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    Leider musste ich in diesem Faden soviel Vorwürfe, Kritik und Unterstellungen lesen, dass es mir reicht. Deshalb habe ich das geschrieben.

    Naja – dafür kann ich jetzt nichts; bekomme aber trotzdem deinen Unmut ab. ... Für einen Austausch finde ich das etwas abschreckend. Kommunikation/ein Austausch beruht für mich auf Gegenseitigkeit. Unter einem gelungenem Austausch verstehe ich deshalb, dass beide gegenseitig aufeinander eingehen, sich beide darum bemühen den anderen zu verstehen (inhaltlich, aber auch emotional).


    Stichwort: Empathie + gegenseitige Rücksicht + Ehrlichkeit/Transparenz. Damit meine ich insbesondere, dass man das ernst nimmt, was der andere schreibt. Ihm das als seine persönliche Wahrheit glaubt. Das geht aber nicht, wenn der andere bewusst "irgendwas" antwortet, um seine Ruhe zu haben. Böse gesagt: Absichtlich intransparent ist (bzgl. seiner Meinungen, seiner Motive, usw.)... Es kommt dann zu Missverständnissen und Verwirrung.

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    Ich weiß von Dir, dass Du in aller Regel freundliche, vernünftige und durchdachte Beiträge schreibst. Von daher hätte ich auch einfach nachfragen können.

    Ja.

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    Ich versuche es also nochmal anders:

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    Diese deine Prämisse erklärt so einiges.

    Was erklärt Dir diese Prämisse?


    Ist die Frage so ok?

    Ja so ist sie verständlich für mich. Du hattest geschrieben:

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    Es wird wohl eine Begründung erwartet. Ich würde hier (fast) alles schreiben, um zu begründen, warum ich auf bestimmte Beiträge nicht eingehe. Hauptsache es wird akzeptiert.

    Du würdest (fast) alles schreiben, um deine Ruhe zu haben ... Hauptsache der andere schluckt deine Begründung.


    Ich verstehe das nicht – zumindest nicht, wenn dein Ziel ist vom anderen verstanden zu werden. Warum sagst du nicht entweder, dass du auf etwas nicht eingehen möchtest und begründest das authentisch? Z.B. mit "Darauf möchte ich nicht weiter eingehen, weil mir das zu privat ist/weil ich darüber nicht reden möchte/weil ich damit schlechte Erfahrungen gemacht habe." ... Ist ja "egal" letztlich – Hauptsache du bleibst ehrlich dabei; du kannst auch knapp sagen: "Darauf möchte ich nicht eingehen. Bitte versteh das." ... So das war von mir eine rhetorische Frage, sonst antwortest du mir als Begründung für dein Verhalten noch "irgendwas". :-p ;-) ... Wie soll ich dich da als Gesprächspartner insgesamt ernstnehmen inhaltlich? Könnte ja sein, dass du bei anderen Aussagen auch (bewusst) etwas Unwahres gesagt hast (warum auch immer). ??Einen Grund, der da vermutlich mitreinspielt bei dir, kenne ich ja sogar. Aber ich denke den würden auch andere verstehen, wenn du ihn sagen würdest.??


    Aber wenn du "irgendwas" antwortest und als vermeintliche Begründung abgibst und der andere deine Antwort ernstnimmt (als authentische Antwort) legst du den Grundstein für das Missverständnis. Oder falls der andere ahnt/erkennt, dass deine Antwort nicht stimmt: Du verärgerst/verprellst damit deine Gesprächspartner. ... Spätestens, wenn der dann darauf eingeht (so wie Individualist z.B.); Zeit & Mühe aufwendet für dich und du dann deinerseits sinngemäß sagst: "Verarscht, das war doch bloß so dahergesagt damit ich meine Ruhe habe. Wie kannst du das nur geglaubt haben! Echt jetzt ... keiner versteht mich." (ich habs extra übertrieben dargestellt, um dir ein mögliches und naheliegendes Erleben des anderen darauf zu spiegeln.


    Du musst dein Kommunikationsverhalten nicht ändern. Aber andere Gesprächsteilnehmer werden darauf reagieren und ihre jeweiligen Konsequenzen ziehen. Die meisten wollen eine gewisse gleichrangige Basis für ein Gespräch; sprich was du vom anderen erwartest, "solltest" du im Ansatz wenigstens auch dem anderen zukommen lassen. Gleiche Basis bzgl. Wertschätzung, Respekt und wichtig: Empathie. ... Persönlich finde ich das mehr als legitim diese "Gleichseitigkeit" zu erwarten.

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    Leider musste ich in diesem Faden soviel Vorwürfe, Kritik und Unterstellungen lesen, dass es mir reicht.

