@ Allestoll,

    als Vater von 3 Kindern hatte ich es bislang nicht nötig ein Kontrollfreak zu sein.


    Ganz dezent habe ich ihrem Treiben in der Pupertät zugeschaut und ich empfand alles was sie taten soweit in Ordnung, sie hatten ekszessive Partys, waren auch mal betrunken, aber es hat nie eine Grenze überschritten. Wenn diese überschritten worden wäre , dann wäre ich auch zum Wohl meiner Kinder ein Kontrollfreak geworden.


    Kinder und Jugendliche sind unreife Menschen denen man , wenn es sein muss Grenzen aufzeigen muss. Diese Grenzen sind bei Mitgliedern von Religionen meist sehr sehr eng gesteckt, aus diesem Grund habe ich sie völlig Religionslos erzogen und es sind frei denkende lustige Menschen geworden auf die ich stolz bin.


    Wenn einer von Ihnen auf die Idee käme aktiv Mitglied irgend einer Religion zu werden, bin ich gewappnet mit Ihnen darüber zu diskutieren. Und sie werden es schwer haben.

    @ Richard

    Mir wäre es auch egal, was irgendeine Attentionwh*re im Internet von sich gibt.


    Ich kenne es anders. Punkt. Ich kenne auch Leute, die ganz normal ausgetreten sind.


    Zur Gleichberechtigung:


    Bisher war es eben anders aufgeteilt. Ja, man ist nicht vollkommen in diesem Sinne gleichberechtigt, allerdings wird jeder gleich behandelt.


    Und die Kirche stellt auch keine Leitlinien auf, sondern schützt sich vor Verboten. Wir sind längst nicht so riesig wie die katholische Kirche, und es gibt keine Kirchensteuer (rein durch Spenden finanziert), da kann man es sich nicht leisten, Mitglieder zu verlieren.


    Und warum ich es nicht so an mich ran lasse?


    Die Kirche ist nicht mein Leben, die Kirche ist ein winziger Teil meines Lebens. Mein Glaube ist mein Leben, von daher sind für mich die 10 Gebote relevant, vor allem aber das eine von Jesus: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Das ist der Glaube. Und danach (versuche) ich zu leben.


    Von meiner Kirche lasse ich mir nichts vorschreiben, nur von meinem Glauben. Und die 10 Gebote finde ich doch durchaus plausibel und nachvollziehbar als gesellschaftliche Regeln, meinst du nicht?


    Meine Mutter handelt insofern nicht im Sinne des Glaubens, das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Deswegen will ich doch etwas dagegen machen.


    Würde ich das Wort meiner Mutter als Gesetz empfinden, hätte ich hier nicht geschrieben.


    Ach ja, falls jetzt kommt "Warum bist du dann in der Kirche?":


    Ich erfahre dort Akzeptanz, die ich sonst von nirgendwo kenne, Liebe und lerne dort viele Menschen kennen. Außerdem tut mir der Gottesdienst gut, da er einem immer wieder Denkanstöße gibt. Sachen, die völlig klar sind, aber an die man manchmal nicht denkt.


    So hat mich der Satz "Trübsal lähmt der Seele Flügel" wieder dazu motiviert optimistisch zu sein.

    @ Allestoll,

    mach dir doch einfach mal die Mühe, und das nützt dir auch in Gemeinschaftskunde und stelle das Grundgesetz gegen die Regeln deiner Religion.


    Ich möchte dir deine Religion nicht ausreden, sondern jeder Religionsangehörige sollte sein Staatswesen dem er angehört auf die Vereinbarkeit prüfen und dann seine Schlüsse frei daraus ziehen.


    Wenn eine Religion Homosexualität nicht Gut heisst, dann widerspricht dies klar Art. 1 des Grundgesetz.


    Ein Homosexueller sucht sich seine sexuelle Ausrichtung nicht aus. Er leidet darunter wenn er einer Religion angehört die das nicht Gut heisst.


    Schon weit bevor ich Kinder in die Welt setzte , habe ich mich damit auseinandergesetzt, was ich tun würde , wenn eines meiner Kinder davon betroffen wäre, alleine durch diese Gedanken bin ich von der Religion weggekommen, da dort jegliche Toleranz und Einsicht fehlt.

    In Deutschland heißt aber jede Gemeinde, die ich kenne, das gut. Das ist meine praktische Erfahrung Punkt aus. Da gibt es nichts zu diskutieren, das IST so.


