• Narzisstentreff im Forum

    Tagesgebet der Narzissten.!!!!!!!!!! Matthias Claudius(Abendlied) Wir stolzen Menschenkinder Sind eitle arme Sünder Und wissen gar nicht viel; Wir spinnen Luftgespinnste Und suchen viele Künste Und kommen weiter von dem Ziel.
  • 5 Antworten

    Allen Narzissten einen schönen Freitag den 13. wünsche ich!

    Der Unfall des Mathematikers


    Es war sehr kalt, der Winter dräute,


    da trat — und außerdem war's glatt —


    Professor Wurzel aus dem Hause,


    weil er was einzukaufen hat.


    Kaum tat er seine ersten Schritte,


    als ihn das Gleichgewicht verließ,


    er rutschte aus und fiel und brach sich


    die Beine und noch das und dies.


    Jetzt liegt er nun, völlig gebrochen,


    im Krankenhaus in Gips und spricht:


    »Ich rechnete schon oft mit Brüchen,


    mit solchen Brüchen aber nicht!«


    Heinz Erhardt


    ;-D 8-)´:)D

    Malwine


    Ich habe mich deinetwegen


    gewaschen und rasiert.


    Ich wollte mich zu dir legen


    mit einem Viertelchen,


    mit einem Achtelchen -


    Malwine!


    Doch du hast dich geziert.


    Der Kuckuck hat geschrien


    auf deiner Schwarzwalduhr.


    Ich lag vor deinen Knien:


    "Gib mir ein Viertelchen!


    Gib mir ein Achtelchen!


    Malwine!


    Ein kleines Stückchen nur!"


    Dein Bräutigam war prosaisch.


    Demselben hat gefehlt,


    dieweilen er mosaisch,


    ein kleines Viertelchen,


    ein kleines Achtelchen...


    das hätt dich sehr gequält!


    Du hast mir nichts gegeben


    und sahst mich prüfend an.


    Das, was du brauchst im Leben,


    sei nicht ein Viertelchen,


    und nicht ein Achtelchen...


    das sei ein ganzer Mann -!


    Mich hat das tief betroffen.


    Dein Blick hat mich gefragt...


    Ich ließ die Frage offen


    und habe nichts gesagt.


    Daß wir uns nicht besaßen!


    So aalglatt war mein Kinn.


    Nun irr ich durch die Straßen...


    Malwine-!


    und weine vor mich hin.


    Kurt Tucholsky


    (1890-1935)

    was ist blos lossss hier?? ist der thread krank? {:(

    Winterliche Stanzen


    Nun sollen wir versagte Tage lange


    ertragen in des Widerstandes Rinde;


    uns immer wehrend, nimmer an der Wange


    das Tiefe fühlend aufgetaner Winde.


    Die Nacht ist stark, doch von so fernem Gange,


    die schwache Lampe überredet linde.


    Laß dichs getrösten: Frost und Harsch bereiten


    die Spannung künftiger Empfänglichkeiten.


    Hast du denn ganz die Rosen ausempfunden


    vergangnen Sommers? Fühle, überlege:


    das Ausgeruhte reiner Morgenstunden,


    den leichten Gang in spinnverwebte Wege?


    Stürz in dich nieder, rüttele, errege


    die liebe Lust: sie ist in dich verschwunden.


    Und wenn du eins gewahrst, das dir entgangen,


    sei froh, es ganz von vorne anzufangen.


    Vielleicht ein Glanz von Tauben, welche kreisten,


    ein Vogelanklang, halb wie ein Verdacht,


    ein Blumenblick (man übersieht die meisten),


    ein duftendes Vermuten vor der Nacht.


    Natur ist göttlich voll; wer kann sie leisten,


    wenn ihn ein Gott nicht so natürlich macht.


    Denn wer sie innen, wie sie drängt, empfände,


    verhielte sich, erfüllt, in seine Hände.


    Verhielte sich wie Übermaß und Menge


    und hoffte nicht noch Neues zu empfangen,


    verhielte sich wie Übermaß und Menge


    und meinte nicht, es sei ihm was entgangen,


    verhielte sich wie Übermaß und Menge


    mit maßlos übertroffenem Verlangen


    und staunte nur noch, dass er dies ertrüge:


    die schwankende, gewaltige Genüge.


    Rainer Maria Rilke


    (1875-1926)

    ist der thread krank?{:(

    :-:-/ Nö! ;-D@:):)D


    Streit


    Mächtig ist die Ehrlichkeit.


