mond+sterne

    Du schreibst im Faden:


    Ja, sie denken sich schließlich nichts dabei, weil sie es witzig finden.


    Ich habe das anders verstanden. Die Person, die den Witz gemacht hat, fand es witzig aber nicht die Partnerin.


    Ich finde, dass es da nicht um Witze alleine geht, die nicht witzig sind, sondern um Witze, die auf Kosten anderer Menschen gemacht werden. Der Walross-Witz würde von vielen sicher als witzig aufgefasst werden, wenn er erzählt werden würde. Natürlich trotzdem nicht von jedem, denn Humor liegt eben im Auge des Betrachters, wie so vieles. So geht er auf Kosten einer Person, die dabei steht.


    Es gibt unterschiedliche Auffassungen von Humor. Nur, weil ich etwas witzig finde, heißt es nicht, dass ein anderer, der es nicht für witzig hält humorlos ist. Der hat einen anderen Humor.


    Viele sagen - was für mich witzig ist ist humorvoll, demnach ist alles, was andere nicht für witzig halten humorlos. Auch eine Möglichkeit der Bewertung.

    Zitat

    Zu dem Thema habe ich am Beispiel von Witzen, die nicht witzig sind, dort etwas geschrieben.

    Ich kann da nicht viel erkennen, was Du zur Wahrheit geschrieben hast. Du hast Deine Meinung mitgeteilt. Das ist Deine Wahrheit. Dasselbe gilt für alle anderen. Oder was meinst Du, was Du zur Wahrheit geschrieben hast?

    LovHus

    Zitat

    Ich will nicht für mond+sterne antworten, doch finde ich völlig verständlich, was er schreibt. Ist man nur in sich versunken, hat man sich verloren, denn: Die Wahrheit beginnt zu zweit. Allerdings ist für die im gleichnamigen Buch vorgestellte Zwiesprache ein Internetforum ein denkbar ungeeigneter Raum.

    In sich versunken kann auch bedeuten, sich verloren zu haben. Soweit komme ich mit. Und weiter? Wie ist die Denkweise und wie sind die Denkzusammenhänge unter diesen Kriterien? Welche werden noch aufgestellt? Die Erklärung für diese Denkweise lieferst Du nicht mit. Der Ausgangspunkt ist also jener, dass Wahrheit erst als solche angesehen werden kann, wenn es mir ein Gegenüber bestätigt, oder?


    Vielleicht schreibst Du einfach, was Du damit meinst (egal ob es irgendwo in einem Buch steht oder nicht). Ich meine, wenn ich sage, das ist grün und ein anderer sagt das ist blau - was ist dann nach dieser Auffassung die Wahrheit?

    Zitat

    Ich kann da nicht viel erkennen, was Du zur Wahrheit geschrieben hast. Du hast Deine Meinung mitgeteilt. Das ist Deine Wahrheit. Dasselbe gilt für alle anderen. Oder was meinst Du, was Du zur Wahrheit geschrieben hast?


    (Kleio)

    Ich habe alles geschrieben, was nötig ist, um das hier entstandene Missverständnis aufzuklären.


    Mehr möchte ich zum Thema Wahrheit nicht schreiben. Ich stelle einfach nur fest, dass niemand hier meine Einstellung zu dem Thema versteht.


    Damit bin ich beim nächsten Punkt, was wichtig ist, um verstanden zu werden. Man braucht jemanden, der offen ist für das, was man sagt.


    Ich wähne mich da in einer schwierigen Situation, weil ich einerseits dafür verantwortlich bin, verstanden zu werden, wenn ich etwas sagen möchte. (Du, Kleio, hast in diesem Beitrag auf diesen für mich wichtigen Aspekt hingewiesen)


    Andererseits kann ich nicht über den Zuhörer verfügen. Es ist seine Sache, ob er sich mir öffnet.

    mond+sterne

    Gutes Beispiel, was wir haben. :-)


    Im Moment versuche ich zu verstehen, wo Du stehst, wie Du über ein Thema denkst, ich reflektiere, was ich verstehe, damit Du es berichtigen kannst, damit ich nachvollziehen kann, wie Du denkst und fühlst. Im obigen Beitrag lässt Du für mein Verständnis die Wand herunter. In jedem anderen Faden denke ich mir: Alles klar, kein Interesse zu einer Auseinandersetzung und suche mir einen andere Beitrag, der Interesse in mir weckt, wenn mein Interesse einem Dialog zu einem Thema gilt. Wenn ich daran nicht interessiert bin, wie andere meinen Beitrag auffassen, dann spielt es keine Rolle. Das kann ja unterschiedlich sein.

    Zitat

    Ich habe alles geschrieben, was nötig ist, um das hier entstandene Missverständnis aufzuklären.

    Und ich habe noch Fragen bzw. reflektiere, was ich verstanden habe, damit Du es berichtigen könntest, falls Du den Eindruck gewinnst, dass ich nicht in Deinem Sinne interpretiere. Wenn keine Zusatzinformation kommt, dann bleibt die Auseinandersetzung mit dem Thema auf diesem Stand stecken.

