Na ja, in einer psychosomatischen Klinik erzählen aber fast die Hälfte der Patienten genau so von ihrem Schwindel. Und in den intensiven Gesprächen wird oft offengelegt, was sich da im Leben auch zusammengeschwindelt wird. Da bleibt man beim eigentlich ungeliebten Ehepartner, man hat Schiss, den Arbeitgeber zu wechseln, man kann der blöden Schwiegermutter nicht die Grenze aufzeigen, man beschwindelt sich gerne selbst, was so sein müßte, aber nicht ist.


    Wie ehrlich geht man mit sich selbst um und ist bereit, das zu ändern?


    Solange da nicht auch mal ganz genau hingeguckt wird, halte ich den Hype mit Vitamin D Mangel und Konsorten auch für nicht so immer zutreffend. Aber wer weiß, vielleicht hat das Schlucken auch einen tollen Placeboeffekt und heilt.... Wäre ja sogar toll.


    Eingeklemmter Nerv: vielleicht, das stellt am ehesten ein Osteopath fest, der ein Händchen dafür hat. Blockaden sind meist in bildgebenden Verfahren nicht feststellbar.

    Neben was Benita sagt, wird in der Therapie auch gelernt, erstmal den Schwindel zu akzeptieren. Ihm als etwas zu sehen, der nicht gefährlich oder krankhaft ist.


    Er ist einfach ein Symptom bei Angststörungen wie z.B. getrübte Stimmung bei Depression.


    Dementsprechend behandelt es man so und nicht als eigenständige Erkrankung.


    Benita B


    Ja, Vitamin D kann eine hervorragendes Plazebo sein. Vitamin B und Magnesium werden auch gern gewählt. Aber Leute erklären gern Symptome durch ein Vitamindefizit. Dann muss man ja nicht an der Psyche arbeiten. Es ist dann nicht bedrohlich. Das Problem ist, dass Plazebos meistens nur ca. 3 Monaten funktionieren und das Grundproblem ist nach wie vor nicht gelöst. Man verschiebt das Problem einfach.

    Zitat

    Wie ehrlich geht man mit sich selbst um und ist bereit, das zu ändern?

    Dem kann ich nur zustimmen. Eine Veränderung im Leben hat mir damals auch geholfen, wobei das nur ein Teil von vielen war, die angegangen werden mussten.

    Zitat

    Neben was Benita sagt, wird in der Therapie auch gelernt, erstmal den Schwindel zu akzeptieren.

    Akzeptanz, ein ganz wichtiger Punkt. Nebst dem Schwindel und anderen Symtomen kam bei mir damals noch dazu, die Vergänglichkeit des Lebens so wie eine gewisse Unsicherheit akzeptieren zu lernen.


    Im übrigen, in ganz extremen Lebenssituationen (zb nach der Trennung von meinem langjährigem Partner) zeigt sich auch heute noch ein Schwindel bei mir. Allerdings macht der mir nicht mehr Angst, weil ich kenn ihn ja schon lange, und dann geht er auch schnell wieder weg.

    Ich danke euch fürs mutmachen. Das klingt alles so toll!


    Habe durch euch neuen Mut gefasst und glaube im moment an einem gutem ausgang für mich, jedoch bleibt leider ein restzweifel den Luci32 kennt.


    Aber diesem entgehe ich mit einem Stopmuster. Bei negativem gedanken wende ich es dann an. Nur leider nicht immer erfolgreich, da zu 95% der tag aus dorgen und co besteht.


    Aber da hilft sicher auch fie therapie.


    Nunja was soll ich sagen, heute hat die benommenheit pause. Woran es liegt, kann ich nur vermuten.


    Entweder es sind die aufbauenden worte und die hoffnung oder die kombination aus PMR spazieren und Vitamin D3 + Magnesium oder es liegt daran das mein bruder wieder aus dem krankenhaus ist.


    Oder eben aus allem.... wer weiss das schon.


    Also mein kreislaufschwindel gebe ich mal schuld, weil ich die letzten wochen zu 80% im bett verbringe.


    Ja ich bin schon depressiv geworden. Bestätigte sich auch beim aufnahmegespräch der klinik.


