Missverständliche Kommunikation - Über sich reden ohne über sich zu reden)

    Hallo zusammen,


    in meiner Vergangenheit habe ich schon des öfteren, sowie erst gestern wieder, einen freundlichen Hinweis meiner Gesprächspartner erhalten, ich soll doch bitte nicht so viel oder fast schon ausschließlich nur über mich reden oder erzählen, sondern auch mal auf die Interessen meines Gegenüber eingehen.


    Diese Aussage hat mich gestern doch sehr getroffen, da ich mich (innerlich) grundsätzlich immer eher meinem Gegenüber widme und ich grundsätzlich in Gesprächen eher an meinem Gesprächspartner interessiert bin, als an mich selbst, was gestern dazu geführt hat, dass ich gedanklich über die Nacht auf heute ziemlich ins Zweifeln über meine Kommunikationsfähigkeit gekommen bin. Mein Lebensmotto lautet unter anderem: Kommunikation ist alles, nur sprechenden Menschen kann geholfen werden.


    In Gesprächen versuche ich eine Art beobachtende Rolle einzunehmen, was es mir ermöglicht dem Gesprächspartner zuzuhören und sich besser in seine/ihre Rolle hineinzuversetzen. Es ist, als wäre eine weitere (unsichtbare Person) anwesend, welche das Gespräch aus einer weiteren, dritten Perspektive beobachtet, ohne eventuelle Vorurteile oder Sichtweisen meines eigenen EGOs bzw. Charakters mit ins Gespräch einzubeziehen, sodass ein - nach meiner Interpretation nach - absolut unvoreingenommenes und nicht durch eigene Ansichten verfälschtes Gespräch stattfinden kann. Dabei kann es gut vorkommen, dass ich irgendwann während des Gespräches von "mir" rede, ohne dabei eigentlich von mir zu reden, sondern einfach nur aus der Erfahrung des "ichs", ohne das Gesprächsthema auf mich lenken zu wollen.


    Dabei ist mir immer wieder schon aufgefallen, dass es dabei zu üblen Missverständnissen führen kann, da der Gesprächspartner das Gefühl bekommt, mir ginge es gar nicht um sein Anliegen, sondern würde das Gespräch auf mich lenken wollen; was aber absolut NICHT der Fall ist - sondern das komplette Gegenteil. Dennoch wird es vom Gesprächspartner gern exakt andersherum aufgefasst, was in meiner Vergangenheit leider zu unfairen Situationen geführt hat.


    Ich wäre egoistisch, würde nur über mich reden und sehe nicht, dass es auch andere außer mich gibt. Dabei ist meine Intension das absolute Gegenteil. Ich gehe hauptsächlich auf mein Gegenüber ein, versetze mich gedanklich in die Lage der Person und versuche in seinen Worten zu reden, indem ich unter anderem Beispiele aus meiner eigenen Erfahren ins Gespräch einbinde, was mich unter anderem dazu bringt manchmal in dritte Person über mich selbst zu reden (um ein Beispiel zu nennen)


    Im Gesamten bedeutete das: Ich fühle mich extrem Missverstanden. Ich versuche einfach da zu sein, zuzuhören, ein angenehmer Genosse zu sein. Stelle keine Forderungen oder sonst was. Bin unvoreingenommen und neutral, je nach Thema; und genau das Gegenteil wird von der anderen Seite aufgefasst, was überhaupt nicht in meinem Sinne liegt. Es entstehen Missverständnisse, welche eigentlich gar nicht existieren.


    Vielleicht versteht der eine oder andere von euch was ich meine oder hat selber damit zu Kämpfen (gehabt). Ich tu mich mittlerweile schon schwer damit überhaupt zu kommunizieren, einfach aus der Angst heraus, dass es vom Gesprächspartner fehlinterpretiert werden könnte, obwohl das Gespräch von meiner Seite aus absolut in seinem Sinne stattfindet.


    Was meint ihr dazu? Ich freue mich auf eure Antworten..


    Liebe Grüße,

    Wiesel1611

  • 8 Antworten
    Wiesel1611 schrieb:

    Dabei kann es gut vorkommen, dass ich irgendwann während des Gespräches von "mir" rede, ohne dabei eigentlich von mir zu reden, sondern einfach nur aus der Erfahrung des "ichs", ohne das Gesprächsthema auf mich lenken zu wollen.

