Tatze, du hast überhaupt keine Lebenserfahrung. Absolut keine. Alles was du von dir gibst, sind vorformulierte Standardsätze, die das wiedergeben, was du für gesellschaftliche Standards hälst. z.B., dass man angeblich eine Freundin braucht, um glücklich zu sein, z.B., dass man sich ja angeblich vor 30 sexuell austobt ... du richtest dich so sehr nach dem aus, was dir in deinem beschränkten Blickfeld (nicht auf deine Behinderung, sondern auf dein selbstgewähltes, minimalistisches Sozialverhalten bezogen!) vorgelebt wird, beispielsweise im Fernsehen, dass du die Möglichkeit zur Individualität, zur Differenzierung, zum Anderssein völlig außer Acht lässt. Auch die Betrachtungsweise, dass du gerade du, so wie du bist, jemand ganz besonderes bist, mit Stärken und Schwächen, vergisst du. Du willst nicht du selbst sein, du willst einfach nur Teil einer aus deiner Sicht stromlinienförmigen Gesellschaft sein, ein Teil des Einheitsbreis. Aber gerade du, als Mensch mit auffälligen Abweichungen vom Einheitsbrei, könntest ein Farbklecks in der grauen Masse darstellen, wenn du dich endlich trauen würdest, du selbst zu sein.


    Was machst du den ganzen Tag? Dumm rumsitzen. Lebenserfahrung kommt nicht vom Altwerden. Körperlich altert man so oder so, geistig altern und reifen tut man auch – wenn man alles andere macht, außer dumm rumsitzen.


    Ohne anzufangen, diese Lebenserfahrung zu sammeln, egal, ob mit 3 oder 31, wirst du dir all deine Wünsche von Frau, Sex und Sozialleben nicht erfüllen können. Deswegen, hör bitte endlich auf uns die Ohren vollzujammern, was du alles verpasst hast, was du alles nicht hast (aber offensichtlich alle anderen *ironie*) und dass es eh zu spät wäre – wenn du nicht bereit bist, den ersten Schritt zu gehen und einfach mal zu machen, egal was, dann brauchst du von der Erfüllung deiner Wünsche nicht mal träumen.

    Wann ziehst du nach Stuttgart?

    Eigentlich hätte ich schon da unten sein können, wenn man mich mal aufgeklärt hätte, welche Kostenträger für was zuständig sind. Also so wie es aussieht wirds wohl mitte des Monats werden.

    Rebelution

    So ganz klar wurde mich nicht, was du sagen wolltest. Ich kann mich doch nicht so annehmen wie ich bin und erreiche nicht meine Ziele?

    Er will sagen nehm dich so an wie du bist, geh raus und sammel Lebenserfahrung. Denk nicht drueber nach wie "man" sein muss, sondern sei du selbst. Und dann klappt der Rest von selbst.


    Ich denke auch nicht drueber nach, was eine 24 jaehrige Frau erlebt und erreicht haben muss. Ich lebe einfach und wenn ich was positives erlebe, freue ich mich. So wie jeder andere auch.


    Warum nutzt du den Faden hier nicht mal, um ueber andere Dinge zu reden? Das waer doch ne gute Uebung fuer den Anfang. Und wenn dir nix einfaellt, frag die Leute etwas, was nix mit deinen Problemen zu tun hat, sondern mit den Leuten.

    Zitat

    Ich kann mich doch nicht so annehmen wie ich bin und erreiche nicht meine Ziele?

    Du musst dich erstmal so annehmen, wie du jetzt bist. Ein Status Quo sozusagen. Das heißt nicht, dass du mit dem, was du bist, zufrieden sein musst. Aber du musst dich zu allererst selbst erkennen, dich mit dir auseinandersetzen, mit dem, was du bist, nicht mit dem, was du sein willst. Du brauchst zuerst einen Standpunkt, um überhaupt zu wissen, wo du hinwillst und vor allem, wie du dort hinkommst.