    Zum Magen und dem in die Hose machen:


    Hab schon seit meinem 17ten lebensjahr einen nervösen magen bei aufregung und co. Schluckkrämpfe zb nur in restaurants. Bei ein paar bier, war dies weg. Übelkeit hatte ich auch immer. Seitdem der Schwindel und alles anfing, ist die übelkeit weg. Dafür vermehrter Durchfall und Harndrang bis heute. Also soviel mal dazu.


    Nochmsls vielen Dank an euch allen!!!! @:)

    Zitat

    Nur leider nicht immer erfolgreich, da zu 95% der tag aus dorgen und co besteht.

    Von welcher Art von Drogen sprichst du und was bedeutet das Co.?


    Absonsten ja, Angsterkrankungen können auch weitere Störunge wie Depression oder Sozialphobien auslösen.


    Zum Glück kannst du bald eine umfassende Therapie anfangen. Habe einfach Geduld mit dir. Auch das du nicht alle negativen Gedanken trotz Technik stoppen kannst, ist normal. Es gibt nunmal für solche Dinge keinen Ausschaltknopf. Auch damit muss man lernen unzugehen.

    Hattet ihr denn sonst noch beschwerden die ihr wegbekommen habt?


    Phasenweise hab ich ne derealisation und immer so ne unterschwellig angst. Dann natürlich durchfall ... sobald ich wie heute fast ohne benommenheit klarkomme, ist der stuhlgang auch wieder relativ normal.


    Jetzt kann ich mich natürlich wieder fragen, gibs da nen zusammenhang mit unverträglichkeiten?


    Dazu sagte mir aber jeder Arzt und Heilpraktiker, dass man massiv an übelkeit und bauchschmerzen leidet.


    Aber ne klare linie sehe ich mit allem nicht. Deshalb ist es die psyche.

    Ich hatte eine ganze Palette von Symtomen, die mal mehr oder weniger ausgeprägt waren und sich zT auch abgewechselt haben. Angefangen mit extremen Schmerzen in Brust und Rücken, gefolgt von Atemnot, dann Herzrasen, Herzstolpern, Schwächegefühl in den Beinen, Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, Zuckungen, Kribbeln in den Gliedmassen, verschwommenes Sehen. Einmal Krankenhaus wegen Panikatacke (bekam keine Luft mehr), einmal Krankenhaus, weil ich eine Milch nicht mehr halten konnte...


    Ach ja, und Durchfall hatte ich ständig. Aber das hat mir nicht Angst gemacht. Aber das war etwas, dass am längsten anhielt und ich erst seit drei Monaten komplett weg habe. (seit ich vom meinem Partner getrennt lebe, also auch klar psychosomatisch)


    Aber alle anderen Symtome von oben habe ich seit drei Jahren nicht mehr! Mal etwas verspannt im Rücken und Brustbereich aber sons nix. Gut, kribbeln in den Gliedmassen kam dieses Frühjahr wieder. Da dachte ich ja, "scheisse ez fängt das wieder an." Stellte sich dann aber heraus, dass ich einen Vitamin B12 Mangel hatte (man war uch froh, als das rauskam nach nur einem einzigen Arztbesuch und es nicht wie früher immer o.b. hiess ^^) und mit B12 Spritzen verschwand das Kribbeln auch schnell wieder.

    Ja die beschwerden habe ich auch. Die symptome sind aber auch ohne akute Panikattacke vorhanden gewesen?


    Seit ich zu meinen eltern vorerst zurück bin hatte sich mein durchfall auch gebessert. Kam aber wieder als mein Bruder ins KH musste und notoperiert wurde. (Nix schlimmes)


    Ich frag mich nur wo mein problem sein soll. Letztes jahr dachte ich es wäre der Job. Nachdem wechsel ging es mir schlagartig um 100% besser.


    Nun kommt es leider wieder. Schwindel ich mich mit dem neuen job an?


    Vitamin B12 wollte mich der arzt nicht testen. Sagte der MCV und HG wert sind in ordnung. Habe dann nen test im inet gemacht. Da ist alles ok...


    Heute war die Benommenheit ja weg, und schwups hab ich wieder seit 1ner Std Panikschübe mit derben schwindel.


    Alles sehr sehr komisch...

