Außerhalb ist ein Problem. Weil die meisten niemanden mehr auf die Warteliste aufnehmen. Und weil ich momentan extrem Angst vor dem telefonieren habe. Mal wieder. Und auch Angst vor der Therapie.


    Übrigens Nela, die App von der du neulich geschrieben hast gibt es nicht für iPhone.

    Absagen sammeln, die Kk informieren und dann zahlen die auch die Therapie bei einem privaten Therapeuten, vor allem dann, wenn der Psychiater noch bestätigt, dass eine dringende Notwendigkeit der Therapie besteht!


    Angst vor der Therapie hab ich auch. Aber wenn man es ausschreibt, macht es das ja auch nicht besser. Nu hab ich den Salat, auch ich mach nochmal Therapie, mit traumatherapeutischen Elementen. Und ja, ich hab richtig böse Angst davor. Aber ich möchte dieses Leben so nicht mehr. Ich will kein Opfer meiner Psyche mehr sein. Ich will was ändern, aber das geht halt nicht von selbst, ich muss schon auch was dafür tun.


    Ja, die App gibt's leider nur für Android.

    Juley, ich denke, dass, wenn du so weitermachst wie bisher, noch weitere User nicht mehr schreiben werden. Nicht, um dich zu verletzen, sondern aus Hilflosigkeit und Wut. Wut, weil du immer nur schreibst, dass es dir schlecht geht. Wut, weil du dich selbst verletzt. Und auch die Wut, dass du dir nicht helfen lassen möchtest.


    - Keine Therapeuten mehr


    - Angst vor dem Telefonieren


    usw. usf.


    W A S soll sich dann ändern?


    Es wird so bleiben, wie es ist. Mal hast du einen guten Tag, dann wieder drei oder vier (oder mehr) schlechte Tage. Dann schreibst du, dass du dich verletzt hast, du nichts mehr essen möchtest, oder Bauchschmerzen hast.


    Und dieser Faden existiert seit Jahren. Ich habe hier schon Fäden gesehen, die geschlossen wurden, weil sich die TEs verweigerten, Hilfe anzunehmen und so langsam wundere ich mich, dass dieser Faden hier weiterläuft.


    In einem Jahrzehnt wirst du diesen Faden immer noch haben, mit den gleichen Problemen. Mal dies, mal das.


    Weshalb um alles in der Welt möchtest du so leben? Niemand sagt, dass es einfach sein wird. Und wenn es Überwindung kostet, ziehst du dich zurück und alles geht wieder von vorne los.


    Ja, du hast geschrieben, dass du 1,5 Jahre in der Klinik warst, dass du oft wegen deiner Schmerzen stationär aufgenommen wurdest. Und ja, ich verstehe, dass es an die Distanz geht und belastend ist. Aber genau deshalb solltest du etwas tun.


    Ich verstehe dich gerade nicht mehr.


    Bald kommt wieder eine Woche Krisen.... keine Ahnung und ach, egal. Das reicht nicht, auch zwei oder drei Wochen werden bei deinem Krankheitsbild nichts bringen.


    Habe schon mehrfach gelesen, dass User nichts mehr schreiben möchte und ich dachte, weshalb denn nicht, sie braucht Hilfe und Ratschläge. Aber jetzt verstehe ich, weshalb sie Abstand nehmen.

    @ :) *:)

    Zitat

    Aber ich fühle mich nicht bereit für richtige Therapie...

    Aber wenn's danach geht, wirklich bereit ist man dafür doch nie! Einfach ins kalte Wasser springen und versuchen, die Ängste zu überwinden, das ist meiner Erfahrung nach das Beste, was man tun kann. Mit Warten verlierst du nur kostbare (Lebens-)Zeit.


    Es gibt doch sicher noch andere Therapeutinnen in der PIA? Empfehlungen sind bei Therapeuten ohnehin so eine Sache, deshalb muss die Chemie zwischen dir und ihr noch lange nicht stimmen, dafür aber vielleicht mit einer anderen. Wenn du aber unbedingt zu der empfohlenen Therapeutin möchtest, dann lass dich bei ihr doch wenigstens auf die Warteliste setzen (obwohl das bis nächstes Jahr ein ziemlich langer Zeitraum ist!)


