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    Ich weiß, dass Neid nicht gut ist. Nur wie "bekämpft" man diesen? Wollen will ich ihn nicht..

    Alias


    bekämpfen ist der falsche Ansatz.


    Wie ich schon am Anfang geschrieben habe, ist der Neid bei dir wahrscheinlich anerzogen durch das Mangeldenken.


    Im Unterbewusstsein werden schon bei Kleinkindern Denkmuster gespeichert.


    Wenn du immer wieder von deiner Mutter hörst, dass sie zu wenig Geld hat, wird das zusammen mit dem Gefühl der Enttäuschung in deinem Gehirn gespeichert.


    Du empfindest das Leben als ungerecht, entwickelst Neid und darum vergleichst du dich mit anderen.


    So ein Denkmuster bleibt, auch wenn man 1000 Euro mehr monatlich hat.


    Es hat mit der Realität nichts zu tun, sondern ist ein Gedanke, der als wahr empfunden wird.


    Darum kannst du mit meinen Tipps auch nichts anfangen. Sie passen nicht zu deinem Denkmuster.


    Man kann Denkmuster verändern, wenn man daran arbeitet, z. B. in einer Therapie.

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    Mein älterer Sohn hat sich mit 19 Jahren eine Eigentumswohnung gekauft obwohl er nichts gespart hatte und nur einen 1-Jahresvertrag für ein Praktikum hatte.

    das ging, weil Ihr Eltern gebürgt habt?


    Das wäre im Falle der TE ja anscheinend nicht möglich.

    Ich habe mehr als 2 Kinder und wir könnten das nicht mit dem Nettoeinkommen, was Du auflistest. Mit Krediten / Kosten für Wohneigentum, Lebenshaltungskosten, Versicherungen etc.. verbrauchen wir bestimmt 300.- am Tag, grob gerechnet. Das ermöglicht ein Leben, so wie Du beschreibst.


    Ich gebe auch zu, ich bin nicht dafür Kinder zu haben um es dann von 6 - 18 aus dem Haus zu haben bzw. haben zu müssen, weil sonst das Geld nicht reicht.


    Besser wäre es, man würde nur einen Traum leben:


    Kinder, dann aber bitte beruflich so positionieren, dass mehr möglich ist -und langfristig die Eltern auhc Zeit mit dem Kind verbringen können. Oder der Traumberuf - der aber so wenig Geld einbringt, dass ein Kind tendenziell nicht möglich ist, zumindest nicht so, wie Du Dir das vorstellst.

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    Deshalb möchte ich dies einfach versuchen in Zukunft zu vermeiden, wenn es eben geht. Das heißt nicht, dass wir uns zu fein sind.

    Ich finde das gut. Wenn es nicht anders geht, nimmt man staatliche Unterstützung in Anspruch - dafür ist sie schließlich da. Das Ziel sollte aber imho immer sein, sich selbst durchbringen zu können. Von vornherein so zu kalkulieren, dass man es sicher nicht alleine stemmen können wird, ist mMn die Blauäugigkeit, die einem dann am Ende auch mächtig hinhängen kann. Ohne Puffer ist immer schlecht. Vor allem dürfte das das Gefühl 'alle anderen haben mehr als wir' nicht beseitigen, sondern eher steigern. Dann siehst du dich um und bist neidisch, weil andere es aus eigenen Mitteln stemmen können; oder dass sie zusätzlich sich noch andere Sachen leisten können; oder dass das Kind später mal dieses und jenes nicht machen kann, weil seine Eltern jeden Cent ins Haus stecken müssen. Es wird immer irgendwer mehr haben, auch wenn man sich mit 'Hängen und Würgen' einen einzelnen Traum irgendwie erfüllt. Das ist also keine Lösung.

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    Ich weiß, dass Neid nicht gut ist. Nur wie "bekämpft" man diesen? Wollen will ich ihn nicht...