    Dann formulier es bspw. mal als "man" oder eben gleich in der "du"-Form. Ich glaube, ich weiß was du meinst. Aber so wie du es einfach nur auf der Formulierungsebene ausdrückst, wirkt sowas wirklich leicht wie "Person hört 2 Sekunden zu und fängt dann an von sich selbst zu reden", obwohl du mit "ich ich ich" was anderes meinst.

    Wenn es das nur ist, frag ich mich aber, was du da für Gesprächspartner hast, die gleich so überreagieren. Denn das ließe sich viel simpler klären, ohne dass es EXTREME Missverständnisse gibt. Vielleicht zu viele Worte, in denen ihr euch da verheddert":/

    Nenn doch bitte paar konkrete Beispiele.


    Grundsätzlich kann ich mir zwar vorstellen, was du meinst, mit Beispielen, kann man aber differenzierter auf dein Problem eingehen.


    Meiner Meinung nach spricht nichts gegen eigene Erfahrungen im Rahmen eines (Problem-)Gesprächs. Wie immer macht aber auch hier die Dosis das Gift. Es gibt tatsächlich Menschen bei denen habe ich den Eindruck sie nutzen die Probleme/Themen von anderen als Projektionsfläche für sich selber. Wenn mir jemand ein Problem schildert, versuche ich darauf zu achten, dass mein Gegenüber die Hauptredezeit hat. Es ist auch immer gut Ratschläge in Fragen zu verpacken („Hast du schon XY probiert? Mir hat das in einer ähnlichen Situation geholfen“). Dann steht es dem anderen offen, ob er mehr über die eigenen Erfahrungen hören möchte, oder nicht. Manchmal möchte man sich ja auch nur auskotzen und empfindet es dann als anmaßend, wenn der Gesprächspartner Lösungsvorschläge à la „Hab ich auch schon erlebt, bei mir war damals so, dass blabla und ich hab dann blabla gemacht ... usw.“ unterbreitet.


    Vielleicht fehlt dir da einfach das Feingefühl? Redest du vielleicht auch grundsätzlich gerne und viel und nutzt auch kurze Gesprächspausen, um das Wort zu ergreifen?
    Bei mir ist es auch häufig so, dass ich mich gerade bei den Menschen, die ich gerne mag und die mir am Herzen liegen, kaum stoppen kann beim Reden, weil ich soviel loswerden will. Letztendlich möchte aber niemand einfach nur als passiver Gesprächspartner herhalten. Deshalb mache ich mir so häufig es geht bewusst, wie die Redezeit im aktuellen Gespräch verteilt ist und ob es für den Kontext passt oder ob ich meinem Gegenüber mehr Raum für seine Erzählungen geben sollte. Gerade bei Menschen, die nicht so „kommunikativ“ sind, hilft das, mehr von ihnen zu erfahren.

    mnef schrieb:

    Dann formulier es bspw. mal als "man" oder eben gleich in der "du"-Form. Ich glaube, ich weiß was du meinst. Aber so wie du es einfach nur auf der Formulierungsebene ausdrückst, wirkt sowas wirklich leicht wie "Person hört 2 Sekunden zu und fängt dann an von sich selbst zu reden", obwohl du mit "ich ich ich" was anderes meinst.

    Hmm, gar nicht so einfach. Würde ich "man" oder gleich die "du-"Form verwenden, hätte der Satz nicht mehr die eigentliche Kernaussage. Schwierig zu beschreiben. Ich müsste den Satzbau von Grund auf durchdenken oder umdenken, was den Kern der Aussage verfälschen könnte, sodass ich nicht mehr das zum Ausdruck bringe, was ich eigentlich zum Ausdruck bringen wollte. Es ist echt kompliziert - Grundsätzlich rede ich im Fluss, natürlich anekdotenweise "denkend" aber eher im Fluss und dennoch überlegt.