    Und meine Mutter ist homphob, ja. Mein Vater aber nicht, und sie sind beide in der gleichen Kirche. Meine Mutter macht aus keine Ahnung welchem Grund, ist mir auch egal. Sie praktiziert es ja nicht (gibt bei uns irgendwie keine geouteten Schwulen/Lesben in der Stadt), also ist mir das wumpe.


    Und jetzt überleg mal deinen Satz weiter...in Russland steht Homosexualität unter Strafe. Würde unsere Kirche jetzt eine Pro Aussage machen, würde die gegen das Gesetz da verstoßen. Hm, und was nu?

    Zitat

    Ach ja, falls jetzt kommt "Warum bist du dann in der Kirche?":

    Ich bin noch in der Kirche , ich bin nicht wegen des Glaubens noch in der Kirche.


    Was ich jeden Tag sehe ist, weshalb gibt es dieses Dorf in dem ich wohne, weshalb gibt es Felder die mir jeden Tag meine frischen Brötchen ermöglichen.


    Es sind uralte Strukturen zurückgehend oft bis 800 nach Christus. Gemeinwesen wurden aufgebaut ausgehend von der Kirche , Siedlungsgeschichte heutiger Zeit ist unmittelbar mit der Kirche verbunden.


    Die Kirche hat sich im Laufe der dann kommenden Jahrhunderte durch Machtpolitik und Machtinteressen pervertiert. Es musste zwangsläufig ein Luther kommen um dies wieder auf ein gesundes Mass zu bringen. Leider auf Kosten eines der brutalsten Kriege die es auf der Welt gab. Es sind wieder Jahrhunderte ins Land gegangen und die Religionen haben nichts dazu gelernt, im Gegenteil immer neue entstehen und immer pervertierter wird das neue Gedankengut.


    Ich habe mich deshalb der Religion abgewandt fühle mich aber der Dorfgemeinschaft und der Gemeinde verpflichtet. Die evangelische Kirche gibt mir auch keinen schlagenden Grund dort auszutreten, ich bin ebenso Mitglied in einem Fussballverein obwohl ich nicht Fussball spiele.


    Hätte die evangelische Kirche Positionen wie die NAK oder die ZJ dann wäre ich längst ausgetreten, was ich dann aber dennoch tun werde, nicht wegen der Menschen dort, sondern wegen des Glaubens dem ich nicht mehr folgen kann.

    Ich hab doch schon dreimal erklärt, warum sich die NAK so äußert.


    Guck, die Religion muss sich dem Gesetz beugen.


    Das tut sie so gut es geht. Bloß leider haben verschiedene Länder verschiedene Gesetze.


    In meiner Gemeinde erfahre ich keine Ablehnung, und es ist alles persönlich. Das stört mich in den meisten Vereinen nämlich, diese Unpersönlichkeit.


    Zudem gibt mir der Gottesdienst Denkanstöße. Ich habe in einem Gottesdienst nie etwas zur Sexualität gehört.

    @ Allestoll,

    es ist nun einmal so. In allen offiziellen Seiten der NAK wird Homosexualität und vorehelicher Verkehr nicht gutgeheissen.


    Das Wort gutgeheissen ist natürlich ein schlaues Wort weil es sehr dehnbar ist.


    Du kannst dir sicher sein, das dieses Wort erst nach langer Diskussion und Abwägung durch deine Apostel genommen wurde.


    Versuche ein Freigeist zu werden, damit du auf Augenhöhe mit deinen Eltern und Aposteln reden kannst und damit du Ernst genommen wirst.


    Es ist für mich das Ermüdenste und Fürchterlichste mit jemand zu diskutieren der kein Wissen hat, sondern einer Ideologie nachhängt sei sie politisch oder religiös, du hast gute Ansätze nütze sie, lese viel denk mehr nach und sieh nicht alles als des Weisheits letzten Schluss an.


    Hör deinen Eltern zu, reflektiere darüber , antworte nie gleich direkt sonst wird's polemisch auf beiden Seiten.


    Geh in dich denke darüber nach weshalb jemand dieses oder jenes sagt und sammle in aller Ruhe Argumente für deine Position.


    Ich wurde oft überzeugt von meinen Kindern aber nicht immer, sie haben es dann auch akzeptiert.

