Ich hatte gewartet mit meiner Antwort, weil ich dachte, du würdest auf all die anderen Beiträge von uns auch noch eingehen.....

    Mia_1986 schrieb:

    Hier stehe ich nur zwischen den Stühlen.

    Warum? Schwiegermutter und Mutter sind beide erwachsene Frauen. Die können sich sicher ganz alleine verabreden oder eben nicht. Da musst du nicht vermitteln. Und wenn SchwiMu sich bei dir beschwert, dann sagst du 'Hey, ich verstehe dich, aber kläre das doch bitte mit meiner Mutter.'

    Genau .. dieses sich verantwortlich fühlen , sich für den anderen rechtfertigen, dass sollte man sich abgewöhnen, auch emotional: du bist nicht verantwortlich für das , was deine Mutter tut oder nicht tut.


    und klar, einige Antworten sind natürlich spekulativ, aber da kannst du ja einfach schauen: passt es auf meine Situation oder nicht.

    ach und das mit Freundin geworden .... eigentlich ist das doch gar nicht richtig, anstrebenswert: Mutter und Tochter sollten keine Freundinnen sein , sondern einfach ein gutes Verhältnis miteinander haben.


    Heißt ja nicht, dass das Kind Mutter Verhältnis sich mit den Jahren sich nicht ändert und man natürlich als Erwachsneen Tochter dann kein KInd mehr ist und eher gleichberechtigt ... aber Freundinnen????

    @

    JessSlytherin

    Zitat

    Ich hatte gewartet mit meiner Antwort, weil ich dachte, du würdest auf all die anderen Beiträge von uns auch noch eingehen.....

    Weshalb jetzt dieser scharfe Zwischenton? Das Frage-Wort "Warum" führt sehr leicht in eine Dynamik der "Schuldzuschiebung".

    wintersonne 01  

    Zitat


    ach und das mit Freundin geworden ....

    Ich verstehe die Fadenstellerin so, dass sie aus dem Jetzt-Zustand heraus möchte, hin zu einem (flexiblen) Soll-Zustand.

    wintersonne 01 schrieb:

    aber Freundinnen????

    Ein Vorwurf führt m.E. eher hin zu einer defensiven Haltung, die, so verstehe ich Mia, nicht gewollt ist. Im Hintergrund darf ebenso dem sehr langen Prozess, in dessen Verlauf es zu dem gekommen ist, wie sich der Sachverhalt "heute" darstellt, Respekt gezollt werden ;)

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    Ich verstehe, dass das schwer für dich ist, dass deine Mutter nicht so ist wie du sie dir gewünscht hättest. Aber sie/ es ist nunmal so. Hier haben Viele Dinge geschrieben, die ich auch so geschrieben hätte, aber das hier passt gerade besonders gut:

    Dahliengarten schrieb:

    Es ist doch seltsam - wenn man ein Kind hat, dann wird einem überall gesagt und je älter das Kind wird, wird es das selber einfordern "Nimm es so, wie es ist - lass ihm seinen Freiraum - erwarte nichts von ihm - liebe es mit all seinem Sein!"


    Aber umgekehrt ist es nicht so.

    Das sollte es aber, im Interesse aller Beteiligter. Denn du wirst deine Mutter nicht ändern, genauso wie sie dich nicht ändern konnte, wenn sie es je gewollt hätte.


    "Hinnehmen" kann manchmal sehr schwer sein, aber wenn du es geschafft hast, wird es dich erleichtern.


    Du sitzt nur zwischen 2 Stühlen, weil du dich da selber hingesetzt hast. Shojo hat dir doch eine wunderbare Formulierungshilfe geliefert, überleg doch mal, sowas in der Richtung zu deinen Schwiegereltern zu sagen. Aber das Problem ist, dass du genauso denkst wie sie. Ich denke, du wirst dich befreit fühlen, wenn du aufhörst, ein Verhalten deiner Mutter, unter dem du selber leidest, vor anderen zu rechtfertigen.