    Zitat

    Damit bin ich beim nächsten Punkt, was wichtig ist, um verstanden zu werden. Man braucht jemanden, der offen ist für das, was man sagt.

    Sehe ich auch so. Damit es zu einem Dialog kommt, braucht es zwei die offen sind. Sonst kann man den anderen nicht dort abholen, wo er steht. Dazu ist es notwendig, dass sich beide auf die jeweils andere Denkweise einlassen und sich mit der Denkweise des anderen auseinandersetzen. Ansonsten bleiben es Monologe.


    Wie stellst Du Dir einen Dialog mit Dir vor?

    Zitat

    Ich wähne mich da in einer schwierigen Situation, weil ich einerseits dafür verantwortlich bin, verstanden zu werden, wenn ich etwas sagen möchte. (Du, Kleio, hast in diesem Beitrag auf diesen für mich wichtigen Aspekt hingewiesen)

    Was meinst Du damit? Ist die schwierige Situation für Dich die, dass Du versuchen müsstest es auf eine andere Art zu erklären, damit ich Deine Gedankengänge nachvollziehen kann? Ist es Deine Wertung, die die Situation für Dich schwierig macht? Oder was ist die Schwierigkeit für Dich?

    Zitat

    Andererseits kann ich nicht über den Zuhörer verfügen. Es ist seine Sache, ob er sich mir öffnet.

    Da schließe ich mich danae87s Frage an.

    Also ich habe jetzt Danaes/Deinen Beitrag vom 05.01.16 11:52 im Hinterkopf. Außerdem habe ich Eure Frage im Hinterkopf, woran ich erkennen könnte, wenn sich mir jemand öffnen will.


    Dann habe ich noch die Themen Wahrheit Einbahnstraßenkommunikation und Verantwortung des Empfängers im Kopf. Das sind Themen, die ihr in die Diskussion eingebracht habt.


    Dann habe ich noch die Sache mit dem versunken sein und sich verloren haben im Kopf. Das kam von mir.


    Ihr wundert Euch vermutlich nicht, wenn ich das jetzt mal kurz aufschreibe (und ich habe in der Tat nicht lange gebracht um diese paar Sätze zu schreiben).


    Es ist aber für mich eine ungewöhnliche Leistung. Ich habe nämlich ein paar Gedanken aufgeschrieben, die ich gerade im Kopf habe. Meistens sind die Gedanken, die ich gerade im Kopf habe wieder weg, wenn ich an der Tastatur sitze. Deshalb ist es sehr mühselig für mich, Beiträge zu schreiben.


    ...

    Ich habe einen Block und einen Stift immer griffbereit liegen. Außerdem mache ich morgens den Computer schon vor dem ersten Kaffee an, damit ich jederzeit ein paar Gedanken festhalten kann.


    Das ist meine Methode.


    Das ist jetzt gleichzeitig ein Beispiel für Selbstbehauptung, so wie ich es verstehe. Ihr habt Eure Methoden gepostet. Ich habe meine Methode gepostet. Alles gut!?


    Für mich hat das nichts mit Kampf zu tun. Was meinst Du, Danae? Was verstehst Du unter Selbstbehauptung? Inwiefern hat es für Dich etwas mit Kampf zu tun?

    @ LovHus

    Zitat

    Mache ich auch gerne.

    Warum "auch"? Ich mache es nicht gerne. Ich schreibe seit Anfang des Jahrhunderts Blöcke voll mit allen möglichen Gedanken, und der Sinn der Sache hält sich ziemlich in Grenzen. Denn über kurz oder lang landen all die mehr oder weniger schönen Gedanken im Altpapier.


    Es ist also eher sinnlos, und ich frage mich, warum ich mit diesem sinnlosen Blödsinn nicht aufhöre. (Weil ich die Hoffnung habe, dass es irgendwo doch noch etwas bringen könnte, und weil mir nichts Besseres einfällt.)

    Zitat

    Warum "auch"

    Mache ich auch: nämlich Gedanken notieren, die ich gerade im Kopf habe. Das "gerne" war eine Aussage über mich.


    Ich finde, deine Erläuterung, warum du es nicht gerne machst und es dir sinnlos vorkommt, passt gut zu deinem Gefühl, in dir verloren zu sein, und der Wunsch, dich zu öffnen wird verständlich.

    Zitat

    Das ist jetzt gleichzeitig ein Beispiel für Selbstbehauptung, so wie ich es verstehe. Ihr habt Eure Methoden gepostet. Ich habe meine Methode gepostet. Alles gut!?


    Für mich hat das nichts mit Kampf zu tun.

    Anscheinend hast du an "Kampf" gedacht, sonst hättest du nicht geschrieben, es hätte für dich nichts mit Kampf zu tun. Aber du scheinst davon auszugehen, dass es für andere Menschen mit Kampf zu tun hat. Danae fragst du sogar explizit danach.


