Ich weiß das meine Ma noch ein Buch hat in dem ein Alien auf der Welt landet und sich hier umschaut, irgendwann eingeliefert wird und da enormes Mitleid mit den Patienten in den Kitteln entwickelt. Da geht es um die Entdeckung von Gefühlen, dass wollte ich auch schon lange mal lesen. Wie gut das ich heute zur Bib fahre. :=o :=o

    Zitat

    "Ich hab dir nie einen Rosengarten versprochen" von Hannah Green

    Auch noch ein gutes Buch zu der Thematik (inklusive der Glauben an sich selbst) ist "Ich tanze, so schnell ich kann".

    @ De.liée

    Wie bist du eigentlich auf deinen neuen Nickname gekommen?


    Ich wollte dir eigentlich auch ein paar mehr Worte dalassen, weil es mich irgendwie berührt (und das passiert mir bei mir fremden Menschen im Internet sehr selten), was und wie du geschrieben, und welchen Weg du bei all den Schwierigkeiten, die es gab, hinter dir hast.


    Leider geht es mir aktuell mal wieder zu schlecht, als dass ich das, was ich empfinde und dir gerne mitteilen wollen würde, adäquat ausdrücken könnte.


    Daher nur ein: "Weiter so!" und: "Glaube an dich und deine Stärken, und umarme deine Schwächen um an ihnen weiter zu arbeiten und zu wachsen."


    Ich hatte mal ein Gedicht/Text für einen Freund geschrieben, der in jungen Jahren einen schlimmen, unverschuldeten Unfall hatte, der eine hohe Querschnittlähmung verursachte.


    Da er auch noch ein Typ war, der ohnehin viel dachte (manchmal zu viel) und (manchmal zermarternde) Selbstzweifel kannte, waren die ersten Jahre mit der Behinderung nicht nur eine physische, sondern auch (wenn nicht noch mehr) eine psychische Herausforderung, an der er nach eigenem Bekunden manchmal zu scheitern drohte. Aber er schaffte es, und ich durfte ihn einen Teil seines Weges begleiten.


    Heute lebt er glücklich in einer Beziehung, was er sich damals nie hätte vorstellen können.


    Irgendwie dachte ich mir, dass der Text auch auf dich heute passen könnte (außer dass es sich auf "ihn" bezieht im Original). Daher erlaube ich es mir einmal hier hineinzustellen:


    The Warrior Within


    The guy she met


    In no man’s land


    - was it hazard or destiny? -


    Strong by heart,


    Clear by mind,


    Yet plagued by doubts


    He fights.


    Exposed to winds of sandstorms


    His lined body


    Is telling about life:


    About mortality of time,


    About eternity of visions


    He seeks to make come true.


    That is a warrior within.


    Within storms of time


    Trailing the track of devastations


    Of pain and of despair.


    His legs and arms,


    His body fail -


    But still his determination makes him go


    searching the saving haven.


    And yet, he keeps a grain of sand


    Just waiting for being watered,


    So she as to bloom,


    And He to be farmer


    Who harvests the progeny of his work.


    Finally, for him


    The fight within is over.


    You won’t see


    You won’t guess,


    Yet, still,


    he is a warrior within -


    His life has just begun.

    So, nun vom Rechner aus, mit Handy mag ich immer nicht so schreiben.


    Ich finde, dass Unsicherheit sein darf. Sie ist sogar manchmal wichtig. Nur so kann man an sich arbeiten. Aber das ist nur meine persönliche Meinung.


    Sobald die Unsicherheit zur Angst wird, zur Panik, dazu führt, dass man wie gelähmt ist, wird sie hinderlich.


    Ich schließe mich den anderen an. Du hast Sprünge gemacht, nach vorne und sehr positiv. Deine Unsicherheit auch wegen Deines Studiums lähmt Dich zwar, aber Du weißt, wie Du Dir Hilfe holst. Und ich denke, dass Du ganz schön nach vorne gegangen bist.


    Mit Eßstörungen kenn ich mich so gar nicht aus. Vielleicht hab ich sie aber auch, nur umgekehrt. Ich nehme immer mehr zu.


    GLG an Dich.

