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    Wäre die BA nicht, würde es mir gar nicht schlecht gehen ;-).

    Das ist in meinen Augen ein großer Selbstbeschiss. Dann ginge es dir schlecht weil du keine Aufgabe hättest, nichts was dich zu einem Rythmus zwingt, weil du keinen Plan für die Zukunft hättest und soweiter. Das Schlecht-gehen liegt in dir begründet, nicht in irgendwelchen Aufgaben.


    Nehmen wir an das du es nicht schaffst den nötigen Schnitt zubekommen. Ist natürlich erstmal kacke, aber dann hast du ad hoc Platz für Auslandsaufenthalt, eine Reise um etwas neues zu finden. Du könntest problemlos in die Klinik wandern und dich da ohne Unikram und Termine im Nacken nur auf Therapie konzentrieren. Gibt da ja auch ein paar Punkt die dir Angst machen für den Fall DAS du es schaffst, die fallen dann weg. Wäre also nicht nur grauenhaft.


    Und nun nehmen wir an du würdest den Schnitt schaffen. Was passiert dann?

    Naja, dann hätte ich erst recht den Stress mit dem Anerkennungsjahr?


    Oh, ich muss endlich mal mit dem Dozenten sprechen...


    Und die Klinik hat ja gerade auch nichts mit der BA zu tun, sondern mit der Umstellung dort.


    Ansonsten fällt es mir gerade extrem schwer, mich auf das Gedankenspiel einzulassen. Als wäre der BA-Stress nicht genug kommen jetzt die Alpträume und die Flashbacks wieder. Das ging jetzt schon die letzten Nächte so und ich dachte, das würde sich wieder legen, aber anscheinend nicht.


    Ach, keine Ahnung.

    Wenn du nicht anfängst die riesen Berge der Überforderung abzubauen finde ich das nicht verwunderlich. Immerhin ist es ein ganz ähnliches Gefühl totalen Überrollt werdens. Also nimm das Heft in die Hand und mach was statt mit dir machen zu lassen. Ich könnte mir vorstellen, dass die Träume dann wieder gehen.


    Klinik:


    -Anrufen und besprechen was du gehört hast, was das mit dir macht, welche Sorgen und Ängste du hast und nach Lösungen und optionen fragen. Und wenn sie dann Zeit bekommen da entsprechend etwas zu erarbeiten, du weißt, deine Therapeutin ist die letzte die da nichts bewegen kann.


    Uni:


    - Mach eine Liste was zu tun ist, abseits der BA


    BA:


    - kümmere dich um deinen Ausweis in der Bib


    - lies das verbesserte Exposé das gleich per Mail reinflattert und berarbeite es. e Pro


    Du bist groß und stark, du kriegst das hin. Natürlich ist es schwer eine Arbeit zu schreiben bei der man keine positiven Ziele sondern nur verschiedenartig Probleme vor Augen hat. Aber nicht schreiben bringt auch nur andere Probleme mit sich.

    Es sind so ganz eklige Träume. Meine Einzeltherapeutin liebt Träume, die hätte jetzt unendlich viel "Spaß" ;-D. Aber viel mit Verlustsangst, allein gelassen oder verlassen werden. Ich schrecke dann immer hoch und das fühlt sich ganz furchtbar an. Mir fällt es oft schwer, zwischen Traum und Realität zu unterscheiden und ganz oft weiß ich dann auch nicht, ob irgendwas wirklich passiert ist oder nicht. Manchmal erfahre ich es nie, manchmal kann ich es erahnen (z.B. Wenn ich von Streit träume, aber die Personen noch ganz normal mit mir umgehen).


    Und dann schießen manchmal direkt die Flashbacks rein. ??Dann spüre ich, wie mich jemand anfasst oder festhält, manchmal höre ich nur die Stimmen?? Das hatte ich in der Klinik auch mal, aber da wusste ich, woher das kam und hatte Hilfe, sofort, auch mitten in der Nacht, als ich dissoziierend aus dem Bett gefallen bin. Ja, das waren Extremsituationen, aber ich bin es auch irgendwie nicht mehr gewohnt, alleine zu schlafen, weil ich mir immer das Zimmer teilen musste. Zum Glück schläft der Piepmatz in meinem Zimmer, aber manchmal reicht das nicht gegen die Angst. Und durch die Träume und die Flashbacks habe ich viel Angst...


    Zum Thema Klinik: gerade meine Einzeltherapeutin hat da die Position, was bewirken zu können und wenn sie überzeugt ist, setzt sie sich auch extrem für ihre Patienten ein. Aber ich komme mir dämlich vor, da jetzt hektisch anzurufen, weil ich das halt gehört habe. Gut, das spielt jetzt halt aber doch sehr stark in alles mit rein... hm, ich denke drüber nach.


    Montag gehe ich in die Bib. Morgen habe ich leider keine Zeit, weil dann das große Umgeräume ansteht, aber bald wird es ruhiger und dann kann ich mich konzentrieren. Diese Woche helfe ich noch, Samstag suche ich schon die Standorte (sind mehrere Teilbibs in der Stadt verteilt -.-) und Signaturen der Bücher raus. Montag dann Bib, Dienstag würde ich das Exposé gerne wegschicken, Mittwoch und Donnerstag bin ich im Freizeitpark (hihihi :-D) und von Donnerstagabend bis Samstagmittag besuche ich einen Freund. Ganz schön viel, ich hoffe, das klappt, aber das war beides schon so lange verabredet.