    Du hast dich ziemlich ausfuehrlich daran abgearbeitet. Du hast mal geschrieben, du willst nur das Positive sehen und benutzen (so ungefaehr, sinngemaess, soweit ich es verstanden hatte). Als Individualist darauf einging, schriebst du, das haettest du eigentlich nicht so gemeint. Aber ich denke, im Grunde war da eigentlich eine ganz brauchbare Erkenntnis drin, naemlich dass ich denke, man kann sich aus so einem Faden am Besten etwas Nuetzliches mitnehmen, wenn man gezielt nach dem Nuetzlichen und Anregenden sucht, und sich nicht allzu ausfuehrlich an dem aufhaelt, was einen aergert und stoert.

    @ Lewian

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    ich denke, im Grunde war da eigentlich eine ganz brauchbare Erkenntnis drin, naemlich dass ich denke, man kann sich aus so einem Faden am Besten etwas Nuetzliches mitnehmen, wenn man gezielt nach dem Nuetzlichen und Anregenden sucht, und sich nicht allzu ausfuehrlich an dem aufhaelt, was einen aergert und stoert.

    Genau. Damit beschreibst Du ganz gut meinen Ansatz des positiven Denkens. Wenn Du magst, kannst Du darüber mit Individualist diskutieren.


    Ich verabschiede mich hier erstmal.

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    Genau. Damit beschreibst Du ganz gut meinen Ansatz des positiven Denkens. Wenn Du magst, kannst Du darüber mit Individualist diskutieren.


    Ich verabschiede mich hier erstmal.

    Siehst du, dieser Satz ist wieder eine verbale Ohrfeige. Du hast deine Gründe und wer hier mitgelesen hat, wird annehmen, du bist einfach erschöpft von dieser Diskussion und daher ziehst du dich etwas kurz angebunden zurück. Wahrscheinlich ist das auch so?


    Jetzt hat aber dein Gegenüber, sich sehr stark in dich hineinfühlen müssen, um zu diesem Schluss( mag er stimmen oder nicht) zu kommen. Umgekehrt kommt von dir wenig bis nichts, was darauf schließen lässt, dass du dir eine solche Mühe bei anderen machst.


    Du wirkst auf mich, wie ein Automat, in den man ständig Münzen werfen soll, obwohl nie etwas rauskommt.


    Ich würde dich jedenfalls gerne verstehen, aber ich habe den Eindruck du selbst hast nicht einmal die Geduld, dich selbst zu sortieren. Es wirkt als würdest du immer auf halben Weg die Motivation verlieren, oder auf irgendeine unsichtbare Mauer treffen, die nur du sehen kannst.


    Shojo hat ja bereits von dem Mann der auf dem Boden sitzt geschrieben und du bist auch darauf eingegangen. Mir hat sich eher das Bild eines Kindes aufgedrängt @:) , auch schon in anderen Fäden übrigens. Du kommst mir hilflos vor, irgendwie ohne Halt.


    Gerade auch bei diesem Mann und Frau Thema, habe ich immer den Eindruck gehabt, dein inneres Kind klammert sich an einen Halt, den es verlieren könnte, wenn es nicht die Menschheit in zwei unterschiedliche Kategorien einteilen kann.


    Aber da du nicht unbedingt leicht zu lesen bist, kann das auch alles völliger Mumpitz sein.

    ich glaube, du weißt gar nicht, was "verstehen" bedeutet, bzw. die definitionen anderer user von verstehen (oder verständnis?) unterscheiden sich hier größtenteils von deiner definition.


    wieder eine prämisse, die, da sie nicht geteilt wird, zu mißverständnissen führt.


    dazu kommt: sich verstanden oder unverstanden zu fühlen ist eine sache, sich selbst zu verstehen mag eine andere sein; ob man sich selbst aber versteht (so subjektiv das ist) beeinflußt zu einem signifikanten teil, ob man sich überhaupt verstanden fühlen kann.


    daß verstehen, verständnis haben und einer meinung zu sein auch zwei verschiedene dinge sind, ist hier ja schon hinreichend erklärt worden.


    verständnis zeigen ist schlußendlich noch so ein begriff: wie signalisiert man sich gegenseitig verständnis? warum? welchen effekt hat das?


    es ist dir unglaublich wichtig, dazuzugehören, akzeptiert zu werden. das bedeutet, daß du dich nicht so fühlst, als wäre das gegeben.


    ich begegne der welt mit der grundannahme, daß ich akzeptiert werde, daß ich einen platz habe, der einfach gegeben ist. ob mir den jemand zugesteht oder nicht. das erleichtert mir augenscheinlich einiges.