    Vielleicht sollte ich noch erwähnen das ich mehrsprachig aufgewachsen bin und keine definierte Muttersprache habe: eigentlich wäre diese deutsch, aber deutsch habe ich erst in der Kindergartenzeit so richtig angefangen zu sprechen. Tschechisch ist mir allgemein vertrauter, auch wenn ich sie nicht voll und ganz beherrsche. Aber Tschechisch habe ich zuerst gelernt, danach kam erst die deutsche Sprache mit Förderung in den weiterführenden Schulen. Einen Akzent hat man bei mir aber nie herausgehört. Weder im deutschen noch im tschechischen.

    mnef schrieb:


    Wenn es das nur ist, frag ich mich aber, was du da für Gesprächspartner hast, die gleich so überreagieren. Denn das ließe sich viel simpler klären, ohne dass es EXTREME Missverständnisse gibt. Vielleicht zu viele Worte, in denen ihr euch da verhedderts41.gif

    Es ist nicht so, dass es bei jedem diese Schwierigkeiten gibt. Aber bei denen wo es so ist, (zumindest ausgeprägt), ist es schon sehr auffällig, dass gerade diejenigen, (nach meiner Wahrnehmung), mir genau DAS vorwerfen, was sie selber tun; und zwar nur von sich zu reden - es mir aber vorwerfen, ich würde nur von mir reden, obwohl ich das zu keiner Sekunde bewusst getan habe... So kommt es dann widerrum mir vor.


    Platypus schrieb:

    Grundsätzlich kann ich mir zwar vorstellen, was du meinst, mit Beispielen, kann man aber differenzierter auf dein Problem eingehen.

    Das ist auch gar nicht so einfach ein konkretes Beispiel zu nennen. Es ist auch von Person zu Person unterschiedlich. Ich denke mich allgemein schon sehr in mein Gegenüber ein, sodass z.B die Aussage von mir kommen kann: "ich an deiner Stelle würde es so... oder so.. machen, weil - aus meiner Erfahrung habe ich... und das hat dazu geführt, dass..." ohne dabei belehrend sein zu wollen; weil was wer tut, muss jeder zum Schluss selber wissen. Überzeugen möchte ich von meiner Sichtweise auch niemanden - eher zum Nachdenken anregen, dass man selber auf ein Ergebnis kommt, anhand von Bespielen welche z.B mir widerfahren sind.


    Um ein Beispiel zu nenne. Das ist doch ein Beispiel, oder?


    Liebe Grüße,

    Wiesel1611

    Wiesel1611 schrieb:

    Es ist nicht so, dass es bei jedem diese Schwierigkeiten gibt. Aber bei denen wo es so ist, (zumindest ausgeprägt), ist es schon sehr auffällig, dass gerade diejenigen, (nach meiner Wahrnehmung), mir genau DAS vorwerfen, was sie selber tun; und zwar nur von sich zu reden - es mir aber vorwerfen, ich würde nur von mir reden, obwohl ich das zu keiner Sekunde bewusst getan habe... So kommt es dann widerrum mir vor.

    Vielleicht ist deine Kommunikation auch völlig ok und das Problem liegt bei jenen Personen. Schon mal daran gedacht?


    Wiesel1611 schrieb:

    Ich denke mich allgemein schon sehr in mein Gegenüber ein, sodass z.B die Aussage von mir kommen kann: "ich an deiner Stelle würde es so... oder so.. machen, weil - aus meiner Erfahrung habe ich... und das hat dazu geführt, dass..."

    Das liest sich für mich nicht so, als ob du nur von dir reden würdest, ohne auf den anderen einzugehen.


    Vielleicht könntest du dabei betonen, dass es nur eine Lösungsidee ist, die nicht passen muss.

    Wiesel1611 schrieb:

    Ich denke mich allgemein schon sehr in mein Gegenüber ein, sodass z.B die Aussage von mir kommen kann: "ich an deiner Stelle würde es so... oder so.. machen, weil - aus meiner Erfahrung habe ich... und das hat dazu geführt, dass..." ohne dabei belehrend sein zu wollen; weil was wer tut, muss jeder zum Schluss selber wissen. Überzeugen möchte ich von meiner Sichtweise auch niemanden - eher zum Nachdenken anregen, dass man selber auf ein Ergebnis kommt, anhand von Bespielen welche z.B mir widerfahren sind.

    Soll das ein Beispiel sein, von dir zu reden ohne über dich zu reden?


