Meine verkorkste Beziehung zu Geld (Angst, Mangel, Scham)

    Hallo liebe Medis,


    ich habe ein Thema, an dem ich eigentlich schon immer zu knabbern habe und bei dem ich alleine nicht weiterkomme: Meine Beziehung zu Geld. Dabei geht es mir nicht um rationale Aspekte, sondern die emotionale Bedeutung, die Geld für mich hat. Ich muss das erst durchdringen, um dann auf der Handlungsebene eine Veränderung herbeiführen zu können. Ratschläge wie "Gib halt weniger aus als du einnimmst" oder "Führ ein Haushaltsbuch" bringen mich deshalb nicht weiter. Mich interessieren die Erfahrungen von Leuten, die auch ein schwieriges emotionales Verhältnis zu Geld hatten und wie sie dieses verändert haben.


    Damit ihr meine verkorkste Beziehung besser nachvollziehen könnt, muss ich ein paar Aspekte im Ansatz (und später vielleicht detaillierter) darlegen, die in Verbindung mit meiner Gesamtgeschichte recht speziell sind, daher schreibe ich unter Alias.


    Ich verdiene eindeutig genug, um theoretisch jeden Monat mehrere Hundert Euro sparen zu können, und doch gebe ich regelmäßig mein gesamtes Gehalt aus. Ich bin nicht überschuldet, Borderliner, kaufsüchtig etc. An Ersparnissen habe ich keine nennenswerte Summe. Häufig ist es so, dass ich gar nicht genau sagen kann, wofür ich im jeweiligen Monat Geld ausgeben habe, ein Blick auf den Kontoauszug ist dafür nötig und dann ergibt es auch Sinn. Meine Rechnungen bezahle ich immer, ich bin kreditwürdig etc., aber all das, was quasi übrig ist, zerrinnt mir zwischen den Fingern.


    Ich bin als Kind zunächst in finanziell recht gut aufgestellten Verhältnissen aufgewachsen, gehobener Mittelstand würde ich sagen. Aufgrund diverser Umstände ist das alles den Bach runtergegangen, wir haben unser gesamtes Eigentum verloren (was leider auch mehr Personen als meine Kernfamilie betraf). Zeitgleich und in den Jahren davor und danach gab es diverse andere (nicht-materielle) Schicksalsschläge, weshalb ich eh eine Unsicherheit dem Leben gegenüber habe. Die Jahre nach diesem Bruch waren geprägt von Armut, wie man sie zumindest in Deutschland definiert (also relative Armut).


    Unter anderem aus diesem Grund war es meinem Umfeld wichtig, dass ich früh auf eigenen Beinen stehen kann. Ich will da gar nicht zu sehr ins Detail gehen, das kann ich auf Nachfrage ggfs tun.


    Fakt ist aber, dass meine grundsätzlichen Gefühle in Sachen Geld sind: Mangel, Scham und Angst.


    - Mangel, weil es nie genug ist - immer wenn was da ist, wird es eigentlich schon für etwas benötigt (früher war das so, ob das heute immer dringend ist oder nicht, das sei mal dahingestellt).


    - Angst, weil es schnell wieder weg sein könnte. Wie bei allem im Leben weiß ich nicht, ob ich dem trauen kann. Und vor einer Verschuldung, wie sie sich früher aus beschissenen Umständen und falschem Handeln ergeben hat.


    - Ich empfinde Scham, weil die Leute früher gesehen haben, wie ich teilweise herumlaufen musste (das hatte andere Gründe, aber spielt hier trotzdem mit rein, aber abgesehen davon waren die anderen schon besser/modischer gekleidet).


    Und ich empfinde mich immer als arm, unabhängig vom Kontostand.


    Mir ist schon bewusst, dass es sich um alte Muster handelt, die mich prägen. Ich bin noch dabei, mir diese bewusst zu machen, um sie dann ändern zu können. Vielleicht könnt ihr mir bei diesem Prozess helfen?! Ich habe mich bemüht, den Text recht nüchtern zu schreiben, aber tatsächlich geht mir das Thema sehr nahe - wahrscheinlich wg der o. G. damit verbundenen Emotionen, aber auch, weil ich mich wie ein Versager fühle und ich dieses Thema endlich gelöst haben möchte. Es belastet mich.