    Ein erklärendes Beispiel dazu: angenommen, du bist ohne Hilfsmittel alleine fernab der Zivilisation unterwegs und hast dich verlaufen. Du kennst zwar den Namen deines Ziels (z.B. Ort X), weißt aber nicht mehr, wohin du gehen musst, um dem Ort X näherzukommen. Das heißt, du musst erstmal herausfinden, wo du bist, um überhaupt zu wissen, welchen Weg du einschlagen musst, um dich deinem Ziel annähern zu können und um dich nicht noch mehr zu verlaufen.


    Und das ist auch der Grund, warum wir dir hier bisher nicht helfen konnten. Angenommen, wir anderen Teilnehmer hier im Faden sind Menschen, die du anrufen kannst, um nachzufragen, ob sie dir helfen können, den Weg zu Ort X zu finden. Du rufst zuerst Tsunami an und fragst ihn: "Wo liegt denn Ort X?", und Tsunami antwortet dir: "Ort X liegt 5km hinter Ort Y." Du hast zwar schon mal von Ort Y gehört, aber den Weg dahin weißt du auch nicht, du hast auch vergessen, zu fragen. Deswegen rufst du dann coltis lisa an: "Kannst du mir sagen, wie ich zu Ort X komme?", und coltis lisa antwortet dir: "Verdammt, Tatze, ich bin gerade beim Kakao-Trinken mit schnecke, ich hab keine Zeit, aber jedermann weiß doch, dass Ort X bei den Koordinaten 25°N 13°W liegt." Wieder kein hilfreiche Information. Deswegen rufst du wispy an, jammerst ein "Ich arme Sau, ich hab mich verlaufen" und fragst sie: "Weißt du den Weg zu Ort X?", worauf sie antwortet: "Natürlich. Ich muss nur die erste Straße rechts laufen, die dritte Kreuzung links und dann 300m die Straße hinunter, schon bin ich da." Dumm nur, dass du nicht weißt, wo wispy wohnt, es interessiert dich auch nicht, da du nur auf dich und dein Unglück fokussiert bist. Dann rufst du mich an und fragst mich: "Kannst du mich nicht zum Ort X führen?", und ich antworte dir: "Wenn du mir sagst, wo du bist, kann ich versuchen dir zu helfen. Aber hingehen musst du schon alleine." Du legst enttäuscht auf und bemitleidest dich selbst, denn du kannst meine Frage nicht beantworten, du weißt ja nicht, wo du bist.


    Keiner kann dir helfen. Wirklich keiner? Du hättest jedem der Angerufenen beschreiben können, was du um dich herum siehst oder woher du kamst, vielleicht kennt einer von uns den Ort, an dem du dich gerade befindest. Im Klartext heißt das: erzähl uns von dir, damit wir uns ein Bild von dir machen können. Du hast dich bisher nur sehr spärlich zu deiner Person geäußert. Jeder hier kann dir erzählen, wie er selbst an den Ort X gekommen ist oder wie man ihn finden kann. Aber solange keiner weiß, wo du bist, kann dir auch keiner sagen, wie du von da aus zum Ort X kommst. Im Klartext: solange wir nicht wissen, wer du bist, kann dir auch keiner dabei helfen, dich zu dem zu verändern, der du werden willst. Und offensichtlich kennst du dich selbst nicht richtig – 59 Seiten bieten viel Platz für Informationen über dich. Trotzdem wissen wir über dich nur, dass du 31 bist, eine Behinderung hast, dich selbst jahrelang sozial ausgegrenzt hast und dass du keine Interessen hast. Das liegt beispielsweise auch daran, dass du dich generell sehr kurz fasst mit deinen Antworten und nahezu gar nicht auf andere Beiträge eingehst, kein Interesse zeigst. So entsteht einfach keine Konversation, die vielleicht weitere hilfreiche Informationen für dich bergen könnte. Es ist wie in meinem Beispiel mit den Telefonaten: du erhälst nicht die Information, die du erwartet hast und brichst das Gespräch daher sofort ab.