    Wenn ja, dann glaube ich, dass deine Selbstwahrnehmung extrem abweicht von deiner Fremdwahrnehmung. Wenn du von deinen Erfahrungen erzählst geht es immer dabei um dich, egal wie du das sonst meinst. Und ob es belehrend ankommt, entscheidet auch immer noch der Empfänger, nicht der Sender. Aus deiner Sicht soll es vielleicht helfen, aber es hilft nunmal nicht, wenn der Andere einfach nur sein Leid klagen will und eine Umarmung braucht.


    Das wichtigste bei guter Kommunikation ist Zuhören. Man muss nicht immer etwas sagen.

    Das sehe ich auch so.

    Wenn du dich auf deinen Gesprächspartner einstellen möchtest, dann solltest du mehr nach den Empfindungen der anderen Person fragen, Verständnis/Unverständnis ausdrücken und weniger von deinen Erfahrungen berichten. Dadurch hilfst du dem anderen, die eigenen Gedanken und Gefühle zu strukturieren und es entsteht eine gewisse Nähe zwischen euch. Vielleicht kannst du das mal ausprobieren und schauen, wie sich diese andere Gesprächsart für euch beide anfühlt?!

    Ich glaube auch das das der Punkt ist. Wenn jemand etwas erzählt und der gegenüber antwortet bei jedem Satz :ich habe das so gemacht, ich hab dies ich habe jenes.... Ich ich ich... Dann kann das mit der Zeit echt nerven. Ich hab selbst solche freunde die dazu neigen. Es gibt mit Sicherheit Gespräche da Erfahrungsaustsch sinnvoll aber eben nicht immer?

    Bei manchen Themen ist das sogar komplett fehlt am Platz. Es wirkt belerend und kann überheblich rüber kommen und vorallem stark ich fixiert.

    Wiesel1611 schrieb:

    Ich wäre egoistisch, würde nur über mich reden und sehe nicht, dass es auch andere außer mich gibt. Dabei ist meine Intension das absolute Gegenteil.

    Noch verstehe ich nicht, was deine Intention ist.


    Es wurde dir ja reflektiert, dass du zu viel von dir redest. In welcher Situation? Manchmal hört man zu, da redet der andere und manchmal erzählt man von sich. Wann redest du aus Sicht deiner Gesprächspartner zu viel über dich und was ist damit gemeint? Solltest du da eher zuhören oder solltest du über etwas anderes reden?



    Wiesel1611 schrieb:

    Dabei ist mir immer wieder schon aufgefallen, dass es dabei zu üblen Missverständnissen führen kann, da der Gesprächspartner das Gefühl bekommt, mir ginge es gar nicht um sein Anliegen, sondern würde das Gespräch auf mich lenken wollen; was aber absolut NICHT der Fall ist - sondern das komplette Gegenteil. Dennoch wird es vom Gesprächspartner gern exakt andersherum aufgefasst, was in meiner Vergangenheit leider zu unfairen Situationen geführt hat.

    Naja, wenn es um sein Anliegen geht, dann hört man ja zu. Wenn man nach seiner Meinung gefragt wird, dann sagt man das, wenn man nach einem Ratschlag gebeten wird, dann geht es wieder um das Gegenüber, weil man sich da ja in diese Person hineinfühlt und hineindenkt und versucht da Lösungsansätze zu finden. Besser ist es trotzdem das durch eine Frage zu tun, wie, könntest du dir vorstellen, dass...? etc.



    Wiesel1611 schrieb:

    Im Gesamten bedeutete das: Ich fühle mich extrem Missverstanden. Ich versuche einfach da zu sein, zuzuhören, ein angenehmer Genosse zu sein. Stelle keine Forderungen oder sonst was. Bin unvoreingenommen und neutral, je nach Thema; und genau das Gegenteil wird von der anderen Seite aufgefasst, was überhaupt nicht in meinem Sinne liegt. Es entstehen Missverständnisse, welche eigentlich gar nicht existieren.

    Hast du ein Beispiel, wie so ein Gespräch abläuft und dir reflektiert wird, dass du zu viel von dir redest?