    Ist es nicht anstrengender, sich irgendwie von Woche zu Woche zu hangeln als Therapie zu machen? Ich empfand es immer als erleichternd, Hilfe an meiner Seite zu haben und voran zu kommen, Stillstand finde ich hingegen beängstigend.


    Ich wünsch dir einfach so sehr diese befreiende Erfahrung einer Traumatherapie, für die du aber natürlich erstmal stabiler sein müsstest. Aber je weiter du eine neue Therapie hinausgezögerst, desto schwieriger wird es. Warte nicht zu lange, irgendwann hast du vielleicht gar keine Kraft mehr, all das anzugehen, es wird ja nicht leichter mit den Jahren, eher anstrengender.


    Aber letztlich musst du es natürlich ganz für dich allein entscheiden, da hilft auch kein gut gemeinter Rat von uns hier.


    Kennst du den Film der "Ja-Sager"? Der Film selbst - naja, kann man drüber streiten ;-), aber die eigentliche Message finde ich bis heute gut: einfach mal zu allem "ja" sagen, viele neue Dinge ausprobieren, die man ohne diesen Zwang des Ja-Sagens nie getan hätte und somit im Leben weiterkommen, viel weiter als man es sich je erträumt hätte :)*

    Zitat

    Ich will kein Opfer meiner Psyche mehr sein.


    Nela

    Finde ich eine ganz wichtige Aussage! :)^


    Ich fand die Zeit schrecklich, als ich meiner Psyche so ausgeliefert war, dieses ständige Auf und Ab, das macht einen schlichtweg wahnsinnig. Aber es gibt Hilfe, man braucht nur die richtige und dann ist auch ein psychisch gesundes Leben möglich.

    Zitat

    W A S soll sich dann ändern?

    Warum etwas ändern?


    So kann man den Betreuer aus dem Urlaub klingeln. Bekommt eine Reha verschrieben, für die andere jahrelang kämpfen müssen, kann jammern und bekommt wenigstens von ein paar Leuten Mitleid.


    Ich habe leider viel mit psychisch kranken Menschen zu tun.


    Entweder sie wollen, dass es aufwärts geht, dann suchen sie Alternativen zu "ich hab Angst vor'm Telefonieren" (es gibt ja auch noch Emails, Listen von der Krankenkasse, Freunde, die man einspannen kann...), bemühen sich um Therapie, wenden gelernte Strategien zur Krisenbewältigung an... oder sie lassen sich gehen und suhlen sich im Selbstmitleid. Hier eine kleine Krise, da mal wieder ein Krankenhausaufenthalt, zwischendurch Selbstverletzungen und großes Drama.


    Vielleicht ist es auch die Angst, was überhaupt vom eigenen Leben eigentlich übrig bleibt, wenn man nicht mehr regelmäßig alle möglichen Leute aufscheucht? Ohne Job, ohne Perspektive, was man so die nächsten 30 bis 50 Jahre mit sich selbst anfangen soll?

    LilaLina, ich habe einfach kein Mitleid mehr. Ich habe es versucht, ehrlich versucht. Ich akzeptiere auch, dass psychisch kranke Menschen mehr Probleme haben, aber du schreibst ja selbst, dass es auch andere Mittel und Wege gibt, wenn man denn etwas ändern möchte.


    Ich war gestern wegen meiner kleinen Tochter bis 5.30 Uhr wach und habe stichprobenartig einige Seiten aufgerufen. Seite 520, 440 (Beispiel, weiß es nicht mehr) und IMMER wirklich IMMER das gleiche Muster und immer wieder User, die nicht mehr schreiben wollten, weil sie keine Kraft mehr hatten bzw. es als verschwendete Zeit erachteten. Habe hier auch Fäden gesehen, die geschlossen wurden, weil die TEs keine Hilfe annehmen konnten. Weshalb hat sie Sonderrechte? Ja, es ist ihr Faden und ja, sie kann schreiben, was sie möchte. Aber ich denke, wenn der Faden geschlossen werden würde, dann wäre sie gezwungen, sich mit sich selbst zu beschäftigen und ich könnte mir vorstellen, dass sie dann ihre Probleme anpacken würde, weil sie dann einfach keine User mehr für sich einnehmen kann und nur Ausreden sucht.


