Es geht ja auch nicht darum wer Schuld hat. Es geht ja darum, Gründe zu finnden, warum die Kolleginnen so abweisennd sind. Ich bin jetzt auch im Mutterschutz. Da das Land (ich bin Beamtin) kein Geld hat und es keine Vertretung für mich gibt, müssen meine Kollegen für mich mitarbeiten. Das ist ein blödes Gefühl :(v . Ich habe auch bis zum letzten Tag geackert, weil ich wusste, dass es sonst meine Kollegen machen müssen. Es ist wirklich schwierig, auf der einen Seite heißt es immer, dass wir Kinder brauchen, aber dann wird es einem als Frau und Mutter oft schwer gemacht, dies mit einem guten Gefühl durchzuziehen.

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    Und dass Kollegen Arbeit übernehmen müssen, wenn ich in Elternzeit gehe (übrigens nicht jahrelang) ist der normale Lauf der Dinge.

    Das ist es, was ich vorhin gemeint habe. Ich finde es gut und wichtig, dass es heute so etwas wie den Mutterschutz gibt, das ist wirklich eine Errungenschaft unserer Zeit. Aber dass es scheinbar nur eine Umverteilung gibt und keine Vertretung, das ist schon Schade für die Kollegen. Das einfach mit dem Lauf der Dinge, einer Art "Friss oder Stirb", abzutun, finde ich wenig sensibel. Klar ist das nunmal so und du kannst ja auch nichts machen. Aber etwas Verständnis für deren Situation aufzubringen, finde ich nicht zu viel verlangt. Dazu brauchst du nicht Buckeln oder Kuchen bringen, aber Verständnis zu vermitteln, fände ich schon nett. Das ist ein Geben und Nehmen.

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    Ich mache öffentlich (also im Team) keine große Sache daraus, dass das natürlich alles sehr anstrengend wird mit zwei Kindern. Ich fordere das nicht aktiv ein.

    Und passiv?


    Vielleicht reagierst Du auf Verhaltensweisen von Mitarbeitern, so dass andere Mitarbeiter sich unter Zugzwang fühlen, Dich ebenso umsehend zu behandeln.




    Im Übrigen ist Eigen- und Fremdwahrnehmung immer sehr schwieirig zu trennen. Es gab schon diverse Fäden (jetzt mal rein auf dieses Forum bezogen), in denen der Fragesteller irgendwann merkte, dass er durchaus doch auf eine bestimmte Weise rüberkommt.


    DU denkst, dass Du nicht fordernd wirkst, oder raushängen lässt, dass Du schwanger bist; oder die anderen nicht spüren lässt, dass Du sie bemitleidest, weil sie die einzig wahre und reine Liebe zwischen Mutter und Kind nicht erleben können...


    ... aber Du kannst nicht wissen, ob Du nicht doch so rüberkommst. Du strahlst es Deiner Ansicht nach nicht raus oder versuchst extra, es zu verbergen – genauso gut kann es aber sein, dass Du dennoch so rüberkommst.

    Ich denke auch das einige Frauen gibt die neidisch sind sobald eine Kollegin schwanger ist. Natürlich hat jeder so seine Probleme aber die wollen gern das sich in ihrer Welt alles um Schuhe, Kleidung und Shoping dreht. Und Männer sobald jemand schwanger ist kommen die anderen Kolleginnen angerannt und kümmern sich um einen und fragen nach wie das so ist und und und. Insgeheim sind sie neidisch weil sie merken das nicht immer alles um sie dreht. Wer keine Kinder haben will muss auch mit den Konsequenzen leben und sich nicht beschweren. Wir als Mütter haben mit jedem Jahr was unsere Kinder älter werden noch mehr Problem am Hals. Und vor allem wenn die Kidis dann ins Teeniealter kommen wird es noch schwieriger. Zwar ist das nicht bei allen Kindern so aber es gibt schon sturköpfe.

    Zurück zum Ausgangspost:


    Was wäre denn, wenn eine der beiden Kolleginnen wg Burnout ca 3 Monate ausfällt und später erst noch eine monatelange Eingliederungsphase mit reduzierten Arbeitszeiten machen – davon haben wir in unserer Firma einige Fälle.


    In der Summe haben in den seltensten Fällen Kolleginnen mit kleinen Kindern solche Ausfallzeiten (in deren Krankheitsfall).


    Dann müssen auch die anderen Kollegen diesen Ausfall auffangen bzw für sie mitarbeiten – das ist nun mal so.


    Da hilft einfach nur Verständnis auf beiden Seiten.


    India-India


    Sicher ist Schwangerschaft immer Thema Nr 1 für die FRau (das gibt sich ab dem 3.Kind :-) ) – ebenso ist es verständlich, dass, wenn es zuviel des Guten wird, für die andern nervig ist.


    Vlt kannst Du dich da mal selber beobachten und versuchen das Thema Schwangerschaft so gut es geht am Arbeitsplatz auszuklammern oder es zumindest selber nicht anzusprechen.


    Bernd184

    Zitat

    Wir sind bestimmt die Kinderfreundlichsten Nichteltern die man sich vorstellen kann aber irgendwann nervts halt auch mal.

    Auch da gebe ich dir recht. Zum Glücklichsein braucht man keine Kinder.


    Nach 4 Kindern hab ich auch keine Lust mehr, mir die Ohren von fremden Kindern voll schreien zu lassen – hatte ich alles, brauch ich nicht mehr. Das Gleiche gilt, wenn sich jüngere Kolleginnen von ihren Kindern erzählen – sorry, interessiert mich nicht. Da schalte ic h mittlerweile einfach auf Durchzug.