    Was kann man nun tun, wenn man sich verlaufen hat? Sich umschauen beispielsweise. Eindrücke und Erfahrungen sammeln. Mal drauf los gehen und schauen, ob man irgendwo hinkommt, wo man sich vertraut fühlt. Man kann auch mal ein paar Schritte zurückgehen und schauen, ob man den Pfad, auf dem man gekommen ist, wiederfindet. Im Klartext: probier einfach mal was! Such selbst nach einer Lösung, nach neuen Wegen und warte nicht darauf, dass irgendwann jemand des Weges kommt und dir genau sagen kann, wie du zum Ort X kommst. Du hast dich verirrt – ja und? Entdecke doch eine Umwelt erstmal! Wenn du in eine Richtung nicht vorankommst, dann weißt du, dass es dort nicht sein kann, also probier es woanders. Erfahrungen sammeln bedeutet nicht, alles richtig zu machen, sondern aus den Fehlern, die man dabei macht, zu lernen, wie es richtig geht. Wenn du aus Angst vor Fehlern lieber gar nichts machst, wirst du nie erfahren, wie es richtig geht. Du hast nichts zu verlieren!


    Bevor du nicht weißt, wo du stehst (wer du bist), brauchst du vom Ort X gar nicht zu träumen. Weißt du, was der Ort X ist? Das ist der Ort, an dem wir alle sein wollen, dort, wo wir glücklich sind. Und da hat jeder seinen eigenen Ort X. Dein Ort X ist z.B. Freunde, Frau, Sex, da willst du hin. Aber jeder hier hat seinen eigenen Ort X, seine eigenen Vorstellungen und Wünsche. Jeder hier kann dir beschreiben, wie er selbst seinen Ort X erreicht hat. Aber keiner kann dir sagen, wie du deinen eigenen Ort X erreichen kannst, denn den kannst nur du selbst finden. Du musst herausfinden, wo du bist und wo du hinwillst, erst dann kannst du deinen Weg gehen.

    Huch, also, hier wird sich ja wirklich mächtig um einen gekümmert. Obwohl der das offensichtlich gar nicht so recht zu schätzen weiß.


    Ja, also, ich kenn den ja nicht so, war aber früher mal in ner ähnlichen Sit.


    Was hat mir da geholfen...!?


    Ich find, das muss eine Vielzahl von kleinen Schritten sein, um aus so einem Loch rauszukommen. Also, was das Selbstmitleid, die Kontaktscheu, Einsamkeit etc. betrifft.


    Manchmal gabs sogar Phasen, da hab ich das Gegenteil von dem gemacht, "was man eigentlich soll, " also, z.B. unter Leute gehen, oder auf dieselben zugehen.


    Das könnte er mal probieren. Klingt zwar vielleicht paradox, aber, das hat mir manchmal gerade die Entspannung gebracht, die ich brauchte, um in der nächsten Sit. dann den richtigen Schritt zu tun. Also, einfach, variieren, damit es sich nicht so festfährt. Das Ziel natürlich stets im Auge behalten, aber, nicht so direkt draufzusteuern. Sonst wirds der nächte Krampf.


    Dann bist du vielleicht irgendwann soweit, dass du "es kannst", also, mit allen Gewünschten "lockere Konversation" führen, aber, du musst das dann auch ständig machen, damit die Angst, es nicht zu können, nicht wieder kommt.


    Ich fands immer gut, mich möglichst zu gar nichts zu zwingen, oder zwingen zu lassen, von außen.


    Also, wenn die innere Stimme sagt: "Die dort, musst du jetzt ansprechen." Dann hab ichs gerade nicht gemacht. Ich muss überhaupt nichts! So. Und wenn es dagegen (von innen ;-)) hieß: "Die darfst du nicht ansprechen, die findet das blöd, du bist langweilig, häßlich," etc., also, dann hab ichs gerade gemacht. Das lass ich mir doch nicht vorschreiben, dass ich mich zurückhalten soll.


