Kurz vor dem Aufgeben :(

    Hallo zusammen,


    ich bin psychisch völlig am Ende und weiß nicht mehr weiter.

    Ich erkläre euch mal meine Situation.


    Ich bin 26 Jahre alt und wohne noch bei meinem Papa.

    Ich wurde als Kind oft geschlagen was mich vielleicht psychisch nicht so fertig gemacht hat am Anfang. Viele sagen, dass Kinder sich nicht dran erinnern aber ich erinnere mich sehr gut daran. Wie dem auch sei. Bis zum 18. Lebensjahr ca war vieles okay in meinem Leben.

    Durch den Kontakt mit falschen Freunden bin ich öfter in Casinos gegangen. Die Spielsucht hat angefangen bei mir. Während andere morgens um 7:15 zur Schule gegangen sind kam ich um 4 Uhr morgens aus gehobenen Casinos. Das Geld habe ich mir so erwirtschaftet durch Handyverträge oder Krediten. Es war irgendwann kein Geld mehr da und mein Papa hat einen Kredit aufgenommen um meinen dann zu zahlen. Es waren 10.000€. Dann hatte ich eine umso bessere Bonität durch die Abzahlung und habe mir dann einen 19.000€ Kredit auszahlen lassen wo ich insgesamt mit hohen Zinsen 31.000€ zurückzahlen musste. Das ganze Geld war dann innerhalb 4 Tagen weg. Und ich wusste nicht mehr weiter wie ich es handhaben sollte. Also musste ich Privatinsolvenz anmelden. Durch den ganzen Stress habe ich auch mein Fachabitur nicht auf die Reihe bekommen da ich über 200 Fehlstunden hatte. Durch die ganzen Ereignisse mit der Spielsucht und etc. hat mich meine Familie auch nicht mehr richtig angeguckt und so bin ich wirklich psychisch und emotional gesunken. Alle sind kalt zu mir. Das Problem ist dass mein Papa streng ist und ich es zuhause nicht mehr aushalte. Ich kann aber nicht ausziehen weil ich noch Schulden habe. Die ganze Situation macht mich einfach nur fertig. Außerhalb der Insolvenz habe ich vor kurzem wieder 17000€ Schulden gemacht. Das alles macht mich fertig. Ich weiß nicht was ich machen soll. So fing ich mit Drogen an. Zurzeit wenn mich eine Sache stört nehme ich Drogen um abzuschalten. Ich weiß dass es nur für einen kurzen Moment abschaltet und es dann schlimmer wird aber ich denke mir einfach dass es scheiss egal ist. Ich habe einfach schon aufgegeben. Ich bin an dem Punkt wo ich mir selber sage dass ich es vielleicht auch verdient habe. :/ Habe oft meine Eltern angelogen um mir Vorteile zu erschaffen etc. Ich bin aber auch vielleicht von Anfang an psychisch krank weil das was ich gemacht habe bis zu meinem jetzigen Lebensjahr hat glaube ich vor mir kein anderer gemacht. Fakt ist:

    Ich kann nicht mehr ausziehen weil ich Schulden habe.

    Wenn ich in eine Klinik gehe und mich psychisch krank schreiben lasse dann verliere ich meinen Job weil er sehr besonders ist und man psychisch rein sein muss.

    Einen Neuanfang mit studieren kann ich auch nicht machen weil ich Schulden habe.

    Die Schulden machen mich fertig. Auch viele andere Sachen. Ich fühle mich von allem vernachlässigt und von Tag zu Tag gebe ich noch mehr auf. Ich sehe andere Menschen wie glücklich die sind. Kaufen sich neue Autos, haben keine Probleme, sind nur am lachen. Ich bin eigentlich sehr intelligent aber diese ganze Situation in der ich bin da komme ich nicht mehr raus. Ich weiß nicht was ich machen soll. Ich kann mich aber auch nicht richtig ausschreiben und alles erzählen. Das war nur ein Teil meiner Gefühle.

    Zu dem ganzen Stress kommt noch das Gefühl hinzu dass meine Eltern das gar nicht verdient haben und das macht mich dann noch am meisten fertig.

    Vielleicht ist das alles rumgeheule so wie meine Tante sagt. ABER WIE SOLL ICH RAUS?? Ich erlebe nur negatives.

    Ich weiß nicht mehr weiter.

  • 14 Antworten

    Schuldnerberatung, Suchtberatung, stationäre Behandlung ... Deinen Job,Dein Studium, Deine Selbstachtung und alles andere ist doch eh schon zum Teufel ... da kannst du noch so viel jammern.


    Hintern hoch vom Sofa und den Tatsachen ins Auge geblickt.. das ist nicht schön und ganz sicher beängstigend.. kann ich nachvollziehen. Aber lässt Du es so wie es bis jetzt ist .. endet es garantiert in einer Katastrophe.


    Mach einen sauberen Schnitt, geh die Spielsucht an, und dann die Schulden .. alles andere ist nicht zielführend.

