Ich finde es klingt nach aufgegeben haben undzwar wenn man die entscheidenden Dinge zusammen liest.

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    Aber dann war ich plötzlich beflügelt durch diese so schön beginnende Geschichte, von der Nähe, der Sehnsucht, die da total aushaltbar und irgendwie auch schön war, weil ich noch nicht wusste, dass sie nicht erfüllt werden wird. Hm, da kann ich rückblickend sagen, dass Essen viel weniger Thema wurde. Der Heißhunger wurde weniger, nein, er ist verschwunden

    Das zeigt doch deutlich wonach dein Körper eigentlich hungert und was du ihm verweigerst aus (verständlicher!) Angst vor Schmerz. Gefühle, Zuneigung, Nähe, Liebe auch körperliche.

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    dass mein Körper gerade eigentlich so erbittert kämpft, um jedes Gramm. Aber ich habe einfach keinen Hunger mehr und selbst, wenn ich essen will, kann ich es nicht, weil ich einfach nichts herunter bekomme.

    Bisher war der spürbare Kampf um Essen oder nicht immer der darum ob du Leben willst oder nicht, der Hunger die letzte Form von Kommunikation des Überlebenswillens der mehr wollte als nur funktionieren. Der ist weg. Der Konflikt ist beendet, weil eine Stimme verstummt ist und nun agiert sich die andere voll aus.


    Die meisten Leute fühlen sich stark und gelöst und aufgeräumt wenn sie aufgegeben haben. Man bringt sich nicht unglücklich um sondern im Reinen mit sich selbst.

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    Das ist eben die eine Seite und dann steht dem Ganzen halt das gegenüber, was ich oben geschrieben habe. Das sind wieder zwei so unterschiedliche Welten, aber es ist halt SO händelbar für mich?

    Nein. Ich habe mich zwar gefreut, dass du doch noch einen Weg gefunden hast, dich mit der BA zu arrangieren. Aber aus dem Rest lese ich auch nur heraus, dass du dir nun endgültig neben dem Essen jegliche Nähe versagst. Auch wenn du das nicht hören möchtest, aber ich komme zu einem ähnlichen Schluss wie danae.


    Mir ist hiermit nur noch bewusst geworden, dass in dir jede Menge Widerstand/Opposition und auch expressiver Stil drinsteckt. Expressiver Stil bedeutet, dass du möglichst ausdrucksvoll und ausladend über etwas berichten möchtest. Von Schauspielern und anderen Künstlern kennt man das.

    Ich habe eher das Gefühl, eine Außenstehende zu sein? Für mich war das immer so existenziell und ich habe mich ja so sehr bemüht, die Kontrolle zu erlangen. Vielleicht habe ich jetzt akzeptiert, dass ich die Kontrolle nicht haben kann? Ich fühle mich einfach auf der einen Seite so viel friedlicher. Es ist aber auch sehr ungewohnt, dass ich nicht so mit dem Hunger kämpfen muss... es passiert halt einfach. Früher fiel es mir auch schwer, bei Stress zu essen oder wenn es mir schlecht ging. Ins Gegenteil umgeschlagen hat es ja erst in der Klinik, als ich plötzlich bei Stress angefangen habe, regelrecht zu fressen.


    Ich glaube, ich verstehe, was ihr meint. So gesehen, dass mein Hunger allerdings mein letzter Ausdruck ist, doch noch irgendwo lebenshungrig zu sein, habe ich das allerdings bisher nicht.


    Wie gesagt, ich verstehe, was ihr meint, aber ich fühle mich gerade trotzdem viel lebenshungriger und lebendiger als zuvor. Also ja, irgendwie innerlich tot, aber irgendwie auch nicht. Ach, keine Ahnung. Ja, gelöst, leicht und aufgeräumt, das passt, aber da ist jetzt überhaupt gar kein Impuls, dass ich aktiv sterben wollen würde. Ich weiß, dass ich sterben könnte, wenn ich solchen Raubbau mit mir betreibe, aber diese Sehnsucht danach ist nicht mehr so da. Naja, das ist wohl doch noch eine gewisse Art von Konflikt, diese Gratwanderung und meine Bereitschaft, das Risiko gerade anscheinend einzugehen.

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    Expressiver Stil bedeutet, dass du möglichst ausdrucksvoll und ausladend über etwas berichten möchtest.