    Was das Fokussieren deiner Mutter auf deine Oma angeht: Kann sein, dass da bei dir auch eine Eifersucht mitschwingt. Das wäre verständlich. Aber auch da gilt: Es ist IHR Leben, du kannst ihr nur ein Angebot machen (etwas von der Pflege ihr abnehmen zB) oder versuchen ihr einen Rat zu geben (nur wenn sie den möchte - du hättest sicher auch keine ungebetenen Ratschläge von ihr gewollt). Wenn sie das nicht annimmt: Ihre Entscheidung. Du triffst sicher auch hin und wieder Entscheidungen, die Menschen, die dir nahestehen, falsch finden.


    Wenn du es schaffst, deine Mutter kritiklos! so zu nehmen wie sie ist, kann das - das kann ich dir aus Erfahrung sagen - in der Zukunft euer Verhältnis durchaus verbessern.

    wintersonne 01 schrieb:

    ach und das mit Freundin geworden .... eigentlich ist das doch gar nicht richtig, anstrebenswert: Mutter und Tochter sollten keine Freundinnen sein , sondern einfach ein gutes Verhältnis miteinander haben.

    Ach, dass geht schon. Aber dazu gehört eben auch, dass beide Freunde sein wollen und nicht weiter Mutter und Tochter. Wenn ein Part noch die alten Rollen lebt, dann ist eben für diese neuen kein Platz mehr. Hier möchte die Tochter weiterhin das Kind-sein bei den Eltern genießen und damit geht das dann halt nicht, weil man Freunden eben kein geborgenes Nest baut sondern sich so nimmt wie man ist und so schätzt.


    Mia, wenn deine Mutter ihre Mutter pflegt, dann finde ich es umso unfassbar großzügiger, dass sie sogar extra ins Ausland fährt um an der Hochzeit teilzunehmen. Pflegen bedeutet unfassbare Anstrengungen und nicht jeder Mensch kann sowas abgeben, rein vom emotionalen Standpunkt aus. Wenn man sich selbst nämlich egoistisch und herzlos und grausam, respektlos und undankbar findet, wenn man die eigene Mutter anderen zur Pflege übergibt, dann gewinnt man dadurch keinerlei Lebensqualität sondern muss mit diesen Schuldgefühlen ein Leben lang umgehen.


    Du weißt nicht was emotional alles an dieser Pflege für deine Ma dran hängt, welche alten Schulen/Rechnungen da gerade beglichen werden, was man früher verpasst hat und nun evrscuht nachzuholen, welch langer Prozess des Abschiedes dort vielleicht gerade vollzogen wird oder welch alte Dynamiken dort ihren Abschluß finden. Eventuell könnte es dir helfen mal sie zu fragen, wie es ihr so geht, emotional. Also wenn du an echter Nähe zu deiner Mutter interessiert bist und nicht nur daran, ein Mutterideal zu erleben, dass in deinem Kopf besteht. Dann wird es vielleicht ganz anders als du es geahnt hast, aber vielleicht auch anders richtig gut.


    Und ansonsten würde ich auch sagen: setz dich nicht zwischen die Stühle. Deine Mutter pflegt lieber als 700 km zu deinen Schwiegereltern zu fahren. Das ist ihr gutes Recht und das kann sie auch so kommunizieren und es hat mit dir nichts zu tun und das darfst du auch so deutlich machen.

    danae87 schrieb:

    Ach, dass geht schon. Aber dazu gehört eben auch, dass beide Freunde sein wollen und nicht weiter Mutter und Tochter. Wenn ein Part noch die alten Rollen lebt, dann ist eben für diese neuen kein Platz mehr. Hier möchte die Tochter weiterhin das Kind-sein bei den Eltern genießen und damit geht das dann halt nicht, weil man Freunden eben kein geborgenes Nest baut sondern sich so nimmt wie man ist und so schätzt.

