• Dieser Beitrag wurde gelöscht, Informationen über den Löschvorgang sind nicht verfügbar.

    Wie man über Kleptomanen redet,

    welche auch Diebe sind:


    Unter Bekannten:


    Die klaut doch wie ein Rabe


    Eltern auf Dich angesprochen, werden vielleicht Mühe haben, stolz von dir zu berichten und eventl. versuchen auf ein anderes Thema zu kommen.


    In der Arbeitsstelle erfährt jemand davon, der Deinen Eltern nicht grün ist und kann damit agieren, was Deinen Eltern eventl. auch sehr schaden könnte.


    Z. B. fehlt mal was, könnte man schon von den Diebstählen der Tochter ableiten.


    Da interessiert es und wissen nicht alle, welche tatsächlichen Voraussetzungen Kleptomanie zu Grunde liegen.


    So könnte man die Liste weiterführen und Verständnis, Toleranz kann man im Allgemeinen nun mal nicht erwarten.

    @Ebayer

    ich bemühe mich ein Problem solange kleinzuhacken, bis es nicht mehr existiert. Seelenmassage hat mir selber auch noch nie etwas gebracht, die wenigsten brauchen / wollen Mitleid, aber die meisten benötigen einen klaren Tipp.


    Und da kann es sinnvoll sein, jemanden taktisch klug auf ein Problem anzusprechen, ohne ihm gleich eins aufs Maul zu hauen.


    Und das genau hat bergsee gemacht.


    LG

  • Dieser Beitrag wurde gelöscht, Informationen über den Löschvorgang sind nicht verfügbar.

    Wenn wir die Ursachen in der Gesellschaft auch sehen,

    so kann man sich als Teil auch in der Opferrolle erkennen, was jedoch noch nicht viel nützt,


    wenn man nicht die Konsequenzen daraus zieht und dementsprechend handeln lernt.


    Doch auch die Gesellschaft ist Ursache: Der Konsum spielt eine zentrale Rolle und ist stark symbolisch überhöht. Durch Werbung werden wir zur Kompensation und Problemlösung mit Hilfe von Gütern erzogen


    http://www.bag-schuldnerberatung.de/infothemen.html


    "Alles sofort": Instant-Konsum


    Manche Wohlstandsbürger in westlichen Konsumgesellschaften leben wie in einer "Verpaß-Kultur": Sie neigen zu sofortiger Bedürfnisbefriedigung. Ihre Ungeduld wächst. Sie kennen keinen längeren Schwebezustand zwischen Wunsch und Erfüllung mehr. "Genieße das Leben - jetzt!" Die Faszination des Augenblicks bewirkt, daß die Impuls- und Schnellkäufe zunehmen. Diese Form des "Instant-Konsums" mit seiner Genieße-Jetzt-Mentalität führt langfristig zur Entwertung von Vorfreude und Lebenserfahrung, weil ja "alles sofort" konsumiert und erlebt werden kann. So sind Unzufriedenheit und Enttäuschung geradezu vorprogrammiert, denn man kann das vermeintliche Glück nicht festhalten und in Ruhe genießen - aus Angst, vielleicht gleichzeitig etwas anderes zu verpassen. Fast jeder fünfte Jugendliche im Alter von 14 bis 29 Jahren (19%) gibt selbstkritisch zu: "Manchmal kaufe ich einfach aus Frust oder einem inneren Zwang heraus irgend etwas - unabhängig davon, ob ich es wirklich brauche."


    http://www.stangl-taller.at/AR…TER/SUCHT/Kaufsucht.shtml


    Kleptomanie - meistens weiblich


    Eintrag vom 24. Jun 2002


    Frauen leiden häufiger unterm Stehltrieb als Männer


    Frauen leiden nach einer Untersuchung der Universität München viel häufiger an krankhaftem Stehltrieb - so genannter Kleptomanie - als Männer. Darauf hat im Zusammenhang mit dem Diebstahlsprozess gegen die US-Filmschauspielerin Winona Ryder der Diplompsychologe Steffen Fliegel von der Gesellschaft für Klinische Psychologie und Beratung in Münster hingewiesen.


    Entsprechend groß sei die Quote der Frauen, die von Gerichten nach Ladendiebstählen für schuldunfähig erklärt und zu Psychotherapien verpflichtet würden, sagte Fliegel. Insgesamt gehörten aber weniger als fünf Prozent der Ladendiebe zum Kreis der Kleptomanen. Und die erwischten Ladendiebe sind nach einer vom deutschen Bundeskriminalamt bestätigten Zahl meist Männer (2000: 281.033 im Vergleich zu 185.225 Frauen). In Deutschland werden laut Fliegel jährlich Waren im Wert von 2,2 Mrd. Euro aus Einzelhandelsgeschäften gestohlen, meist CDs, Software, Parfüms, Unterwäsche und Jeans. 70 Prozent der Ladendiebe seien zwischen zwölf und 30 Jahre alt.


