@ focus seb

    auch wenn du geäußert hast, dass du den Faden schließt, so möchte ich doch noch was hinzufügen:

    Zitat

    So ist es. Nachdem der Körper aufgehört hat zu funktionieren, ist Ruhe, er verfault. Alles andere vom Leben nach dem Tod ist dummes Geschwätz, irrealer Glaube ...

    Leider ist es nicht so. Ich weiß nicht, ob du im Bibel schon mal gelesen hast, aber ich bin davon überzeugt, dass auch im Bibel darauf hingewiesen wird, dass Menschen, die Selbstmord begehen und auf diese Art sterben, vom Gott verflucht werden. Ich muß dich täuschen: es gibt ein Leben nach dem Tod, zum Glück. Denn alles, ob gut oder schlecht, alles, was wir in dieser Welt getan haben, wird nach dem Tod belohnt oder bestraft. Sonst wäre es doch unfair. Mörder, Einbrecher würden einfach davon kommen, quasi nur in dieser Welt leiden (wenn sie denn erfaßt werden würden. Dort im Jenseits wird kein Unterschied gemacht, jeder wird selbst für seine Taten (in der Welt) im Jenseits verantwortlich gemacht. Ich bin anderer Religion und in unserem Religionsbuch steht drin, dass Menschen, die sich selbst töten für immer und ewig in der Hölle verweilen werden und für sie auch keine Begnadigung nach Einbüsung ihrer Strafe in der Hölle gibt.


    Kurzum, du wirst nach dem Tod keine Ruhe haben, ganz im Gegenteil.

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    Zitat

    Die Welt IST unfair, dieses ganze "es gibt eine ausgleichende allumfassende Gerechtigkeit und jeder bekommt was er verdient" ist eine Lüge die sich die Leute selbst geben weil sie die Realität nicht sehen wollen...

    exakt. :)^ oder wie begründet man, dass ein Mensch, der andere umbringt und missbraucht, lange sein Leben weiterleben darf, während jemand, der anderen viel hilft und Gutes tut, an einer qualvollen Krankheit stirbt? Vermutlich mit der fadenscheinigen Begründung "dann war er im früheren Leben eben ein Verbrecher"...ja, nee, ist klar..


    kann mit der Bibel auch nichts anfangen...

    Hallo Sven und alle,


    echt, ich bin erschüttert, dies alles (eher zufällig) zu lesen.


    Auch ich habe phasenweise ein echt besch******* Leben hinter mir, hatte ernsthafte Suizidgedanken, ankschließend ambulante und stationäre Therapien, bin seit etlichen Jahren schwerkrank, 90% schwerbehindert und Pflegefall. Aber noch nie in meinem ganzen Leben war ich so dauerhaft zufrieden wie heute.


    Hier mal eines meiner Bilder, das inmitten einer ganz grausamen Zeit entstanden war, ich hoffe ich kriege den Link hin:


    http://80.190.202.79/pic/a/almgarten/ausweg.mit.gelaender.jpg


    Dieses Bild gab mir Auftrieb, besonders jenes zierliche Geländer an der kahlen Wand.


    Im Gegensatz zu den meisten hier denke ich nicht über Gerechtigkeit oder Ungerechtigkeit nach (was ja wieder äußere Einflüsse und nicht mich selbst in die Verantwortung zieht), sondern mehr über Sinn und Zweck. Trotz aller Hürden empfinde ich heute (mit mittelbetagten 52 Jahren) mein Leben als durchaus gerecht und vor allem, und das ist viel wichtiger: SINNVOLL. Das sage ich als Pflegefall, der kaum mehr aus dem Haus kommt. Darüber möchtet Ihr bitte mal nachdenken und Euch fragen, wo der wirkliche Knackpunkt Eures subjektiv empfundenen Unglücks sitzt.


    Bitte versteht mich nicht falsch. Ich verstehe das alles, habe ich doch selbst diesen Mist hinter mir. Es war ein einziger Alptraum. Aber, wie ihr seht, geht es auch anders. Man muss nur die passende Tür finden ...


    Dir Sven und den anderen alles Liebe!


    Angie

    @grashalm

    Zitat

    exakt. oder wie begründet man, dass ein Mensch, der andere umbringt und missbraucht, lange sein Leben weiterleben darf, während jemand, der anderen viel hilft und Gutes tut, an einer qualvollen Krankheit stirbt? Vermutlich mit der fadenscheinigen Begründung "dann war er im früheren Leben eben ein Verbrecher"...ja, nee, ist klar..


    kann mit der Bibel auch nichts anfangen...