    Danae

    Zitat

    Ich staune immer wieder über den Weg den du im letzten Jahr gegangen bist, dass ist so super und das kann man an den letzten Texten auch so gut lesen. :-D

    Ja, das ist halt so phasenweise. Ich sehe ja auch ganz oft die Veränderungen, nur manchmal eben nicht... heute z.B. nicht, heute ist ein dunkler Tag.


    wintersonne

    Zitat

    ist das nur ein vorübergehender Zustaand oder ist das fü länger geplant?

    Irgendwie beides? Solange ich nicht weiß, wie es mit mir weitergeht, wohne ich hier. Und ich weiß dazu ja momentan so gar nichts, also ist es wohl schon für länger. Ich kann mir die Miete hier in der Umgebung nicht leisten, vor allem macht das keinen Sinn, falls ich wieder in die Klinik gehe. Gekündigt hatte ich mein Zimmer, als ich noch in der Klinik war und als für mich fest stand, dass ich wiederkommen würde. Die ersten Zweifel kamen dann, als ich Zuhause war. Jetzt ist es wohl okay, mal sehen, wie sich das alles einpendelt, wenn wir uns hier so langsam einem Normalzustand annähern. Noch herrscht hier ja Baustelle und da findet kein geregelter Alltag statt, deshalb kann ichs noch sehr schwer einschätzen. Bloß musste ich eben nicht mehr in meiner Studienstadt sein, weil ja nur noch die Bachelorarbeit aussteht und falls ich dann wieder in die Klinik gehen sollte, muss ich wenigstens nicht mehr unnötig Miete zahlen.


    Nach der Bachelorarbeit kommt dann eben die Frage wieder auf, wie es dann wohl weitergeht. Ausland, Klinik, Master, Arbeit? %:|


    katiafox

    Zitat

    Ich finde, du liest dich wahnsinnig aufgeräumt und gereift, da kommt auf einmal Persönlichkeit rüber, die etwas entgegnet und/oder nachfragt.

    Danke schön! Vielleicht ist das ja ein gutes Zeichen, dass ich doch auf dem richtigen Weg bin, mich zu finden.


    luomaren

    Zitat

    Habe ich das richtig gelesen?

    Naja, an manchen Tagen bin ich nicht ganz so doof und beschränkt wie an so manch anderen, da passiert sowas mal ;-) . Kommt immer drauf an, wer die Macht in meinem Kopf hat: Ratio oder Emotio.


    Ankelina

    Zitat

    Es vermittelt dir ein Gefühl von Stärke und Sicherheit die Sicherheit vieles aushalten zu können und immer weniger erneut in ein Suchtverhalten abzurutschen .

    Ja, das stimmt. Leider bin ich da so oft so ambivalent... auf der einen Seite ist es gut, wenn ich es ausgehalten und nicht dem Druck nachgegeben habe, sondern stattdessen gemalt, Klavier gespielt oder sonst was getan habe. Auf der anderen Seite schreit dann immer diese Stimme in meinem Kopf los, dass ich zu schwach wäre, das durchzuziehen, mich nicht so anstellen soll und dass ich es verdient habe, mal wieder zu leiden. Dann will ich so gerne destruktiv sein, um die Stimme zu besänftigen, aber gleichzeitig will ich es auch nicht, weil ich ja stark sein will. So zumindest beim Selbstverletzen.


    Hungern und Drogen sind da nochmal etwas anders.

    Zitat

    Ich denke kämpfen werden wir unser Leben lang aber wir werden trotzdem stärker da die Phasen des kämpfens weniger werden und wir mit kritischen Situationen immer besser umgehen können .

    Das glaube ich auch. Mal sehe ich dem Ganzen entlassener entgegen und glaube, dass ich das irgendwie schaffen kann, aber an so Tagen wie heute sind da nur Zweifel und Angst, immer so leben zu müssen. Weil so will ich nicht leben. Ich bin an sich nicht suizidal, aber an den dunklen Tagen manchmal halt irgendwie doch.

    Zitat

    Ich habe viele Jahre gebraucht dafür und habe durch falsche Therapeuten die mich zwar therapiert haben aber mich letztendlich kein Stück vorangebracht haben einige Zeit verloren doch auch diese war nicht unnütz.