    Wiesel1611 schrieb:

    Hmm, gar nicht so einfach. Würde ich "man" oder gleich die "du-"Form verwenden, hätte der Satz nicht mehr die eigentliche Kernaussage. Schwierig zu beschreiben. Ich müsste den Satzbau von Grund auf durchdenken oder umdenken, was den Kern der Aussage verfälschen könnte, sodass ich nicht mehr das zum Ausdruck bringe, was ich eigentlich zum Ausdruck bringen wollte. Es ist echt kompliziert - Grundsätzlich rede ich im Fluss, natürlich anekdotenweise "denkend" aber eher im Fluss und dennoch überlegt.

    wenn es um dein Gegenüber geht, dann wäre es wieder interessant, wie du das so formulierst. Was hat da ein "man" in so einem Gespräch zu suchen? Auch Du-Sätze gehören da nicht hin, aber wie gesagt, so wäre es interessant, wenn du mal so einen Dialog als Beispiel bringen würdest.

    Wiesel1611 schrieb:

    Vielleicht sollte ich noch erwähnen das ich mehrsprachig aufgewachsen bin und keine definierte Muttersprache habe: eigentlich wäre diese deutsch, aber deutsch habe ich erst in der Kindergartenzeit so richtig angefangen zu sprechen. Tschechisch ist mir allgemein vertrauter, auch wenn ich sie nicht voll und ganz beherrsche. Aber Tschechisch habe ich zuerst gelernt, danach kam erst die deutsche Sprache mit Förderung in den weiterführenden Schulen. Einen Akzent hat man bei mir aber nie herausgehört. Weder im deutschen noch im tschechischen.

    Und du erwähnst das, weil du glaubst, dass das wofür eine Rolle spielt?


    Wiesel1611 schrieb:

    Es ist nicht so, dass es bei jedem diese Schwierigkeiten gibt. Aber bei denen wo es so ist, (zumindest ausgeprägt), ist es schon sehr auffällig, dass gerade diejenigen, (nach meiner Wahrnehmung), mir genau DAS vorwerfen, was sie selber tun; und zwar nur von sich zu reden - es mir aber vorwerfen, ich würde nur von mir reden, obwohl ich das zu keiner Sekunde bewusst getan habe... So kommt es dann widerrum mir vor.

    Das kann ja auch sein. Um das festzustellen ist es ja auch gut hinzusehen, wie denn generel die Kommunikation mit anderen läuft und wenn das Ausnahmen sind, dann kann es auch sein, dass man da halt mit gewissen Menschen nicht zusammen kommt. Man kan nicht mit allen kompatibel sein. Genauso kann es aber einfach an der eigenen Kommunikation liegen.



    Wiesel1611 schrieb:

    Das ist auch gar nicht so einfach ein konkretes Beispiel zu nennen. Es ist auch von Person zu Person unterschiedlich. Ich denke mich allgemein schon sehr in mein Gegenüber ein, sodass z.B die Aussage von mir kommen kann: "ich an deiner Stelle würde es so... oder so.. machen, weil - aus meiner Erfahrung habe ich... und das hat dazu geführt, dass..." ohne dabei belehrend sein zu wollen; weil was wer tut, muss jeder zum Schluss selber wissen. Überzeugen möchte ich von meiner Sichtweise auch niemanden - eher zum Nachdenken anregen, dass man selber auf ein Ergebnis kommt, anhand von Bespielen welche z.B mir widerfahren sind.

    Wenn du danach gefragt wurdest, was du an ihrer/seiner Stelle tun würdest, dann macht der Satz Sinn. Wenn du nach einem Ratschlag gefragt wurdes, was diese Person tun soll, dann geht es ja darum, dass ihre/seine Einstellung berücksichtigt werden muss. Da spielt es keine Rolle, was du tun würdest. Dass du an der Stelle der Person das tun würdest ist ein Ratschlag, es sei denn, es geht um ein Thema und alle sagen, wie sie in so einer Situation reagieren würden. Wenn jemand dir erzählt, dass er ein Problem hat und du so antwortest, ist es ein Ratschlag und es geht da tatsächlich um dich und nicht um die Person. Wenn es um eine Person geht, dann redet sie und man selbst fragt höchstens nach, damit sie weiterredet. Da geht es darum, die andere Person zu unterstützten, eine Lösung für sich zu finden und darum, was man selbst tun würde.

    Wiesel1611 schrieb:

    Um ein Beispiel zu nenne. Das ist doch ein Beispiel, oder?

    Es ist kein vollständiges Beispiel. Ein ganzer Dialog wäre da aussagekräftiger.