Man kann sich selbst helfen

    Einen wunderschönen guten Abend alle zusammen. Seid circa 3 Jahren war ich stiller Besucher dieses Forums und habe etliche Beiträge und antworten zu etlichen gesundheitlichen Fragen gelesen.


    Ich selbst, männlich 24 Jahre jung, hatte im Juni 2013 meine erste Panikattacke. Meine Frau war mit unser damals einjährigen Tochter im Ausland bei Verwandten. Nichts neues und definitiv nichts beängstigendes. Und doch traf es mich wie eine faust im dunkeln, im schlaf hochgeschreckt mit herzrasen, azwmnot, beklemmungen. Am nächsten morgen sofort zum Hausarzt,ekg alles ohne Befund. Ich konnte es nicht glauben, ich hatte doch all diese Symptome....Darauf folgte ein Ärztemarathon wie er für Angstpatienten wahrscheinlich beispielhaft ist...MRT,CT von Lunge, Herz, Kopf, Magen, Rücken, Ultraschall und Echo der Schilddrüse, Großes Blutbild, kleines Blutbild, einfach ALLES und alles OHNE BEFUND.


    Ich konnte es trotzdem nicht glauben, ich spürte doch immer die selben Symptome: Atemnot, Herzrasen, Druck auf der Brust, Extrasystolen, bis hin zu Schwindel und Unwirklichkeitsgefühlen. Der Notarzt war drei mal bei uns zu hause und nie wurde irgendwas gefunden.


    Und dann kam die Woche im Oktober 2016....Ich hatte wieder vermehrt Herzrasen, Extrasystolen, Todesangst...Und zum Xten mal habe ich den Arzt gewechselt um wieder neue Untersuchungen machen zu lassen, wieder Ekg und diesmal auch Herzenzyme im Blutbild...ich war fest davon überzeugt an Herzschwäche, Myokarditis, oder schlimmerem zu leiden, meine rechte Hand war permanent am Handgelenk der linken um meinen puls zu kontrollieren, ich konnte ihn mittlerweile nach wenigen schlägen präzise beurteilen. DANN das ergebnis der Untersuchungen: Sie sind kerngesund..


    Und an diesem Tag hat sich irgendetwas in mir geändert, von dieser ( zum 20ten mal gestellten diagnose) hat mein Kopf mir gesagt: ES REICHT!!! Du kannst nicht dein ganzes Leben darauf warten dass dir irgendeine schlimme und tödliche krankheit zufliegt, ich habe angefangen darüber nachzudenken wieviele unbezahlbare momente mit meiner fFamilie ich damit verbracht hsbe damit zu rechnen dass ich im nächsten moment sterbe.Es ist nie passiert und wahrscheinlich wird es auch nie passieren. Ich hane angefangen wieder alleine spazieren zu gehen was gpr den großteil der Menschen das normalste auf der welt ist und wovor ich doch so wahnsinnige Angst hatte, und siehe da: ICH lebe noch, es geht mir gut. Mit jedem kleinen schritt den ich für mich alleine bewältige, jede kleine hürde wie allein eine strecke im auto zu fahren, werde ich mir darüber bewusst wieviel ich in den Jahren der ständigen Selbstkontrolle verpasst habe. Leute, hört auf euch ubd eure gGesundheit und euer Herz ständig zu hinterfragen. Wenn euch mehrere Ärzte bestätigt haben dass ihr gesund seid, glaubt ihen, genießt das Leben. Je weniger ihr auf euren Körper, euren Herzschlag achtet, desto besser werdet ihr euch fühlen. Ich weiü dass es unglaublich schwer ist, ich habe es selbst 3 Jahre lang nicht geschafft und auch nicht für möglich gehalten, aber ihr könnt es schaffen. Es braucht manchmal etwas Zeit das ganze zu begreifen aber wenn es einmal auch nur ganz kurz Klick macht,ergreift bitte diese Chance...ich habe auch Psychotherapie und Medikamente hinter mir, aber nie ging es mir so gut wie heute, und das alles ohne jegliche fremde hilfe.


    Es ist wahr, nur man selbst kann sich wirklich effektiv helfen, wenn man es denn will und es zulässt.

  • 4 Antworten

    Hört sich doch gut an! Willkommen zurück im Leben *:)


    Vielleicht kann dein Beitrag manch anderem hier helfen, da rauszufinden. Angst ist wirklich ein verdammt übles Gefühl.

    Ich hab den Beitrag gerade gelesen und hab am Schluss nur noch alles verschwommen gesehen vor Weinen!


    Du hast so recht, wenn in mir nicht immer wieder die Zweifel kämen, das ic haber auch noch keine sovielen Untersuchgen hinter mir habe wie du und dann kommen wieder die Zweifel hoch.


    Das paradox ist, ich kann diese Untersuchungen gar nicht machen, weil ich nicht stabil genug dafür bin! Das bestätigt auch mein Neurologe - ist irgendwie ein Teufelskreis!


    Aber ich bin dankbar für deinen beitrag denn er hat ,ich zumindest zum nachdenken gebracht!


    HErzlichen Dank


    Susanne

    BRAVO! Aber du hättest das alles auch ohne diese unzähligen Arztbesuche geschafft.


    Wenn nur jeder zweite vor einem Arztbesuch nachdenkt, so wäre meine, deine Krankenkassenbeiträge gesitteter.