    Glückt es listigen Gewalten,


    Sie im Gradweg aufzuhalten,


    Immer nur für kurze Zeit.


    Doch die kurze Zeit kann lang sein,


    Länger als ein Flügelheben,


    Länger als ein wartend Leben,


    Und das Ehrliche kann bang sein.


    Die um Falsch und Ehrlich deuten,


    Ältere mit jüngren Leuten,


    Irreleitend, irrgeleitet,


    Wie's um Falsch und Ehrlich streitet – –,


    All die Zeit, die sie vergeuden,


    Könnte die mit Lustspielfreuden


    Besser ausgenossen sein?


    Ich sag: Nein!


    Wenn ich doch so ehrlich wäre


    Wie ein neugebornes Kind,


    Und mich trüge dann ein Wind –


    Freiballons – ins Ungefähre.


    Schlag mich einer flach und breit:


    Mächtig ist die Ehrlichkeit.


    Joachim Ringelnatz


    *:)~~~~~~~~~~~~~~~~~~:)*


    x:)liche Grüße an @lle Narzissis 8-)*:)*:)

    :)*:)* ;-) @:) @:) zeit_sucher+sense (;-D :-D ;-D )

    Wir können tun


    was wir wollen,


    solange wir anderen


    nicht schaden.


    Das ist ein menschliches Grundrecht.


    Untrennbar verbunden


    mit diesem Grundrecht


    ist eine Grundpflicht:


    Wir müssen geradestehen


    für die Folgen unseres Tun.




    Sense mach einen los!!!!!!!!!!!! zzzzz zzzzzz :-o :-o :-p :-p :-p


    --------------------------:-x :-x :-x :-p :-p :-p



    so geht's

    Nun vergiß leises Flehn, süßes Kosen


    und das Flattern von Rose zu Rose.


    Du wirst nicht mehr die Herzen erobern,


    ein Adonis, ein kleiner Narziß.


    Nun vergiß diese prangenden Federn,


    diese Blumen, die schimmernden Bänder,


    diese Locken, die seid'nen Gewänder,


    dieser Wangen so rosigen Glanz!


    Nun vergiß die bunten Bänder,


    diese Federn,


    diese Locken,


    die seidenen Gewänder!


    Nun vergiß leises Fleh'n, süßes Kosen


    und das Flattern von Rose zu Rose.


    Du wirst nicht mehr die Herzen erobern,


    ein Adonis, ein kleiner Narziß.


    Wolfgang Amadeus Mozart


    (1756-1791)

    *:)*:)x:):-p:-x*:);-D8-)*:)*:)

    Das scheue Wort


    Es war ein scheues Wort.


    Das war ausgesprochen


    Und hatte sich sofort


    Unter ein Sofa verkrochen.


    Samstags, als Berta das Sofa klopfte,


    Flog es in das linke, verstopfte


    Ohr von Berta. Von da aus entkam es.


    Ein Windstoß nahm es,


    Trug es weit und dann hoch empor.


    Wo es sich in das halbe, bange


    Gedächtnis eines Piloten verlor.


    Fiel dann an einem Wiesenhange


    Auf eine umarmte Arbeiterin nieder,


    Trocknete deren Augenlider.


    Wobei ein Literat es erwischte


    Und, falsch belauscht,


    Eitel aufgebauscht,


    Mittags dann seichten Fressern auftischte.


    Und das arme, mißbrauchte,


    Zitternde scheue Wort


    Wanderte weiter und tauchte


    Wieder auf, hier und dort.


    Bis ein Dichter es sanft einträumte,


    Ihm ein stilles Palais einräumte. – –


    Kam aber sehr bald ein Parodist


    Mit geschäftlich sicherem Blick,


    Tauchte das Wort mit Speichel und Mist


    In einen Aufguß gestohlner Musik.


    So ward es publik.


    So wurde es volkstümlich laut.


    Und doch nur sein Äußeres, seine Haut,


    Das Klangliche und das Reimliche.


    Denn das Innerste, Heimliche


    An ihm war weder lauschend noch lesend


    Erreichbar, blieb öffentlich abwesend.


    nawerschon, der Ringelnatz


    :°(~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~:-p8-)


    ...|-o*:) heraklit und zeit_sucher *:):)*


    ...:)**:) besonders Nethe und Käthe @:)*:)