    Zitat

    Ja die beschwerden habe ich auch. Die symptome sind aber auch ohne akute Panikattacke vorhanden gewesen?

    Ja natürlich. So richtige Panikattacken hatte ich, relativ gesehen, nicht oft. Halt eher so eine ständige latente Sorge und immer mal schubweise Angst, schwer krank zu sein und bald sterben zu müssen. Aber die Symptome waren auch da, ohne direkte Angst oder Panik zu haben. Und was auch immer da war, war dieser ständige Zwang seinen Körper zu beobachten und analysieren zu müssen. Du schreibst, dass du momentan vorallem depressiv rumliegst... da hast du suuuuper Zeit für genau diese Beobachtungen... Die Reihenfolge war bei mir oft so: Beobachten, Symptome, Angst, sich beruhigen versuchen, wieder beobachten...

    Zitat

    Ich frag mich nur wo mein problem sein soll. Letztes jahr dachte ich es wäre der Job. Nachdem wechsel ging es mir schlagartig um 100% besser.


    Nun kommt es leider wieder. Schwindel ich mich mit dem neuen job an?

    Eine bestimmte Veränderung im Leben zu machen, kann ein guter Schritt sein, aber ist nie der einzige, der nötig ist. Es braucht auch in anderen Bereichen (nicht nur in allgemeinen Lebensbereichen) Veränderungen, um auf möglichst vielen Ebenen stabil werden zu können.

    Ich habe es schon probiert zu arbeiten mit einer wiedereingliederung. Jedoch habe ich immer wieder täglich mit den symptomen gekämpft und bin rückfällig geworden. Also hat ablenkung auch nicht viel gebracht.


    Aber das was ich jetzt mache ist auch absolut nicht gut.


    Bis jetzt habe ich noch immer eine Panikattacke. Weiss gar nicht wo die aufmal herkommt. 3 Std und ich laue noch immer durchs haus. Find ich nicht mehr normal. Solange hatte ich dies noch nicht.

    Die Nacht noch einigermassen überstanden?

    Zitat

    Ich habe es schon probiert zu arbeiten mit einer wiedereingliederung. Jedoch habe ich immer wieder täglich mit den symptomen gekämpft und bin rückfällig geworden. Also hat ablenkung auch nicht viel gebracht.

    Solch eine Angsterkrankung ist komplex und hat oft viele Baustellen, die angegangen werden müssen. Ablenkung kann nur beständig helfen, wenn gewisse Vorausetzungen bereits gegeben sind. Sprich, wenn deine Hirnstrukturen wieder etwas aus den antrainierten "Angstbahnen" kommen. Das braucht Zeit und Geduld und Rückschläge gehören zu diesem Weg dazu. Gib einfach nicht auf.

    Zitat

    Aber das was ich jetzt mache ist auch absolut nicht gut.

    Es ist sicher nicht optimal, aber mit der Brechstange kannst du da auch nicht hingehen. Ich habe dich darauf aufnerksam gemacht, damit du das ganze vielleicht besser verstehen kannst, was mit dir gerade passiert und nicht weil ich dachte, dass du diese Situation gleich ändern kannst/wirst. Verstehen der eigenen Situation gehört zu einer der Baustellen.

    Zitat

    Bis jetzt habe ich noch immer eine Panikattacke. Weiss gar nicht wo die aufmal herkommt. 3 Std und ich laue noch immer durchs haus. Find ich nicht mehr normal. Solange hatte ich dies noch nicht.

    Ich hoffe, du hast die Nacht überstanden. Mache dir weniger Stress, wenn mal wieder eine Attacke bei dir anklopft. Gefühle brechen sich gewaltsam ihren Weg, wenn man sie krampfhaft unterdrücken und weghaben will. Hier fängt das mit der Akzeptanz an. Du hast ja mittlerweile Erfahrung mit Panikattacken und du weisst darum auch, dass die auch immer wieder weggehen. Mach dir das bei der nächsten Attacke bewusst. Lasse sie zu, sprich mit ihr. (klingt irgendwie seltsam, aber hst bei mir funktioniert). Momentan sind sie nunmal ein Teil deines Lebens. Nim sie an, erst nach diesem Schritt kannst du sie dann auch langsam wieder loslassen.