Mmmh, ich wuerde eher eine schlaflose Nacht nehmen als Albtraeume. Und beim Termin mit Deinem Betreuer ist es ja auch nicht so dramatisch wenn Du wenig/nicht geschlafen hast.


    Ich kenn das ja aus meiner Panikattacken Zeit. Habe aber nie irgendwas genommen und dann hat sich das mit dem Schlafen wieder eingependelt.


    Mache mir nur Sorgen, weil Dir das Medikament scheinbar echt nicht gut tut..

    Normalerweise lese ich hier immer nur still mit, aber vorhin habe ich etwas gelesen, das ich so nicht stehen lassen kann und will:


    Juley, du schreibst immer und immer wieder, dass man mit einer Essstörung nicht einfach so wieder essen kann und du ja schon "kämpfst", indem du zu deiner Essberatung gehst. Du sagst auch oft, dass du richtig essen willst, aber es nicht geht und du es nicht kannst. Auch wenn mir das hier jetzt einige Leute vorwerfen werden: Das ist einfach nur Schwachsinn! Das was du machst ist (in Bezug auf die Essstörung) kein Kampf, sondern ein "sich der Situation hingeben, damit leben und sich ab und an beklagen, dass es nicht gut läuft" + sich ab und zu wundern, warum dir schwindlig ist %-|


    Ich habe selbst einen jahrelangen Kampf gegen Essstörungen hinter mir, die auch durch Traumata hervorgerufen wurden. Ich bin jahrelang zu meiner Therapeutin gegangen, habe das nötigste gegessen, mir so wie du schöngeredet, dass ich trotz allem ja super viel Kraft habe und ich ja gar nicht mehr essen muss, weil mein Essverhalten "ausreicht", um über den Tag zu kommen. Das was du machst ist im Bezug auf die Essstörung einfach alibimäßig! Du gehst zu deiner Essberatung, hörst nicht auf die Ratschläge der Dame dort (dir Ruhe zu gönnen etc.) und postest dann hier mal wieder, dass du zu wenig gegessen hast - was soll das? Jeder, wirklich JEDER der gegen die ES kämpfen WILL, kann es auch! Die Ausrede:" Essen geht halt nicht, ich kann halt nicht, ich habe es aber versucht..." habe ich jahrelang auch verwendet - aber es stimmt einfach nicht!


    Als es bei mir damals Klick gemacht hat und ich plötzlich wirklich wollte, da ging fast alles. Man muss wollen auch wenn es beschissen schwer ist und sicherlich alles andere als lustig.


    Es ist dein Leben und auch dein Ding, was du daraus machst. Aber tu mir einen Gefallen: Hör auf zu schreiben, dass du etwas gegen die ES unternimmst oder das du kämpfst - denn das ist meiner Meinung nach ein Schlag für all' die, die es wirklich tun. Wenn du was ändern willst, dann fängst du an richtig und ausreichend zu essen - das geht, auch wenn es sich teilweise unmöglich für dich anfühlt. Zum Thema Essklinik lässt sich nur eins sagen: Lass dich auf die Warteliste setzen, wenn du es wirklich willst. Wenn du nicht zu 100% hinter dem Wunsch stehst, gesund zu werden, dann bringt es nichts und ein anderer bekommt den Platz, der wirklich bereit ist zu kämpfen..


    So, jetzt dürfen die anderen mir sagen, wie gemein mein Text war - aber das musste einfach mal gesagt werden, weil mich dieses Gerede, die Ausreden, das Sprunghafte "Ich gehe in die Klinik, ich gehe doch nicht, oh doch ich gehe wieder" einfach traurig macht und letztendlich nur Selbstverarsche ist..

    @ Terrorkrümel

    Was das Thema Klinik betrifft, bin ich einfach noch viel zu ambivalent...


    Wenn ich nicht 100%ig dahinter stehe und trotzdem reingehe, merken die das sicher ganz schnell und ich muss abbrechen, dann bekommt ja jemand anderes meinen Platz! Aber ich denke eh nicht, dass ich gehen werde, wenn ich es nicht zu 100% will. Naja hab ja noch genug Zeit, darüber nachzudenken, da die Wartezeit sicher einige Monate beträgt. Momentan möchte ich eh in keine Klinik. Hab noch von den letzten Klinikaufenthalten einen Krankenhauskoller.

    Wobei ich mir mehrere Nächte am Stück besser vorstellen kann als das, was ich damals gemacht habe.


    "Nachtdienst" (d.h. von 10Uhr morgens bis 8Uhr morgens am nächsten Tag), dann den restlichen Tag frei und dann wieder in den Frühdienst. Wir hatten (wenn wir Glück hatten) nur am WE 2 Nächte hintereinander. (das waren dann richtige Nächte. 18-8Uhr)