    Ne, also, in der Art. (Bin da selber auch noch lange nicht am "Ziel", aber, ich denke, auf nem ganz guten Weg dorthin.)


    Ich finde, nur durch diese an sich zwanglose Herangehensweise, kann man so ein Problem packen, und, es wird nicht der nächste Krampf, so wie in Fällen, wo man "getrimmt" wird, das neue Verhalten ständig auszuprobieren, und wenn mans dann mal nicht schafft, dann ist man der "Loser", oder so. Zumindest denkt man das dann doch von sich.


    Also, das waren damals, (vor 20 Jahren etwa) manchmal wirklich ganz kleine Dinge, ja, die ich so in den Alltag eingebaut hab, und wo ich so schritt(chen) weise mein Leben geändert hab. Das war keine bombastische Erneuerung, wo sie alle staunen und sagen, Sau, was ist denn mit dem plötzlich los!


    Solche Erlebnisse gibts zwar meiner Erfahrung nach auch, aber, die sind meistens nicht von langer Dauer.


    Also: Schau einfach, was der Tag dir bringt, gehs mit einem gesunden Gemisch aus Gelassenheit und Zielstrebigkeit an, und dann relativiert sich am Ende der Einfluss deines Möbius – Syndroms, zumindest, was die Leblosigkeit der Mimik anbelangt. Da kommt dann (hoffentlich) von selber Leben rein. ;-)

    Zitat

    Bevor du nicht weißt, wo du stehst (wer du bist), brauchst du vom Ort X gar nicht zu träumen. Weißt du, was der Ort X ist? Das ist der Ort, an dem wir alle sein wollen, dort, wo wir glücklich sind. Und da hat jeder seinen eigenen Ort X. Dein Ort X ist z.B. Freunde, Frau, Sex, da willst du hin. Aber jeder hier hat seinen eigenen Ort X, seine eigenen Vorstellungen und Wünsche. Jeder hier kann dir beschreiben, wie er selbst seinen Ort X erreicht hat. Aber keiner kann dir sagen, wie du deinen eigenen Ort X erreichen kannst, denn den kannst nur du selbst finden. Du musst herausfinden, wo du bist und wo du hinwillst, erst dann kannst du deinen Weg gehen.

    :)z :)D

    Naja, aber, um herauszufinden, was der Ort X ist, da hilft glaub ich nicht nur Grübelei, sondern da muss man schon auf seine Gespenster zugehen, auch wenns schwerfällt.


    So, und dann bleibt zu hoffen, dass der Ort x, oder wenigstens der Weg dorthin, bissl klarer wird, oder?


    Da wird dann vielleicht deutlich, dass der nicht ganz so leuchtend, bunt, erstrebenswert und toll ist, wie man sich das erträumt hat. Aber, auch nicht so karg, und elend, wie man manchmal befürchtet, in den Albträumen. Vielleicht ja was dazwischen!?


    Also, mal weniger poetisch:


    Alles ist sicher nicht umsetzbar, was man sich so wünscht. Aber, manches doch.


    Und, was genau das ist, das kann man doch vorher nicht sagen. Das wird sich doch erst mit der Zeit herausstellen! Aber, nun nicht durch abwarten und grübeln, sondern schon durch – zumindest gelegentliche – Aktionen in die hoffentlich richtige Richtung.


    (was Intelligenteres fällt mir jetzt auch nicht ein ]:D )

    Rebelution, ein klasse Beitrag und diese Länge, solche Beiträge heben die Bemühungen beondes hervor.


    Leider, zeigt diese Beitrag aber genau die Schwächen meiner Person. Wo ich stehe, dass ist weiß ich wohl, vor den NICHTS.


    Meine Berufliche Situation ist schon mal sehr schwierig, ich bin jetzt 6 Jahre arbeitslos und das noch in einem Beruf, wo eigentlich keine Möglichkeit besteh, dort jemals Arbeit zu finden. Des Weiteren möchte ich in diesem Beruf auch nicht arbeiten, weil mir dieser noch nie Spaß gemacht hat. Diese Berufe die für mich in Frage kämen, dafür bedarf es das ABI zu haben, welches ich nicht habe.