    Ja, ganz oft glaube ich, dass ich schon so viel Zeit verloren habe. Auch an unfähige Kliniken. Ist ja jetzt meine dritte, insgesamt sind es aber schon 5 Aufenthalte, so viel Zeit, insgesamt fast 3 Jahre, ausschließlich stationär!


    Manchmal entmutigt mich das. Manchmal jammere ich ziemlich viel, heute z.B.. Wenn ich so mitbekomme, wo meine ehemaligen Klassenkameraden, Kommilitonen oder einfach Bekannte überall auf der Welt waren, dann werde ich so so traurig. Ich hatte so viele Pläne, aber konnte nichts davon umsetzen und jetzt fühlt es sich an, als wäre es zu spät. Ich kann jetzt nicht meine Koffer packen und ein paar Jahre auf Reise gehen, kann ich nicht. Klar, mir verbietet das niemand, aber es fühlt sich falsch an und das macht mich traurig.

    Zitat

    Als ich mal wieder ( ich war drei Mal in einer Klinik ) in einer Klinik war haben wir in einer Gruppensitzung mal die Theorie aufgestellt dass wir eigentlich die " Gesunden " sind und die Leute draußen die eigentlich " Kranken "

    Ja, das hatten wir auch in einer Sitzung ;-D . Das meinte ich auch damit:

    Zitat

    Ich weiß nicht, aber für mich ist es Stärke, wenn man sich seines Päckchens bewusst ist. Nicht, dass man es kontrolliert, sondern dass man es wahrnimmt und annimmt. Es zulässt? Eigentlich sind die die Starken, die sich darüber im Klaren sind und an sich arbeiten (und manchmal ist aushalten auch arbeiten)... überspitzt ausgedrückt könnte man auch sagen, dass die anderen nur zu feige sind, sich ihrem Gepäck zu stellen, indem sie verdrängen? Reflexionsfähigkeit...

    ;-)


    Shojo


    Ich kenns auch nicht, aber sollte auf meine Liste!


    Danae

    Zitat

    ein Buch hat in dem ein Alien auf der Welt landet und sich hier umschaut, irgendwann eingeliefert wird und da enormes Mitleid mit den Patienten in den Kitteln entwickelt

    Klingt auch äußerst interessant, aber du, ich will nie wieder was zu meinem Literaturgeschmack hören! Vonwegen ich soll aufhören Psychoscheiß zu lesen, Deins da klingt mindestens(!) genau so nach Psycho wie all meine Serienkiller und Psychopathen :-p .


    Pelztier

    Zitat

    Wie bist du eigentlich auf deinen neuen Nickname gekommen?

    äpfelchen ging mir auf die Nerven. Der Name hatte nie wirklich Bezug zu mir, sondern ist einfach nur durch Zufall entstanden. Ich wollte dann gerne einen Namen, mit dem ich mehr verbinden kann.


    Dé.liée kommt aus dem Französischen: déliée ist die weibliche Form des Adjektivs délié und bedeutet unter anderem losgelöst. Ich will doch so gerne frei sein, auf so vielen Ebenen. Einerseits ist es ein Wink an mein unsicher-ambivalentes Beziehungsverhalten (also dieses Klammern an Menschen), weil ich endlich unabhängig von anderen Menschen leben können will, andererseits will ich mich von der Krankheit, den Schuldgefühlen und dem Selbsthass lösen.


    Der Punkt dazwischen bezeichnet eigentlich die Ambivalenz. Bin ich losgelöst oder gebunden, gefesselt?

    Zitat

    Leider geht es mir aktuell mal wieder zu schlecht, als dass ich das, was ich empfinde und dir gerne mitteilen wollen würde, adäquat ausdrücken könnte.

    Ich wünsche Dir wirklich sehr, dass es Dir bald wieder besser geht! Wenn du möchtest, kannst du aber auch schreiben, warum es Dir so schlecht geht. :)*


    Dein Text gefällt mir! Ich glaube, dass sich ganz viele Menschen darin finden können!


    Peddi

    Zitat

    So, nun vom Rechner aus, mit Handy mag ich immer nicht so schreiben.