    Ich finde in erster Linie ganz wichtig, dass du dich in therapeutische Behandlung begibst.

    Denn für mich klingt es als hättest du bereits arge Depressionen + Suchtproblematik und dazu fehlenden Halt. Das ist keine Mischung aus der man aus eigener Kraft einfach heraus kommt. Du brauchst da dringend Unterstützung von Menschen die dir helfen wollen und können.


    Persönlich finde ich nicht das du 'rumheulst', sondern sehr verständlich dass du gerade keinen Überblick darüber hast was zu tun ist. Deswegen brauchst du Unterstützung von Außen.


    Hast du eine abgeschlossene Ausbildung und in welchem Bereich arbeitest du? Wie läuft es dort im Job?


    Mit 26 bist du absolut noch nicht am Ende und kannst noch viel, viel machen. Auch studieren gehen, wenn du wieder stabil bist. Je nach Studienrichtung könntest du auch ein duales Studium machen. Und je nach Vorbildung oder Talent (das kommt auf die Fachhochschule und den Studiengang an) reicht auch ein Realschulabschluss als Eingangsvorraussetzung.

    Ein Fachabitur lässt sich im Zweifelsfall auch nachholen.

    Es ist also alles nichts aussichtslos! :-)


    Um Hilfe zu bekommen stehen dir viele Möglichkeiten offen:

    Du kannst über den Hausarzt gehen (wegen Kur oder Reha), dich bei einer Lebensberatungsstelle beraten lassen wie du am besten vorgehst, eine Suchtberatungsstelle aufsuchen, dich beim sozialpsychiatrischen Dienstmelden/erkundigen oder oder oder.


    Du packst das!





    Übernehme Verantwortung und such dir Hilfe! Du bist an dem Punkt überwiegend aufgrund der Entscheidungen die du getroffen hast. Bekomme dein Leben in den Griff und bemitleide dich nicht selbst, das bringt dich kein Stück weiter.

    ich frage mich, wer gibt dir bei deiner bonität soviel geld?


    ich sehe es wie meine vorschreiber: da braucht es eine therapie. deine drogen- und spielsucht gehören behandelt.


    in welcher branche arbeitest denn, dass eine psychische krankheit ein KO-kriterium ist. ausser pilot ist mir keine bekannt, an dem du deine psychische verfassung angeben musst.

    du musst deinem Arbeitgeber doch nicht sagen, weshaalb du ev AU bist und auch nicht in welchem KH ( ob stationär Phsychatrie oder wo sonst ...)


    Wegen Spielsucht kommt man aber nicht stationär .

    Ich habe einen Nebenjob gemacht und 1050 Netto verdient. Habe dann bei der Bank falsche Angaben gemacht dass mein Arbeitsvertrag unbefristet sei aber es war 1 Jahr befristet. Daher habe ich meine Bonität steigern lassen. Aber die Bank war trotzdem eine schlechte Bank normalerweise bekommt man nicht so viel Kredit mit so einem Einkommen.

    DrumBlue schrieb:

    Wer gibt denn einem Schüler einen Kredit über 19.000 Euro?

    Normalerweise fälscht man auch keine Unterlagen um an so einen Kredit zu kommen.

    Hast du dich schon mal über Hilfe informiert?

    wie sieht es denn mit deinem job aus? warum denkst du dass es ein drama ist, wenn du in deiner krankenakte etwas „psychisches“ stehen hast?

    tkd schrieb:

    ABER WIE SOLL ICH RAUS??

    Die möglichen Wege hatten die User bereits ausführlich beschrieben.

    tkd schrieb:

    Aber die Bank war trotzdem eine schlechte Bank normalerweise bekommt man nicht so viel Kredit mit so einem Einkommen.

    Das ist das einzige, was Dir zu den Antworten einfällt? Die anderen (also in diesem Fall die Bank) sind schuld? Außerdem ist es völlig wurscht, wer da nun schuld ist oder nicht - Tatsache ist doch, daß Du an Deiner Situation etwas ändern möchtest.


    Ideen und Vorschläge hast Du ja nun genug - mit welchem wirst Du anfangen?

    >>Habe dann bei der Bank falsche Angaben gemacht dass mein Arbeitsvertrag unbefristet sei aber es war 1 Jahr befristet. Daher habe ich meine Bonität steigern lassen. Aber die Bank war trotzdem eine schlechte Bank normalerweise bekommt man nicht so viel Kredit mit so einem Einkommen.<<


    Sorry, aber das hier widerspricht dem hier:


    >>Ich bin eigentlich sehr intelligent<<


    Ich muss sagen, nach deinem Text war ich erstmal sprachlos. Aus vielen deiner Zeilen klingt Schuldzuweisung an andere durch: die falschen Freunde haben dich reingeritten. Die Bank ist schlecht, weil du falsche Angaben machst und selbst - sorry - zu dösig oder gleichgültig bist, den Vertrag ordentlich zu lesen und durchzurechnen. Deine Eltern sind kalt zu dir - ja ach! Wundert dich das wirklich? Dein Dad nimmt Schulden im fünfstelligen Bereich auf sich, um dir aus der Patsche zu helfen und alles was du tust, ist einen neuen Kredit aufzunehmen und diese Chance mit Füßen zu treten.


