Mein Vater bewegt sich auf pathologische Paranoia zu

    Ich mache mit Sorgen. Wirklich ernsthafte Sorgen.

    Mein Vater hatte schon immer den Hang zu alternativen Medien und in manchen Punkten stimme ich ihm ja auch durchaus zu. Aber in letzter Zeit entwickelt sich das in Extreme die mittlerweile weder noch witzig noch in irgendeiner Weise vertretbar sind.

    Er redet von Chemtrailern, vom Deepstate, von den Bilderbergern, von der zionistischen Verschwörung und liest praktisch nur noch KOPP Verlag.

    All das ging ja alles noch aber als er mir heute weismachen wollte, dass das aktuelle Schneechaos auch zum globalen Plan der Massenvernichtung gehört, da hat es dann bei mir im Kopf doch irgendwie ausgesetzt.

    Ich bin sicherlich auch der Meinung dass man nicht alles glauben sollte was einem im Fernsehen vorgekaut serviert wird aber ich finde es gibt Grenzen.

    Ich würde ihn auch ohne Probleme in seiner Haribowelt belassen wenn er sich da wohl fühlt aber das Problem ist, dass seine Auswüchse anfangen das Familienidyll ernsthaft zu bedrohen.

    Meine Stiefmutter traut sich keine Leute mehr einzuladen, weil er immer wieder von dem Thema anfängt und jeden der nicht seiner Meinung ist wüst beschimpft.

    Er drangsaliert seine Mitmenschen mit immer wieder neuen Vorsichtsmaßnahmen und auch mir geht er dauernd auf den Keks von wegen ich brauche eine Wasserfilteranlage und Konserven noch und nöcher und am besten soll ich mir n Bunker anlegen.

    Wie gesagt würde mich alles nicht stören wenn sein Umfeld nicht darunter leiden würde.

    Und wenn man ihm dann mal erklären will, dass es nunmal logischer ist, dass das richtig ist was 1000 Spezialisten sagen und nicht das was 5 Spezialisten sagen dann wird er ausfällig und ziemlich verletzend.

    Achja und an seinem Rechner hat man den Eindruck er wäre der einzige Mensch auf den es alle gesammelten Geheimdienste der Welt abgesehen haben. NSA und BKA vorne weg.


    Und ich mache mir halt wie gesagt allmählich Sorgen dass das ganze zu einer klinisch relevanten Paranoia werden könnte wo wir ihn irgendwann überhaupt nicht mehr raus bekommen. Ich wäre da für Ideen und Ratschläge wirklich dankbar. :)^

  • 2 Antworten
    Freaky 21 schrieb:

    Er redet von Chemtrailern, vom Deepstate, von den Bilderbergern, von der zionistischen Verschwörung und liest praktisch nur noch KOPP Verlag.

    All das ging ja alles noch aber als er mir heute weismachen wollte, dass das aktuelle Schneechaos auch zum globalen Plan der Massenvernichtung gehört, da hat es dann bei mir im Kopf doch irgendwie ausgesetzt.

    Du kannst ihm nicht helfen, dafür ist er zu sehr in der Verschwörungstheorie gefangen.

    Da kannst du Reden soviel du willst, aber solchen Menschen ist nicht mehr zu helfen.


    Halte dich besser fern von ihm, so gut es geht, weil helfen kannst du ihm nicht.

    Leider reagieren anfällige Menschen momentan gehäuft so. Coronra sei Dank. Und oft stecken da ureigene Ängste etc. hinter, aber man agiert es eben so aus mit dem ganzen Paranoia-Kram.

    Was helfen kann: Mal in Ruhe ergründen, wie er auf die Ideen kommt und was er davon hat. Checken, ob er nicht merkt, was aufgr. seines Verhaltens kaputt geht. Wenn da kein zugang möglich ist, bleibt wohl nur Distanz.


    Und (das ist jetzt hart und drastisch, abe ich möchte es gesagt haben): Wenn die Paranoia so ausufert, dass die Bodenhaftung und Alltagsunktionalität völlig verloren geht, ist man immerhin an dem Punkt angekommen, wo man über zwangsweise Psychiatrie-Behandlung nachdenken und sich so Hilfe holen kann. Evtl. könnte es auch helfen, als Angehörige einen Termin beim zuständigen Sozialpsychiatrischen Dienst zu vereinbaren und sich beraten zu lassen.


    Arbeitet Dein Vater noch?