:)^ :)= Und auch Behinderungen passieren in erster Linie im Kopf. Mich beeindrucken Behinderte sehr, die sich engagieren, sportlich betätigen und am Leben teilnehmen. Sie haben die Behinderung angenommen und machen das beste daraus.


    Ich kenne einen Jugendlichen, der mich immer wieder mit seiner Fröhlichkeit ansteckt. Als Fünfjähriger hatte er einen schweren Unfall, der ihn beinahe das Leben gekostet hat. Als die lebensrettende Operation überstanden war, stand immer noch das Überleben eines Armes auf dem Spiel. Es folgten weitere Operationen. Dann war nach jahrelangem intensivem Training auch die Hürde gemeistert, die Funktionen wiederherzustellen. Das Ergebnis geht weit über alle ärztlichen Prognosen hinaus, denn dieser Junge hat sich nie aufgegeben und unter großen Schmerzen eisern trainiert. So hat er nervliche Funktionen wiederhergestellt, an die niemand mehr geglaubt hatte – nur er und seine Familie. Heute ist das ein faszinierender Teenager, auch wenn er körperlich gezeichnet und eingeschränkt ist. Aber niemand beachtet die entstellenden Narben an seinem Körper. Denn die Lebensfreude, die dieser Junge verbreitet, überstrahlt alles. Er hat viele Freunde, und es himmeln ihn mehr Mädchen an als ihm recht ist. Keinen stört es, dass er viele Dinge nicht so einfach machen kann. Aber er versucht es, kämpft hart und gewinnt dann oft. Dieser Wille ist es, der seine Ausstrahlung bestimmt. Und Ausstrahlung macht sexy.

    Zitat

    Also, man muss nicht behindert sein, um hässlich auszusehen. Wie siehts dann bei dir damit aus?

    Bärentatze, Du siehst überhaupt nicht häßlich aus. Was Dich hässlich macht ist Dein Hass auf Dein Schicksal und Dich selbst. Ich denke, dass Du das weder willst noch bemerkst. Diesen Hass projizierst Du nach außen, wie auch an dieser ungehörigen Frage erkennbar ist. Andere Menschen reflektieren Dich dann. So fällt es auch Dir auf, aber dieser Hass erscheint Dir als das Gefühl der Anderen.

    @ schnattergusche

    Ich glaube nicht, dass der TE unter Selbsthass leidet. Ich glaube es ist eher eine Selbstliebe, denn er liebt in gewisser Weise seine Einschränkung, denn sie ist das Einzige, was ihn besonders macht, sonst hat er ja nicht viel zu bieten (Bildung, Hobby, Interessen, eine interessante Vergangenheit usw.) Wenn es eine Möglichkeit gäbe, seine körperliche Einschränkung verschwinden zu lassen, stünde der Typ ganz schön blöd da.

    abenteuermäuschen

    Interessante Gedanken!


    Liebe und Hass liegen ganz nah beieinander. Beides sind die stärksten Gefühle, die wir in uns entwickeln können. Sozusagen die Extrema unserer Gefühlswelt. Wenn man damit nicht umgehen kann, kann es auch von einem Extrem ins andere kippen. Zwei solche gleichermaßen starken Dinge können auch das jeweilige Gegengewicht zueinander bieten.


    So gesehen stünde Bärentatze tatsächlich ziemlich blöd da, wenn er auf die Behinderungen verzichten müßte und plötzlich nur noch mit seiner Liebe konfrontiert wäre. Du kennst ihn nicht persönlich. Ich habe ihn getroffen und diese Ambivalenz sehr deutlich wahrgenommen. Er wirkt nach außen sehr angenehm und sympatisch. Ein sanfter Mensch, der voller Liebe ist. Er trägt in sich mehr Liebe als er selbst verkraften kann. Als Ausgleich braucht er diesen Hass. Der richtet sich in erster Linie gegen ihn selbst. Deshalb sucht er auch die Liebe von außen ohne bereit zu sein, die selbst zu geben.