    Zunächst Mal muss man einsehen, dass es Neid ist. Eine Sache, die vielen ihr Leben lang nicht gelingt. Insofern hast du Schritt 1 schonmal erledigt :)^ Neid muss auch nicht komplett abgestellt werden; ein minimales "Och mensch, was die haben hätt ich auch gern" ist kein Drama, solange es nicht in richtige Unzufriedenheit ausartet. Als erstes hilft es vielleicht, sich klarzumachen, was man alles hat (nicht, was man nicht hat). Allein schon Berufe zu haben, die einen erfüllen, ist schon eine sehr gute Sache, die viele nicht haben (dieser Gedankengang sollte nur nicht dahin umschlagen, bewusst Dinge rauszusuchen, die andere nicht haben. Der Fokus sollte auf dir/euch bleiben). Immaterielle Ziele sind auch nicht schlecht. Oder Offenheit, irgendwas am Beruf "auszubauen". Du schreibst, dass es da keine Möglichkeiten gibt. Ganz sicher? Manchmal muss man auch nur seine Nische finden.



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    Mit Krediten / Kosten für Wohneigentum, Lebenshaltungskosten, Versicherungen etc.. verbrauchen wir bestimmt 300.- am Tag, grob gerechnet. Das ermöglicht ein Leben, so wie Du beschreibst.

    Das ist allerdings auch schon eine Menge, die nicht zwingend nötig ist. Es sei denn "mehr als 2 Kinder" bedeutet 10 in der Münchener City-Penthousewohnung...

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    Mit Krediten / Kosten für Wohneigentum, Lebenshaltungskosten, Versicherungen etc.. verbrauchen wir bestimmt 300.- am Tag, grob gerechnet.

    Wer so viel verdient, dass er 300 Euro am Tag ausgeben kann, braucht normalerweise keine Kredite ;-) . Ich befürchte, deine "grob gerechnete" Zahl wird einer genauen Prüfung nicht standhalten.


    Ich kenne junge Familien, die mit 2 Kindern und Hauskredit locker mit 3000 Euro im Monat auskommen und dabei nicht mal schlecht leben. Da ist noch Luft nach unten.

    @ Alias

    Zitat

    Ich weiß, dass Neid nicht gut ist. Nur wie "bekämpft" man diesen? Wollen will ich ihn nicht...

    Indem man dicht bei sich selbst bleibt und nicht auf das vermeindlich Bessere der anderen guckt. Oft genug ist es mehr Schein als Sein!


    In der heutigen Zeit wird viel nach Außen hin geprahlt. Der neue Wagen, der offentlichlich vor dem Haus geparkt wird, die teuere Uhr am Handgelenk, die Markenklamotten mit Logo, der 3. Urlaub im Jahr, das neuste Handy usw. usw. Mich erinnert das immer an diese Werbung von früher: Mein Haus, mein Auto, meine Yacht ... War es nicht sogar eine Werbung von der Sparkasse? ]:D


    Ich möchte nicht wissen, wie viel sich oftmals davon nicht wirklich die Menschen leisten können. Leisten können im Sinne: Ich hab das Geld übrig und kaufe es mir. Der Wagen wird geleast oder über einige Jahre finanziert, der Urlaub ist auf Pump, das Konto wird bis zum Limit überzogen, aber Hauptsache, schicke und die neusten Klamotten an.


    Ich kenne genügend Frauen, die sich ihre Termine für den Friseur oder das Nagelstudio immer an den Anfang des Monats legen, weil sie am Ende des Monats das Geld nicht mehr dafür haben. Am Monatsanfang das Geld zurückzulegen, scheint ein Problem zu sein.


    Und unter diesen Aspekten guck Dir ein eigenes Leben an. Und dann erfeue Dich daran, dass es wohl doch so anders bei Euch ist. Ein Leben auf Pump wäre für mich nicht erstrebenswert und wenn man bei vielen HINTER die Fassade guckt, ist vieles nicht so rosig, wie es scheint.


    Natürlich gibt es auch genügend Menschen, die sich all dies leisten können. Die haben aber vielleicht Berufe, wo sie viel arbeiten und entsprechend verdienen, aber auch mit diesem Umstand oder dem Job als solchem nicht glücklich sind. Gibt ja genügend Fäden hier im Forum darüber. Sind also auch keine Menschen, die man beneiden kann.

