komentarlos

    miroslav klose


    seine ersten wm-tore schosz er noch


    aus einem pfaelzischen bezirksliga-


    match heraus: wo sich die maedels


    kichernd ueber den schuechternen


    jungen unterhielten, der nach jedem


    treffer einen angewinkelten salto


    sprang. die eigenen spruenge nicht


    begreifend waehlte er den direkten


    weg zwischen zwei verteidigern, die


    vom blitz seiner raschen aktion


    geblendet stirn an stirn aufeinander


    prallten: alter grusz der verdutzten


    Stan Lafleur


    (*1968)

    _____zzz_____

    In einer lauen Sommernacht


    da hab ich es gemacht...


    Nach langem Sehnen


    nach "sich schon nah dem Ziele wähnen"


    dann wieder zweifelnd nah den Tränen


    da hab ich es gemacht...


    "Ja was denn nun?", wird macher fragen


    Muß ich's denn wirklich sagen?


    Entweder kommt jetzt eine gute Pointe


    oder ich lass die Antwort lieber offen


    Dann kann noch jeder auf was Bess'res hoffen


    Punkt

    Die Jahreszeiten


    An Sidonie


    Jede Jahreszeit trägst Du im Bilde! Die goldenen Locken


    Gleichen dem Ährengefild, wenn es die Sonne bestrahlt:


    Reifen, lieblichen Früchten sind diese reizenden Lippen


    Ähnlich; zum weihenden Kuß schwellen sie sittsam empor.


    Auf den Wangen blüht dir der rosige Lenz: und der Winter


    Hat dir mit blendendem Schnee Busen und Arme bestreut.


    Louise Bachmann


    (1777-1822)


    Sidoneie = Sidonie von Hardenberg, Schwester von Novalis

    der bär ist tot!!

    Der Bär und der Liebhaber seines Gartens


    Ein unerfahrner Bär voll wilder Traurigkeit,


    Den in den dicksten Wald sein Eigensinn verstecket,


    Vertrieb, unausgeforscht, durch Klipp' und Berg gedecket,


    Wie ein Bellerophon die Zeit.


    Hier sträubet sich der Petz; er liebt nur diese Kluft,


    Und meidet stets die Spur der Bären, seiner Brüder.


    Mit Brummen wälzt er sich im Felsen auf und nieder;


    Sein schwaches Haubt scheut freie Luft.


    Dies macht ihn ganz verwirrt. Ihm gleicht vielleicht die Zunft


    Der Weisen dunkler Art, der schweren Sonderlinge;


    Die fliehen Licht und Welt, und haschen Wunderdinge;


    Nur nicht die Gabe der Vernunft.


    Einst, da er saugend sinnt, wird ihm sein Lebenslauf


    (Wenn das ein Leben ist) auf einmal sehr verdrießlich.


    Er will gesellig sein; dies hält er für ersprießlich.


    Und kurz: er macht sich taumelnd auf.


    Wohin? das weiß er nicht: das Glück mag Führer sein,


    Das Glück, der Thoren Witz. Nicht weit von seiner Höhle


    Lebt' ein bejahrter Mann mit einer trägen Seele,


    Fast wie der Petz, stumm, und allein.


    Auch der sucht keinen Scherz, der andern artig scheint.


    Was Herbst und Sommer zollt, des grünen Frühlings Gaben


    Vergnügen seinen Fleiß. Ich müßt' ein mehrers haben:


    Was aber? Einen klugen Freund.


    Der Fluren bunter Schmelz entzücket das Gesicht;


    Pomonens Ueberfluß kann tausend Freude machen;


    Man darf mit Blum' und Frucht vertraulich reden, lachen;


    Doch nur in Fabeln: weiter nicht.


    Nicht wahr? die Einsamkeit ist nicht auf ewig schön.


    Unmitgetheilte Lust muß Ueberdruß erwecken;


    Der bringt den Greis ins Feld, um Menschen zu entdecken.


    Mein Timon wird zum Diogen.


    Er wandert nach dem Forst; hier irrt er hin und her,


    Und mißt und sucht die Bahn auf unbekanntem Stege.


    Zuletzt begegnet ihm, in einem hohlen Wege,


    Ein andrer Eremit, der Bär.


    Er stutzt. Was soll er thun? Zur Flucht ist keine Spur.


    Er fasset sich; hält Stand: das wird gut aufgenommen.


    Petz sieht ihn gnädig an, und spricht: Mein Freund, willkommen,


    Besuche mich, und eile nur.