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    ich glaube, du weißt gar nicht, was "verstehen" bedeutet, bzw. die definitionen anderer user von verstehen (oder verständnis?) unterscheiden sich hier größtenteils von deiner definition

    Wann fühlt sich jemand verstanden und das auf eine groben Definitionsbasis: Ich fühle mich verstanden, wenn jemand nachvollziehen kann, was ich sage, wie ich denke und fühle. Völlig unabhängig davon, wie ein anderer denkt, also er muss nicht wie ich denken aber er muss nachvollziehen können, wie es mir geht.


    Verstanden fühlen, Verständnis haben wird allgemein allerdings eher so definiert, dass man dem Gegenüber auch zustimmt, ihm recht gibt, es quasi gut heißt, was das Gegenüber sagt und wie es wertet. Viele müssen sich mit dem identifizieren können, was sie lesen oder was ein anderer sagt um "zu verstehen". Das sieht man ja auch an manchen Fäden. Oft fragt jemand – geht es jemandem auch so? Und wenn einige schreiben, ja, der Text hätte von mir kommen können, dann schreibt dieser jemand – toll, schön, dass ich nicht alleine bin, dass ich weiß, dass es anderer gibt, die auch so fühlen und denken. Nicht umsonst heißt es: Gleich und gleich gesellt sich gerne. Allerdings gibt es da auch: Gegensätze ziehen sich an, also Menschen, die nicht nach jemandem suchen, der ihnen gleicht, sondern es als Ergänzung sehen, wenn jemand anders denkt. Da ist Empathie notwendig, um sich in den anderen hineinversetzen zu können. Wenn jemand so denkt wie ich, dann braucht es keine Empathie.

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    Genau. Damit beschreibst Du ganz gut meinen Ansatz des positiven Denkens. Wenn Du magst, kannst Du darüber mit Individualist diskutieren.


    Ich verabschiede mich hier erstmal.

    Das muss Deine Art der Gegenseitigkeit sein, auf welcher Deines Erachtens fruchtbare Kommunikation beruht.


    Oder hängts am Wohlwollen?

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    Außerdem möchte ich noch Wohlwollen hinzufügen.

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    Siehst du, dieser Satz ist wieder eine verbale Ohrfeige. Du hast deine Gründe und wer hier mitgelesen hat, wird annehmen, du bist einfach erschöpft von dieser Diskussion und daher ziehst du dich etwas kurz angebunden zurück. Wahrscheinlich ist das auch so?


    Jetzt hat aber dein Gegenüber, sich sehr stark in dich hineinfühlen müssen, um zu diesem Schluss( mag er stimmen oder nicht) zu kommen. Umgekehrt kommt von dir wenig bis nichts, was darauf schließen lässt, dass du dir eine solche Mühe bei anderen machst.

    Ich habe das nicht als Ohrfeige von ihm verstanden. Er hat im Prinzip was Positives ueber mein Posting geschrieben und ich hatte jetzt auch keine konkreten Erwartungen, was er mir da sonst haette antworten sollen, die er haette enttaeuschen koennen.


    Mal ganz allgemein kann ich den Anspruch nicht nachvollziehen, den einige anscheinend daran haben, wie auf ihre Sachen geantwortet werden soll. Dass mond+sterne im kommunikativen Bereich ein Problem hat, ist doch ganz offensichtlich. Und er hat sich ja durchaus eine gewisse Bekanntheit hier erarbeitet; wenn man also gewisse Dinge an ihm problematisch findet, versucht, ihm quasi "den Marsch zu blasen", und er darauf dann so eingeht, wie es mehr oder weniger zu seiner bisherigen Linie passt (die man ja aus guten Gruenden problematisch finden kann, aber es ehrt ihn immerhin, dass er selber irgendwie ein Problem zu sehen scheint), sehe ich nicht, wieso man sich dann darueber so sehr aergert oder sich eventuell gar beleidigt oder "abgewatscht" fuehlt. Ich denke, wenn man ihm was schreibt, liegt das Risiko, dass eine derartige Antwort kommt, doch schon auf der Hand. Wenn man das nicht tolerieren kann, warum faengt man dann ueberhaupt an? Klar hofft man, dass es sich vielleicht anders entwickelt hier, aber wie weit kann man sich schon in einer solchen Diskussion in ein paar Tagen entwickeln?

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    Wann fühlt sich jemand verstanden und das auf eine groben Definitionsbasis: Ich fühle mich verstanden, wenn jemand nachvollziehen kann, was ich sage, wie ich denke und fühle. Völlig unabhängig davon, wie ein anderer denkt, also er muss nicht wie ich denken aber er muss nachvollziehen können, wie es mir geht.


    Kleo

    Das deckt sich mit meiner Definition von "jemanden verstehen". Das fällt mMn unter kongnitive/rationale Empathie. Also Mitdenken, aber nicht umbedingt mitfühlen.