    Die Gründe für die Stehlsucht sind nach Angaben des Psychologen vielfältig. Nur in seltenen Fällen spielt Armut eine Rolle. Kleptomanen kommen auch keineswegs vorzugsweise aus sozial schwachen Milieus. Zum Stehlen veranlasse vielmehr ein Zwang, eine Sucht oder ein Rausch, der sogar zur sexuellen Erregung führen könne. Manchmal sei auch der Wunsch nach Aufmerksamkeit infolge innerer Einsamkeit die Ursache krankhaften Stehlens.


    Eine Rolle beim Stehlen spielten zudem die Sehnsucht nach Abenteuer und Nervenkitzel, erklärte der 54-jährige Verhaltensexperte. Manche, besonders Jugendliche, wollen auch einfach nur Mut beweisen, um ihre Stellung in der Clique zu stärken. Erster Schritt auf dem Weg zur Befreiung vom Stehltrieb sei, mit sich selbst, Bezugspersonen oder einem Psychologen die tieferen Ursachen herauszufinden. (APA)


    Das jugendliche Kaufsuchtverhalten in Deutschland kann nach Lange einheitlich erklärt werden. Auch hier ist die wichtigste psychische Ursache die Selbstwertschwäche bzw. die gestörte Autonomie. Ihr versuchen Jugendliche durch Extravaganz bzw. durch ein nach außen gerichtetes Streben nach Anerkennung zu begegnen


    http://www.landesstelle-berlin…3460/e3489/index_ger.html


    Die soziale Entkoppelung und Individualisierung


    Die Folge des Normenpluralismus und des gesellschaftlichen Wertewandels ist die sog. soziale Entkoppelung. Speck versteht unter sozialer Entkoppelung "ein kritisch zu beurteilendes Loslösen von Verhaltensstilen, von Personen oder von sozialen Gruppen aus einem lebensfördernden, humanen (normativen) Zusammenhang oder Kontext. Eine entkoppelte Einheit ist eine sozial isolierte Einheit"[13] Soziale Entkoppelung kann man auch als Individualisierung bezeichnen.[14] R. Lempp spricht gar von der "autistischen Gesellschaft"[15]. Sie ist geprägt von einer konsequenten "Ich-Kultur"[16].


    Dabei wird das Tun ausschließlich am eigenen "Ich" gemessen. Das Ich steht im Mittelpunkt, es ist der einzige Orientierungspunkt an dem sich das gesamte Tun ausrichtet.


    Man kann sagen, dass sich die Interessen des Einzelnen in der gesamten westlichen Welt völlig weg vom "Wir" hin zum "Ich" entwickelt haben. Der Alltag des Einzelnen, die persönlichen Lebensgestaltung, Musik, Kleidung, etc. wird von jedem selbst bestimmt. Gemeinschaftliche Aktionen werden oft als Einschränkung der persönlichen Freiheit empfunden. Die Bereitschaft, sich in eine Gemeinschaft einzuordnen und Autorität anzuerkennen wurde total geschwächt.[17] Nur weil dem anderen etwas wichtig oder wertvoll ist, muss es das für den anderen noch lange nicht sein.


    Auch im Bereich der Partnerschaft hat der Individualismus große Umwälzungen mit sich gebracht. Jeder möchte das tun was ihm gefällt und Vorteile bringt. Freiheiten die man alleine genossen hat, möchte man wegen einem Partner nicht aufgeben. Das eigene Ich steht auch in der Partnerschaft im Mittelpunkt. Das Wir-Denken ist auch hier weitgehend verlorengegangen.[18]


    In all diesen Entwicklungen sah man nur die ‚Vorteile’ der persönlichen Freiheit. Zu wenig wurde beachtet, dass der Mensch in Gemeinschaft, wie sie z.B. in der Familie gegeben ist, inneren Halt und Sicherheit findet.[19] Soziale Bindungen und Verpflichtungen, wie sie in der Familie vorhanden sind, die zwar einerseits Aufgabe und Bindung beinhalten, andererseits aber auch Heimat und Geborgenheit vermitteln, sind für eine gesunde Persönlichkeitsentwicklung des Einzelnen notwendig.


