Keine Luft zum Atmen

    Guten Abend!


    Für meine derzeitige Situation muss ich leider etwas ausholen.


    Nachdem meine Mutter sich Mitte Mai von meinem Papa getrennt hat, eskalierte die Situation leider.


    Meine Mutter verlor die Kontrolle über sich und hat vor meinen Augen auf meinen Papa eingeprügelt.


    Natürlich hätte er sich wehren können, aber auch da galt und gilt für ihn, dass er keine Frauen schlägt.


    Die Polizei kam und die Situation beruhigt sich, sodass ich nach Hause fuhr.


    Als ich am nächsten Tag zu meinen Eltern fuhr, war jedoch keine Spur von meiner Mutter, diese hat die Familie einfachso über Nacht verlassen und ist zu einem anderen Mann nach Bayern gezogen.


    Leider hatte das als Konsequenz, dass ich unseren Hof übernehmen musste.


    Also ließ ich mich kündigen, um den Hof zu retten.


    Schließlich will und wollte ich nicht, dass alles zu Bruch geht, nur weil sie einfach abhaut.


    Im August dann der nächste Schlag ins Gesicht.


    Innerhalb von 10 mussten 3 Pferde eingeschläfert, um welche wir uns 6 Jahre mindestens gekümmert hatten.


    Zu dem Zeitpunkt hatte ich mich etwas erholt und bin aber sofort wieder in ein Loch gefallen.


    Ich kümmerte mich also um einen Platz in einer Akut-Tagesklinik.


    Leider wurde dort erst Anfang September ein Platz frei, sodass ich den Platz nicht nehmen konnte, weil ich seit dem 01.09. wieder arbeite.


    Einen Termin bei einem niedergelassenen Arzt zu bekommen ist möglich, mit Wartezeit bis zu 6 Monaten.


    Ich merke mittlerweile, dass mir das alles zuviel wird.


    Ich arbeite auf Schicht und habe noch den Hof nebenbei, wo sich drum gekümmert werden muss.


    Hierbei geht es mir nicht um körperliche Arbeit, eher um den seelischen Aspekt.


    Für alles und jeden muss bzw soll ich Entscheidungen treffen, man geht mir mit Sachen auf die Nerven, welche die Leute auch selber entscheiden können usw.


    Ich weiß einfach nicht, wie ich Abstand davon gewinnen kann.


    Vielleicht kann mir jemand dabei behilflich sein.

  • 11 Antworten

    Hallo Peddi!


    Sorry für die späte Antwort!


    Mein Traum ist es definitiv, auch wenn ich durch die Umstände ins kalte Wasser geworfen worden bin.


    Ich gehe stark davon aus, wenn ich nicht noch einen Vollzeitjob hätte, die Sache ganz anders aussehen würde.


    Leider wirft der Betrieb nicht genug ab, sodass ich davon leben könnte.

    Ich sehe es an unserem Hof. Der eigentliche Betrieb wird vom Mann geleistet (Tiermast und Felder bestellen ect.) und die Frau kümmert sich zusätzlich um die Pferde.


    Routiniert und gut organisiert hat sie ihr System gefunden. Nur wenn jetzt jeder Einstaller mit einer Extrawurst kommt und sie ständig in Gespräche verwickelt, wird ihr Arbeitstag auch viel zu lang.

    Und genau das ist das Problem.


    So ist die Sache super zu bewältigen.


    Nur wenn einem die Leute dann noch mit sämtlichen Extrawürsten kommen, wird es schlicht und ergreifend zuviel.


    Und genau aus dem Grund habe ich mit meinem Papa diese Abmachung getroffen.


    Dauernachtschicht schlaucht eben auch.

    Ich sag dir ganz ehrlich, was das Problem ist. Dir ist das alles einfach zu viel. Der Stress und die Verantwortung, die du dir selbst auferlegt hast, wächst dir über den Kopf.


    Da musst du etwas ändern, sonst machst du dich damit irgendwann selbst kaputt.


    Du schreibst, dass der Betrieb nicht genügend abwirft, um davon zu leben, aber wieso machst du dann nicht einen Teilzeitjob nebenbei? Hof und Vollzeitjob scheint mir einfach zu viel Arbeit und zu viel Stress zu sein. Dann kommt noch die psychische Belastung dazu und dann wird es irgendwann eine untragbare Last. Sprich mit deinem Chef, ob du vielleicht auch auf Teilzeit arbeiten kannst oder schaue dich nach Alternativen um.


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