    Jetzt könnte man natürlich sagen, das kann man ja nachmachen, jedoch bin ich mir nicht sicher, ob ich dies überhaupt schaffen würde, obwohl man mir immer nachsagt, ich wäre ja nicht blöd, sondern nur stinkend faul.


    Sinnvoll wäre auch noch eine neue Ausbildung oder Umschulung, die mir die AFA allerdings nicht genehmingen würde, da ich ja schon eine gemacht habe.


    Die soziale Situation sieht leider nicht besser aus. Ich weiß einfach nicht, was ich für mich machen soll und auch kann, was mir Spaß macht und wo ich auch Freunde finden kann.


    Was dann natürlich genau so schwierig ist, eine Partnerin zu finden, was mir persönlich sehr am Herzen liegt.


    Sprich, ich weiß zwar wo ich stehe, aber ich weiß den Weg nicht, da der Ort X eine unbekannte bleibt.

    Zitat

    Rebelution, ein klasse Beitrag und diese Länge, solche Beiträge heben die Bemühungen beondes hervor.

    Danke! Das ist das erste Mal, dass ich von dir wirklich eine Rückmeldung bekomme. Waren dafür 59 Seiten notwendig? ;-)

    Zitat

    Leider, zeigt diese Beitrag aber genau die Schwächen meiner Person. Wo ich stehe, dass ist weiß ich wohl, vor den NICHTS.

    Lüge! Du bist 31, kein Neugeborenes. Du stehst nicht vor den Nichts, du willst nur das, was du bisher erreicht hast (so viel oder wenig es auch sein mag), nicht anerkennen. Deine Vergangenheit ist aber ein wichtiger Teil von dir und hat dich geprägt – deswegen bist du so, wie du jetzt bist. Um anders werden zu können, musst du das erstmal einsehen und dich so wie du bist akzeptieren. Da wird kein Weg dran vorbeiführen.

    Zitat

    Meine Berufliche Situation ist schon mal sehr schwierig

    Was hast du gelernt, welche Umschulung hast du gemacht, was würde dich beruflich interessieren? Erzähl doch von dir!

    Zitat

    obwohl man mir immer nachsagt, ich wäre ja nicht blöd, sondern nur stinkend faul.

    Nimm's mir nicht übel, aber das sehe ich auch so. Du hast so viel Zeit, das könntest du locker machen. Ob du es am Ende packst, ist eine ganz andere Frage, die jetzt auch überhaupt nicht interessiert. Du nimmst dir wieder mal von vorne herein die Chance, eine Herausforderung einzugehen. Deine Angst zu versagen, hemmt dich komplett.

    Zitat

    Ich weiß einfach nicht, was ich für mich machen soll und auch kann, was mir Spaß macht und wo ich auch Freunde finden kann

    Entweder du kannst für dich herausarbeiten, wo deine Interessen liegen, in dem du dich vielleicht einfach mal informierst oder dir eine konkrete Freizeitbeschäftigung vorstellst, oder du musst es einfach ausprobieren und lernen, ob dir das was gibt oder nicht. Anders wird's nicht gehen.

    Zitat

    Sprich, ich weiß zwar wo ich stehe, aber ich weiß den Weg nicht, da der Ort X eine unbekannte bleibt.

    Dann lass es mich so sagen: du meinst, irgendwo zu stehen. Ich sehe dich nicht dort, wo du dich selbst offensichtlich siehst.


    Der Ort X ist dir nicht unbekannt. Du hast doch recht konkrete Vorstellungen davon, was du erreichen willst – berufliche Einbettung, Freundeskreis, Beziehung, auch konkrete Ziele, wie nach Stuttgart ziehen. Jeder baut seinen Ort X im Laufe des Lebens auch aus, der Ort ist, neben allen schönen Seiten, auch immer eine Baustelle, denn täglich kommen neue Ideen und neue Träume für das eigene Leben hinzu.


