig das hier jeden Tag zu lesen ...

    Das wird jetzt ganz ernsthaft mein allerletzter Beitrag hier, denn der Faden ist nicht meht förderlich.

    Zitat

    Ich hab schon viel schlimmere Situationen zuhause gemeistert... Und Klinik, obwohl ich nicht möchte, ist nicht sehr sinnvoll, denn das bringt mir dann nichts, weil ich mich nicht auf die Therapien einlassen kann und jemand anderem den Platz wegnehme.

    Akzeptiert: "Ich kann mich nicht einlassen". Mit der Haltung ist Klinik sinnlos.


    Alles andere:


    Ja, Du hast schlimmere Situationen gemeistert. Klinik war dann Krisenintervention oder eben unfreillig monatelange geschlossene Unterbringung. Also immer die allerletzte Reißleine.


    Man kann aber ich in die Klinik gehen, wenn es nicht "sooo schlimm" ist - und dafür dann mal nicht an einfachster Stabilisierung und dem Überleben arbeiten, sondern an den eigentlichen Themen. Wofür man eine Mindeststabilität braucht, die DU bei Kriseninterventionen halt nie hast.


    Aber genau gegen DEN Weg einer geplanten Behandlung bei einer gewissen Stabilität sperrst Du Dich.


    Vom Krankheitsgewinn (Krankheit als Lebensinhalt, Aufmerksamkeit nur für Krankheit) ganz zu schweigen.


    Ich wünsche Dir, dass Du es eines Tages selber erkennst. Bevor es viel zu spät ist.

    Ich schreibe ja eigentlich auch nicht mehr, doch ich denke, die ganze Schreiberei heute dient Juley nur zu dem einzogen Zweck, dass verschleiert wird, dass sie heute Therapeutensuche betreiben wollte (und es wohl nicht macht). Es gibt immer noch Leute, die sie im Nichtstun unterstützen, indem sie die Spielchen nicht erkennen. Zu denen mag ich nicht mehr gehören.

    Mir gehts auch so, Juley. Es tut viel zu sehr weh zu sehen, mit was für einem Selbstzerstörungstrieb du dich jeden Tag wieder und wieder quälst. Jede Unterstützung hier ist völlig sinnlos. Du kannst und willst nicht darauf eingehen und nutzt hier diesen Faden ausschließlich, um Aufmerksamkeit zu bekommen. Diese Spirale dreht sich sicher noch viele Jahre so weiter, vermute ich. Es mag sein, dass deine Störung so tief geht, dass Hilfe aller Art sinnlos ist, aber dann sehe ich erst recht nicht, was das hier soll.

    @ ms92

    Du hast Recht. Ich habe heute wirklich keine Therapeuten gesucht. |-o


    Aber ich habe zumindest den Pfleger aus der PIA kontaktiert. Ich gehe nächsten Dienstag zur Achtsamkeitsgruppe :-D Das ist doch schon mal ein Anfang, oder? Das hat mir in der Klinik immer total gut getan.

    Im Übrigen will ich keine Aufmerksamkeit. Ich schreibe hier, weil es mir gut tut. Natürlich freue ich mich, wenn hier jemand schreibt (an dieser Stelle mal danke an euch alle @:) ), aber ich würde hier auch schreiben, wenn mir niemand mehr antworten würde. Das hat so nen ähnlichen Effekt wie Tagebuch schreiben. Versteht ihr, was ich damit meine?