    Ich möchte hier nicht predigen, aber auf deine Frage habe ich auch eine ganz logische Antwort grashalm.


    Ein Mensch, der andere umbringt und missbraucht, lebt wahrscheinlich wohl oder übel sein Leben weiter, aber nur hier auf dieser Welt. Was ein Qual und eine ungeahnte Strafe ihn im Jenseits erwartet, kann hier niemand sich vorstellen.


    Dass jemand, der anderen viel hilft und Gutes tut, an einer qualvollen Krankheit sterben muß, ist nich umsonst. Dass es sein Leben kostet, dass er viel durchmacht, ist keine Frage. Hierzu gibt es auch eine Begründung (auch wenn ihr es nicht versteht oder verstehen wollt). Alle Krankheiten, Unfälle, Unfallfolgen und andere schlimme Situationen im Leben sind dafür gedacht, dass zum einen nichtbetroffene gesunde Leute dem Gott dankbar sein sollen, dass ihnen nichts fehlt. Zum anderen sind wir Menschen auf dieser Welt, um getestet zu werden, in dem, wie wir leben, was wir tun oder nicht tun. Auch Krankheiten und Elend sind für Menschen gedacht. Der Gott testet seine Geschöpfe, die er besonders lieb hat, mit Krankheiten. Er möchte sehen, ob der oder die jenige ihm gegenüber, trotz des Quales und des Elendes, dankbar sein wird oder sich bei ihm beschweren oder gar verfluchen wird. Hält der betroffene jedoch aus und ist, egal in welchem schwierigen Zustand er ist, dem Gott gegenüber dennoch dankbar, so erwartet ihn/sie im Jenseits (als Belohnung dafür) für immer und ewig das Paradies.


    Ein Mensch, der sein lebenlang nur Böses getan hat und dennoch glücklich gelebt hat, wird es im Jenseits alles andere als gut haben. Und das Leben auf dieser Welt geht schnell zu Ende, doch das wahre Leben im Jenseits ist für Ewigkeit.


    Nichts, was nicht in eigener Hand liegt und nicht gewollt ist bzw. außer Macht des Menschen liegt, ist unbegründet. Jedes Leid und Glück auf dieser Welt hat seine Gründe.

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    Hallo Ashanti29

    Deine Missionarsattacken sind ganz und gar nicht logisch.


    Wahrscheinlich muß man solche Gedanken jahrelang eingetrichtert bekommen, um mit ihnen etwas anfangen zu können.

    Zitat

    Der Gott testet seine Geschöpfe, die er besonders lieb hat, mit Krankheiten. Er möchte sehen, ob der oder die jenige ihm gegenüber, trotz des Quales und des Elendes, dankbar sein wird oder sich bei ihm beschweren oder gar verfluchen wird.

    Falls es einen Gott geben sollte, denke ich mir, dass er bei solchen Aussagen mehr als irritiert ist. Was soll denn diese Idee, Menschen wie bei Hahnenkämpfen in Asien oder Südamerika für irgendwelche Spielchen oder Tests einzusetzen ?? Wenn wir selbst mit Tieren diese Spiele verabscheuen, finde ich es undenkbar für ein "höheres Wesen". Ein Gott würde doch seine Geschöpfe nicht als Versuchskaninchen betrachten. Nein danke, diese Art von religiöser Vorstellung ist wirklich nicht für mich.

    Ich würde es nicht so ganz "krass" ausdrücken wie Ashanti, was Gott, die Bibel, die Hölle und die Frage nach der Gerechtigkeit angeht. Ich als Christ mag auch diese klaren Formulierungen von Himmel und Hölle nicht, weil kein Mensch weiß, was das letztlich ist, aber fast jeder damit eine Vorstellung verbindet. Und auch kein Mensch weiß, wie wir gerichtet werden. Ich glaube, das einzige was man in diesem Zusammenhang sagen kann ist, dass wir nach unseren Taten gerichtet werden. Das ist zumindest woran ich glaube.


    Ich weiß nicht, ob Gott uns Krankheiten und Schicksalsschläge aufbrummt, um uns zu testen. Ich denke da gerade an Hiob, bei dem das ja sehr wohl ein Test war. Aber ich glaube, dass wir durch so etwas lernen (sollen?) das Leben mit anderen Augen zu betrachten und zu sehen, was im Leben wirklich wichtig ist. Vielleicht auch dadurch Gott zu hinterfragen oder zu ihm zu finden.