    Leider habe ich auch das Gefühl, dass sie schreiben wird, dass sie doch keine Therapie machen möchte oder sich doch auf die Warteliste der einen Therapeutin setzen lässt. Das würde ihr einige Monate bringen, in der sie schreiben kann "Aber ich tue doch etwas. Schaut her, ich stehe jetzt auf der Liste". Es wäre schön, wenn sie es dann durchziehen würde, doch habe ich hier in den "Rückschauen" gelesen, dass sie mal bei Therapeuten absagte und mehrmals Klinikaufenthalte absagte und ich denke, dass wird hier ein Fass ohne Boden werden.


    Tut mir leid Juley, ist nur meine Meinung. Ich wünsche dir so sehr, dass du dir endlich helfen lässt, denn es ist fünf vor Zwölf (oder noch später). Beweise dir (nicht uns), dass dir etwas an deinem Leben liegt, du wieder arbeiten gehen kannst, Therapien oder auch Klinikaufenthalte annehmen wirst (und nicht nur für so kurze Zeit).


    Denke immer daran, DU möchtest so nicht mehr leben, WIR sind mit unserem Leben zufrieden. Also wenn du jammerst und es dir schlecht geht, weil du dir nicht helfen lassen möchtest, dann tue etwas für DICH, denn wir können das nicht für dich übernehmen! Wir können nur versuchen, dir mit Beiträgen Denkanstöße zu geben und ich habe von so vielen Usern gelesen, dass sie nicht mehr helfen möchten.


    Irgendwann wird kaum mehr jemand etwas schreiben. Hast du ja selbst vor einigen Tagen gesehen. Erst, als es dir immer schlechter ging, kamen einige aus ihren Löchern und haben versucht, dir beizustehen. Reize das nicht aus.


    Ich hoffe, du findest einen Weg, der dir hilft. Du bist für dich selbst verantwortlich. @:)

    Juley, beantworte doch mal die Denkanstöße von LilaLina. Wie stellst du dir dein Leben in einigen Jahrzehnten vor? Immer noch so wie heute?


    Oder nein, lasse es, wir würden uns doch nur im Kreis drehen. Die Antwort wäre, dass du sehr wohl etwas ändern möchtest, richtig? Nur damit die User dir weiterhin schreiben und nicht aufgeben. Aber durchziehen würdest du es wohl nicht.


    Ich hoffe sehr, dass ich mich mit meinen Gedanken täusche.

    Zitat

    Also die Reha hatte nun mal gar nix mit der Psyche zu tun!!

    Nein. Aber es war mal wieder eine willkommene Option, sich umsorgen zu lassen. Entweder Du fixierst Dich auf körperliche Dinge und suchst Dir darüber Aufmerksamkeit. Und wenn da mal nichts Akutes ist, dann ist es das Essen oder Selbstverletzung. Und dann fangen wir wieder von vorne an. Wieder und wieder und wieder.


    Traurig, dass Du offensichtlich nicht zuletzt auch wg. Selbstverletzung und Suizidalität schaffst, alle für Dich arbeiten zu lassen. Nur leider selber nichts tust. Betreuer, Psychiaterin, Essberatung. Möglichst viele Leute, die vielleicht nicht immer im bilde sind. Jeder wurschtelt für sich, statt Deine Behandlung mal KOORDINIERT ablaufen zu lassen.


    "Ich will meinen Betreuer nicht stören, der ist im Urlaub": Wenn ich Dein Betreuer wäre, hätte ich mein Handy aus und Notfallstrategien (Klinik) besprochen.


    "Ich bin nur in die Geschlosene gegangen unter der Auflage, dass ich Ausgang habe": In der Situation ist man eigentlich nicht in der Position, Forderungen zu stellen.


    Irgendwie läuft da einiges schräg - und hält Dich prima m Teufelskreis.


    Und eigentlich bin ich hier schon lange ausgestiegen... Täglich grüßt das Murmeltier...

    Sorry...


    Mehr kann ich dazu leider gerade nicht schreiben. Es tut mir echt leid. Mein Verhalten. Und ich möchte euch keinesfalls verarschen oder so. Ich merke ja gerade selbst dass es 5 vor 12 ist. Und ich hasse mich für meine Untätigkeit. Und ich habe Angst dass es wieder total eskaliert und ich dann wieder für sehr lange Zeit weg bin. Muss endlich mal meinen Arsch hoch kriegen!!