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    Und das ist die gefühlte Freiheit :)= Die dieser Staat eben nicht möchte.

    Wir werden seit 60 Jahren mehr oder weniger konservativ regiert. Jetzt bitte nicht lachen, aber ich hätte einer FDP in den 90ern eine realistische Umsetzung des BGE schon zugetraut. Bevor sie anfingen, zu spinnen, und noch echte liberale Gedanken vertreten haben.


    Aber es hat nicht sollen sein.


    Das ist nicht nur eine Frage des Staats, sondern auch die seiner Wähler.


    Wir definieren die Gesellschaft leider noch stark nach Einkommen. Ein hohes Einkommen zieht den Hass autonomer Gruppen auf sich, ein niedriges Einkommen das surreale Hochgefühl des Besserverdienenden. Das alte Schichtendenken. Würden wir heute mal auf alle Pflege- und Entsorgungsberufe verzichten, dann würden wir schmerzhaft feststellen, was hier für den Euro an Arbeit geleistet wird. Leider hat man gemerkt, wie zäh allein die Mindestlohn-Diskussion in der Politik war, obwohl sie längst überfällig war. Daher wird es auch schwierig werden, dem "braven Bürger" vor der Wahl zu erklären, dass man künftig ein Einkommen auch ohne Gängelei und Forderungen auszahlt, und der Nachbar, dem das reicht, einfach mal zuhause bleibt. Da höre ich jetzt schon den Stammtisch .... %-|


    Aber hier im Faden ging es ja um beides: ausreichend Einkommen für Freizeitkonsum, und genügend Freizeit. Und das ist mit BGE leider noch nicht gelöst, solange niemand erklären kann, wie die 1000 Euro pro Bürger zusammenkommen sollen.

    Danke, Comran, für die Erklärung. (Ich hörte das als Schlagwort immer nur irgendwo herum schwirren, wusste auch in etwa, was damit gemeint ist) … menschenwürdig - sicher … aus Sicht derer, die es gern in Anspruch nehmen würden, sicherlich besonders ...


    Ob das "dieser Staat nicht will"? Ich schätze, der ungern arbeitende Anteil der Bevölkerung möchte es vor allem nicht, da es von deren Seite aus wieder stark nach sozialer Ungerechtigkeit röche. Es gäbe sprunghaft steigende Zahlen, die kein dauerhaftes Arbeitsverhältnis anstreben, weil sie lieber eben dieses BGE hätten. Denn zu arbeiten ist nicht immer und überall ein Zuckerschlecken, wird heute eher als das Gegenteil empfunden. Das Verhältnis "arbeitender Anteil" und "BGE-Bezugsanteil" könnte arg kippen …


    So etwas leistet sich doch derzeit aber schon irgendein ein Ölstaat, oder?

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    Aber hier im Faden ging es ja um beides: ausreichend Einkommen für Freizeitkonsum, und genügend Freizeit. Und das ist mit BGE leider noch nicht gelöst, solange niemand erklären kann, wie die 1000 Euro pro Bürger zusammenkommen sollen.

    Da hätt ich sofort ne Idee. Die ganzen Griechenland-Rettungsschirme abschaffen, dann wären schon mal ein paar Jahre finanziert :=o :=o :=o

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    Aber hier im Faden ging es ja um beides: ausreichend Einkommen für Freizeitkonsum, und genügend Freizeit. Und das ist mit BGE leider noch nicht gelöst, solange niemand erklären kann, wie die 1000 Euro pro Bürger zusammenkommen sollen.

    vielleicht wird die arbeitswilligkeit vieler unterschätzt, wenn es auf der viel freiwilligeren ebene passieren würde!?


    ich habe auch eine ganze weile überlegt, was ich machen würde, wenn ich diesen betrag "einfach so" bekäme - und bin zum ergebnis gekommen: genau so weiter arbeiten, wie ich das jetzt tue. nur vielleicht mit dem kleinen eck noch mehr spaß, weil ich ja nicht müsste :)z

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    vielleicht wird die arbeitswilligkeit vieler unterschätzt, wenn es auf der viel freiwilligeren ebene passieren würde!?


    ich habe auch eine ganze weile überlegt, was ich machen würde, wenn ich diesen betrag "einfach so" bekäme - und bin zum ergebnis gekommen: genau so weiter arbeiten, wie ich das jetzt tue. nur vielleicht mit dem kleinen eck noch mehr spaß, weil ich ja nicht müsste

    wenn ich 1000 euro einfach so bekäme, würde ich halbtags arbeiten gehn und mir nochmal 1.200 euro dazuverdienen, DANN ging es mir richtig richtig gut. x:) x:) x:)