Zitat

    Mir geht es so als stünde ich mit einem großen Koffer allein auf dem Bahnhof. Ich brauche jemanden, der mir hilft, ihn zu tragen.


    Wenn ich um Hilfe bitte, bekomme ich kluge Ratschläge, wie ich meinen Koffer alleine tragen könnte.


    Da mir niemand beim tragen hilft, würde es mir helfen, wenn mir jemand sagen würde, warum er mir nicht beim tragen hilft.

    Wenn dein Ziel ist, deinen Koffer von A nach B zu bringen, dann sind genau die Ratschläge, wie du das schaffen kannst die, die du brauchst. Diskussionen darüber, warum dir keiner beim Tragen hilft, bewegen deinen Koffer keinen Millimenter.


    Das ist übrigens nicht nur hier im Forum oft ein Problem, dass Menschen die falschen Fragen stellen. Sie haben ein Problem und haben sich eine Lösung dafür ausgedacht. Und dann fragen sie, wie sie diese Lösung umsetzen können. Auf andere Lösungsmöglichkeiten sind sie nicht gekommen und die lässt die Frage auch nicht zu.


    Erst wenn dann jemand fragt: "Was ist denn überhaupt das Problem und was willst du erreichen?", besteht die Möglichkeit über Alternativen nachzudenken.

    mond+sterne

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    Selbstverständlich ist es grundsätzlich möglich, mir beim Tragen zu helfen. Wenn jemand Verantwortung übernähme für seine Entscheidung, mir nicht zu helfen, würde er mir eine Erklärung geben, warum er mir nicht hilft.

    Ich habe keine Ahnung, wie etwas aussaehe, das dir hilft. Wie stellst du dir diese Hilfe denn vor?


    Das ist letztlich auch die Kerbe, in die Shojo gehauen hat. Es waere moeglich, dir zu helfen, wenn es so waere, dass der Koffer vor einem steht, und klar ist wo er hin soll. Aber das scheint mir nicht klar zu sein.

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    Es waere moeglich, dir zu helfen, wenn es so waere, dass der Koffer vor einem steht, und klar ist wo er hin soll. Aber das scheint mir nicht klar zu sein.

    Nein, mir auch nicht. Und m+s selbst ja auch nur sehr bedingt. Letzten Endes ist die Erklärung für den Rückzug vieler Leute, die kurz grübelnd vor dem Koffer gestanden haben: Ratlosigkeit. Und oft auch eine Spur oder eine ganze Ladung Zorn, weil es anfängt mit der scheinbaren Bitte um Hilfe beim Tragen des Koffers und sich dann als etwas entpuppt, das eher einer Lebensaufgabe ähnelt als einem Gefallen einem Fremden gegenüber.

    Ich ahne ein kommunikatives Missverständnis.


    Ich frage mich nämlich immerzu, warum mir niemand hilft. Diese Frage hat mir bis vor kurzem noch niemand beantwortet. Der Grund ist anscheinend, dass es durchaus hilfsbereite Menschen gibt, die nicht nur hilfsbereit sind, sondern auch versuchen, mir zu helfen. Ich merke nur nichts davon, weil ich andere Vorstellungen von Hilfe habe.


    Ich formuliere meine Frage an die Hilfsbereiten deshalb um. Wie versucht ihr, mir zu helfen?

    @ Lewian

    Bevor ich auf Deine Frage eingehe, ein paar grundsätzliche Gedanken vorweg:


    Um zu helfen braucht man meiner Ansicht nach zunächst eine gemeinsame Kommunikationsebene. Wir beide habe für mein Empfinden gerade eine gemeinsame Ebene. Deshalb sehe ich Dich grundsätzlich in der Lage, mir helfen zu können.


    Anschließend kann man sich dann auf inhaltlicher Ebene miteinander austauschen. Da wir jetzt gerade (hoffentlich) eine gemeinsame Ebene gefunden haben, werde ich anschließend versuchen, Deine Frage zumindest ansatzweise zu beantworten.


    Ich finde es bemerkenswert, dass Du anscheinend dieselbe Meinung hast wie Shojo. Sie kann mir jedoch nicht helfen, weil wir (also Shojo und ich) keine gemeinsame Kommunikationsebene haben. Eine theoretisch denkbare (aber nicht unbedingt praktikable) Möglichkeit wäre es deshalb, dass Du als Dolmetscher für Shojos Ansichten fungierst.

