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    Gelöst werden Probleme weder durch Alkohol noch durch einen Robotergefährten.

    Mit dem Thema Robotergefährten hat sich der Film A.I. – Künstliche Intelligenz science-fictionartig auseinandergesetzt und viele Felder gezeigt, wo tatsächlich Menschen geholfen werden kann. Eine Menschenpuppe ist nur eine Vorstufe davon. Es taucht auch die Frage auf, wann ist ein Mensch ein Mensch oder wann ist ein Roboter ein Mensch. Ich glaube, dass das Problem von Puppen- oder Robotergefährten geringer ist, wenn die Menschen sozialer im Umgang miteinander werden, wenn sie weniger egoistisch denken und handeln, wenn sie mehr aufeinander zugehen anstatt sich abzugrenzen.


    Puppe oder Robotergefährte ist ja oft nur eine Notlösung, die aber in dem Moment durchaus eine Hilfe darstellen kann.

    @ Melete

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    Das ist doch egal, ob die Puppe nun mehr ein sexuelles Interesse ist oder nicht. Sie erfüllt Bedürfnisse, egal ob für den Alltag oder sexuell und was im Vordergrund steht, hängt einfach von den Bedürfnissen des Besitzers ab. Mir ist es lieber, jemand besitzt eine Puppe für seine sexuellen Bedürnisse, anstatt Frauen zu bedrängen, die nichts von ihm wisen wollen. Was er mit der Puppe macht, ist seine Sache.

    Ja natürlich, gerne darf sich jeder an Gegenständen austoben und seine Bdürfnisse befriedigen, egal ob das jetzt sexuelle sind oder ob es nur um Nähe geht. Dennoch würde ich nicht behaupten, dass jeder, der so eine Puppe hat auch ein potentieller Sexualstraftäter. Das würde ich nicht gleichsetzen, weil ich glaube, dass es dabei um zwei völlig verschiedene Dinge geht.


    "Findest du es tröstlich oder traurig, dass ein Kind ein Lieblingsspielzeug hat und viele haben zu diesem Lieblingsspielzeug, oft einem Bären oder einer Puppe ihr Leben lang ein intimes Verhältnis, erzählen ihm oder ihr immer alles. Ist doch nichts anderes."


    Doch, ich glaube schon, dass das etwas anderes ist. Das hat ein bisschen etwas mit Nostalgie zu tun.

    @ Kantenmechaniker

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    Ich selbst könnte nicht mit einer Puppe...aber es gibt einen wunderbaren Film über dieses Thema, mit Ryan Gosling: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Lars_und_die_Frauen

    Danke für den Tipp, den werde ich mir mal anschauen.

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    Aber ist das jetzt traurig oder tröstlich?

    Ich bin zwiegespalten.


    Einerseits denke ich, dass es für manche Menschen einfach eine Möglichkeit ist, mit tiefgreifenden Ängsten, Einsamkeit und Traurigkeit besser zu leben und wenn ihnen das tatsächlich hilft, finde ich das auch in Ordnung. Ob nun emotionale oder sexuelle Bedürfnisse gestillt werden, differenziere ich dabei erstmal nicht.


    Schwierig finde ich es, wenn durch die Beschäftigung mit der Puppe die Isolation von realen Sozialkontakten einhergeht und ein kontinuierlicher Rückzug aus dem Sozialleben erfolgt. Wenn die Puppe das Zentrum des Alltags bildet und alles andere nach und nach an Bedeutung verliert. Dann ist es keine Unterstützung mit seelischen Problemen zurecht zu kommen und sich davon zu erholen, sondern bremst die persönliche Entwicklung.


    Trotzdem will ich nicht darüber urteilen. Ich denke, jemand der eine Puppe so sehr vermenschlicht, ist in großer seelischer Not. :-(


    Übrigens kommt mir auch ein Film in den Sinn: "Her" mit Joaquin Phoenix. Da ist es sogar noch extremer, da der Protagonist sich in eine körperlose künstliche Intelligenz (ein Computersystem) verliebt und es nach und nach zum Mittelpunkt seines Lebens wird. Der Film zeigt die Entwicklung seiner Gefühle sehr nachvollziehbar, auch wenn das Ganze schon krass ist.

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    Schwierig finde ich es, wenn durch die Beschäftigung mit der Puppe die Isolation von realen Sozialkontakten einhergeht und ein kontinuierlicher Rückzug aus dem Sozialleben erfolgt. Wenn die Puppe das Zentrum des Alltags bildet und alles andere nach und nach an Bedeutung verliert. Dann ist es keine Unterstützung mit seelischen Problemen zurecht zu kommen und sich davon zu erholen, sondern bremst die persönliche Entwicklung.

    Dem würde ich zustimmen. Wenn die Puppe ein Grund ist, sich noch mehr zurückzuziehen und vielleicht bereits vorhandene Kontakte abbrechen, dann find eich das auch sehr bedenklich.

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    "Her" mit Joaquin Phoenix.

    Jetzt wo du davon sprichst: Stimmt, den habe ich vor kurzem auch gesehen. Den fand ich echt klasse, aber ein bisschen verstörend. Wobei ich es besonders unangenehm empfand, dass diese Computerstimme, das "Zusammenleben" mit dieser so gesellschaftlich "anerkannt" war.