    Kenn ich ;-D . Ich bin manchmal mit dem Handy on und lese, aber schreibe tue ich da so ungern. Kurze Texte, ja, aber sonst nicht. Ich bin aber sowieso kein Handytipper, mich nervt das auch bei Whatsapp und bla.

    Zitat

    Sobald die Unsicherheit zur Angst wird, zur Panik, dazu führt, dass man wie gelähmt ist, wird sie hinderlich.

    Angst ist ja auch ein Schutzmechanismus, damit wir überleben können... aber Angst kann so schrecklich lähmend sein und kann so viel Raum einnehmen, dass man gar nicht mehr lebt.

    Mich entmutigt die Bachelorarbeit gerade aber so sehr, mir macht jeder einzelne Schritt so Angst, weil ich am Liebsten die Zeit anhalten will, halt in einem Moment, in dem alles mal okay ist. Nicht zu euphorisch, aber auch nicht zu düster.


    Heute ist ein düsterer Tag und ich kann gerade nichts dagegen tun. Das macht mich fertig, weil diese Schwere einfach nicht verschwindet, egal, was ich tue oder heute getan habe. Viele Tage sind so, aber ich war so verwöhnt die letzte Zeit, dass sie weniger und erträglicher waren.


    Gerade kann ich mir aber gar nicht vorstellen, dass ich das alles auch nur irgendwie schaffen kann.


    Weder die BA noch alles andere.

    Zitat

    Ich wünsche Dir wirklich sehr, dass es Dir bald wieder besser geht! Wenn du möchtest, kannst du aber auch schreiben, warum es Dir so schlecht geht

    Nur kurz: da ist allem Anschein nach leider keine Aussicht auf Besserung meiner gesundheitlichen Probleme und die damit verbundenen Einschränkungen. Im Gegenteil: da sie im Rahmen der Systemerkrankung progressiv sind, und ich einfach keine Arzt hier in D. finden kann, der noch etwas versuchen würde, bin ich langsam wirklich am Ende.


    Es ist auch hier (wie so oft), wie du sagst: Ich will leben, aber nicht so. Oder andersherum: Ich will nicht sterben, aber auch so nicht auf Dauer leben müssen.

    Es gibt so Tage an denen man einfach nicht hoch kommt. Leider, aber ist so. Wie siehts mit der BA aus? Recherche schon angefangen?


    Das Buch ist nicht meines sondern das meine Ma und sie will seit Jahren das ich es lese, aber bisher hab ich es vermieden das zu lesen weil ich um sowas eigentlich einen Bogen mache. ;-) Aber vielleicht sollte ich es mal versuchen.

    Pelztier


    Oh Pelztier, das tut mir so leid und ich wünsche Dir ganz ganz viel Kraft! :)*


    Hast du schon einmal überlegt, ins Ausland zu gehen? Wenn hier in Deutschland nichts mehr geht...

    Zitat

    Es ist auch hier (wie so oft), wie du sagst: Ich will leben, aber nicht so. Oder andersherum: Ich will nicht sterben, aber auch so nicht auf Dauer leben müssen.

    Ich verstehe, was du meinst...


    Danae


    Seit gestern Abend ist es einfach ganz ganz schwer. Hier Zuhause ist mein Essverhalten wieder komplett durcheinander geraten, es braucht immer so lange bis ich mich an Neues gewöhne und das passiert dann alles übers Essen. Ich bin heute stundenlang durch die Supermärkte hier in der Gegend spaziert und habe mir Essen angeschaut. Natürlich auch gekauft, aber zum Glück nicht allzu viel. Das ist eine schlechte Angewohnheit seit letztem Jahr. Ich kaufe wie paralysiert Essen und esse es dann aber eh nicht. Wenigstens ist es diesmal fast nur Zeug, was langelange haltbar ist. Trotzdem, seit gestern Abend hat der Teil "Essstörung" wieder die Kontrolle übernommen, nachdem ich die letzte Zeit halt wieder so extrem zugenommen habe. Dann klickt es in meinem Kopf und tada. Wenn das Gewicht erträglich ist, dann ist das weniger.