    Ich glaube auch, dass wir nicht auf alles eine Antwort haben müssen und auch nicht haben sollen. Die Frage nach dem "Warum?" oder "Warum ich?" und "Wenn es einen Gott gibt, warum lässt er mich so leiden?", die kann man nicht pauschal beantworten. Gottes Weg mit uns ist individuell und wenn er einen Plan für unser Leben hat und den Weit- und Überblick, dann wird er wissen, warum er gewisse Dinge geschehen lässt und welche nicht. Wir wachsen an jedem einzelnen Stolperstein. Vielleicht bleiben wir auch manchmal liegen oder brauchen einige Zeit, um wieder aufzustehen. Aber wenn wir aufstehen, dann sind wir in der Regel gewachsen. Wenn ich zurückschaue auf Situationen in meinem Leben, die verdammt hart und schwer waren, die mich zur Verzweiflung gebracht haben und wo ich dachte, ich schaff das nicht mehr...habe ich es doch irgendwie geschafft, mit Gottes Hilfe? Auch wenn sie mir nicht bewusst war. Und ich war stärker als vorher. Solche Situationen zeigen einem das eigene Potential auf und führen uns auf den Weg unserer Berufung.


    In der Bibel steht, dass Gott uns Lasten zum Tragen gibt, die aber nie schwerer sein werden als wir tragen können. Ich denke auch manchmal -sorry- was für ein Bullshit. Dann frage ich mich wieder "Warum ich?" und "Warum läuft in meinem Leben alles so kompliziert?". Und andererseits sehe ich dann aber auch, dass ich trotz alles Komplikationen und Enttäuschungen noch immer hier stehe. Immer mehr die Augen dafür geöffnet bekomme, was wirklich wichtig ist und wofür sich dieses Leben lohnt. Als Christ sollte man Gott in die Mitte seines Lebens stellen, ihm dienen und weniger nach der Erfüllung eigener Ansinnen streben. Und ich glaube, darin liegt auch eine Art Schlüssel zum Glück. Wenn wir uns selbst nicht ständig so wichtig nehmen und uns permanent um unsere Probleme drehen, um Dinge, die schlecht laufen, um Wünsche und Träume die sich nicht erfüllen...dass das frustriert auf Dauer ist klar.


    Ich glaube, das kennt doch jeder. Wenn ich jemand anderem etwas gutes tue, im Sinne von Nächstenliebe, dann geht es mir doch gut. Das ist was die Bibel im Grunde sagt denke ich. Stelle Gott in die Mitte deines Lebens und schau was passiert. Ich kenne viele Christen. Viele frustrierte, weil sie die Bibel für ein BGB halten und sich dementsprechend verhalten. Und ich kenne Christen, die durch und mit der Liebe Gottes leben, darin aufgehen und ihr Leben nie wieder anders leben würden.


    Ich glaube nicht, dass Gott uns vor Problemen bewahrt. Im Gegenteil. Er lässt zu, dass wir auch Leiden ausgesetzt sind. Vielleicht prüft er damit unser Vertrauen oder lässt uns dadurch auch Wichtiges erkennen. Aber eins wird er nie und das ist uns loslassen in diesen Situationen, in denen es dunkel um uns herum wird. Wir Menschen verwechseln Gott oft mit einer Art Wunschautomat und sind dann frustriert. Aber wie gesagt, wir haben nicht den Plan für unser Leben, den hat Gott. Und in der Rückschau auf mein Leben kann ich nur immer wieder sagen, dass bisher alles Leiden auch seinen Sinn hatte. Denn Erfahrungen und Sichtweisen bauen aufeinander auf. Ohne leidvolle Erfahrungen, wüssten wir das wirkliches Glück zu genießen? Wenn wir diesen Vergleich nicht hätten? In diesem Zusammenhang kann ich nur unterstreichen was Monsti gesagt hat:

    Zitat

    Im Gegensatz zu den meisten hier denke ich nicht über Gerechtigkeit oder Ungerechtigkeit nach (was ja wieder äußere Einflüsse und nicht mich selbst in die Verantwortung zieht), sondern mehr über Sinn und Zweck. Trotz aller Hürden empfinde ich heute (mit mittelbetagten 52 Jahren) mein Leben als durchaus gerecht und vor allem, und das ist viel wichtiger: SINNVOLL. Das sage ich als Pflegefall, der kaum mehr aus dem Haus kommt. Darüber möchtet Ihr bitte mal nachdenken und Euch fragen, wo der wirkliche Knackpunkt Eures subjektiv empfundenen Unglücks sitzt.