    Ich frage mich einfach, wieso mir die Arbeit SO schwerfällt. Klar, Selbstzweifel hatte ich immer, aber nicht so lähmend und ich habe mich nie so dumm und unfähig gefühlt wie dieses Mal. Ich weiß, dass ich an sich nicht dumm bin, aber meine Angst vor dem Thema wird mit der Recherche immer größer, weil ich mich so schlecht konzentrieren kann und dann nichts verstehe...

    Zitat

    Ich frage mich einfach, wieso mir die Arbeit SO schwerfällt

    Na guck dir doch deine Assoziationen an. Wenn es nicht klappt dann Selbsthass und keine Zukunft, wenn es gut läuft dann Panik vor Anerkennungsjahr und Zeitdruck und Klinik und Ausland auch schwerer. Seeehr verlockend. Ehrlich. Da hätte ich auch so richtig Lust die Angst vor dem Versagen zu besiegen. NICHT.


    Gute Nacht und träum mal was schönes. Ich schick dir den Traumvogel der Großen rüber, der soll dich mal auf die Traumwolke schleppen und dann machst du da bei der Hexenfeier mit. ;-D ;-D

    Ich wünschte mir, ich wäre so wie vor 2 Jahren. In Bezug auf mehrere Punkte... ich war mir sicher, dass ich schreiben kann, ich konnte es und mein Körpergefühl war 1000 mal besser.


    Dafür waren andere Punkte schlechter, aber ach menno.

    Kann es sein dass du dir momentan einfach zuviel vornimmst und deshalb dann ins trudeln kommst ?


    Ist dann nicht auch ein Scheitern vorprogrammiert .


    Oder ist es vielleicht so dass du durch die vielen " Baustellen " von den eigentlichen Problemen abgelenkt bist ?


    Wenn ich mir zuviel auf einmal vornehme werde ich niemals allem gleichzeitig gerecht werden .


    Mache doch einfach eines nach dem anderen und freue dich über jeden noch so kleinen Erfolg denn dieser sollte dich dann motivieren und dir ein gutes Gefühl vermitteln.


    Quasi das Rüstzeug für dich sein


    Viel Glück du bist ne stärkere Frau als du von dir denkst .

    Ich bin halt von morgens bis abends mit der Baustelle beschäftigt, danach ist da einfach keine Kraft mehr für irgendwas anderes. Ich habe derzeit auch keine Hobbys oder treffe Freunde oder oder. Mir ist das alles zu viel.


    Ich mein, sind die Baustellen nicht meine Probleme? Wie kann ich mich dann von ihnen ablenken? Oder wie meinst du das?


    Aber ich kann mich halt auch gerade über nichts freuen. Z.B. meine Note aus meiner letzten Klausur, vor der ich SO Angst hatte, ist nicht ganz so schlecht wie gedacht. Da war vielleicht eine Sekunde Erleichterung, aber sie ist trotzdem nicht gut und gut genug sowieso nicht. Für mich sind das keine Erfolge und deshalb macht mir die BA auch so Angst, weil die halt auch kein Erfolg sein wird. Ja, Studium beendet, blabla, aber das reicht mir einfach nicht. Ich weiß, dass ich da festgefahren bin, aber ich bins halt nunmal. Ich kann keinen Knopf drücken und mir denken: "Hey, noch 65 Seiten schreiben und das Studium ist vorbei!". Ich denke mir: "Noch knapp 65 Seiten zusammenwürgen und dann kannst du sehen, was du wieder verbockt hast, weil rumrennen und hungern mal wieder wichtiger war als das Leben, hachja!" Das ist eine beschissene Aussicht, ich weiß nämlich ganz genau, dass ichs mir nienienieniemals recht machen werde. NIE! Allein das ist schon ein Grund zum Verzweifeln und Heulen, weil ichs eben weiß. Ich weiß es, aber ich kanns nicht ändern.


    Meine Mutter kann mir tausendmal sagen, dass sie stolz auf mich ist, die Sektflasche knallen lassen, von mir aus können sich alle für mich freuen, wenn die BA vorbei ist, aber mir wirds beschissen gehen, wahrscheinlich beschissener als jetzt und ist es da nicht zumindest ein kleines Bisschen verständlich, dass ich das Bewusstwerden meines Scheiterns (jaja) herauszögern will? Natürlich spielt da auch die Angst vor dem Danach rein, aber das weiß ich auch.


    Erstaunlich, wie viel ich doch weiß. Bringt mir nur nichts ;-) .


    Ich habe jetzt alle Noten, es fehlt nur noch die BA und da hängt jetzt SO viel dran, dass ich jetzt schon keine Luft mehr bekomme. Aber hey, ist ja eh egal, ich werde sowieso ersticken, weils ja nie gut genug ist ;-) .


    Angst vor dem Erfolg? Schön wärs. Wie will man denn Erfolg messen? Wann ist man erfolgreich? Und jetzt sag nicht, wenn mans bestanden hat.


    Ich kämpfe immer noch an dem Exposé rum bzw. jetzt nicht mehr, weil ich schier verzweifelt bin. Ach.

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    Ich weiß es, aber ich kanns nicht ändern.

    Falsch, nur DU kannst es ändern. Niemand sonst kann deine Erwartungen an das Leben und dich bestimmen, nur du alleine.


    Was Erfolg ist bestimmst du. Du setzt die Ziele. Du alleiene hängst die Messlatte unerreichbar hoch. Ich glaube es liegt daran, dass du glaubst ein Erfolg müsse ein bestimmtes Gefühl machen. Ein Gefühl das du vom Hungern kennst oder von den Drogen.


    Nur du kannst deine Parameter ändern. Niemand sonst. Du kannst, aber dann musst du halt deine Hoffnung auf Erlösungsgefühle von aussen aufgeben.