    Den Weg weißt du nicht, klar. Das ist der Teil, wo wir versuchen können, dir zu helfen.

    Zitat

    Die soziale Situation sieht leider nicht besser aus. Ich weiß einfach nicht, was ich für mich machen soll und auch kann, was mir Spaß macht und wo ich auch Freunde finden kann.

    Und anders herum? Welche Interessen, Eigenschaften und Fähigkeiten sollten deine Freunde haben, damit sie deine Freunde sein können? Sollten sie einen Job haben, sportlich aktiv sein, gesellig sein oder eher zurückgezogen, zielstrebig oder lieber einfach in den Tag lebend? Was wünschst du dir für Freunde, wie sie sein sollen?

    @ Tsunami

    Das ging zwar nicht in meine Richtung, aber ich beziehs mal auf mich:


    Ja, was du ansprichst, ist auch eines von meinen Problemen, sag ich mal.


    Also, in Bezug auf Freunde ist das vielleicht mal noch gar nicht so schlimm. Weil, da ist man ja bissl dynamisch. Also, ich hab z.B. kein Problem, mit Leuten befreundet zu sein, die am Rande der Gesellschaft stehen, irgendwelche Probleme haben, etc. (Geht mir ja auch so, obwohl man ja generell schon lieber mit Leuten Kontakt hat, die "im Leben stehen", mit denen man sich sehen lassen kann."


    Solange die Problematik zumindest nicht zu sehr ausartet, und sie sich z.B. dem Suff ergeben, wie ichs mal bei einem erlebt hab, den Kontakt hab ich dann lieber abgebrochen.


    Ansonsten ist das schon okay. Manchmal find ich solche Leute sogar interessanter als welche, wo man das Gefühl hat, bei denen ist immer alles glatt gelaufen. Was können die einem schon groß erzählen! Von ihren Erfolgen, na toll. Und, hatten die auch Einsichten, oder Erkenntnisse? Das ist doch eigentlich viel interessanter.


    Was aber eine Partnerin betrifft, möchte ich schon lieber eine, bei der soweit erstmal alles stimmt. Die auch voll beziehungsfähig ist, Nähe zulassen kann, und das alles. Auch wenn ich da selber noch dran arbeiten muss. Aber, sonst wär das für mich ne halbe Sache, und da bin ich schon bisschen anspruchsvoller.


    Glaub aber, dass das schwierig wird. Die in meinem Alter was taugen, sind vergeben, und mich ziehts einfach mehr zu Jüngeren hin, ich kanns nicht ändern. Weil die nunmal in vielen Dingen in der selben Sit. sind wie ich: noch nicht so festgelegt, in vielem auf der Suche. Da ist alles noch viel spielerischer, als bei ner frustrierten 35jährigen. Grrr.


    So eine, die hat doch in der Regel drei, vier langjährige Bez. hinter sich, und aus jeder ein paar Wunden mitgenommen, an denen sie laboriert. Das passt doch überhaupt nicht zu mir.


    Ich lag 15 Jahre mit ner Tüte Chips auf dem Canapee, vor dem Fernseher. Meine Lebenserfahrung ist die eines zurückgebliebenen 21jährigen. Zumindest in manchem.


    Natürlich nicht, was die Lebenserfahrung und Reife betrifft.


    (Aach, jetzt gehts wieder los.)


    Naja, das war jetzt so ein bisschen von meinem Ort X. Ist sicher bei jedem anders, wie oben jemand schrieb.

    Also zum größten Teil hat Baschter schon die Antwort auf Tsunamis Frage gegeben, so ungefair sehe ich das auch.


    Es gibt bei einer Freundschaft nicht unbedingt diese Kriterien, was ich nur finde, er sollte kein Langweiler sein und ne lustige Art an sich haben.


    Was die Partnerschaft angeht, das suche ich optisch auch mehr nach den jüngeren Frauen, die so anfang 20 sind.