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    Ich habe keine Ahnung, wie etwas aussaehe, das dir hilft. Wie stellst du dir diese Hilfe denn vor?

    Ich habe da bisher auch nur Denkansätze, die wir eventuell (d.h. wenn wir eine Ansatz finden auf den Du Dich einlassen magst) im Verlauf der weiteren Diskussion ausbauen könnten.


    Eine Möglichkeit wäre es, dass wir uns auf einen meiner Beiträge einigen, der nicht verstanden wurde. Wir könnten dann versuchen, herauszufinden, warum er nicht verstanden wurde, und ob ich es auch so schreiben kann, dass er verstanden wird. (D.h. Koffer tragen -> einen konkreten Beitrag verständlich formulieren)

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    Es waere moeglich, dir zu helfen, wenn es so waere, dass der Koffer vor einem steht, und klar ist wo er hin soll. Aber das scheint mir nicht klar zu sein.

    Der Koffer könnte beispielsweise der Titel oder der Eingangsbeitrag dieser Diskussion sein. Ziel wäre es, ihn so zu formulieren, dass klar wird, worum es mir geht.


    Was hältst Du von diesem Ansatz?

    @ Stuhlbein

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    Wenn dein Ziel ist, deinen Koffer von A nach B zu bringen, dann sind genau die Ratschläge, wie du das schaffen kannst die, die du brauchst. Diskussionen darüber, warum dir keiner beim Tragen hilft, bewegen deinen Koffer keinen Millimenter.

    Ja, genau. Ich kann Dir vorbehaltlos zustimmen, weil Du nichts darüber schreibst, welche Ratschläge das konkret sein könnten.

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    Das ist übrigens nicht nur hier im Forum oft ein Problem, dass Menschen die falschen Fragen stellen. Sie haben ein Problem und haben sich eine Lösung dafür ausgedacht. Und dann fragen sie, wie sie diese Lösung umsetzen können. Auf andere Lösungsmöglichkeiten sind sie nicht gekommen und die lässt die Frage auch nicht zu.

    Über Deine diesbezüglichen Erfahrungen aus dem RL weiß ich natürlich nichts. Aber im Bezug auf dieses Forum kann ich Dir nur zustimmen. (Was die Sache allerdings praktisch etwas erschwert, ist, dass es keine Instanz gibt, die entscheiden kann, welche Fragen richtig sind.)


    Vielleicht treffen wir mal in einer anderen Diskussion auf einen TE, bei dem wir diesbezüglich einer Meinung sind. Dann können wir das Problem dort weiter diskutieren. (Ich habe da ein ernsthaftes Interesse dran, weil ich die Situation von beiden Seiten aus kenne.)


    Meine Lösungsmöglichkeit ist es übrigens, meinen eigenen Weg zu gehen.

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    Erst wenn dann jemand fragt: "Was ist denn überhaupt das Problem und was willst du erreichen?", besteht die Möglichkeit über Alternativen nachzudenken.

    Vielleicht habe ich ja Glück, und es stellt mir jemand diese Frage. ;-)

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    Vielleicht treffen wir mal in einer anderen Diskussion auf einen TE, bei dem wir diesbezüglich einer Meinung sind. Dann können wir das Problem dort weiter diskutieren.

    Äh. Nein? Nur mal so dazwischengeblökt, aber: Nein? Per PN dann durchaus, aber Du hast eine gewisse Neigung, Fäden mit der sehr raumgreifenden Diskussion Deiner Probleme gewissermaßen zu "entern", während sie noch im vollen Gange sind, und ein anderer Forumsteilnehmer, der gerade eigene Probleme hat und sie in seinem Faden diskutiert, ist ein Mensch aus Fleisch und Blut und keine Figur, die Dir zur Verfügung steht, um mit ihrer Hilfe Deine Situation und Themen zu veranschaulichen.

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    Vielleicht habe ich ja Glück, und es stellt mir jemand diese Frage. ;-)

    Ich habe den Eindruck, dass Dir schon viele diese Frage gestellt haben. Aber wenn Du davon ausgehst, dass es noch niemand getan hat: Was wäre denn Deine Antwort?

    Zitat

    Meine Lösungsmöglichkeit ist es übrigens, meinen eigenen Weg zu gehen.