    Zudem klingt trotz deiner Situation auch noch sowas wie „Stolz“ aus deinen Zeilen: du warst in - Zitat - gehobenen Casinos, warst erst um 4 im Bett, während Gleichaltrige noch die Schulbank drückten, du hast ne Bank gelinkt und sprichst davon, du hättest Geld „erwirtschaftet“? Kredite aufnehmen hat nichts mit Erwirtschaften zu tun.


    Ohne Worte, echt.


    Besserung wird bei dir erst eintreten, wenn du für deine Taten selbst Verantwortung übernimmst und nicht mehr sagst „Ich hatte eine schwere Kindheit.“


    Und: „Glück“ hat nichts mit Autos kaufen und Konsumieren zu tun.

    Davon abgesehen, schließe ich mich den anderen an: aufhören mit Selbstbemitleidung und deinen Betrugsmaschen und ab zur Schuldnerberatung sowie Therapie!!

    Ich sehe dass genau so wie die anderen hier.

    Du scheinst auch arge Minderwertigkeitskomplexe zu haben und die mittels Geld und Statussymbolen in den Griff bekommen zu wollen.

    Wenn du eine Psychologin gefunden hast, die dir bescheinigt dass das Leben bei deiner Familie für dich nicht gut ist müsste das Amt dir Wohnung und Unterhalt bezahlen.

    tkd schrieb:

    Außerhalb der Insolvenz habe ich vor kurzem wieder 17000€ Schulden gemacht.

    Hier, das würde mir gerade am meisten Sorgen machen und mir den nötigen Anstoß geben, mich zu ändern.


    Man sollte an sich ja davon ausgehen können, dass jemand, der sich in einem Insolvenzverfahren befindet, über die Verbindlichkeiten bescheid weiß. Da du aber laut deines Eingangspostings offenbar viel dafür tust, deine Situation zu verleugnen (Drogen, Schuldverschiebung, lügen und betrügen um an weiteres Geld zu kommen - daran ändern deine jammrigen Verzweiflungsäußerungen auch nix), schreibe ich es dir hier nochmal alles und verlinke dir auch die Seite, von der ich die Informationen habe. ***Damit der Ernst der Lage nun wirklich zu dir durchdringt und du anfängst, dich zu ändern.***


    ALSO:

    Du hast mit der Privatinsolvenz einen Vertrag abgeschlossen und dich verpflichtet über einen festgesetzten Zeitraum keine weiteren Schulden anzuhäufen. Als "Lohn" dafür gehst du schuldenfrei raus. Nun hast du diesen Vertrag gebrochen. In einem laufenden Insolvenzverfahren darfst du doch keine weiteren Schulden machen! :-/ Diese 17.000 Euro wirst du definitiv bezahlen müssen, weil sie nicht in der Restschuldbefreiung inbegriffen sind.

    Wenn du Pech hast, wirst du sogar die alten Schulden zahlen müssen, weil du vertragsbrüchig geworden bist - obendrein kann sogar angenommen werden, dass du um deine Zahlungsunfähigkeit wusstest, als du weiter geprasst hast!


    Hier der Link:

    https://www.schuldnerberatung.de/insolvenz-neue-schulden/


    Ehrlich gesagt hast du die Kacke grad so richtig am Dampfen.


    Nachdem dich die Hilfsaktion deines Vaters offenbar nicht aufrütteln konnte, nimm wenigstens jetzt, wo es richtig, richtig, richtig eng für dich ist, dein Leben in die Hand, hör auf dir den Kopp zuzuknallen und mach endlich was: Therapie und Schuldnerberater!!


    Vielleicht hast du Glück und kommst nochmal davon, wenn nachgewiesen und glaubhaft gemacht werden kann, dass du aus psychischen Gründen so gehandelt hast. Das sollte abe rnicht das Ziel deines Besuchs bei einem Psychotherapeuten sein, nochmal ungeschoren davonzukommen. Du musst dich verdammt nochmal ändern, sonst erleidest du irgendwann gewaltig Schiffbruch!!


    Und: Sei deinem Dad ein bisschen dankbar, dass er dich nach der kreuzdämlichen Aktion von dir noch bei sich wohnen lässt. Diese Zeit ist jetzt die Klausur, um die du dich die letzten Jahre immer rumgedrückt hast. Bewähre dich jetzt.

    Ah, dass er eine Arbeit hat habe ich im EP irgendwie überlesen.

    Unter klassischer Spielsucht leidest du aber meiner Meinung nach nicht.

    Die Sängerin Kerstin Ott war auch spielsüchtig.

    Die ist am Ede hingegangen und hat ein Foto von sich in allen Spielhallen im Umkreis von 90km? verteilt und Bescheid gesagt dass sie Hausverbot hat.

    Das hat ihr quasi den Arsch gerettet.