Medikament selbstständig ausschleichen?

    Hallo,


    ich nehme derzeit 10 mg Aripiprazol und 40 mg Mutan gegen meine Zwangsstörung. Nun ist es aber so, dass das Aripiprazol scheinbar starke Nebenwirkungen verursacht (Energielosigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Sehstörungen) mit denen ich nicht mehr umgehen kann. Der einzige positive Nebeneffekt: Ich habe keine Energie mehr für exzessive Zwangshandlungen.


    Heute ging ich ohne Termin zu meiner Psychiaterin, da es sich mMn um einen absoluten Notfall handelte. Jedenfalls hatte sie keine Zeit und in den nächsten Wochen auch keine Termine mehr frei.


    In 3 - 4 Wochen habe ich den nächsten Termin, kann aber nicht mehr so lange warten.


    Soll ich das Medikament selbstständig ausschleichen? Ich weiß ja, dass man das nicht tun soll, sehe aber keine andere Möglichkeit mehr.. ":/

  • 11 Antworten

    Hallo,

    Ich würde Dir raten in die Notfallambulanz der nahegelegendsten Psychiatrischen (Uni)Klinikzu fahren.


    Dort sind Tag und Nacht Psychiater, die Dir weiter helfen.

    Selbständig fände ich das ehrlich gesagt zu heikel.


    Alles Liebe! @:)

    hallo, das halte ich für keine gute idee und solltest es nur unter aufsicht deines psychiaters absetzen.


    du musst deutlich kommunizieren welche nebenwirkungen bei dir auftreten, damit der facharzt die medikamente umstellen kann

  • Dieser Beitrag wurde von Hyperion aus folgendem Grund gelöscht: Med. bedenklich ().
    that's the way it is schrieb:
    Zitat

    Soll ich das Medikament selbstständig ausschleichen?

    [...]


    Du kennst weder Vorgeschichte noch bist Du Mediziner, nehme ich an.


    Solche Ratschläge mal eben im Netz zu verteilen, ist grob fahrlässig.


    @TE

    Bitte mach es so, wie Sheilagh vorgeschlagen hat. :)z

    Zitat

    Solche Ratschläge mal eben im Netz zu verteilen, ist grob fahrlässig.

    Diese Aussage wäre um einiges glaubhafter, wenn du auch begründen könntest, warum.


    Welcher worst case schwebt dir denn so vor?

    Wie lange nimmst du das Medi? Die vorgeschlagenen Zeiten zwischen dem Reduzieren sind zu kurz. Ratsam wären 4 bis 6 Wochen. Dein Gehirn muß sich ja jedes Mal anpassen.

    Ansonsten: Arzt fragen.

    Aus eigener, schlimmer Erfahrung weiß ich aber, viele Ärzte wissen nicht, was sie da verschreiben und wie man es wieder los wird.

    that's the way it is schrieb:
    Zitat

    Solche Ratschläge mal eben im Netz zu verteilen, ist grob fahrlässig.

    Diese Aussage wäre um einiges glaubhafter, wenn du auch begründen könntest, warum.


    Welcher worst case schwebt dir denn so vor?

    Entzugssymptome, rebound Effekt.

    Und selbst wenn nur die Wirkung planmässig nachlässt, wirken die Tabletten eben nicht mehr gegen das, wogegen sie verschrieben wurden.


    Die Symtome sind mEn kein Notfall und ob die Tabletten jetzt eigenmächtig 6-8 Wochen lang ausgeschlichen werden, oder in drei Wochen vielleicht mit Absprache der Ärztin runter dosiert oder getauscht werden, führt doch zum gleichen Ergebnis. Denn in 3 Wochen Ausschleichen werden die Symptome weniger, verschwinden aber nicht gänzlich. Da kann man auch bis zum Termin warten.


    Zumal das Runterdosieren gerade mit Tabletten nicht einfach ist. Die müssen akkurat geteilt werden, damit die Dosis nicht schwankt.

    ich habe mirtazapin auf anraten des arztes von 30mg auf 15mg reduziert und hatte innerhalb von drei wochen übelste selbstmordgedanken.


    jetzt steht die reduzierung wieder an, ich gehe auf 22.5mg und schaue was passiert.


    ist leider wie bei einer lotterie :|N

    Es war erforderlich geworden einen Beitrag zu löschen ( Folgebeiträge werden angepasst) der medizinisch bedenklich und gesundheitsgefährdent war.

    Ich bitte alle Nutzer dieses Thema ernst zu nehmen und eigene Empfeh­lungen wie man ein Medikament ausschleicht oder Aufforderungen die vorhandenen Medikamente eigenmächtig zu ändern oder gar abzusetzen ohne ärztliche Begleitung zu unterlassen.

    Das ist Aufgabe des behandelnden Arztes und muss ärztlich begleitetet werden.


    @TE

    Bitte keine eigenmächtigen Versuche ein Medikament abzusetzen oder in der Dosis zu verändern. Nur in Rücksprache oder auf Anweisung eines Arztes.