    Das tut man übrigens ganz unvermeidlich immer. Nur ist es nicht immer der Weg, der dem eigenen Wunsch-Selbstbild entspricht. Und ich glaube, Du musst ein bisschen vorsichtig sein, dass Du nicht Wege ausschließt, die andere genannt haben, nur weil sie sie genannt haben und nicht Du und Du sie damit als deren Wege empfindest und nicht Deinen eigenen. Alle theoretischen "Wege" sind nur Blaupausen, keiner davon, auch nicht jene, die zuerst Dir selbst in den Sinn gekommen sind, ist "Deiner". Du machst einen Weg nicht zu Deinem, indem Du über ihn nachdenkst, sondern indem Du ihn gehst. Solange Du keinen Weg gehst, hast Du keinen eigenen Weg - nur einen eigenen Sitzplatz in Deinem eigenen Leben, von dem aus Du all die Richtungen diskutierst, die für Dich aus verschiedentlichen Gründen nicht infrage kommen.

    mond+sterne


    Die Sache ist die, dass ich helfe, wenn ich recht einfach sehen kann, wie ich helfen kann. Das erst gross auszuhandeln mit dir, was dafuer zu tun waere, erscheint mir zu kompliziert. Um es mal ganz klar zu sagen, ich bin nicht hier, um dir (oder irgendwem) zu helfen, jedenfalls nicht in erster Linie. Ich helfe "nebenbei" auch mal, wenn's mir Freude macht oder interessant erscheint oder ich sonst irgendeinen egoistischen Grund dafuer habe, aber ich bin nicht bereit, muehselige Arbeit zu machen, um ueberhaupt erst in die Lage zu kommen, helfen zu koennen.

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    Eine Möglichkeit wäre es, dass wir uns auf einen meiner Beiträge einigen, der nicht verstanden wurde. Wir könnten dann versuchen, herauszufinden, warum er nicht verstanden wurde, und ob ich es auch so schreiben kann, dass er verstanden wird. (D.h. Koffer tragen -> einen konkreten Beitrag verständlich formulieren)

    Wenn du einen vorschlaegst, denke ich darueber nach.

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    Welchen Verlauf hattest Du denn erhofft oder erwartet?

    Erhofft hatte ich mir eigentlich nichts - soweit ich mich erinnere. Erwartet hatte ich, dass nach ein paar "Hä, was soll das?"-Nachfragen der Faden auf Seite zwei versandet, obwohl ich mir die größte Mühe gegeben hätte, derartige Nachfragen zu beantworten.


    Zu meiner großen Überraschung ist der Faden also nicht so gelaufen, wie ich es erwartet hätte.


    Aber, um auf den eigentlichen Sinngehalt Deiner Frage zu kommen, ich hatte mir vorgestellt, dass einige User konkrete Beispiele bringen, um zu klären, was sie an meinen Beiträgen nicht verstehen. (Das waren meine Vorstellungen im Bezug auf das Verstehen von Beiträgen).


    Im Bezug auf das Verstehen der Überschrift hatte ich keine konkreten Vorstellungen. Wenn sich jedoch jemand gegen meine ursprünglichen Erwartungen darauf eingelassen hätte, mir bei der Beantwortung dieser Frage zu helfen, hätte ich heute, nach anderthalb Jahren, sicherlich eine Antwort. So stelle ich es mir zumindest vor.


    Wie ich dahin kommen könnte, mich selbst zu verstehen, davon hatte ich nicht nur keine konkreten Vorstellungen, sondern es erschien mir auch ziemlich illusorisch, in dieser Frage in einem Internetforum auch nur einen Millimeter weiterzukommen. Dennoch habe ich sie mit aufgenommen, weil sie mir persönlich am wichtigsten ist. (Also, da schwang wohl doch die Hoffnung auf ein kleines Wunder mit.)


    LovHus hat mit seinen Ich-Mich-Dialogen tatsächlich einen Ansatz gefunden, der es mir denkbar erscheinen lässt, mich im Rahmen dieser Diskussion zumindest etwas besser zu verstehen. Aber da ich von ihm keine Rückmeldung bekommen habe, der ich entnehmen könnte, dass er mich verstanden hat, kommt es mir wie Zufall vor, dass wir auf dieses Thema gekommen sind.

    @ LovHus

    Also, nachgefragt, meinst Du, Du hast mich verstanden oder sind wir eher zufällig auf das Thema gekommen, das mir helfen könnte, mich zu verstehen?

    @ Stuhlbein

    Zitat

    Dann schreib ihn doch mal neu.

    Den Plan, eine neue Diskussion zu starten mit einem verständlichen Eingangsbeitrag, habe ich schon lange im Hinterkopf. Damit ich diese Diskussion endlich beenden kann.