    Danach habe ich die Baustelle geputzt. So gut man eine Baustelle eben putzen kann? Ich brauche dringend einen Ersatz fürs Putzen.


    Eigentlich wollte ich laufen gehen, aber ich konnte mich in meinem Selbstmitleid nicht aufraffen. Jetzt ist es zu spät, heute ist ein Angsttag, auch hier alleine auf der Baustelle ist es gerade richtig gruselig und ich sitz in meinem Zimmer und höre ständig Geräusche. Natürlich kommt hier niemand rein %-| , aber es ist einfach gruselig.


    Für die BA habe ich nichts getan, so gar nichts. Ich wollte heute eigentlich in die Bib fahren, damit ich diese Literaturliste erstellen kann, aber ich wollte nicht in diese riesige Stadt fahren und umherirren. Ich finde so eine Liste richtig blöd. Ich habe Bücher, die interessant sein könnten, in der Bib gefunden, aber ich muss halt erst reinschauen, bevor ich weiß, ob sie was taugen und dazu muss ich eben dahin...

    Was mit den Artikeln online? Fang damit an. Hopps hopps sonst gehts du mit nem kackgefühl ins bett nd rettest den mist ind en nächsten Tag. Und ausserdem hörst du nur mehr Geister wenn du da so rumsitzt. ;-)

    Heute nicht mehr. Ich hab die Zeit verdaddelt, meiner Familie eine Küche am PC geplant (sie wissen aber noch nichts von ihrem Glück), überlegt, was ich malen könnte. Ich würde ja voll gern, aber mir fällt nichts ein und nein, ich nehme nicht einen Stift und setze mich vors Blatt und schaue, was passiert ;-) . Das lief in der Klinik schon nicht, ich brauch ein konkretes Bild und abstrakt malen kann ich noch weniger.


    Ich hab ein bisschen Klavier gespielt und mir ein neues Stück rausgesucht, an das ich mich jetzt dransetze.


    Heute sehne ich mich so richtig nach der Klinik. So richtig richtig. Aber ich habe noch Kontakt mit Mitpatienten und die berichten mir über Veränderungen da. So gravierende Veränderungen, dass tatsächlich in Frage steht, ob ich nochmal dahin gehen möchte %:| . Mann, jeeeedes Mal.


    Vielleicht suche ich mir eine Klinik an einem Standort, an dem die Wahrscheinlichkeit höher ist, dass mich jemand besuchen kommt. Dann gehe ich nicht vor Einsamkeit ein ;-) .


    Die Bilder sind wieder präsenter. Noch schleichen sie sich am Rande meines Bewusstseins herum, aber sie sind da. Und die Ängste gleich mit. Der Ekel, diese Unruhe. Achje.

    Du Liebe ,


    ja dieses Gefühl der inneren Unruhe kenne ich auch nur zu gut und verfalle da manchmal in hektische Betriebsamkeit und fange tausend Sachen an um sie dann genervt wieder sein zu lassen weil ich mich nicht darauf konzentrieren kann


    Und manchmal zwinge ich mich dazu diese Unruhe auszuhalten und sitze ganz lange in einer Ecke und starre vor mich hin und grüble


    Ich hasse diese Phasen und sie sind bei mir zum Glück höchst selten geworden denn ich bin dann so tatenlos und dies möchte ich nicht sein lieber bin ich die Aktive und zeige mir damit dass ich diese Gefühle bestimmen kann und mich nicht von ihnen bestimmen lasse.


    Dieses " gelähmt sein vor Trauer " dass mich an schlimmen Tagen überkommt ist ganz schwer auszuhalten aber ich schaffe es und die Erleichterung darüber bringt mich wieder weiter .


    Gottseidank kommen solche Tage nur noch sehr wenig in meinem Leben vor.


    Dass du dich ablenkst finde ich gut und als ich dass erste Mal lieber laufen gegangen bin als mich mit Essen vollzustopfen war ein so tolles Gefühl aber es klappt halt nicht immer .


    Wir können nicht immer nur vernünftig sein .


    Und wir können auch nicht immer nur stark sein


    Aber glaube mir diese Phasen werden weniger je stärker du wirst .


    Und dass du es schaffst das glaube ich ganz fest .