    Ich war mir auch nicht sicher, wo der Faden am besten aufgehoben ist, Psychologie erschien mir am passendsten. Falls das nicht korrekt ist, gerne verschieben.

  • 41 Antworten
    Zitat

    Ratschläge wie [...] "Führ ein Haushaltsbuch" bringen mich deshalb nicht weiter.

    Du hast das also schon probiert?


    Dein Kernproblem kann ich nicht wirklich erkennen. Dir fehlt kein Geld aber du bist mit deinem Geldausgeben trotzdem unglücklich? Willst du denn selbst sparen?


    Gibst du mehr Bargeld oder Kartengeld aus?

    interessant finde ich, dass ja dein "ausgeben bis zum letzten cent" im widerspruch zu deinen ängsten steht!


    erklärbar finde ich es aber insofern, als dass ich das bis vor nicht allzulanger zeit genauso gemacht habe: lieber gebe ich das geld jetzt schnell aus, bevor es weg ist!


    ob dir das weiterhilft weiß ich nicht, aber mir hat dieses bewusstsein der unlogik sehr geholfen. ich habe mir in kleinen schritten erst mal ein kleines sparbuch eingerichtet (an das ich immer gehen könnte) auf das ich mir erst mal nur mal einen zehner überwiesen habe, dann einen dauerauftrag über 50€ im monat gemacht habe und erst gestern habe ich die summer erhöht.


    das interessante ist dabei, dass ich mir nicht verboten habe an dieses geld zu gehen, mir vollkommen wurscht ist, ob ich gute zinskonditionen habe, ich kein sparziel habe... und genau das hilft!

    @ Verhueter:

    Ja, Haushaltsbuch hat null gebracht, immer mal wieder probiert. Und ich will sparen, aus verschiedenen Gründen, weil "man das halt so macht", aber auch weil es mich nervt, dass Urlaube oder so mich immer wieder vor Probleme stellen, die ich nicht haben müsste. Und weil ich Ängste habe (Was, wenn ich mal keinen Job mehr habe oder krank werde, ...) - da würde ich gerne so gut es eben geht vorsorgen.


    Und ich will diese Beklemmungen loswerden, die ich bei dem Thema habe.

    @ Seherin:

    Zitat

    interessant finde ich, dass ja dein "ausgeben bis zum letzten cent" im widerspruch zu deinen ängsten steht!


    erklärbar finde ich es aber insofern, als dass ich das bis vor nicht allzulanger zeit genauso gemacht habe: **lieber gebe ich das geld jetzt schnell aus, bevor es weg ist!

    Ja, es ist total widersprüchlich, aber ich handle wohl so wie du vor nicht allzu langer Zeit: Was ich hab, hab ich (was ja nicht stimmt, wie ich dank der Zwangsversteigerung feststellen durfte).


    Vielleicht ist dein Weg auch fu mich gangbar. Also kleine Summen. Ich habe ein Tagesgeldkonto, auf das theoretisch jeden Monat 400 Euro sollten. Das hat ne Weile mal geklappt, seit ner ganzen Weile kommt da nix mehr drauf und gerade bin ich an dem Punkt, wo ich mir eigentlich aufs Giro Geld überweisen müsste. Kleinere Beträge würden mir aber womöglich nicht auffallen. Mir das dann zu erlauben, da ranzugehen, daran muss ich mich erst gewöhnen. Ich fühle mich jetzt immer sauschlecht, wenn ich an das Tagesgeldkonto "muss".


    Kommst du denn mittlerweile mit deinem Geld gut aus? Und wie ist dein Gefühl dabei?


    Vielen Dank euch beiden!

    wie alt bist du?


    ich, charlie, hab genau das umgekehrte muster in mir (gehabt).


    hat mir geholfen aus dem nichts unabhängig zu werden.


    habs jahrelang betrieben.


    zum glück hab ich meine süße und ein paar sehr gute freunde,


    die mir gezeigt haben, was da bei mir rennt.


    aber das war auch ned toll für mich, eher schmerzhaft...

    Ich bin in den 30ern. Deine Tipps darfst du mir gerne nennen, vielleicht kann ich was davon nutzen. Ich hoffe, die sind kostenfrei ;-)


    Hast du denn offen über deinen Igel in der Tasche geredet oder haben die eher dich angesprochen? Geld ist ja häufig ein Thema, über das nicht geredet wird. Tatsächlich spreche ich über dieses Manko auch nur mit einer einzigen Person, bei allen anderen wäre mir das zu peinlich. Vielleicht sollte ich es aber mit dieser einen Person intensiver besprechen, ich merke ja schon wie sehr es mir hilft, es einfach mal aufzuschreiben.