    Aus dem Grund habe ich überlegt, ob ich das alles schreibe oder nicht, weil ich geahnt habe, dass das wieder in die Richtung laufen könnte, dass ich zu ausschweifend bin. Ich wollte halt offen und ehrlich sein und gerade dieser Kampf mit der Nähe und dem, was ich jetzt empfinde... mir ist es nämlich überhaupt nicht leicht gefallen, so offen zuzugeben, dass ich neben diesem "Fass mich nicht an" eben eigentlich doch noch schreien will. Gesehen werden will. Ich weiß, dass ich da - auch ihm gegenüber - ziemlich unfair bin. Ja, das ist sehr schwer für mich zuzugeben und deshalb, naja, finde ich sowohl den Bla Bli Blupp-Kommentar als auch den, dass ich wieder möglichst ausschweifend sein will, ziemlich verletzend.

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    Also ja, irgendwie innerlich tot, aber irgendwie auch nicht. Ach, keine Ahnung. Ja, gelöst, leicht und aufgeräumt, das passt, aber da ist jetzt überhaupt gar kein Impuls, dass ich aktiv sterben wollen würde. Ich weiß, dass ich sterben könnte, wenn ich solchen Raubbau mit mir betreibe, aber diese Sehnsucht danach ist nicht mehr so da.

    Das muss ja auch gar nicht sein. Denk an Schätzchen, die war auch ganz beschwingt, am Ende, und ganz otimistisch und so. Und hat sich einfach fröhlich zu Tode gehungert. Das die Sehnsucht nicht mehr da ist, bedeutet ja nur, dass dir immer mehr egal wird. Das ist kein gutes Zeichen.


    Ich verstehe, dass du verletzt bist und das diese ganzen Gedanken die du da niedergeschrieben hast dich gerade sehr umtreiben, aber, auch wenn es dir anders vorkommt, da ist im Grunde gar nicht viel neues bei. Und guck mal auf die Textformatierung, also die Abwesenheit dieser. Das spiegelt deinen Zustand meist ganz gut wieder. Und das ist eine Wall of Text ohne innere Struktur, bei der dir wirklichen Veränderungen in ganz kurzen Absätzen Platz finden, während das gedankliche Hin und her, die Ablenkung vom wesentlichen, ganz ganz viel Raum bekommt.

    Keine Ahnung, vielleicht ist das auch einfach nur ein Zeichen dafür, dass jetzt gerade ein Punkt erreicht ist, an dem nichts mehr geht und an dem es nichts mehr zu sagen gibt. Mal wieder, aber vielleicht halt wirklich.

    Gott, das klingt so klagend ;-D .


    Nein, ich denke, ich bin derzeit einfach nicht bereit, etwas an meinem Verhalten zu ändern. Ich bin bereit, Kompromisse einzugehen und auch, wenn das nicht so klingen mag, ein bisschen Vernunft ist vorhanden. Das will ich gar nicht mal unbedingt weiter ausführen. Und ja, durch die Gewichtsabnahme wandelt sich gerade mein Körpergefühl auch wieder massiv, ich fühle mich fast schon wohl. Wann habe ich mich das letzte Mal auch nur ansatzweise wohl gefühlt in meinem Körper? Ja, eben.


    Vielleicht brauche ich genau das gerade... ein bisschen Frieden.

    Könntest du anfangen die Threads zu lesen statt Jahre später auf den Eingangsbeitrag zu reagieren.


    Ich sag da nichts mehr zu, De.liee. Denn ich sehe es in der Tat so, dass da gerade nichts mehr zu sagen oder zu machen ist.

    Durch das epische Ausbreiten kriegst du bei mir halt keine Aufmerksamkeit mehr. Das hat sich abgenutzt.


    Ich hatte heute Nachmittag schon das Gefühl, das mir als einziges zu sagen übrig bleibt: "Finde deinen Frieden." Was auch immer das bedeuten mag.

    Und das ist das, was ich als verletzend wahrnehme, weil das so klingt, als würde ich episch ausbreiten, um irgendeine Show abzuziehen und damit Aufmerksamkeit zu bekommen. Und das ist halt einfach nicht so. Ich meine, klar, ich erhoffe mir Rückmeldung und z.B. gerade dieser Konflikt mit mir, anderen Menschen (und ihm), Nähe und Zurückweisungen, der ist für mich halt neu. Und schwer. Natürlich belastet er mich und beschäftigt mich, sonst hätte ich das alles nämlich nicht geschrieben.