    Von daher besteht die Gefahr, dass der postmoderne Mensch in seiner Entwicklung kein Empfinden an Geborgenheit, Heimat, Gruppenbindung, Verantwortlichkeitsempfinden für andere, etc. entwickelt. Zudem breitet sich eine immer größer werdende Bindungsunfähigkeit aus.[20] Für Einzelnen wie auch für die Gesellschaft als Ganzes stellt dies ein nicht zu unterschätzendes Defizit dar.


    Der Einzelne wird durch den ausgeprägten Individualismus um die stützenden Verbindlichkeiten des Umfelds beraubt. Es gibt keine, oder nur sehr wenige von der Tradition bestimmte gesellschaftlichen Entwicklungslinien und traditionelle Bindungen, die für den Einzelnen verbindlich sind. Er genießt einerseits völlige Freiheit, andererseits muss er sich auch in der totalen Freiheit zurechtfinden. Es gibt keine vorgegebenen Bahnen, eine Vielzahl von Entscheidungsmöglichkeiten stehen zur Auswahl, da unzählige Optionen zu Verfügung stehen.


    http://www.lza.de/materialhilfen/thema/sucht.htm

    Wenn man durch die Gesellschaft

    was auch das Versagen von einer dementsprechenden Erziehung mit beinhaltet auch dazu gebracht wurde,


    Eigenstumdelikte womöglich noch als Bagatellen an zu sehen und sich in diesem Sinne auch gesellschaftsbezogen krank zu verhalten,


    so kann man auch davon sprechen, daß eine gesunde realistische Lebensorientierung kaum vorhanden ist und damit normale Regeln des Zusammenlebens nicht genügend ge- u. beachtet werden.


    Eine Universal-Regel, welche bei Beachtung nicht nur sich selbst,


    sondern auch das Umfeld, die Gesellschaft gesunden lässt


    heißt Wahrhaftigkeit!

    seit wann sind Krankheiten harmlos?

    Fast alle Menschen machen einige Krankheiten durch und die wenigsten sterben tatsächlich daran.


    Auch ist bekannt, daß Krankheit im Gegensatz zu Gesetzesübertretungen von der Gesellschaft toleriert wird, ja sogar der Kranke als Opfer Mitleid erregt, wobei allerdings in vielen Fällen der Kranke durch seine Lebensführung die Entstehung von Krankheiten mit bedingt.


    Aber das alles ist bekannt, wodurch die Frage schon verwundern kann.

  • Dieser Beitrag wurde gelöscht, Informationen über den Löschvorgang sind nicht verfügbar.
  • Dieser Beitrag wurde gelöscht, Informationen über den Löschvorgang sind nicht verfügbar.

    schade

    hallo! danke an alle, die mir mut zu machen versuchten! nur schade dass es jetzt in einer diskussion zwischen euch und ebayer endete :-(


    [ein Teil der am Thema vorbeigehenden Grundsatzdiskussion wurde vom Moderator entfernt]


    die sache mit meinem vater ist mir halt deswegen peinlich, weil wenn da in dem brief steht gesamtwert 50 cent, heißt es sind die so arm, hat die nicht mal 50 cent, wegen sowas fängt man doch nicht an zu klauen.


    das mir ja am aller peinlichsten.

    hey Miyuki-Chan

    du musst jetzt abwarten, auch wenn's dir schwer fällt.


    Ich weiß, du machst dir sehr viele Gedanken und bist verzweifelt, aber weißt du, vielleicht ist es ja mal ganz gut mit deinem Päppy drüber zu reden. Es ist schwer und es ist dir total unangenehm, aber da musst du jetzt durch. Schon das allein ist der erste Schritt zur Besserung, weißt du?


    Wenn du das überstanden hast, kommt der nächste Schritt und in kleinen Etappen wird es dann schon werden. Wie sieht es aus mit der Therapie? Habt ihr euch schon mal schlau gemacht? Hast du im Moment (also nach der Geschichte) immer noch den großen Drang, wenn du an etwas vorbei gehst?


    Lg. L.W.D. und meld dich wieder ;-)

  • Dieser Beitrag wurde gelöscht, Informationen über den Löschvorgang sind nicht verfügbar.

    sind die so arm, hat die nicht mal 50 cent,

    wegen sowas fängt man doch nicht an zu klauen. das mir ja am aller peinlichsten.


    Armut ist keine Schande,


    während das Stehlen selbst nicht nur als Peinlichkeit angesehen werden kann.


    In manchen islamischen Ländern kann das immerhin ein Grund sein, die Hand deswegen abzuhacken, um weitere Straftaten zu verhindern, wobei auch die Gesellschaft davor wirkungsvoll geschützt wird.

  • Dieser Beitrag wurde gelöscht, Informationen über den Löschvorgang sind nicht verfügbar.