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    Ich hatte mir für's erste Kind kaum was anschaffen müssen. Kinderwagen und Co hatte ich ausleihen können, das war super. Kleidung bekam ich so viel geschenkt, dass ich auch da erstmal gar nicht's kaufen musste. Es gab und gibt Kleiderbörsen. Auch kann man da tolles Spielzeug günstig kaufen. Seine Sachen verkaufen auch.

    :)^


    Ich muss ganz ehrlich sagen, ich war mir beim Lesen des Fadens stellenweise uneins, ob ich mich über Beiträge ärgere oder lächeln oder die Schultern zucken soll. Habe mein Kind (war zu dem Zeitpunkt nicht konkret geplant) in ziemlich schwieriger Lage bekommen. Beide verschuldet, nicht zusammen gewohnt und wenig Einkommen, ich noch die vielleicht wichtigsten Prüfungen meines Lebens im Nacken / vor Augen. Aktuell haben wir beide jeweils unter 1500 € Verdienst, wenig Platz, kein Wohneigentum, ich noch die Prüfungen vor mir, Papa ist an den Tagen, wo er arbeitet, 13 h außer Haus, Familie wohnt 1,5 - 2 h entfernt und arbeitet größtenteils selbst noch, ist in der Betreuung also gar keine Hilfe.


    Jetzt habe ich einen teuren Halbtags-Krippenplatz (der bezahlt werden will, weil wir knapp über die hiesige Einkommensgrenze kommen).


    Kurzum:


    Ganz gewiss könnt ihr euch eine Zukunft mit Kind leisten!!!


    Etwas bieten können, damit hadere ich im Moment auch oft... aber mein Kind (fast 17 Monate) ist glücklich (daran glaube ich fest), gesund, lebensfroh, entdeckungslustig... man kann einem Kind sehr viel mehr geben und bieten als materielle Werte.


    Eigentum ist so eine Sache. Hätten wir auch gern irgendwann. Ob das jemals klappt, keine Ahnung. Klar, wirtschaftlich gesehen müsste man in diesen Zeiten unbedingt kaufen. Ich habe aber ebenfalls Angst vor großer Verschuldung. Und die vorhandenen Schulden müssen auch erstmal weg, bevor man neue macht. Ganz eindeutig.


    Den Neid kannst definitiv nur du selbst für dich selbst bekämpfen. Mach dir bewusst, was du alles hast. Womit du dich glücklich schätzen kannst! Und mach dir nicht zu viele Sorgen! Alle wollen ihre Sachen loswerden... Kindersachen, egal ob Spielzeug, Kleidung, Ausstattung, gibt es in rauhen Mengen auf Flohmärkten und im Internet!


    Manches kostet, anderes nicht. Zeit und Zuneigung sind unendlich viel mehr wert als Geld. Und ist das Geld wirklich knapp, kann der Staat zuschießen....


    Von der "Bundesstiftung Mutter und Kind" habe ich z.B. ganz am Anfang auch etwas bekommen.


    Alles Gute @:)

    Danke auf jeden Fall auch allen wieder für eure Beiträge @:)


    Ich lese alle definitiv, nur muss man glaub ich nicht auf alles was antworten oder auf alles eine Antwort haben.

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    Oder Offenheit, irgendwas am Beruf "auszubauen". Du schreibst, dass es da keine Möglichkeiten gibt. Ganz sicher?

    Leider ja. Ich kann mich für mich weiter bilden, aber mehr Geld würde ich dafür nicht bekommen. Meinen Partner geht es da ähnlich, wenn er in diesem Betrieb bleiben will. Er ist sich da noch nicht sicher, eben wegen dem Geld. Aufstieg ist ihm jedoch nicht wichtig.

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    Ich möchte nicht wissen, wie viel sich oftmals davon nicht wirklich die Menschen leisten können. Leisten können im Sinne: Ich hab das Geld übrig und kaufe es mir. Der Wagen wird geleast oder über einige Jahre finanziert, der Urlaub ist auf Pump, das Konto wird bis zum Limit überzogen, aber Hauptsache, schicke und die neusten Klamotten an

    Ja da hast du Recht, dass vergisst man im Neid nur leider sehr schnell. Ich war und bin einfach schon immer eine Person gewesen, die sich etwas erst kauft, wenn es das Budget her gibt. Klar kann es mal vorkommen, dass man doch mal einen Kredit braucht, aber das nur bei notwendigen Dingen. Für ein Luxusgut würde ich keinen Kredit aufnehmen, nur damit ich es habe.