    Der Greis versetzt gebückt: Die Gunst verpflichtet mich.


    O würde mir erlaubt, in meinem nahen Garten


    Mit einem schlechten Mahl gehorsamst aufzuwarten!


    Der Vorzug wäre königlich.


    Ich habe Milch und Obst; zwar weiß ich gar zu wohl,


    Die Kost ist ziemlich schmal für euch, ihr Herren Bären;


    Ihr Großen dieser Welt, ihr könnet besser zehren:


    Doch auch mein Honigtopf ist voll.


    Der Vorschlag wird beliebt; noch zeigt sich nicht das Haus,


    Da die Bekanntschaft schon recht preislich angegangen.


    Es will sogar der Bär den neuen Freund umfangen;


    Doch der bedankt sich, und weicht aus.


    Bald haben diese zween den schönsten Bund gemacht.


    Sie bleiben ungetrennt, und werden Hausgenossen.


    Der eine pflanzet, impft, und wartet seiner Sprossen;


    Der andre legt sich auf die Jagd.


    Unwissenheit und Ernst schließt öfters beider Mund;


    Ihr Umgang nähret sich durch beider stumme Blicke.


    Man machet sich die Lust aus diesem Eintrachtsglücke


    Einsilbigt, auch nur selten, kund.


    Petz kehret einmal heim; da schlummert sein Orest


    Zur schwülen Mittagszeit. Er gehet bei ihm liegen,


    Bewacht den Schlafenden, zerstreut den Schwarm der Fliegen,


    Der seinen Wirth nicht ruhen läßt.


    Er schnappt, fängt, scheuchet, lauscht, gafft nach dem Alten hin,


    Und sieht auf dessen Stirn sich eine Raupe regen;


    Ha! brummt er: dir will ich das Handwerk zeitig legen!


    Geschmeiße, wißt ihr, wer ich bin?


    Er holt den größten Stein; und, weil er's treulich meint,


    So muß durch einen Wurf so Raup' als Greis erkalten.


    Fürwahr, den klugen Feind muß man für schädlich halten;


    Doch ja so sehr den dummen Freund.


    Friedrich von Hagedorn


    (1708-1754)

    :°_ *:) ;-D zeit_sucher+sense+attol+rilke *:) *:) *:) *:)

    Wir sind dabei. *:) *:) ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D




    Johann Heinrich Pestalozzi:


    Kraftvolle Menschenl ieben,


    was ihre Kraft anstrengt.


    Aber alle Schwächlinge


    lieben es nicht,


    solche Männer


    in ihrer Mitte zu haben.




    *:) *:) *:) *:) *:) *:) *:) *:) ;-D ;-D ;-D ;-D ;-) ;-) ;-)




    Wie gehts in Austria *:) *:



    ja, ja, die liebe

    An den unsterblich Geliebten


    Meere sind zwischen uns und Länder und Tage.


    Aber ich weiß,


    Du wartest auf mich


    Jetzt und immer.


    Wissend und gut.


    Meere sind zwischen uns und Länder und Tage.


    Ich sehne mich nach dir,


    Nach deinen sanften Händen,


    Nach deiner frommen Schönheit,


    Nach deiner klugen Güte.


    O ich sehne mich nach dir.


    Alles, was ich habe, will ich dir schenken,


    Alles was ich denke, will ich dir denken,


    Ich will dich lieben in allen Dingen,


    Meine schönsten Worte will ich dir singen,


    All meine Schmerzen und Sünden will ich dir weinen.


    Meiner Seligkeit Sonnen werden dir scheinen.


    Was ich bin, will ich dir sein.


    Meine Träume sind voll deiner Zärtlichkeit.


    Mein Blut singt süß deine Unendlichkeit.


    Weiße Seele


    Unsterblich Geliebter.


    Du blühst sehr wunderbar


    Im Gestirn meiner Liebe,


    Im Schauer meiner Ängste,


    Im Lachen meines Glücks.


    Du blühst sehr wunderbar


    Im Gestirn meiner Liebe.


    Francisca Stoecklin


    (1894-1931)

    Hallo Narzisstengemeinde *:) @:) :)*:)D 8-)´:)o

    Der Fußballwahn ist eine Krank-


    heit, aber selten, Gott sei Dank.


    Ich kenne wen, der litt akut


    An Fußballwahn und Fußballwut.


    Sowie er einen Gegenstand


    In Kugelform und ähnlich fand


    So trat er zu und stieß mit Kraft


    Ihn in die nächste Nachbarschaft.