    Jetzt gerade fühle ich mich aber richtig schlecht damit, dass ichs getan habe, weil ja.. ich das Gefühl habe, dass mir hier an den Kopf geknallt wird, dass ich nur wieder meine Bühne brauche UND weil ich mich damit in Bezug auf ein für mich ganz heftiges Thema unheimlich verletzlich gemacht habe und in mir jetzt genau das passiert, was genau nicht passieren sollte.

    Dann liest du einfach nicht richtig was wir dir hier schreiben: Wir schreiben dir: Was du da machst und schreibst ist alles schon bekannt. Es ist eben nicht neu sondern das selbe wie in anderen Konstellationen immer wieder.

    Und um ihn ging es in der Hälfte des Textwalles auch gar nicht, den größten teil macht eine Schilderung von früher aus.


    Es tut mir leid wenn du dich damit nun schlecht fühlst, du weißt, ich wäre jederzeit zum Trösten dagewesen. Aber was du jetzt machst, da bin ich raus. Das ist destruktiv und kontraproduktiv. Du stellst ja auch in deinem Textwall keine konktrete Frage, sagst nicht was du von uns willst. Ich komme mir vor als solle was bei mir abgeladen werden was gar nicht meins ist. Und, so sehr ich dich auch lieb habe, dass ist deins. Das nehm ich nicht.

    Ich wollte dich auch nicht verletzen mit dem Worten. Ich kann nicht immer ahnen, auf was du angetriggert wirst, aber das ist dann zum Teil auch eine Sache, die du bearbeiten musst.


    Du hattest immer wieder davon gesprochen, dass du die Leute zurückstößt, wenn sie dir zu nahe kommen. Und ich denke, dass du das gerade mit uns gemacht hast. Für mich ist die Sache durch, weil du geschrieben hast, dass du dein Verhalten nicht ändern möchtest. Dann bist du wieder auf der alten Schiene und ich brauche mich hier nicht zu bemühen. Ich finde das einfach nur schade.

    Ich will nicht abladen. Irgendwie kommt das, was ich mitteilen will anscheinend ziemlich falsch an.


    Gut, ich habe im Text nicht konkret Fragen gestellt und hätte das vielleicht tun sollen.


    Ja, es wird immer deutlicher, dass mein Hunger viel mit Nähe zu tun hat. Aber ich kann Nähe ja auch nicht erzwingen, Nähe kann man nicht erzwingen. Und nur, weil ich danach hungrig bin, heißt das ja nicht unbedingt, dass ich das aushalte. Ich bemühe mich, mich nicht komplett zurückzuziehen und unter Menschen zu gehen, aber das ist nicht die Nähe, die er mir gezeigt hat und nach der ich jetzt anscheinend so Sehnsucht habe. Damit kann ich nicht umgehen, ich weiß einfach nicht, wie... ich saß hier nicht an meinem Schreibtisch und habe mir gesagt: "So, ich höre auf zu essen!" Das ist passierte und hat mich mit sich gerissen, aber ich habe es gemerkt, bemühe mich, das zumindest nicht ausarten zu lassen, bin ärztlich im Kontakt und habe da auch alle Karten auf den Tisch gelegt. Das ist jetzt nicht soo konstruktiv, aber auch nicht gänzlich destruktiv, weshalb ich jetzt nicht so ganz verstehe. Ändert aber alles auch nichts an meiner Sehnsucht nach ihm... nichts ändert etwas daran. Diese Dinge, die ich mit meinem Körper ausdrücken will, hm. Aber was soll ich da fragen? Wie kann ich ihn vergessen? Wie kann ich das alles rückgängig machen? Wie soll ich das ertragen? Ja und vor allem, wenn ich parallel eine riesige BA schreiben muss... da bleibt mir fast nur, die Gefühle zu verdrängen, weil die mir sonst alle Kraft rauben. Eine Dauerlösung ist das nicht, weiß ich.

    Achso, mit Verhalten nicht ändern meine ich ganz konkret mein Essverhalten. Mir ist bewusst, dass es zu wenig ist, aber das ist ärztlich abgesegnet, mein Gewicht ist nicht kritisch und gerade während der BA jetzt lasse ich das so laufen, weil ich mich nicht um alles kümmern kann.


    Ich sitze nicht hier und

    , obwohl manchmal alles schreit. Nein, Ablenkung, Medikamente, kämpfen. Ich schmeiß auch nicht die BA hin, sondern versuche meinen Alltag zu bestreiten, so normal wie möglich. Ich fahre hier keine gänzlich destruktive Schiene. Es geht nur darum, dass ich beim Essen gerade nicht so kämpfen kann, weil das sonst alles einfach zu viel ist.