Jetzt mal ernsthaft: du machst einen riesen Aufstand weil deine Nachbarn auf einer ÖFFENTLICHEN Straße vor deinem Haus parken und du dann mal 3 m laufen mußt?? Und weil sie in deiner Einfahrt wenden?


    Ich würde mir das Geld für den Anwalt sparen und das in eine ordentliche Therapie stecken, gegebenenfalls mal ein Hobby suchen... manche Leute haben einfach zu viel Zeit sich über jeden Sch* aufzuregen...

    Der Themenstarter schrieb doch, dass er schon zwei mal in therapeutischer Behandlung war.

    Zitat

    Das alles belastet mich aber schwer. Ich kann kaum mehr schlafen, nehme seit Jahren Medikamente gegen Bluthochdruck (den ich erst mit den zunehmenden Problemen bekommen habe) und nahm auch schon zwei Mal psychiatrische Hilfe in Anspruch. Bei akuten Problemen nehme ich ein zusätzliches Medikament, das mich beruhigt.

    Und er schrieb auch, dass das Problem mit dem Fremdparken gelöst scheint.


    Für ihn ist das kein Scheiß, sondern ein Problem, das ihn belastet. Er schreibt sich hier die Sorgen weg, und ich kann ihn verstehen. Also, vielleicht nicht sein Problem nachvollziehen, aber wenn man so Ärger hat, das ist blöd.


    Eine Lösung weiß ich leider nicht, aber vielleicht den Rat, sich mit den Leuten zusammenzusetzten, auf neutralem Boden (Kaffehaus, Kirche, Gemeindehaus) am besten mit neutraler Person


    GLG


    Peddi

    Wahnsinn vielleicht nicht, ab klar kann sowas zu psychischen Erkrankungen führen. Die Wohnung soll ein Ort der Entspannung sein und wenn da dann ständig Ärger oder Lärm ist, dann kann das auf Dauer nicht gut sein.


    Bei mir ist es Lärm, im Haus und von draußen (nachts lärmende Jugendcliquen, die hier rumhängen in einem reinen Wohngebiet, keine Straßen, Bars oder Cafes). Man kommt von Arbeit, will abspannen und dann ist fast täglich eine Party im Haus und meist die komplette Nacht durch. Der Vermieter (größte Gesellschaft in Berlin) kümmert sich zwar, kündigt aber keine Mieter wegen Ruhestörung, da hier Neuvermietung eh schwer ist (soz. Brennpunkt). Nach 2 Jahren fingen meine psych. Beschwerden an, Arbeit verloren etc. Man kann leider nur wegziehen. Lärm macht krank, wie auch Ärger.

    Vielen Dank für die vielen Reaktionen. Ich weiss, es ist mühsam, sich vom ersten bis zum letzten Beitrag durchzulesen, aber nur dann kann man verstehen, wie sich etwas entwickelt oder wo genau der Schuh drückt. "Peddi" hat es diesbezüglich genau erfasst: Es ist für mich kein "Scheiss" sondern ein Problem- sonst hätte ich es hier nicht aufgebracht.


    Es geht auch um gesetzliche Auflagen, die jeder – ich UND meine Nachbarn beachten müssen. Ich würde mich selber als äusserst umgänglichen Menschen beschreiben und so werde ich normalerweise auch gesehen. Aber wenn ich immer mehr meine psychischen und physischen Grenzen verletzt sehe, halte ich das nicht aus.


    Ich kann es an dem Geräusch erkennen, wenn ein Auto auf meine Garagenzufahrt fährt. Dann stehe ich auf, weil ich annehme, dass jemand zu Besuch kommt. In 90 Prozent der Fälle sind es aber Besucher von gegenüber, die da wenden. Wie gesagt, früher habe ich auch nichts gesagt, auch wenn es mich da schon gestört hat. Aber wenn man mich lautstark in der Öffentlichkeit als "grösstes Arschloch" bezeichnet, bin ich auch nicht mehr gewillt, einfach alles durchgehen zu lassen.


    Früher habe ich ja auch jeweils das Gespräch gesucht und erreicht, dass es sich für 1-2 Wochen gebessert hat. Dann war aber alles wieder wie vorher. Der ständige Mieterwechsel führt auch dazu, dass ich einfach nicht mehr die Kraft habe, mich ständig erklären zu müssen. Ich bin mir durchaus bewusst, dass ich von aussen her betrachtet als der dastehe, der aus einer Mücke einen Elefanten macht. Aber ein Mord im Bekanntenkreis geschieht auch nicht aus einer Laune heraus, sondern entwickelt sich.


    Im Moment denke ich, dass es das Beste ist, wenn ich zweigleisig fahre:


    1. Ich zeige den nächsten, den ich mit der Kamera auf meiner Einfahrt erwische, wegen Hausfriedensbruch an. Das führt zwar zu einer weiteren Eskalation (aus meiner Sicht eine Retourkutsche für deren Anzeige), aber ich könnte mir vorstellen, dass sie es sich dann zweimal überlegen würden, es weiterhin zu machen. Das Recht steht da eindeutig auf meiner Seite.


