• Mütter - Töchter = Konkurrenz?

    habe kürzlich (an weihnachten) mal richtig erkannt, dass meine Mutter mich ernsthaft als Konkurrentin sieht. Wir hatten in der letzten Zeit eh einige Probleme, aber an Weihnachten ist es mir richtig krass aufgefallen. Und auch meinem Bruder und seiner Frau. Dass sie mich immer wieder anstichelt, mich böse anfunkelt und und und... ich habe ernsthaft das…
  • 28 Antworten

    Ich hätte nie gedacht - nach allem, was meine Mutter mir angetan habt - dass ich mal Mitleid für sie haben werde. Aber jetzt ist es so. Ich liebe sie nicht, habe aber Mitleid.

    Currl

    :)^:)^


    Das geht auch nicht anders. Diese Distanz ist meiner Meinung nach total wichtig.


    Weißt du, was meine Psychologin mir damals geraten hat?


    Papierkorbbriefe zu schreiben und das habe ich getan, noch und "nöcher" - das hat sooooooo gut getan.


    Mach' das mal!!!!


    ;-)

    Kerry

    Zitat

    Aber jetzt ist es so. Ich liebe sie nicht, habe aber Mitleid.

    Das macht mich irgendwie traurig, grade weil ich und meine Mutter es gepackt haben.......was genau ist passiert, dass es so weit kommen konnte?


    Liebe Grüße

    Hallo Isabell,


    Sie hat mich ständig brutal geschlagen. Hat mich verbal jeden Tag runtergeputzt, hat mir als Kind sehr oft gesagt, dass sie mir den Tod wünscht. Als ich ca. 9 Monate alt war musste ich für 2 Monate ins Krankenhaus. Sie hat mich nicht besucht. Niemand hat mich besucht. Mein Vater ist vorbeigekommen, um frische Wäsche zu bringen. Natürlich kann ich mich nicht daran erinnern, aber sie hat es mir später als ich noch ein Kind war sehr oft und sehr gerne erzählt. Sie hat mir als Kind ganz offen gesagt, dass sie mich hasst.

    kerry

    Ich bin grade nur sprachlos.....


    Dann kann ich Dich sehr gut verstehen und vor allem finde ich es gut, dass Du heute nur noch Mitleid empfindest - denn Hass ist genauso kräftezehrend wie Liebe.


    Aber ich habe den Eindruck, anderen Beiträgen nach die ich von Dir gelesen habe, dass Du Deinen Weg auch ohne sie schaffst, bzw. schon geschafft hast. Zu Ende ist solch ein Weg natürlich nie, aber man schafft es irgendwie gewisse "Steine" übersteigen zu können.......:-/


    Ich hoffe, Du weiß wie ich das meine?


    Liebe Grüße

    oh man...

    wieso dürfen solche Menschen Kinder haben, während es andere, die es wirklich wollen und verdienen, so schwer haben.... :-(

    Isabell und Currl,


    ich danke Euch, das tut mir sehr gut. Und ja Isabell, ich weiß was Du meinst. Gerade, weil ich in meiner Therapie soviel positives erfahren durfte, ist es mir geradezu ein Bedürfnis, dass hier im Forum weiterzugeben. Das gibt mir das Gefühl, das nicht alles umsonst war. Nicht alle Erfahrungen waren vergebens.


    Danke für Eure Anteilnahme. Die hat mich sehr berührt.

    Hab das gleiche Problem...

    Hi!!!


    Also meine Mama hat auch ihre eigene Realität! Irgendwie hat sie mich schon abgestempelt! Egal was ich sage oder wie ich mich verhalte... Es ist hoffnungslos! ICh bin ne zicke oder ich bin wie mein Vater oder ich denk ja nur an mich oder ich bilde mir Probleme ein...


    Alle andere werden ernst genommen, ich bin ja nur die Tochter... Alle anderen sind Frauen, ich nur das Kind... :°(>:(:-/:-|???zzz

    @cherie22

    ehrlichgesagt glaube ich, dass das oft bei Müttern so ist. Dass sie ihre Tochter noch als kleines Mädchen sehen müssen, weil andererseits müssten sie sich ja eingestehen, dass sie nicht mehr in der Form gebraucht werden, wie sie es gerne hätten. Dabei glaube ich, dass eine große Rolle spielt, ob sie allein ist oder einen Partner hat...

    Die Töchter immer als kleines Mädchen sehen, könnte ich ja noch irgendwie nachvollziehen, weil die Mütter wie Du richtig schreibst oft Angst haben nicht mehr gebraucht zu werden.


    Aber ihre Kinder wie Dreck zu behandeln ist etwas ganz anderes.

    @kerry2

    ja, da hast Du definitiv Recht. Das darf einfach nicht sein. Das zeigt doch, was für ein riiiiesengroßes Problem diese Menschen eigentlich mit sich selbst haben. Genauso wie diese Menschen, die Haustiere haben und sie schlagen, wenn sie nicht parieren... sie müssen dominieren. alles kleiner machen, um sich selber groß zu fühlen, weil sie das von sich aus nicht können. Arme Kreaturen.

    Arme Kreaturen,


    ja, dank meiner Therapie kann ich meine Mutter heute auch so sehen. Wir haben dort nicht darauf hingearbeitet, ich meine, der Therapeut hat nicht gesagt, ich müsste lernen zu vergeben. Er hat mir meine Wut gelassen, weil sie mir zusteht. Es hat sich einfach so entwickelt.

    und genau deshalb is es gut

    wütend zu sein ist ja nicht falsch, das hat seine Gründe und dieses Gefühl hat genauso ein Recht, da zu sein, wie liebe usw.