    Ich empfinde dich hier als einen Menschen der schon soviel geschafft hat und der den starken Willen besitzt gesund zu werden und ein besseres und leichteres ( aber jetzt nicht auf das Essen beziehen 😊 ) Leben zu führen


    Sei einfach etwas weniger streng und hart zu dir und verlange von dir nicht immer perfekt zu funktionieren denn das musst du nicht


    Gestehe dir deine Gefühle zu denn indem Moment wo du sie fühlst haben sie ihre Berechtigung auch negative .


    Ich wünsche dir heute ganz viele schöne und kleine Glücksmomente :)*

    Ach, wie es in der Klinik aussieht würde ich erst erfragen wenn es konkret Zeit wäre. Wer weiß was bis dahin noch kommt. Klinik hier oben wäre praktisch für mich, aber gerade hast du in der anderen formuliert was du da bräuchtest, wäre irgendwie auch ziemlich doof dann da abzubrechen. Mach erstmal BA Arbeit, dann weiter gucken.


    Und ansonsten wünsche ich dir einen besseren Tag als den gestrigen. Wie läuft das Stück?

    Ankelina


    Ja, diese Unruhe ist einfach eklig. Ich habe dann angefangen, die Küche auszumessen und eine mögliche Inneneinrichtung zu planen, nachdem die Baustelle sauber war.


    Ich kann diese unerwartete (wenn auch unangenehme) Energie leider nie dazu nutzen, irgendwas zu tun, was mir gut tun könnte. Laufen gehen geht dann meistens gar nicht, da stolper ich dann nur vor mich hin.


    Aber meinst du, dass in der Ecke sitzen und grübeln so sinnvoll ist? Ich mein, ich kenne das, aber ich nehme das eher als kontraproduktiv wahr, auch, wenn die Versuchung riesig ist, es zu tun und ich es oft dann auch tue, aber am Ende grübel ich mich dann so tief rein, dass der Druck, etwas destruktives zu tun, immer weiter steigt.


    Hast du für Dich so Art Notfallpläne?

    Zitat

    Dieses " gelähmt sein vor Trauer " dass mich an schlimmen Tagen überkommt ist ganz schwer auszuhalten aber ich schaffe es und die Erleichterung darüber bringt mich wieder weiter .

    Hm. Bisher kam der Effekt bei mir noch nicht so wirklich. Ich habe manchmal das Gefühl, als hätte ich so eine Art Konto und anstatt, dass es weniger wird, häuft es sich immer mehr an bis es irgendwann knallt. Ich versuche, das Knallen immer so weit wie möglich rauszuzögern, aber momentan fühle ich mich wie eine Bombe und die Versuchung ist ziemlich riesig, weil ich alleine Zuhause bin.

    Zitat

    Sei einfach etwas weniger streng und hart zu dir und verlange von dir nicht immer perfekt zu funktionieren denn das musst du nicht

    An sich nicht, aber zumindest ein bisschen so wie ich es mir vorstelle, das wäre schön. Von dem Perfekt bin ich fast schon weg, fühlt sich beschissen an, aber gerade mein Studium kann ich nur bedingt "reißen". Das macht mich ziemlich wütend, weil ich bestimmt nicht schlecht gewesen wäre, wenn ich mein Leben nur ein bisschen mehr im Griff hätte. Nach dem Abitur war ich schon so wütend, weil ich mir alles verbaut habe, weil der NC nicht für das gereicht hat, was ich eigentlich machen wollte. Ich habe nicht unbedingt schlechte Noten, aber in meinem Kopf ertönt nur, wie gut ich wohl hätte sein können, wenn ich mehr getan hätte.


    Danae


    Ja, aber all das, was ich brauche, kann ich in der anderen Klinik nicht mehr so haben und dann macht das genau so viel Sinn wie eine neue Klinik. Oder vielleicht ist das auch ein Wink, dass es Zeit ist, alleine klarzukommen. Dass es gerade vielleicht einfach nichts mehr bringt.


    Klavierspielen wird vielleicht erst heute Abend was. Vielleicht gehe ich aber auch laufen, je nachdem, wann hier auf der Baustelle Ruhe einkehrt...