    2. Ich weiss, dass ich letztendlich nur mit einem Schliessystem zur Ruhe kommen kann. Ich habe schon bei Firmen um Offerten angefragt. Aber die scheinen nicht sehr interessiert – jedenfalls habe ich bis jetzt keine Offerten erhalten! ich bleibe da mal dran. Allerdings habe ich zB. Poller noch nie bei Privaten gesehen. Zudem wird das die Nachbarn ebenfalls zur Weissglut bringen, weil sie dann allen erklären müssen, weshalb ich die Poller gebaut habe. Als ich früher mal 2 Blumenkisten in die Einfahrt gestellt habe, vergingen kaum 5 Minuten und der Nachbar klingelte und beschwerte sich, dass es lächerlich aussehe und seine Besucher drüberfallen könnten. Dem Frieden zuliebe habe ich sie wieder entfernt...

    Als Einzelner die Interessen gegen eine Gemeinschaft von mehreren Mietern zu vertreten, auch wenn Du im Recht bist, ist schwierig.


    Natürlich machst Du Dich zum Buhmann.


    Aber jeder einzelne hier würde seine eigenen Interessen auch vertreten.


    Vielleicht hilft dieses Zitat: Und ist der Ruf erst ruhiniert, dann lebt es sich ganz ungeniert


    Alles Gute weiterhin und ein wenig weniger Ärger


    GLG


    Peddi

    Zitat

    Und ist der Ruf erst ruhiniert, dann lebt es sich ganz ungeniert

    Da scheint was Wahres dran zu sein :-)

    Zitat
    Zitat

    ""Ich weiss, dass ich letztendlich nur mit einem Schliessystem zur Ruhe kommen kann""

    das wären mir meine Nerven wert, egal was es kostet ... der Rest ist inkonsequent und schadet dir nur

    Es wird darauf rauslaufen! Hoffentlich kann ich es wenigstens von der Steuer abziehen ]:D

    Hallo,


    ich frage mich, warum du dir diesen Stress mit den Anzeigen usw. machen willst. Du schreibst selbst, dass die Situation dann noch mehr eskalieren wird. Was hast du dann davon? Wieso machst du dir so einen furchtbaren Stress deswegen? Du nimmst irgendwelche Tropfen, wenn jemand auf deiner Einfahrt wendet. Wenn du noch mehr Ärger mit den Nachbarn bekommst, wirst du dann medikamentenabhängig? Was ärgert dich genau daran, dass die auf deiner Einfahrt wenden? Wenn in 90% der Fälle die Nachbarn sind und kein Besuch, dann gewöhn dich doch einfach daran und reagiere nicht mehr darauf.


    Mir kommt es so vor, als ob Menschen, die keine Probleme haben, sich einfach welche suchen.

    Ich würde mich auch entweder daran gewöhnen oder halt eine Kette davorhängen. Muss man halt kurz aussteigen, wenn man reinwill, na und? Falls es in der Nähe keine brauchbare Wendemöglichkeit gibt, verstehe ich die nachbarn sogar, aber natürlich hast Du das Recht, sie am Benutzen der Einfahrt zu hindern.


    Ich glaub, da würde ich mich nicht groß drüber aufregen, einfach weil es sich nicht lohnt - jedes Mal Aufregung setzt sich innerlich fest und addiert sich beim nächsten Mal dazu, alles eskaliert immer weiter, und auf beiden Seiten wird man unversöhnlicher. Gerade bei Nachbarn muss man sich gut überlegen, welche Fässer man auflässt und welche man lieber geschlossen lässt.

    Wie sieht es denn mit einer Kette aus, die du vor Deine Einfahrt hängst? (gibt ja auch unauffälligere Versionen, die die Optik nicht zerstören) Das wär eine günstige Lösung.


    Kann man mit den Nachbarn denn nicht mal Einzelgespräche führen, in denen du ohne irgendjemandem die Schuld zu geben einfach nur Deine Lage erklärst (evtl. könnte man die Nachbarn ja mal zum Kaffee trinken einladen)


    Die machen sich natürlich lustig über jemanden, der immer mäkelt, aber wenn man evtl. mal einzelnd mit ihnen spricht wäre vielleicht mehr Verständnis vorhanden (wenn die Beziehung zu den Nachbarn gut wird muss man sich ja auch nicht unbedingt mit deren Vermieter verstehen :))

    Zitat

    Es wird darauf rauslaufen! Hoffentlich kann ich es wenigstens von der Steuer abziehen ]:D

    Dieser Faden ist über zwei Wochen alt. Die Probleme bestehen noch länger. Ich verstehe nicht, dass Du grübelst und denkst und grübelst und abwägst, statt dass Du einfach mal MACHST. Da glaube ich nicht, dass nur die Nachbarn das Problem sind, Du scheinst auch ein etwas umständlicher Mensch zu sein, der leicht was in sich reinfrisst und sich zu Herzen nimmt, statt mal sachlich abzuwägen, was man tun kann, und es eben schnell zu erledigen. Einen guten Teil Deines Stresses machst Du Dir selbst. ;-)

    Zitat

    Ein weiteres Problem ist, dass sowohl Mieter als auch deren Besucher häufig meine grosszügig angelegte Garagenzufahrt als Kehrplatz benutzen.

    War bei mir auch so. Hab dann zwei Pfosten mit schwerer Kette direkt an der Grenze hingemacht. Jetzt muss ich zwar immer vorher die Kette kurz rüberhängen, wenn ich wegfahren will, aber seitdem fährt auch keine mehr auf mein Grundstück.