    Zum mentalen Problem in Bezug auf das Geld möchte ich (noch) keinen Ratschlag geben, weil ich dich unbekannterweise aufgrund deiner (ausführlichen) Zeilen nicht ausreichend einschätzen kann. Daher probiere ich es mal mit ein paar praktischen Tipps.


    Du bist schon mal nicht in einer Schuldenfalle, so wie ich das sehe. Prima, denn viele Leute mit Geldproblemen haben ja diesen Schritt auch schon "geschafft".


    Wie ist es mit deinen regelmäßigen Verbindlichkeiten? Lässt du diese per Dauereinzug abbuchen? Wenn nein, ändere dies bitte. Alle Pflichtausgaben zuerst bedienen.

    Zitat

    Und ich will sparen, aus verschiedenen Gründen, weil "man das halt so macht", aber auch weil es mich nervt, dass Urlaube oder so mich immer wieder vor Probleme stellen, die ich nicht haben müsste.

    Zum Sparen (für mittlere und größere Ausgaben sowie Rücklagen) gebe ich dir einen ähnlichen Tipp mit dem Dauereinzug. Mach ein Tagegeldkonto bei der Bank auf und lasse per Dauerauftrag jeden Monat den Betrag X, den du sparen kannst und möchtest, auf dieses Konto überweisen. Das ist dann schon mal getrennt von deinem Geld, was du mit Geldautomat und Girokarte ausgibst. Bedenke aber, dass du dadurch ein Stück schneller das restliche Geld ausgeschöpft hast. Ich möchte dich aber zwingen, dir Grenzen zu setzen, auf die du achten musst.


    Für mich hast du einfach einen unkontrollierten Konsum, was erst mal nicht tragisch ist, solange du genügend Einkünfte hast. Tragisch ist, dass du ja selbst merkst, dass du die Kontrolle darüber nicht hast. Du planst nicht mit den Finanzen, du gibst sie aus, weil sie da sind. Das Haushaltsbuch hat nichts gebracht (Disziplinfrage?), aber vielleicht machst du ein "Haushaltsbuch der Zukunft"? Liste dort alle unregelmäßigen Ausgaben auf, die du schätzen kannst (damit kannst du deine Gedanken schon mal bisschen ordnen). Nur mal als Stichworte:


    - alle 3 Jahre ist irgendeine Reparatur oder Neuanschaffung für ca. 300 Euro nötig = 9 Euro Rücklage im Monat


    - im Jahr sind 500 Euro für Autoversicherung und Inspektion nötig = 42 Euro Rücklage im Monat


    - alle 7 Jahre kaufst du einen Gebrauchtwagen und legst 8000 Euro drauf = 96 Euro Rücklage im Monat


    - der Urlaub im Jahr kostet 1500 Euro = 125 Euro Rücklage im Monat


    Macht bis hierhin 272 Euro, die du mindestens im Monat zurücklegen solltest. Wichtig ist halt, dass du ausschließlich bei diesen Ausgaben an dein Erspartes gehst. Bitte beachte, dass diese Liste natürlich noch unvollständig ist und auch andere langfristigen Ziele dort aufgeführt werden sollten.


    Die Kür wäre jetzt noch eine Auflistung der regelmäßigen Kosten. Dann nimmst du dein Einkommen, ziehst Rücklagen und Kosten ab und übrig bleibt ein Betrag, den du für den Konsum mit reinem Gewissen verwenden kannst.


    Das ist zumindest der Einstieg, den ich vorschlagen würde. Überhaupt anfangen, sich Gedanken zu machen. Dann ist man auch bei den beiläufigen Ausgaben bewusster.

    Ich habe ein ähnliches Verhältnis zu Geld, wie du.


    Ich buche aber insgesamt im Monat ca. 200€ in verschiedene Fonds / Bausparverträge / Sparbücher.


    Mein problem, was ich dabei erkannt habe, ist: Ich sehe nur den Kontostand. Ich weiß zur Mitte des Monat sollten noch X Euro drauf sein, ist weniger drauf...lebe ich etwas sparsamer damit ich am Ende nicht im minus lande.