    Dennoch hab ich natürlich Verständnis, dass Paare mit Kindern auf diesen Umstand nun mal Rücksicht nehmen müssen u bei der Freizeitgestaltung nicht mehr so uneingeschränkt zur Verfügung stehen(wenn nicht ausreichend Babysitter vorhanden sind, die man auch in Anspruch nehmen mag).


    Wir hatten in unserem damaligen Freundeskreis als erstes Paar ein Kind und plötzlich trennten uns Welten – das mußte ich auch feststellen.


    Genauso eröffnen sich mit Kind auch andere Welten. :)z


    Und ohne jmd. zu nahe treten zu wollen, Kinderlose sind die besten Taufpaten. *:)

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    Ich kann von mir jetzt schon sagen, das sich so konsequent wäre und das Kind eben nicht rausnehmen würde wenn es schreit.

    tja, nur leider provoziert man dann noch mehr Geschrei.


    Wenn man ein Kind hat, welches im Bett schreit und man geht nicht darauf ein, hat man irgendwann ein Kind, welches schon schreit, wenn man es nur in die Horizontale legt, aus lauter Angst, nun gleich wieder alleine zu sein.


    Glaub ' bloß nicht, dass sich nicht ALLE Eltern im Vorfeld vor genommen haben, das Kind abends in's Bett zu legen und fertig ]:D


    Neulich habe ich sogar mal ein post gelesen von jemanden, der damit so absolut nicht klar kommt, dass man eben kein schlaftrunkenes Kind in's Bett legen kann, Spieluhr an, LIcht aus....


    Es gibt Kinder, bei denen geht das, aber wenn Du eines hast, bei dem das nicht funktioniert, geht Dein Vorhaben unter Garantie nicht auf.


    Vornehmen kann man sich viel, aber das wird nicht klappen, das mit dem Schreien lassen – Du holst Dir dann den Teufel ins Haus (und die Nachbarn), weil das Kind unsicher wird und dann wird es noch lauter, auch tagsüber.

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    Nach 4 Kindern hab ich auch keine Lust mehr, mir die Ohren von fremden Kindern voll schreien zu lassen – hatte ich alles, brauch ich nicht mehr. Das Gleiche gilt, wenn sich jüngere Kolleginnen von ihren Kindern erzählen – sorry, interessiert mich nicht. Da schalte ic h mittlerweile einfach auf Durchzug.

    Geht mir auch so.


    Mein Bruder hat jetzt kleine Kinder (ein paar Monate und knapp 1,5 Jahre) – und die zwei interessiern mich nicht die Bohne.


    Ich will auch nichts von ihnen hören und habe keine Lust zu spielen oder zu wickeln oder ähnliches.


    Deswegen gab es schon Knatsch.


    Auch Ausreden meiner Studenten, die mit Kindern zu tun haben, lassen mich kalt.


    Neulich wollte mich sogar jemand überreden, den Kurs als Blockseminar abzuhalten, damit sie mehr Zeit für ihr "sehr kleines Kind hat".


    Eltern finden ihre Kinder an sich so toll, dass sie automatisch davon ausgehen, dass alle anderen von den Kindern genauso begeistert sind und sie denken, sie haben das Wohlwollen der Umgebung mit der Geburt gleich mit bekommen.

    Chance 007


    Beendet wurde das Gespräch dann mehr oder weniger durch die Intervention eines anderen Kollegen. Es konnte aber nicht abschließend geklärt werden


    Einiges möchte ich noch klarstellen, weil das von einigen falsch aufgegriffen wurde.


    - meine Stelle darf rein rechtlich erst nach dem Muttetschutz, also acht Wochen nach der Geburt wieder befristet für die Dauer meiner Elternzeit ausgeschrieben werden. D.h. so lange wird meine Arbeit liegen bleiben oder aufgeteilt. Das ist eben der normale Ablauf und die Verantwortung hierfür trage nicht ich, sondern mein Arbeitgeber bzw. der Gesetzgeber


    - das Thema Schwangerschaft und Kinder wird meinerseits nicht in den Vordergrund gerückt. Aber ich werde oft gefragt, wie es mir geht, wann Geburtstermin ist etc


    - meine Kolleginnen bedaure ich nicht. Von meiner Haltung bekommt doch niemand etwas mit. Das sind Dinge, die ich dort niemals ansprechen würde.


    Übrigens habe ich auch kinderlose Freundinnen, die ja ebenfalls das Weite suchen müssten, wenn ich unbewusst mit einer ordentlichen Prise Arroganz meine Haltung kundtun würde. Sie sind aber trotz Schwangerschaft und Kleinkind weiterhin mit mir befreundet. Also schließe ich mal aus, dass ich unbewusst "überlegen" und arrogant wirke. Die Freundinnen würden mir das nämlich auch ganz klar sagen, wenn es so wäre.

    Zitat

    Beendet wurde das Gespräch dann mehr oder weniger durch die Intervention eines anderen Kollegen. Es konnte aber nicht abschließend geklärt werden

    Dann gibt es durchaus einen guten Grund, das Thema nochmal anzusprechen. Mach es bald und sorge dafür, dass es in einer ruhigeren Atmosphäre stattfindet, so dass ihr diesmal genug Zeit habt, damit jeder zu Wort kommt. Danach bist Du hoffentlich schlauer und mit etwas gegenseitigem Gespür könnt ihr euch annähern statt weiter entfernen. Viel Erfolg!

    Kadhidya


    Gut, deiner Meinung also non verbal. Und warum ziehen sich dann meine anderen kinderlosen Kolleginnen oder meine kinderlosen Freundinnen nicht zurück?


    Chance007


    Hm, wäre sicher gut nochmals ein klärendes Gespräch zu suchen. Letzte Woche habe ich mich in meinem Buero verkrochen ;-(


    Ist nicht so einfach das anzusprechen.