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    Natürlich gibt es auch genügend Menschen, die sich all dies leisten können. Die haben aber vielleicht Berufe, wo sie viel arbeiten und entsprechend verdienen, aber auch mit diesem Umstand oder dem Job als solchem nicht glücklich sind. Gibt ja genügend Fäden hier im Forum darüber. Sind also auch keine Menschen, die man beneiden kann.

    Da kenne ich auch Beispiele im Freundeskreis. Sie versuchen sich quasi für die harte Arbeit zu belohnen. Ob sie damit glücklicher sind, kann ich nicht beurteilen.

    @ sweet-soccerfreak

    Vielen lieben Dank für deinen Beitrag @:)


    Es zeigt mir, dass man mit diesem Geld durchaus über die Runden kommen kann. Vor allem bis ich dann wieder arbeiten gehen werde.

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    Ich möchte nicht wissen, wie viel sich oftmals davon nicht wirklich die Menschen leisten können. Leisten können im Sinne: Ich hab das Geld übrig und kaufe es mir. Der Wagen wird geleast oder über einige Jahre finanziert, der Urlaub ist auf Pump, das Konto wird bis zum Limit überzogen, aber Hauptsache, schicke und die neusten Klamotten an.


    Ich kenne genügend Frauen, die sich ihre Termine für den Friseur oder das Nagelstudio immer an den Anfang des Monats legen, weil sie am Ende des Monats das Geld nicht mehr dafür haben. Am Monatsanfang das Geld zurückzulegen, scheint ein Problem zu sein.

    Ja, das ist wirklich keine Seltenheit. Erstrebenswert find ich's nicht... :-/

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    Hat dich der Faden eigentlich schon weitergebracht? Wie steht dein Partner eigentlich dazu? Welche Lösungen sieht er?

    Ja definitiv! Es es hat mir gezeigt, dass selbst wenn alles so bleibt alles halb so wild ist. Klar, kann man mit Kind nicht mehr so weiter leben, wie bisher und man müsste sich einschränken, aber dass wäre es uns dann Wert.


    Mein Partner weiß, dass es dann sehr sehr knapp werden würde. Er macht sich aktuell auch viele Gedanken, ob er das so weiter machen will. Denn die Kombination erfüllt ihn leider auch nicht sehr - sehr viel Arbeit, blödes Arbeitszeiten und schlecht bezahlt (und keine freie Urlaubsplanung). Und dass alles nur weil es seine Berufung ist?! Er weiß es noch nicht. Er ist ein Mensch der etwas länger braucht über Sachen nachzudenken, aber wenn er sich dann entschieden hat, steht er auch hinter seiner Entscheidung.


    Er sagte vor ein paar Tagen (wir reden viel drüber), dass er dies so in 2 Jahren nicht mehr machen möchte.

    Das klingt doch schon mal gut.

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    Und dass alles nur weil es seine Berufung ist?!

    Wie schon von anderen gesagt: Dass er seine Berufung gefunden hat, ist sehr viel wert. Das sollte er nicht leichtfertig aufgeben aufgeben nur um mehr Geld zu verdienen, er soll lieber überlegen, wie er sein Einkommen mit seiner Berufung erhöhen kann. Wenn er sich darauf konzentriert, findet es vielleicht Wege. Leute die ihrer Berufung folgen, sind normalerweise auch sehr gut darin. Damit hat man durchaus verschiedene Möglichkeiten.

    Da habt ihr auch alle Recht mit ;-D


    Ich bin auch der Meinung er sollte sehen, ob er in irgendeine Richtung gehen kann mit seiner Berufung. Nur für das Geld um die Uhrzeit zu arbeiten und dann noch vorgeschrieben bekommen, wie er Urlaub nehmen muss, will er einfach nicht mehr auf Dauer so hinnehmen.