    Dieser Kontostand, bei dem ist es mir fast egal, ob nun noch 150€ für Versicherung einmal im Jahr runter gehen oder nicht. Wenn ich sehe Mitte des Monats ist X-200€ drauf, dann gönne ich mir garnichts mehr, weils sonst nicht reicht.


    Vorher lebe ich aber in Saus und Braus.


    meine Empfehlung daher, mache ein Sparbuch oder Ähnliches auf, auf dieses wird immer per Dauerauftrag zum Gehaltstag soviel Geld abgebucht, wie du sparen möchtest, was du denkst, was du verkraften kannst.


    Dann ist das Geld vom Kontostand weg.


    Ich habe erst heute eine Kostenaufstellung für mich gemacht, was überhaupt monatlich abgeht...hatte mal wieder total den Überblick verloren...und war überrascht, wie hoch meine laufenden Kosten sind...


    Geld auf dem konto ist halt etwas sehr surreales...es ist da, warum soll ichs nicht ausgeben?


    Geht bei mir total contraire zu meiner Kindheit, wo ich jedes 5€ Stück sparte und sparte....

    Zitat

    Wenn ich sehe Mitte des Monats ist X-200€ drauf, dann gönne ich mir garnichts mehr, weils sonst nicht reicht.

    Hab mich doof ausgedrückt, es WÜRDE reichen für nen stinknormales Leben...aber...ich leiste mir dann keine Spielereien oder Klamotten mehr.

    tja das ist ne lange geschichte, die ich da aufdröseln könnte.

    Zitat

    Hast du denn offen über deinen Igel in der Tasche geredet oder haben die eher dich angesprochen?

    die haben mich angesprochen, so wars...


    und ich habs von mehreren freunden gehört. zum glück.


    zum glück hab ich viele menschen, zu denen eine so nahe beziehung sowas zulässt.


    _______


    was könnte hilfreich für dich sein?


    bei mir wars/ist es so:


    ich rechne den preis auf den stundenlohn um, wie lang ich meine eigene lebenszeit dafür an jemand andern verkaufen müsste, um das produkt zu bekommen. setz dann die relation zur langlebigkeit/wertigkeit des produkts.


    oder


    da gibts sachen, bei denen ich kaum zeit verwenden muss, z.b. den stromvertrag. kann ich mit einer stunde lebenszeit


    pro jahr ca.200 euro einsparen, wenn ich rechtzeitig kündige und einen neuen vertrag abschließe.


    _______


    beim täglichen einkaufen:


    ich kenne alle preise für die angebotenen waren. die hab ich im hinterkopf.


    weiss also wenn etwas teuer ist. aktuell in österreich bei ner freundin:


    supermarkt.bandnudeln: 3,50 für ein kg. hab mir gedacht: wthf - die spinnen im ösiland.


    oder:


    ich geh zum einkaufen und weiss noch gar nicht was es zum essen werden soll


    lass alles offen


    und wenns dann auberginen im angebot gibt - gibts auberginen, hab da tolle rezepte.


    aber die lebensmittel sind ja nicht der große posten bei uns in deutschland.


    generell denk ich: einmal im großen eingespart


    macht 100 kleine stresspositionen aus.


    und dieser daueraua stress mindert die lebensqualität erheblich.


    achja


    ich koch so gern. und gut.


    spart natürlich einen haufen kohle ggü. vorgefertigtem food. (kantine, restaurant, supermarket)


    und:


    grundsätzlich kauf ich mit bargeld ein.


    niemals mit karte.


    denn dann seh ich was weg geht.


    eine andere grundregel:


    jeden monat bissi weniger ausgeben, als reinkommt.


    dann gibts noch andere dinge.


    aber das solls erstmal sein.


    lg


    vom


    eichhörnchenkater

    Danke euch für die ganzen Antworten!

    Zitat

    Wie ist es mit deinen regelmäßigen Verbindlichkeiten? Lässt du diese per Dauereinzug abbuchen? Wenn nein, ändere dies bitte. Alle Pflichtausgaben zuerst bedienen.

    Das klappt zum Glück alles. Was ich bezahlen muss, damit ich keinen ärger kriege, bezahle ich auch. Ich bin ja auch schon mit weniger Geld hingekommen, also wenn ich muss, geht es auch so halbwegs (wobei dann das Geld des neuen Monats die Lücke des alten ausgleicht und ich so gefühlt immer am abarbeiten bin).