    Hallo Currl,

    eine änliche Geschichte wiedefuhr auch mir in meinem Leben.

    Als ich acht Jahre alt war trennte sich meine Mutter von meinem Vater und nahm mich natürlich mit. In der Zeit in der ich bei ihr wohnte zeigte sie das gleiche Verhalten in meine Richtung, wie du das Verhalten von deiner Mutter beschreibst. So richtig ersichtlich fing sich das Verhalten meiner Mutter zu zeigen als ich in die Pubertät kamm. Meine Mutter fing an mich als Konkurenz bei den Männern zu zeigen. Wenn ich ihr gegenüber meine Meung äußerte, hieß es wie schlimm ich sei und was für ein sch*** Hu*** und und und ich sei und daß ich genauso wie mein leiblicher Vater sei (Dabei muss ich sagen, dass ich meinem Vater viel ähnlicher sehe als meiner Mutter.). Wenn ich meinem Altag nachging und meine Mutter bei mir ankam und ich ihr erwiderte, dass ich ihr ein bisschen später helfen werde, weil ich mich auf die von mir ausgeübte Tätigkeit konzentrieren muss regnete es immer an Beleidiegungen, wo aber meine Mutter sich auch so verhielt als wäre ich die Böse und sie wäre das wehrlos, unschuldige Lam. Als ich ihr versuchte zu erklären, dass sie in erster Linie versuchen sollte erstmal die Sachen selber zu erledigen und erst bei mir ankommen soll wenn sie wirklich nicht klar kommt (weil sie immer bei bestimmten Themen, bei denen sie keine Lust hatte sich mit denen zu beschäftigen immer von vorne herein bei mir ankam), weil ich auch mein Leben leben muss war sie immer beleidigt und tat als würde ich sie verraten. Ich versuchte auch mehrmals das Gespräch mit ihr zu suchen. Sofern das Gespräch geführt wurde, zeigte sie sich erst einsichtig und ab einem bestimmten Punkt schaltete sie um auf stur wo auch solche Aussagen vielen, wie: "Auch wenn ich mich bei dir entschuldige, bleibe ich trotzdem bei meiner Meinung!" Als ich mit meinem Verlobten zusammenzog stand sie buchstäblich jeden Tag unangeköndigt vor der Tür und kaum war sie in der gemeinsamen Wohnung ging es los: "Wieso ist das nicht so, und wieso ist dies nicht so?!" Wo sie auch ungefragt ins Schlafzimmer und an unseren Kleiderschrank ging. Als ich zu ihr meinte, das ich kein Problem damit habe, dass sie zu Besuch kommt und dass egal ob am Montag, Freitag oder Sonntag. Allerdings solle sie bitte die Privatsphäre von mir und meinem Verlobten beachten und bevor sie vorbeikommt erstmal durchrufen, ob es uns zeitlich passt, fing sie auf die Trännendrüse zu drücken. Das Ergebnis war im Endeffekt, dass ich das Gemeinsame Kind verloren habe und die Verlobung nicht nur aufgelöst wurde, sondern auch eine Trennung stattfand. Als wir dann mit meinem Ex getrännte Wege gingen, machte mine Mutter weiter, nur mit dem Unterschied, dass ich anfing meiner Mutter Grenzen aufzuzeigen. Worauf es wieder nur Beleidigungen regnete und wie sehr ich meinem Vater in der Schlächtigkeit ähneln würde und mehrmals die Aussage fiel: " Ich habe dich auf die Welt gebracht, daher bist du mein Eigentum. Also kann ich in deine Richtung alles machen was ich will." Kurz bevor ich den Kontakt zu meiner Mutter abgebrochen habe , fragte sie mich wieso ich den Männern sympathischer bin als sie. Und das zeigte sie auch in ihrem Verhalten, wenn wir zu zweit unterwegs waren und wir mit männlichen Mitmenschen ins Gespräch kammen und diese ehr mit mir kommunizieren als mit ihr, in dem sie mir immer ins Wort fiel, sich vordrängte und mich vollkommen missachtete, runter machte und lächerlich stellte. Vor einem Jahr zog ich zum letzten Mal wieder in meine Heimatstadt um und brach zu meiner Mutter den Kontakt komplett ab und teilte meiner Mutter auch meine neue Adresse nicht mit. Das letzte was ich von meiner Mutter hörte war eine Nachricht von ihr zu Beginn der Corona-Zeit, vonwegen ich solle ja gefällichst bei ihr erscheinen und mir von ihr Geld abholen, weil ich ja alleine nicht klar komme ohne sie, was sie allerdings auch früher schon öfters versucht hat mich so darzustellen. Wie gesagt, mittlerweile habe ich zu meiner Mutter seit einem Jahr kein Kontakt und ich fühle mich besser ohne die ganzen Erniedriegungen auch wenn ich es schade finde, dass ich zu meinen Eltern kein Kontakt habe. Hass habe ich auf meine Mutter nicht! Sie tut mir nur Leid. Wobei ich aber auch mit dem Leid tun mich von ihr auch distanziert habe, weil Leid tun tut meine Mutter mir, weil sie aus dem Teufelskreis selber nicht rauskommt. Auch davon habe ich mich distanziert, weil sie es bis zum bestimmten Grad es auch einsieht, dass sie was ändern muss,es allerdings nicht ändert und sich auch keine Hilfe hierfür holt.

    Wie du es also siehst, ist mann nie allein.


    Gruß deine Adriane