    Das glaube ich eben nicht, auch wenn eine Tochter sehr erwachsen ist , ihr eigenes Leben lebt und nicht weiterhin Kind sein will ( wie kommst du darauf zu schreiben: hier will die Tochter weiterhin das KInd sein... das hat sie nie geschrieben und ich halte das eine ungerechtfertigte Unterstellung) bleibt es doch immer die Tochter!!! (die Mutter immer die Frau die die Tochter geboren hat, sich an sie auch als Baby ; Kind, Jugentliche erinnert , ihre Entwicklung verfolgt, gefördert hat ... sehr gut verstehen , auf Augenhöhe miteinander umgehen ja ..aber Feundinnen??? Freundinnen sind etwas anderes ...

    wintersonne 01 schrieb:

    Das glaube ich eben nicht, auch wenn eine Tochter sehr erwachsen ist , ihr eigenes Leben lebt und nicht weiterhin Kind sein will ( wie kommst du darauf zu schreiben: hier will die Tochter weiterhin das KInd sein... das hat sie nie geschrieben und ich halte das eine ungerechtfertigte Unterstellung) bleibt es doch immer die Tochter!!! (die Mutter immer die Frau die die Tochter geboren hat, sich an sie auch als Baby ; Kind, Jugentliche erinnert , ihre Entwicklung verfolgt, gefördert hat ... sehr gut verstehen , auf Augenhöhe miteinander umgehen ja ..aber Feundinnen??? Freundinnen sind etwas anderes ...

    Vielleicht kommt es drauf an, was man unter dem Begriff "Freundschaft" versteht. Bei meiner Mutter und mir ist das auch so, also das würde ich auch als "Freundschaft" bezeichnen. Meine Mutter verhält sich zu mir jedenfalls so wie ich mir das von einer sehr guten Freundin wünsche.

    wintersonne 01 schrieb:

    wie kommst du darauf zu schreiben: hier will die Tochter weiterhin das KInd sein... das hat sie nie geschrieben und ich halte das eine ungerechtfertigte Unterstellung

    Doch hat sie undzwar hier:


    Zitat

    Und ja, ich spüre auch als erwachsener Mensch (der übrigens zu 100% im Leben steht und auf nichts angewiesen ist) die Nähe und Geborgenheit meiner Eltern und bin bei ihnen auch gerne noch ihr Kind.

    Freitag um 16:05.


    Das ist auch voll in Ordnung, aber es setzt halt auch voraus, dass die Mutter weiter die Mutterrolle ausfüllen möchte und das ist halt nicht zwingend gegeben. Also jedenfalls wenn es um Verantwortung geht und dies sich-zurückstellen, was man als Mutter für seine Kinder ja tut, dann freu ich mich heute schon darauf, dass der Tag kommen wird an dem ich damit aufhören kann. Und meine Ma feiert jeden Tag, dass sie das nicht mehr muss und tut das auch nicht mehr, was für unser beider Beziehugn eine große und ruckelige Umstellung bedeutete, aber auch den Weg frei gemacht hat dafür, dass ich sie heute als Freundin bezeichnen würde.


    Heute haben wir eine Beziehung in der man wechselseitig zurücksteckt, sich wechselseitig Eheprobleme berichtet und einfach mal ein Eis essen geht oder gemeinsam genießt, dass man die jeweiligen Verpflichtungen gerade für einen Moment hinter sich gelassen hat. Da wird diskutiert, aber auch angenommen wenn der andere gerade wahlweise keine Zeit oder keine Lust auf einen hat, da wird als gegeben vorausgesetzt, dass für sie und für mich ihre Ehe, ihr Leben irgendwie vor meinem vorrang hat, genau wie umgedreht. Natürlich kommt ihr Mann vor mir.


    Bei den Enkeln ist es wieder anders. Denn die sind Kinder, auf die wird Rücksicht genommen, da wird sich zurückgenommen, für die übernimmt man Verantwortung. Sie weniger als ich, klar, ist sie doch die Oma und ich die Mutter, aber generell schon.


    Für mich ist Mutter-sein ein Job. Irgendwann ist der fertig und erledigt. Würde ich das anders sehen, ich würde durchdrehen.

    Interessant.... die TE soll sich nicht anstellen und man würde dem Kind den Vogel zeigen, wenn es auf einmal mit der Mutter nach Tirol fahren wolle...


    Haltet mal vielleicht ein bisschen die Luft an und zeigt ein bisschen Verständnis. Nicht alles ist nur schwarz oder weiß.


    Ich persönlich würde auch gucken, wie ein Auto, wenn ich meine Mum zur eigenen Hochzeit einlade und sie reagiert nur leicht erfreut, mit dem Satz, dass es mit Stress verbunden wäre.