    Zitat

    Mach ein Tagegeldkonto bei der Bank auf und lasse per Dauerauftrag jeden Monat den Betrag X, den du sparen kannst und möchtest, auf dieses Konto überweisen.

    Das hab ich mit meinem Tagesgeldkonto versucht, die theoretischen 400 Euro, die ich locker übrig haben müsste. Klappt nicht oder nur sehr bedingt. Vielleicht brauch ich was, wo ich keinen einfachen Zugang dazu habe, also die PIN nicht bei mir liegt oder so. Irgemdwas, womit ich mich selbst überliste.

    Zitat

    Geld auf dem konto ist halt etwas sehr surreales...es ist da, warum soll ichs nicht ausgeben?

    Ja, so geht es mir auch. Ich hab schon versucht, deshalb alles mögliche über Bargeld zu regeln, aber dann kommt hier ein Einkauf bei amazon, da doch ne Abbuchung im Supermarkt, weil ich kein Geld dabei hatte, ne Bahn-Fahrkarte über die App, ... Und schwupps, viel mehr ausgegeben als ich sollte.

    Zitat

    pro jahr ca.200 euro einsparen, wenn ich rechtzeitig kündige und einen neuen vertrag abschließe.

    Wenn jemand sowas "kann", also darauf Mühe verwendet, finde icb das toll. Ich kümmere mich da zwar auch ab und an drum, aber sicher nicht so wie du.


    So wie ich grundsätzlich ticke, muss ich das Problem tatsächlich erst emotional verstehen. Rein rational finde ich all eure Tipps total sinnvoll, krieg sie aber wider besseren Wissens bislang nicht umgesetzt. Und das nervt mich an mir selber und ich fühle mich dadurch noch unfähiger in dieser Hinsicht (ich musste mir schon als Kind anhören, dass ich nicht mit Geld umgehen könne.)


    Einerseits würde ich gerne mehr über Geldanlagen wissen, besser mit meinem Geld haushalten wollen, etwas sparen etc, andererseits sind mir bestimmte Sachen auch ihren Preis wert, da will ich es auch weiter raushauen können. Ich krieg diese Teile von mir noch nicht überein, also dass in mir ein vernünftiger Schatzmeister und ein Lebemann friedlich zusammen an einem Strang ziehen. %-|

    Ich teile Deine Meinung, dass es nicht um das Führen eines Haushaltsbuches geht bzw. es damit nicht getan ist. Und ich bin die Die Seherin auch darüber gestolpert, dass Du das Gegenteil Deiner Ängste lebst. Schau' da noch mal hin!


    Ansonsten bleiben letztlich zwei Aspekte:


    1. Konsequent sparen. Dauerauftrag o.ä. Vielleicht nicht die maximal mögliche Summe, sondern vielleicht nur 200€. Aber besser als nichts. Und dann ggf. wöchentliche Summen festlegen und versuchen, sich dran zu halten. Bzw. zu schauen, in welchen Momentan Du ggf. durch Konsum WAS kompensierst.


    2. Die emotionale Seite... schwierig... ich habe da selber meine Baustellen, da familiär aufgr. Erkrankung meines Vaters und anderer Faktoren auch harte Zeiten erlebt... meine Eltern haben bis heute keine Rücklagen aufgr. dieser Aspekte... ich bin zudem mit Geld als Erpressungsmittel aufgewachsen (es wurde konstant mit Entzug gedroht. Damit, dass ich eh unter der Brücke landen werde und und und.). Dann kamen/kommen bei mir berufliche und eigene gesundheitliche Aspekte hinzu, so dass ich bislang nicht viel aufbauen konnte. Es aber eben immer reicht und ich auch sehr diszipliniert bin (fast schon zwanghaft... Excel-Tabelle und so...). Diese Disziplin und Überblick reichen bei mir aber eben nicht aus, um wirklich ein tieferes Gefühl von Sicherheit zu bekommen. So ein latentes Bedrphungsgefühl ist immer da... Von daher fehlt mir gerade die Ojektivität, Dir gute Tipps zu geben. Außer halt: Genau hingucken und schauen, wie Du Dich selber austricksen kannst beim Ausgaben bzw. Sparen.