    Joachim Ringelnatz


    *:)

    Hallo Narzisstengemeinde *:)

    was´n hier los ??? kränkeln alle noch am fussballfieber oder sitzet ihr vor euren narzissenumrankten spiegeln und huldigt euch als elite der drittbesten fussballnation ???


    da geruhe ich schonmal in die eurigen gefilde herabzusteigen und niemand würdigt mein erscheinen :°(

    URLAUBSSTIMMUNG

    Im Süden.


    So häng' ich denn auf krummem Aste


    Und schaukle meine Müdigkeit.


    Ein Vogel lud mich her zu Gaste,


    Ein Vogelnest ist's, drin ich raste.


    Wo bin ich doch? Ach, weit! Ach, weit!


    Das weiße Meer liegt eingeschlafen,


    Und purpurn steht ein Segel drauf.


    Fels, Feigenbäume, Thurm und Hafen,


    Idylle rings, Geblök von Schafen, -


    Unschuld des Südens, nimm mich auf!


    Nur Schritt für Schritt - das ist kein Leben,


    Stets Bein vor Bein macht deutsch und schwer.


    Ich hieß den Wind mich aufwärts heben,


    Ich lernte mit den Vögeln Schweben, -


    Nach Süden flog ich über's Meer.


    Vernunft! Verdrießliches Geschäfte!


    Das bringt uns allzubald an's Ziel!


    Im Fliegen lernt' ich, was mich äffte, -


    Schon fühl' ich Muth und Blut und Säfte


    Zu neuem Leben, neuem Spiel?


    Einsam zu denken nenn' ich weise,


    Doch einsam singen - wäre dumm!


    So hört ein Lied zu eurem Preise


    Und setzt euch still um mich im Kreise,


    Ihr schlimmen Vögelchen, herum!


    So jung, so falsch, so umgetrieben


    Scheint ganz ihr mir gemacht zum Lieben


    Und jedem schönen Zeitvertreib?


    Im Norden - ich gesteh's mit Zaudern -


    Liebt' ich ein Weibchen, alt zum Schaudern:


    "Die Wahrheit" hieß dies alte Weib?


    Friedrich Nietzsche


    (1844-1900)


    aus: Lieder des Prinzen Vogelfrei

    *:)

    Lieber Freund! Welch ein Sommer! Ich denke Sie mir im Zimmer sitzend, mehr Omelette als Mensch.


    Friedrich Nietzsche (1844 - 1900), in einem Brief vom 30. Juli 1887 aus dem schweizerischen Sils an seinen in Venedig schwitzenden Freund Heinrich Koeselitz

    immer noch sommer :)^

    :)^:)^:)^:)^:)^:)^:)^:)^:)^:)^:)^:)^:)^:)^:)^


    Hochsommer


    Von des Sonnengotts Geschossen


    Liegen Wald und Flur versengt,


    Drüber, wie aus Stahl gegossen,


    Wolkenlose Bläue hängt.


    In der glutgeborstnen Erde


    Stirbt das Saatkorn, durstig ächzt


    Am versiegten Bach die Herde,


    Und der Hirsch im Forste lechzt.


    Kein Gesang mehr in den Zweigen!


    Keine Lilie mehr am Rain! -


    O wann wirst du niedersteigen,


    Donnerer, wir harren dein.


    Komm, o komm in Wetterschlägen!


    Deine Braut vergeht vor Weh -


    Komm herab im goldnen Regen


    Zur verschmachtenden Danae!


    Emanuel Geibel


    (1815-1884)

    immer noch sommer :)^

    :)^:)^:)^:)^:)^:)^:)^:)^:)^:)^:)^:)^:)^:)^:)^


    Hochsommer


    Von des Sonnengotts Geschossen


    Liegen Wald und Flur versengt,


    Drüber, wie aus Stahl gegossen,


    Wolkenlose Bläue hängt.


    In der glutgeborstnen Erde


    Stirbt das Saatkorn, durstig ächzt


    Am versiegten Bach die Herde,


    Und der Hirsch im Forste lechzt.


    Kein Gesang mehr in den Zweigen!


    Keine Lilie mehr am Rain! -


    O wann wirst du niedersteigen,


    Donnerer, wir harren dein.


    Komm, o komm in Wetterschlägen!


    Deine Braut vergeht vor Weh -


    Komm herab im goldnen Regen


    Zur verschmachtenden Danae!


    Emanuel Geibel


    (1815-1884)