Ich weiß es auch gerade nicht mehr so genau, weiß nur noch dass ich erschrocken bin als ich mal nach Preisen gegooglet habe...


    Habs früher in der Klinik gemacht (die Erzieherin der Adoleszenzstation war auch Yogalehrerin) und auf Kur.

    Zitat

    Und: ich rede mir das nicht ein, ich habe eine diagnostizierte Essstörung und esse deshalb so schlecht.

    So meinte ich das nicht.


    Beispiel: Bei mir wurden auch soziale Ängste diagnostiziert. Ich habe immer gesagt; ich kann nicht mit Menschen reden, ich kann nicht telefonieren etc.


    Bis mir irgendwann ein Licht aufging und mir klar wurde, dass ich es sehr wohl könnte - ich will es nur einfach nicht, weil es mir große Angst macht und ich mich schäme.


    Seit dem gehe ich wesentlich anders mit meinen Ängsten um. Natürlich sind sie nicht einfach verschwunden und ich habe immer noch damit zu kämpfen - aber die Ängste sind nichts mehr, dass ich einfach hinnehmen muss.


    Und ich habe auch schon Fortschritte gemacht. Mittlerweile kann ich fast problemlos Telefonate mit offiziellen Stellen führen, Sprachnachrichten verschicken und kurze Gespräche mit meinen Mitschülern führen :-)

    Zitat

    Und ich habe auch schon Fortschritte gemacht. Mittlerweile kann ich fast problemlos Telefonate mit offiziellen Stellen führen, Sprachnachrichten verschicken und kurze Gespräche mit meinen Mitschülern führen

    :)^ :)^ Super!


    Ja, solche Dinge kann ich ja auch manchmal, wenn ich WILL, auch wenn ich Angst davor habe.


    Aber beim Essen ist das irgendwie anders. Ich sehe da auch kein Muster wann es klappt und wann nicht.... ":/

    Zitat

    Aber beim Essen ist das irgendwie anders. Ich sehe da auch kein Muster wann es klappt und wann nicht.... ":/

    Du könntest z. B. eine Art "Esstagebuch" führen und darin notieren, wann das Essen gut klappt bzw. nicht so gut, und woran das liegen könnte.


    Vor allem solltest du dir kleine Ziele stecken, wie z. B. jeden Tag eine bestimmte Menge an Lebenssmitteln zu essen. Das muss für den Anfang auch gar nicht mal so viel sein. Mach dir bewusst, dass deine ganze Essstörung im Prinzip eine reine Kopfsache ist. Du kannst essen.


    Dein Ziel sollte eine gesunde, ausgewogene Ernährung sein, die es dir möglich macht, später dein Normalgewicht zu halten. Wenn du nichts mehr isst, machst du dir nur deinen Stoffwechsel kaputt.

    Zitat

    Wenn du nichts mehr isst, machst du dir nur deinen Stoffwechsel kaputt.

    Der ist schon längst kaputt :(v


    Das mit dem Esstagebuch klingt gar nicht mal so schlecht, so lange ich nicht aufschreiben muss, WAS ich esse. Das ging nämlich mal gründlich daneben.

    Zitat

    Der ist schon längst kaputt :(v

    Dann bau ihn wieder auf. :-)

    Zitat

    Das mit dem Esstagebuch klingt gar nicht mal so schlecht, so lange ich nicht aufschreiben muss, WAS ich esse. Das ging nämlich mal gründlich daneben.

    Wieso das? ":/

    Zitat

    Wieso das?

    Weil da mein übertriebener Perfektionismus zum Vorschein kam... Ich habe sogar angefangen, einzelne Nudeln zu zählen usw, nur damit ich es möglichst "perfekt" aufschreiben kann. Total übertrieben, ich weiß |-o Somit habe ich mich NOCH MEHR mit dem Thema Essen beschäftigt als eh schon... Was mir definitiv nicht gut getan hat.

    Ich würde genaue Mengenangaben weglassen und höchstens ungefähr aufschreiben, was du gegessen hast - z. B. eine kleine Schüssel Nudeln. :-)


    Es geht eigentlich darum, dass du Zusammenhänge zwischen Erlebnissen und deinem Essverhalten erkennst und es dadurch positiv zu beeinflussen lernst.

    Mal sehen... Ich finde, essen klappt dann besser, wenn ich mir weniger Gedanken darüber mache und nicht ständig gefragt werde (oder kontrolliert werde) ob und wie viel ich gegessen habe. Wenn ich gezwungen werde z. B. geht gar nix mehr. Trotzreaktion wahrscheinlich oder was weiß ich... |-o

    Ja genau Juley. Nach dir einfach in die Diary Card eine neue Spalte(oder nutze die Spalte Problemverhalten) und schreib jeden Tag eine Zahl von 1-3 rein.


    1 = wenig/kaum/gar nicht gegessen


    2= mittelmäßig


    3= normal/fast normal


    Oder mach noch feinere Abstufungen wenn du willst. So umgehst du vielleicht das Problem mit dem Perfektionismus. Die Idee von Swanlake finde ich nämlich super! Oft gibt es doch einen Zusammenhang zwischen Essen/Trinken/Schlafen/SVV/anderes Problemverhalten zu den Tagesbegebenheiten. Und ich finde du musst dafür nicht exakt aufschreiben, was du gegessen hast, sondern nur grob einteilen wieviel! :)^

    Wegen dem schlafen: du sagst du liebst Yoga.... hast du es schon mit regelmäßigen Entspannungsübungen vor dem schlafen probiert? Habe ja gerade das selbe Problem und ich will das mal aus testen, vielleicht klappt ja oder zumindest etwas.


    Jacobsen, Yogaübungen, (leichte) Dehnübunfen etc..


    Ach übrigens, ich mag Yoga auch sehr! Ich muss heute mal schauen, ich glaube sogar bei mir um die Ecke gibt eine Yogagruppe die relativ günstig ist

    . Vielleicht finde ichs ja wieder, dann lass ich es dich wissen. :)