    Sorry..... Entweder ich erziehe mein Kind so Hippy-Mässig, dass es schon logisch ist, dass es seine Hochzeit nur zu zweit mit dem angehenden Ehemann erleben will, unter totalem Ausschluß der Familie und Freunde oder ich verhalte mich wie eine Mutter und nehme an den wichtigen Ereignissen meiner Kinder mit Freuden teil, nämlich auch an der Hochzeit.

    Alles andere ist einfach völlig irritierend und meiner Meinung nach kaum zu erklären. zumindest nicht auf diese lange Dauer.


    Irgend ein Statement kann man da schon verlangen..... Meiner Meinung nach. Ansonsten würde ich mich ins geheimen Fragen, weshalb meine Mutter überhaupt auf die Idee kam, Kinder zu bekommen. Nicht dass es sie dann zu allem verpflichten müsste, aber der Grundtenor in Ihrem Verhalten ist nicht wirklich stimmig. Schon gar nicht, wenn die Tochter irritiert ist. Sie bringt ihrem Kind eine gewisse Norm bei und hält selbst nichts davon. Was soll das denn?



    Übrigens: Ich war mit meiner Mum im letzten Jahr in Süd-Tirol und sie hat sich wirklich gefreut darüber, dass sie sich mir und meiner ursprünglich geplanten Single-Reise anschließen durfte. Selbst wenn ich über 30 bin. Und nein, den Vogel hat sie mir auch nicht gezeigt.

    Purplelike schrieb:

    Haltet mal vielleicht ein bisschen die Luft an und zeigt ein bisschen Verständnis. Nicht alles ist nur schwarz oder weiß.


    Sorry..... Entweder ich erziehe mein Kind so Hippy-Mässig, dass es schon logisch ist, dass es seine Hochzeit nur zu zweit mit dem angehenden Ehemann erleben will, unter totalem Ausschluß der Familie und Freunde oder ich verhalte mich wie eine Mutter und nehme an den wichtigen Ereignissen meiner Kinder mit Freuden teil, nämlich auch an der Hochzeit.

    Sehr schwarz weiß deine Aussage.

    Manche Menschen fühlen sich auch überfordert, wenn sie die gewohnte Umgebung verlassen. Und viele Menschen können es nicht nachvollziehen, wenn man bei Einladungen absagt, weil man eben genau weiß, dass es für einen selbst enormen Stress bedeutet. Auch wenn man sagt, dass es einen stresst, wird oft nicht Ruhe gegeben. Das finde ich schade. Das geht mir oft so und ich bin eigentlich nicht introvertiert aber mich überfordert so etwas einfach.

    Ob es einfach die Persönlichkeit deiner Mutter ist oder ob sie eine psychische Erkrankung hat, können wir hier nicht beurteilen.

    Du bist eben ein Mensch mit ganz anderen Bedürfnissen.

    Für mich wären solche Urlaube und total anstrengend und ich wäre danach erst recht urlaubsreif. Aber jeder ist ja anders gestrickt und das ist ja auch gut so, sonst wäre es ja langweilig.

    Eine Hochzeit im Ausland ist vielleicht für deine Mutter, wenn sie nicht gerne verreist, ein enormer Stressfaktor. Und sie kommt ja trotzdem für ein paar Tage, das ist doch schön. :)*

    Wenn deine Mutter deine Oma tatsächlich pflegt, lügst du doch nicht, wenn du deinen Schwiegereltern sagst, dass sie deshalb nicht zu anderen Einladungen kommt. Sie sind ja nicht im gleichen Ort, sondern weit weg. Das wäre dann ja nicht nur für einige Stunden, sondern für mehrere Tage und so lange lässt sie vielleicht nicht gerne ihre Mutter allein.

    Vielleicht könnte es dir helfen, wenn du für deine Mutter mehr Verständnis aufbringen würdest. Du könntest sie ja fragen, wie es ihr psychisch geht, da sie sich um deine Oma kümmert. Du könntest sagen, dass ihr dann sicher nicht mehr viel Energie für andere Dinge bleibt.

    Vielleicht alles langsam und behutsam angehen. Vielleicht erfährst du dann, warum deine Mutter lieber in den eigenen vier Wänden ist.