    Da fällt mir auch gerade noch ein, dass ich Anfang des Jahres ein Buch gelesen habe, in dem solche Puppen auch Thema waren. In "Honig" von Ian McEwan gab es eine Geschichte in der Geschichte, in der ein Mann sich solch eine Puppe gekauft hat, diese auch anzog und mit ihr zusammenlebte. Sie haben alle Aktivitäten zusammen gemacht. Vielleicht war es der Dramaturgie geschuldet, aber jedenfalls ging das nicht gut. Ich kann mich aber leider nicht mehr erinnern, wie das ausging. Wie gesagt, es war gar nicht die Haupthandlung, sondern eine Geschichte, die einer der Protagonisten geschrieben hatte.


    Kennt jemand noch mehr Bücher oder Flme zu diesem Thema?

    Ich habe persönlich einen ganz anderen Standard (jeder Standard ist hirngemacht) als jemand der sagt "da muss jemand tief gesunken sein", um eine Puppe gedanklich zum Leben zu erwecken und mit der eine Beziehung zu pflegen. Jemand ist für mich dann tief gesunken, wenn er sich vorstellt, Menschen etwas an zutun, was die nicht wollen. Ich wette es gibt diverse Leute, gegen die nicht nur ich, sondern sogar veritable Comrans sehr "schlicht gestrickt" aussehen, und die bewusst eine Beziehung mit einer Slikonpuppe führen. Es ist meines Erachtens kompletter UNSINN anzunehmen, "wenn die Silikonpuppe sprechen könnte", DAS würde die attraktiver machen. Attraktiver werden würden sie, wenn sie nicht so puppig aussehen würden, sondern wie richtige Frauen, ohne diese bizarren Gesichter, ohne Riesen-Busen und ohne diese so geradezu schmerzlich dünnen Beine. Ich sage in dem Fall einen RUN auf Puppen voraus.

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    Dem würde ich zustimmen. Wenn die Puppe ein Grund ist, sich noch mehr zurückzuziehen und vielleicht bereits vorhandene Kontakte abbrechen, dann find eich das auch sehr bedenklich.

    Vielleicht schließe ich da zu sehr von mir auf andere, aber ich persönlich denke ja, dass der Punkt der vollständigen sozialen Isolation bereits erreicht ist wenn man erst einmal soweit ist, eine Puppe bewusst zu vermenschlichen.

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    Vielleicht schließe ich da zu sehr von mir auf andere, aber ich persönlich denke ja, dass der Punkt der vollständigen sozialen Isolation bereits erreicht ist wenn man erst einmal soweit ist, eine Puppe bewusst zu vermenschlichen.

    Das glaube ich jetzt noch nicht einmal. Die Beispiele in dem Artikel und auch aus den Büchern und Filmen, die genannt wurden, gab es nie eine vollständige soziale Isolation, auch nicht während der Beziehung mit der Puppe.


    Auch beim Beispiel mit den Babypuppen, die Frauen als Kinderersatz sehen, kann ich keine vollständige Isolation erkennen. Ich denke, es geht eher darum, etwas zu kompensieren. Mangelnde Aufmerksamkeit oder Liebe. Oder eben etwas zu verarbeiten, wie beispielweise den Tod des eigenen Kindes.

    Katthult

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    Ja natürlich, gerne darf sich jeder an Gegenständen austoben und seine Bdürfnisse befriedigen, egal ob das jetzt sexuelle sind oder ob es nur um Nähe geht. Dennoch würde ich nicht behaupten, dass jeder, der so eine Puppe hat auch ein potentieller Sexualstraftäter. Das würde ich nicht gleichsetzen, weil ich glaube, dass es dabei um zwei völlig verschiedene Dinge geht.

    Ich habe gar nicht an Sexualstraftaten gedacht, sondern einfach nur nerviges Anmachen. Ist für mich ein Bedrängen.

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    Doch, ich glaube schon, dass das etwas anderes ist. Das hat ein bisschen etwas mit Nostalgie zu tun.

    Aber auch das ist doch nicht bei jedem gleich.


    Aber eine virtuelle Freundin kann man schon besser bekommen:


    https://www.br.de/mediathek/video/die-zukunft-der-freundschaft-17-homo-digitalis-kuenstliche-intelligenz-als-perfekte-freundin-av:59e52a9c50ccf00012825cf1?t=8s


    Ich finds witzig, dass die Reporterin meint, dass die Kommunikation mit der Freundin über Instagram persönlicher wäre, als eine Freundin zu mieten oder eine virtuelle Freundin zu haben. Es ist also völlig unterschiedlich, wer nun wen bemitleidet. Die Puppen, die du erwähnst plus künstliche Intelligenz und fertig und laut dem Zukunftsforscher recht bald. Alle Teile und die Zukunft schaut anders aus, als sich manche denken würden.

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    Ich finds witzig, dass die Reporterin meint, dass die Kommunikation mit der Freundin über Instagram persönlicher wäre, als eine Freundin zu mieten oder eine virtuelle Freundin zu haben. Es ist also völlig unterschiedlich, wer nun wen bemitleidet. Die Puppen, die du erwähnst plus künstliche Intelligenz und fertig und laut dem Zukunftsforscher recht bald. Alle Teile und die Zukunft schaut anders aus, als sich manche denken würden.

    Der Punkt der künstlichen Intelloigenz ist ja seit Jahren immer wieder Thema und inzwischen scheint es soweit zu sein, dass das wirklich bald kommt. Ich persönlich finde das erschreckend bzw. hinterlässt auf alle Fälle ein mulmiges Gefühl.