    Mit Amtsträgern rede ich auf Augenhöhe. Zum Beispiel auf der Jugendfreizeit letztes Jahr, da hat er sonntags den Gottesdienst gehalten und man sah ihn am Montag mit Jogginghose und Kaffe durch die Gänge schlurfen. Das ist doch ein ganz normaler Mensch. Mit dem konnte ich auch ganz normal reden.


    Bei meiner Mutter ist es etwas anderes. Sie lebt nach dem Grundsatz "Du hast zwar recht, aber ich finde meine Meinung trotzdem besser!"


    Und da ich von ihr abhängig bin, ziehe ich immer den Kürzeren. Rationale Argumente schlägt sie alle mit "Du bist erst 14" aus, egal worum es geht. Ich bin 14, ich habe keinen Plan von der Welt.


    Das hat nichts mit der Kirche zu tun, sondern mit IHR.

    Nö muss sie eben nicht mehr. Wer so blöd ist und sich auch mit 18 noch die Leine der Mutter bzw. der Familie anlegen lässt oder gar gerne an behält, der ist selbst Schuld. Sprüche wie "Solange du deine Füße unter meinen Tisch stellst" kenne ich zu genüge und sind mir sobald ich 18 war am Hintern vorbei gegangen.

    Könnte man den Richard hier irgendwie rausmachen? Ist ja schlimm sowas zu lesen, ganz schlimm, alleine diese Beleidigungen, verzogene Göre, Richard du siehst dich als erwachsen an? Du bist geistig unreifer als ich und ich bin auch 14, in deinem Weltbild sind Minderjährige wohl geistig alle unerwachsen, ich würde das schnell ändern, wobei solch engstirnige und kranke Menschen wie du können das wahrscheinlich nicht, ich bin beispielsweise "Ungläubig", ich wette ab diesem Punkt würdest du schon durchdrehen wenn ich dein Kind wäre oder sagen meine Eltern hätten versagt.


    Entschuldigung für die Aufregung, nur ich kann solche fanatischen Christen nicht gut heißen, das ist einfach nur krank!


    Nun zum eigentlichen Thema, ich finde es sollte einer 14 jährigen Abends mehr Zeit freistehen, um 6 Uhr nach hause zu gehen ist wirklich aem...Niveau von einem 6-10 jährigem.


    Auch das deine Mutter dich bedrängt und deine Freunde aussucht finde ich total falsch, da kann hier auch jeder Erwachsene schreiben was er will, solange du nett mit deiner Mutter umgehst (ich finde das sollte man tun!) ist eigentlich alles ok, klar solltest du nicht in irgendeine Szene reinrutschen und dich radikal verändern, trotzallem solltest du etwas mehr vom Leben in diesem Alter kennenlernen, und dazu gehört (in meinen Augen) auch Sex, falls du das Bedürfnis nicht hast ist ja alles ok, falls doch finde ich es nicht ok das deine Mutter dir da Grenzen setzt, wundern tut es mich das du dich dran hältst, aber ich weiß ja nicht ob du ein eher rebellisches oder ruhiges Wesen hast :)


    Es ist nachvollziehbar das Eltern ihre Kinder "beschützen" wollen, und das ist auch total ok, aber es dürfen nicht nur von den Eltern Grenzen gesetzt werden, auch das Kind muss sagen was es braucht und solange das in einem tolerierbaren Rahmen ist sollte es das bekommen, grade wenn es ein wichtiges Bedürfnis ist (ich rede hier nicht von einem neuen CoD oder sowas!).


    Glaubst du denn das deine Mutter wirklich bei allem zu macht? Hast du schon alles versucht? Eventuell mal ein langes ausführliches Gespräch? Eventuell sogar mal mit deinem Freund und ihr? Weil es kann doch nicht sein das sie deinen Freund total ablehnt, ich möchte mal umgekehrt sehen wie sie gucken würde wenn du sagen würdest "Ich mag Papa nicht lass uns weggehen von ihm!", da würde sie bestimmt durchdrehen...


    Eventuell hilft das ja, ihr mal zu zeigen das du im entferntesten Sinne genau das willst was sie teilweise hat.

    Zitat

    Das legt sich ;-) die Hormone werden weniger, du wirst gerade zur Frau.

    Oh, wie ich das als Teenie geliebt habe, wenn man behandelt wurde als wäre die Pubertät eine total ätzende Krankheit, die man nur irgendwie überstehen müsse und die dann aber glücklicherweise gottseidank irgendwann wieder ausheilen würde.. ]:D