    Vor dieser Einstellung habe ich absoluten Respekt und ich glaube, dass jeder der bereit ist seinen Blickwinkel auf gewisse Dinge zu ändern auch dahin kommen kann. Ich finde, viele sind zu sehr mit ihrem Leid beschäftigt bzw. beschäftigen sich zu sehr damit. Wenn man sich permanent um sich selbst dreht und um den Gedanken "Warum ist mein Leben so scheiße?", wie kann man dann erwarten, dass man glücklich wird?


    Auch hier kann ich nur wieder sagen, ich nehme mich davon ebenfalls nicht aus. Mir gelingt es momentan noch eher selten, mich eben nicht ständig um mich selbst und um mein "Unglück" zu drehen. Aber ich merke immer wieder, wie es mir besser geht, wenn ich das was ich als Unglück in meinem Leben definiere einfach anders betrachte und das eben nicht zum zentralen Thema meines Lebens mache. Und eine Sache ist da noch...das merkt man hier im Forum doch auch ganz deutlich, wir helfen uns hier gegenseitig und glaubt ihr, jemand der noch nie gelitten hat könnte uns verstehen, uns mit seinen Worten trösten? Das ist auch ein Grundgedanke der Bibel, wir brauchen einander. Es gibt vieles in der Bibel, gegen das wir uns immer wieder wehren können und doch sind da viele dieser Grundgedanken, die einfach wahr sind. Was mich darin bestätigt zu sagen, dass solche Dinge nur unser Schöpfer wissen kann. Was wir brauchen und wonach wir uns sehnen. Aber genug jetzt:-)

    Weil ich ja vorne was geschrieben habe von Gerechtigkeit..ich meinte damit NICHT, dass ich mich die ganze Zeit frage "warum ich? Wie unfair...dabei bin ich doch ein guter Mensch" oder irgendsowas. :-o Ich stelle mir diese Frage eigentlich nie (eher frage ich mich "werde ich je ein Leben führen können, wie es mir gefällt"), dazu hab ich schon zu viele schlimme Sachen gehört und gelesen. Ich käme mir wahnsinnig egoistisch vor, wenn ich jetzt anfangen würde mit so "warum muss ich leiden"-Fragen..denn als LEIDEN will ich das nun wirklich nicht bezeichnen...


    Mit den ganzen Glaubens-Erklärungen kann ich trotzdem nichts anfangen...

    Zitat

    (eher frage ich mich "werde ich je ein Leben führen können, wie es mir gefällt")

    Ja, diese Frage stelle ich mir auch oft.

    Zitat

    Mit den ganzen Glaubens-Erklärungen kann ich trotzdem nichts anfangen...

    Kann ich auch oft nicht, besonders von Hardcore-Christen. Viele haben so ein ganz krasses schwarz/weiß-Denken und ein komisches Gottesbild in meinen Augen. Ich habe gemerkt, dass sich wirklich viel verändern kann, wenn man den Blick von sich selbst mal ein großes Stück wegnimmt, so wie es praktisch auch in der Bibel steht. Wir streben heutzutage oft nach oberflächlichen Dingen und werden dabei immer unglücklicher. Wenn wir es schaffen würden so zu leben wie Gott es sich einmal gedacht hat, dann würde diese Welt anders aussehen, davon bin ich überzeugt. Und wir wären viel glücklicher, weil wir den Dingen ganz andere Werte einräumen würden und in die Herzen schauen wollten, da wo andere sich von Fassaden blenden lassen. Das ist eigentlich das, was einen Christ ausmachen sollte.


    Mit dem Glauben ist es so eine Sache. Ich würde mich nicht von fanatischen Christen und krampfhaften Bibellesern abschrecken lassen. Eigentlich geht es um eine persönliche Beziehung zu Jesus und nicht um Regeln und Normen, die das Christ-Sein angeblich ausmachen.

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    Aber Leute

    wie ich sehe, komme ich in dieser Thematik bei keinem so an und habe den Eindruck, dass keiner hier (so) gläubig ist und/oder sogar ins Bild der Ataisten zugeordnet werden kann. Ich merke, dass es keinen Sinn macht. Daher möchte ich auch bezüglich Religion und Glaube hier nicht weiter diskutieren.


    Ende der Diskussion Glaube und Religion !!!!!!!!!