    Die gestrige Antwort auf meine Frage, ob er jemals die Chance ergriffen hätte, jemandem zu geben, war für mich sehr aufschlußreich. Zum einen hat er patzig wirken wollen, weil er sich durch meine offene Konfrontation angegriffen gefühlt hat. Zum anderen hat er vielleicht ungewollt gerade das gezeigt, was ihm hier kaum jemand abnimmt: Der Bursche :=o hat Humor! Aber er hat auch gezeigt, wie machtlos er gegen die bedingungslose Liebe eines Haustieres ist. Denn wir Menschen machen Liebe nur zu oft zu einer Handelsware. Schon als Kinder lernen wir, brav zu sein, damit wir die Liebe (z.B. der Eltern) wert sind.


    Ich weiß wenig aus Bärentatzes Leben. Aber eines weiß ich auch ohne dass wir uns darüber unterhalten mußten. Da läuft eine sehr stark geschundene Seele durch die Gegend. So sehr gezeichnet, dass es sich sogar körperlich zeigt. Diese Seele kennt gar nicht mehr die Sprache, die sie sucht. Was wir hier bieten, das Wohlwollen und auch die menschliche Wärme von vielen Forenschreiberlingen, ruft erst recht die Ablehnung hervor. Bärentatze scheint beim Verstehen uns auszuweichen. Tatsächlich sprechen wir nur verschiedene Sprachen. Hast Du seine Reaktion auf wispy bemerkt? Da hat seine Seele geantwortet. Wir versuchen immer, ihn auf der geistigen Ebene, der intellektuellen, anzusprechen. Dort ist er aber blockiert. Obwohl er kein Dummkopf ist.

    Zitat

    Achja, nochmals zum Thema "Busche", so hattest du ihn doch neulich genannt und dies nur auf den Altersunterschied geschoben. Würdest du diese Bezeichnung auch auf einen, sagen wir mal 32 jährigen Arzt anwenden, der bereits eine Familie hat und ein Haus?

    Ja. Auch auf den 46jährigen Arzt, der Familie, Haus und eine gut laufende Praxis hat, mit dem ich befreundet bin. Für mich ist "Bursche" keine abwertende Bezeichnung, sondern drückt eher Verständnis und Vertrautheit aus. Ein Bursche ist für mich jeder, der sich in einer Lernphase befindet. Wie alt er ist und an welcher Stelle dieser Phase er sich befindet, spielt dabei keine Rolle. Ich sehe mich selbst als "Dauerburschen". ;-) Ein Bursche ist aber auch ein Junggeselle. Schlag das Wort mal in einem Lexikon nach. Du wirst staunen, welche unterschiedlichen Bedeutungen es hat.

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    Hast Du seine Reaktion auf wispy bemerkt? Da hat seine Seele geantwortet. Wir versuchen immer, ihn auf der geistigen Ebene, der intellektuellen, anzusprechen. Dort ist er aber blockiert. Obwohl er kein Dummkopf ist.


    schnattergusche

    interessant..........so habe ich das noch nicht gesehen. guter aspekt :)^ :)z

    Ich wusste schon, das diese Frage blöd ankommen würde, aber ich meine das gar nicht böse. Es ist aber so, wenn eigentlich alles stimmt, das einzige das Aussehen sein kann, welches vielleicht nicht ansprechend ist.


    Wenn aber selbst das ansprechend ist, so hast du einfach noch nicht die richtige gefunden.

    Und woher meinst du, kommt das mangelnde Selbstwertgefühl? Wenn die Gründe dafür kennst, kann man durchaus daran arbeiten.


    Bei mir liegt es eindeutig an meinem Handicap, dadurch konnte sich nie ein Selbstwertgefühlf entwickeln, obwohl ich genau weiß, das ich nicht schlechter bin als andere.

    Und täglich grüßt das Murmeltier... zzz zzz zzz


    Andere Menschen erarbeiten sich ein Selbstwertgefühl trotz Handicaps. Aber auf diesem Ohr bist Du taub. Du mißbrauchst es als Ausrede für Deinen Selbsthass.


    Dabei bemerkst Du nicht einmal, dass Du Dir selbst direkt widersprichst. Auf der einen Seite kann man daran arbeiten, wenn man die Gründe kennt. Auf der anderen Seute stehst nur Du, mutterseelenallein, von allen unverstanden und verlassen. Du kennst zwar die Gründe. Aber daran arbeiten? Niemals! Bei Dir ist das ja alles ganz anders als beim Rest der Welt.