    Auch die Frage "Alles gut!?" verstehe ich, als hättest du Sorge, eine Methode wäre gepostet worden, um in den Kampf gegen deine zu treten. So, als wäre schon allein der Hinweis auf eine Methode ein Tipp oder Ratschlag, sich dieser Methode "bitte sehr" auch zu bedienen.


    Nach außen wirkt das so, als hätte niemand an Kampf gedacht, außer mond+sterne, der sich zur Selbstbehauptung genötigt fühlt. Aber es ist tatsächlich so, wie du schreibst: Hier wurden ein paar Methoden gepostet. Alles gut. (Ohne Fragezeichen, ohne Ausrufezeichen, einfach nur: Alles gut.) Es hat wirklich nichts mit Kampf zu tun. Es weckt nicht mal Assoziationen an Kampf (jedenfalls nicht bei mir).


    Und dann folgt in deinem Absatz an mich deine Selbstkritik deiner Methode als einer, die "sinnlosen Blödsinn" produziert. Mit deiner Methode ist offenbar nicht "alles gut" für dich. Das wirkt wiederum nach außen so, als zeigtest du eine gewisse Öffnung, die interessiert ist an Alternativen, die für dich vielleicht besser funktionieren.


    In dieser Konstellation ist der Wunsch nach Öffnung gleichbedeutend mit dem Wunsch nach einem Selbst, das sich seiner Selbst auch dann sicher bleibt, wenn in dieser Öffnung etwas Fremdes auftaucht, ein Selbst, das sich nicht quasi automatisch genötigt fühlt, dem Fremden Eigenes entgegenzustellen, um sich zu behaupten.

    Zitat

    Und dann folgt in deinem Absatz an mich deine Selbstkritik deiner Methode als einer, die "sinnlosen Blödsinn" produziert. Mit deiner Methode ist offenbar nicht "alles gut" für dich. Das wirkt wiederum nach außen so, als zeigtest du eine gewisse Öffnung, die interessiert ist an Alternativen, die für dich vielleicht besser funktionieren.

    Genau. Eine Alternative könnte beispielsweise sein, meine Gedanken hier zu posten, anstatt sie auf einen Block zu schreiben (was natürlich etwas problematisch ist, weil meine Gedanken häufig unverständlich oder missverständlich sind, und deshalb nicht öffentlichkeitstauglich).

    @ LovHus

    Danae hatte in ihrem Beitrag, den ich in meinem vorangehenden Beitrag verlinkte, geschrieben, für sie habe Selbstbehauptung etwas mit Kampf zu tun.


    Ich habe deshalb das Wort "Kampf" aus ihrem Beitrag aufgegriffen, um zu klären, ob sie einen anderen Begriff von Selbstbehauptung hat, oder ob sie das, was ich unter Selbstbehauptung verstehe, tatsächlich als Kampf ansieht.


    Dementsprechend richtete ich einige Fragen an Danae, um das zu klären.


    Meiner Ansicht nach sollte alles klar sein, nachdem ich meine Methode gepostet hatte. Ich habe mich lediglich entschieden, das als Frage zu formulieren, weil andere es eventuell anders sehen. Erst dadurch, dass Du sie mir beantwortet hast, kann ich mir sicher sein, dass Du nicht auf Deinem Recht beharrst, mir Ratschläge zu erteilen, auch wenn ich keine möchte.


    Deine Antwort klärt wirklich nur die Situation zwischen Dir und mir. Denn andere User könnten es durchaus anders sehen.

    @ LovHus

    Zitat

    Mache ich auch gerne. Werden dann bei mir meist Mind Maps (bitte auf den Reiter "Bilder" gehen; das sieht hübsch bunt aus).

    Habe ich gemacht. :-)


    Ich finde das schon fast eine geniale Idee. Man braucht sich im Grunde genommen nur die Bilder anzusehen, dann versteht man hundert mal mehr als wenn man sich den Wikipedia Artikel durchliest (was ich auch gemacht habe).


    Die Idee ist leicht zu verstehen und kann beispielsweise dabei helfen, ein Brainstorming zu strukturieren. Ich finde sie nur fast genial, weil so wirklich weltbewegend erscheint sie mir auch nicht. Die Erde würde sich ohne Mindmaps sicherlich auch weiterdrehen.


    Ich habe die Idee auch gleich ausprobiert und zwei Mindmaps angefertigt.


    So, damit bin ich beim Thema unerwünschte Ratschläge. Aus meiner Sicht war es also ein unerwünschter Ratschlag und ich habe ihn angenommen.


    Ich betrachte Mindmaps als eine weitere Krücke, um meine Defizite auszugleichen. Ich möchte meine Defizite jedoch nicht ausgleichen, sondern ich möchte sie beheben. Deshalb ging dieser Ratschlag in die falsche Richtung.


    Du kannst mir gerne versichern, es wäre nicht so gemeint gewesen. Ich habe es so interpretiert. ":/